Der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing (BA 23) hat einen Antrag auf eine Baumfällung vor dem Anwesen in der Von-Reuter-Straße 4 abgelehnt. „Ich bin der Meinung, dass der Baum nicht gefällt werden sollte, weil er gesund aussieht”, sagte Henning Clewing (FDP) auf der jüngsten Sitzung des Lokalparlaments. „Wir diskutieren sonst nie über Baumfällungen. In diesem Fall sollten wir es aber tun.” Und Heike Kainz, die Vorsitzende des Gremiums, erklärte: „Bisher haben wir es immer so gemacht, dass wir den Eigentümern die Erlaubnis zur Fällung geben, aber eine Nachpflanzung fordern.” Walter Stach (CSU) schlug vor, eine Firma zu beauftragen, die einen Baumzuschnitt macht. „Das ist auch gar nicht teuer. Das Gleiche habe ich in meiner Firma gemacht. Diese Lösung ist ganz einfach und der Baum kann stehen bleiben, ohne dass die Wohnungen großartig verschattet werden.” Wenn ein solcher Rückschnitt gut funktioniere, „warum nicht”, sagte auch SPD-Fraktionssprecher Pascal Fuckerieder.
Einzig Fritz Schneller setzte sich für eine Fällung des Baumes ein. „Die Balkone sind völlig verschattet. Ich habe mir das Ganze vor Ort angesehen. Der Baum muss gefällt werden”, sagte der SPD-Politiker. Überzeugen konnte er seine Kollege im BA 23 allerdings nicht. Sie stimmten mehrheitlich gegen eine Fällung. Vielmehr solle der Eigentümer eine Firma beauftragen, die die Baumkrone zurückschneidet und die Äste ausdünnt.
Der BA 23 unterstützt den Trachtenverein „Alpenrösl” Allach e.V. mit einem Zuschuss aus dem BA-Budget in Höhe von 4.360 Euro. Damit sollen neue Trachten für die Kinder und Jugendlichen gekauft werden. „Unsere Kinder und Jugendlichen werden komplett von uns ausgestattet”, erklärte Benjamin Gallas, der 1. Jugendleiter des Vereins. „Mittlerweile sind wir aber an einem Punkt angekommen, an dem wir einen Schwung neuer Trachten brauchen.” Die Trachten, die derzeit von den rund 35 Kindern und Jugendlichen getragen werden und die Eigentum des Vereins sind, seien zum Teil schon über 30 Jahre alt. „Die finanziellen Mittel unseres Trachtenvereins sind allerdings sehr begrenzt.” Die BA-Mitglieder unterstützen das Anliegen von „Alpenrösl” einstimmig, verzichteten sogar auf ein Vergleichsangebot, weil es nach Angaben von Benjamin Gallas nur einen einzigen Händler in Pasing gebe, „der uns die Trachten so anfertigt, wie wir sie brauchen”. Fritz Schneller wies allerdings darauf hin, „dass dies nicht zu einem Dauerzustand wird. Schließlich haben wir uns selbst aufgelegt, das Vergleichsangebote vorgelegt werden sollen”, so der SPD-Politiker.
Die nächste Sitzung des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing findet am Dienstag, 14. Februar, um 19 Uhr im Vereinsheim (Eversbuschstr. 161) statt.