Veröffentlicht am 05.07.2016 10:07

Aktive Gemeinschaft

Ilona Peters (Mitte) zusammen mit Stadträtin Heike Kainz (l.), der Vorsitzenden des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing, und Stadtschulrätin Beatrix Zurek. (Foto: sb)
Ilona Peters (Mitte) zusammen mit Stadträtin Heike Kainz (l.), der Vorsitzenden des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing, und Stadtschulrätin Beatrix Zurek. (Foto: sb)
Ilona Peters (Mitte) zusammen mit Stadträtin Heike Kainz (l.), der Vorsitzenden des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing, und Stadtschulrätin Beatrix Zurek. (Foto: sb)
Ilona Peters (Mitte) zusammen mit Stadträtin Heike Kainz (l.), der Vorsitzenden des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing, und Stadtschulrätin Beatrix Zurek. (Foto: sb)
Ilona Peters (Mitte) zusammen mit Stadträtin Heike Kainz (l.), der Vorsitzenden des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing, und Stadtschulrätin Beatrix Zurek. (Foto: sb)

Im Rahmen der 50-Jahr-Feier an der Grundschule in der Manzostraße hatte der „Zirkus Manzonello“ seine Pforten geöffnet – frei nach dem Motto „So ein Zirkus“ zeigten die Grundschüler, was sie in den vergangenen vier Wochen zusammen mit dem „Zirkus Roberto“ einstudiert hatten. Mit Clowns, Seiltänzern, Akrobaten und dem Zirkusorchester „Die Manzonisten“ hieß es im Rahmen der Feierlichkeiten „Manege frei“. „Wir feiern das 50-jährige Jubiläum mit einem Mitmachprojekt für die Kinder“, erzählt Schulleiterin Ilona Peters. „Die Schüler haben während der Proben sehr viel Spaß gehabt, neues Selbstbewusstsein und schöne Erinnerungen gesammelt. Sie waren wirklich sehr kreativ und haben viel geübt. Ich denke, sie hatten eine schöne Zeit.“

Angetan von den Vorführungen zeigte sich auch Beatrix Zurek, die neue Münchner Stadtschulrätin. „Das Programm ist wirklich wunderbar. Vielen Dank, dass ich das an meinem ersten Arbeitstag so erleben darf.“ Die Grundschule in der Manzostraße habe sich schon immer durch sehr viel Innovation ausgezeichnet, betonte Beatrix Zurek in ihrer Festrede. „Hier wird eine aktive Gemeinschaft gelebt und das spürt man. Die Kinder werden intensiv gefördert. Das ist ausgezeichnete Arbeit.“ Die Grundschule war 1966 gegründet worden, um die Volksschulen an der Haldenberg- und der Eversbuschstraße zu entlasten. „Ich finde es faszinierend, wie lebendig das Schulleben mit 450 Kindern aus vielen verschiedenen Nationen hier ist. Ilona Peters und ihr Team leisten einen exzellenten Beitrag für die Bildung und Erziehung der Kinder in der Stadt München.“ Und die Schulleiterin ergänzte: „Die Manzoschule ist mehr als nur eine Lehranstalt. Unsere Schule soll Freude machen.“ Das sieht auch Doris Gibson so: „Die Lehrer an die Schule setzen sich toll ein, es herrscht großes Engagement und ein schönes Klima“, betont die Vorsitzende des Elternbeirats. „Die Schule ist einfach toll. Das ist in der heutigen Zeit auch nicht immer selbstverständlich.“

Turnhalle in Planung

Beatrix Zurek betonte zudem, dass die neue Turnhalle, die dringend benötig wird, in Planung sei. „Selbstverständlich ist der Sport ganz wichtig“, sagte die Stadtschulrätin. „Aber ich bitte auch um Verständnis, dass es eine lange Phase der Planung ist. Wir arbeiten daran.“ Dass es endlich eine neue Sporthalle an der Schule gibt, fordert unter anderem der Elternbeirat schon lange – auch mit Unterstützung des Bezirksausschusses Allach-Untermenzing (BA 23). Die Turnhalle der Grundschule sei ein „absoluter Sanierungsfall“, klagte Elternbeiratsmitglied Matthias Meyer auf einer Sitzung des Lokalparlaments. 450 Kinder besuchen die Grundschule, die damit eine der Größten in der Landeshauptstadt ist – und die Schülerzahlen werden wohl noch weiter steigen. „Der Regelsportunterricht kann schon jetzt kaum noch durchgeführt werden und muss zum Teil in den Nachmittag verlegt werden, wenn er denn überhaupt stattfinden kann“, betonte Matthias Mayer. Deshalb sei es wichtig, dass die Planungen weiter vorangetrieben werden.

Nachmittagsbetreuung

Probleme bereitet zudem die Nachmittagsbetreuung – und das obwohl es an der Grundschule Ganztagsklassen und einen städtischen Hort sowie Mittagsbetreuungsgruppen gibt. Erst vor kurzem beklagten Eltern die Situation in einer Sitzung des BA 23. „Die Betreuungssituation ist im Stadtteil seit Jahren bekannt und immer wieder Thema“, erklärte ein Vater im Namen aller betroffener Eltern. Man könne sich sicher vorstellen, „wie verzweifelt wir Eltern sind, da wir alle berufstätig sind und wir alle diese Betreuungslücke nicht anders schließen können.“ Die Grundschule an der Manzostraße ist fünfzügig. Nach Angaben der Eltern gibt es gerade mal zirka 270 Betreuungsplätze im Sprengel. Damit liege das Angebot weit unter der von der Stadt München angestrebten Versorgungsquote von 78 Prozent bei den Grundschulkindern.

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