Veröffentlicht am 12.04.2026 12:53

Ausstellung und Konzertreihe in der Pasinger Fabrik

Kun Su: Jazzband, Öl auf Leinwand, 100x135 cm, 2023 (Foto: Kun Su)
Kun Su: Jazzband, Öl auf Leinwand, 100x135 cm, 2023 (Foto: Kun Su)
Kun Su: Jazzband, Öl auf Leinwand, 100x135 cm, 2023 (Foto: Kun Su)
Kun Su: Jazzband, Öl auf Leinwand, 100x135 cm, 2023 (Foto: Kun Su)
Kun Su: Jazzband, Öl auf Leinwand, 100x135 cm, 2023 (Foto: Kun Su)

Die Ausstellung „United by Jazz“ ab 17. April in der Pasinger Fabrik (August-Exter-Straße 1) fragt danach, was Kunst und Jazz bis heute verbindet. Der Jazz aus den USA eroberte in den 1920er- und 1930er Jahren die Tanzsäle und Ballhäuser, Bars und Cafés, Varietés und Kinos in Europa.
Nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1950er Jahre war Jazz ein Synonym für intellektuelle kritische Praxis und Vielfalt. Bebop, Free Jazz und Abstraktion verkörperten idealtypisch den Modernismus und das westliche Freiheitsparadigma. So hörte der US-amerikanische Maler Jackson Pollock (1912-1956) tage- und nächtelang Jazz, während er an seinen bekannten „Drip-Paintings“ arbeitete. K. R. H. Sonderborg (1923-2008), der in der NS-Zeit als Swinging Boy verhaftet worden war, wurde einer der wichtigsten Maler des Informel in Deutschland und veranstaltete in Stuttgart gemeinsam mit Jazz-Musikern malerische Aktionen. Der King der Pop Art, Andy Warhol (1928-1987), entwarf Plattencover für das legendäre Label Blue Note Records.

Enge Beziehungen zwischen Jazz und Kunst

Die reich bestückte Ausstellung zeigt anhand herausragender Werke, wie Jazz bis heute eine bemerkenswerte Rezeption in der Kunst hervorruft. Die engen Beziehungen zwischen Jazz und Kunst werden in sensorischen Räumen erfahrbar, wo fotografische, klangliche, künstlerische, typografische Formate sowie Objekt und Installation vermischt sind. Die Art der Präsentation würdigt das vielschichtige Verhältnis von Jazz und Bild. Eine Sektion verhandelt die Themen Jazz, Jazzorte und Jazzlabels in München. Doch nicht nur Kunst erwartet das Publikum. An Hörstationen bringen Jazz-Komponisten die Schau zum Klingen. So entsteht ein einzigartiger Raum für die interdisziplinäre Begegnung von Jazz und bildender Kunst.
Zu sehen sind Werke von Anouk Lamm Anouk, Ralf Dombrowski, Maxim Fomenko, Gregor Hildebrandt, Sebastian Kuhn, David Mesa, Mike Meyer, Dieter Rehm, Jan Scheffner, Julia Schewalie, Logan T. Sibrel, Ursula Sonnenwald, Michael Steiner, Kun Su und Milen Till.

Konzertreihe erzählt überraschende Geschichten

Parallel dazu findet eine Konzertreihe statt. Auf den Bühnen der Pasinger Fabrik begegnen sich Musiker, um in arrangiertem Rahmen überraschende Geschichten zu erzählen und interdisziplinäre Erfahrungen zu ermöglichen. Auftreten werden Chris Gall und Peter Gall (28. April), das Eva-Moreno-Trio (3. Mai), Sinfonia de Carnaval (6. Mai), Mulo Francel und Tim Collins (17. Mai), Simon Popp und Anna Martens (20. Mai), REN/NER und Svetlana Marinchenko bei NIQ Exchange (10. Juni), das Erik-Leuthäuser-Quartett (13. Juni) sowie Stefanie Boltz und Nenad Uskokovic (20. Juni).

Termine

Ausstellungsdauer: 17. April bis 12. Juli
Di-Sa 15-19 Uhr
So 14-18 Uhr
Eintritt: 6 Euro / 4 Euro.

  • Fr, 17. April, 18 Uhr: Vernissage mit Tom Reinbrecht (Saxophon) und Henning Sieverts (Kontrabass)
  • Di, 21. April, 18 Uhr: Ausstellungsführung und Film Pollock
  • Di, 9. Juni, 18 Uhr: Ausstellungsführung „Vom Klang der Bilder”.

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