Veröffentlicht am 23.07.2010 00:00

1980er-Jahre · Die Prominenz liebt Grünwald

Bürgermeister Hubertus Lindner bedanke sich bei der Schauspielerin Uschi Glas für eine Lesestunde in der Kita.	 (Foto: Gemeindearchiv)
Bürgermeister Hubertus Lindner bedanke sich bei der Schauspielerin Uschi Glas für eine Lesestunde in der Kita. (Foto: Gemeindearchiv)
Bürgermeister Hubertus Lindner bedanke sich bei der Schauspielerin Uschi Glas für eine Lesestunde in der Kita. (Foto: Gemeindearchiv)
Bürgermeister Hubertus Lindner bedanke sich bei der Schauspielerin Uschi Glas für eine Lesestunde in der Kita. (Foto: Gemeindearchiv)
Bürgermeister Hubertus Lindner bedanke sich bei der Schauspielerin Uschi Glas für eine Lesestunde in der Kita. (Foto: Gemeindearchiv)

Meilenstein für Grünwald war in den 80er-Jahren sicher der Bau des Bürgerhauses und Altenheims Römerschanz, das unter anderem dem großen Engagement von Resi Friedel zu verdanken ist. Um dem Sport in Grünwald eine Heimat zu geben, wurde zudem die Helmi-Mühlbauer-Halle errichtet.

Die Gemeinde unterstützte auch die Aktivitäten der Baugenossenschaft, die eine große Zahl an Wohnungen an der Laufzorner Straße entwickelte. Reges Bevölkerungswachstum wurde jedoch nicht geplant. Allein schon durch die Lage zwischen Wäldern und der Isar war dies unmöglich. Zudem setzten sich Gemeinde und Freistaat intensiv für den Umweltschutz ein. In dieser Zeit senkte Grünwald auch den Gewerbesteuerhebesatz, um Firmen Anreiz zu bieten, sich niederzulassen. Schritt für Schritt kam immer mehr »nicht-störendes Gewerbe«, in den 80er-Jahren stark aus der Leasingbranche. Dies stabilisierte und verbesserte wesentlich die finanzielle Situation, und so konnte Grünwald sukzessive seine Verschuldung abbauen und ist seit 2003 schuldenfrei. 1984 wird Hubertus Lindner (Freie Wähler) zum Bürgermeister gewählt. Dieses Jahr (2010) konnte er ein besonderes Jubiläum feiern: 24 Jahre Mitglied des Gemeinderates, 18 Jahre 1. Bürgermeister an der Spitze Grünwalds und bis heute gehört er dem Kreistag München-Land an.

Auch in den Bavaria-Filmstudios wird fleißig gearbeitet, so wird 1981 der Film »Das Boot« fertiggestellt. Die U-Boot-Attrappe wird zu einer der Hauptattraktionen der Bavaria-Filmstudios. 2003 musste das Boot aber erneut »untertauchen«. Schon seit Jahren schwelte zwischen der Bavaria-Film und der Buchheim-Stiftung ein heftiger Streit um Nutzungsrechte und eine monetäre Beteiligung der Stiftung aus den Erlösen des Filmtourgeschäftes. Zwar befindet sich das Exponat selbst im Besitz der Bavaria-Film, doch blieb die Nutzungsrechtsfrage lange ungeklärt. Weil sich die Parteien bis vor Kurzem nicht einigen konnten, blieb Filmfreunden die Besichtigung des Exponats für einige Monate verwehrt.

Das Ausstellungsstück selbst wurde in dieser Zeit unter einer Plane versteckt. Nach dem sich die Partner schließlich doch einigen konnten, wurde es für den Publikumsverkehr wieder öffentlich ausgestellt.

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