Die Kinderkrippe der bundesweiten FRÖBEL-Gruppe in der Pasinger Scheurlinstraße 15 ist bereits ein Jahr alt. „Im vergangenen Mai haben wir Eröffnung gefeiert und uns sehr über das moderne und geräumige Haus und den wunderschönen Garten gefreut“, erinnert sich Einrichtungsleiterin Micaela Marohn. „Und auch Kinder und Eltern fühlten sich von Anfang an hier wohl.“ Doch etwas trübte damals die Anfangseuphorie. „Wir bekamen leider den Erziehermangel in München sehr deutlich zu spüren und haben lange suchen müssen, bis wir nun endlich unsere volle Personalstärke erreicht haben“, so die 47-jährige Erzieherin. Sie mache vor allem die teuren Lebenshaltungskosten in München dafür verantwortlich, dass Erzieher hier rar sind. „Das ist vor allem für Alleinerziehende und Berufsanfänger äußerst schwierig zu stemmen.”
Doch am 1. Juli kommen endlich die beiden noch fehlenden Fachkräfte ins Team. „Dann sind wir endlich komplett“, freut sich Marohn. Zum Krippenteam gehören dann elf Erzieherinnen, eine Hauswirtschaftskraft und – ganz wichtig – ein Koch. „Der ist ganz toll, den geben wir nicht wieder her.“ Sie freue sich, ein so engagiertes und kompetentes Team hinter sich zu wissen. „Unser Team ist spitze!“
Die bundesweiten FRÖBEL-Einrichtungen seien nach Schwerpunkten strukturiert, erklärt sie. „Unser Haus hat den Schwerpunkt Sprachen und Sprachentwicklung. Nach diesen Gesichtspunkten haben wir unsere Mitarbeiter gesucht. Neben dem qualifizierten Abschluss und den wünschenswerten Berufserfahrungen schauen wir ganz besonders auf vorhandene Sprachkenntnisse.“ Gemäß dem Krippenkonzept lautet also das Programm der 48 „FRÖBEL“-Kinder: viel vorlesen und Bücher anschauen, Büchereien und Buchhandlungen besuchen, Märchen erzählen oder auch selbst Geschichten erfinden.
Zwar seien die Krippenkinder im Alter von null bis drei Jahren sehr jung und stünden am Anfang ihrer Sprachentwicklung, „eben deswegen ist die sprachliche Förderung so wichtig. Jetzt legen wir den Grundstein für spätere Sprachkompetenzen. Jetzt lernen die Kinder am schnellsten und sehr spielerisch. Darauf gehen wir ganz besonders ein.“ Darüber hinaus können die Mitarbeiter Fremdsprachen anbieten, um mit Eltern und Großeltern in Kontakt zu treten. „Wir sprechen Portugiesisch, Spanisch, Englisch, Italienisch, Kroatisch und Ungarisch“, so Marohn.
Von 7.30 Uhr bis 17 Uhr ist die Einrichtung geöffnet. Während dieser Zeit stehen den Krippenkindern alle vier Erfahrungsräume und der große Garten zur Verfügung. „Die Kinder können selbst entscheiden, wo sie spielen und an welchem Projekt sie teilnehmen möchten. Auch diese Selbstbestimmung gehört zu unserem Konzept. Das offene Arbeiten fördert zusätzlich die verbalen Fähigkeiten der Kinder. Für die allerkleinsten haben wir den so genannten Nestbereich eingerichtet. Hier verläuft der Tag natürlich noch ein bisschen anders.“
Im Moment feiert die Kinderkrippe ein Fest nach dem anderen. Denn zum einjährigen Geburtstag der Einrichtung kommt das große Jubiläumsfest zum 175-jährigen Bestehen der FRÖBEL-Kindergärten und das 25-Jährige der FRÖBEL Bayern GgmbH. „Friedrich Fröbel war der Begründer des Kindergartens. Seine Grundidee von der Erziehung zu Selbstständigkeit und zum freien Denken ist heute selbstverständlich noch der zentrale Punkt in unserer Arbeit.“ Davon können sich am Freitag, 3. Juli, alle interessierten Eltern überzeugen. Von 9 bis 12 Uhr findet der Tag der Offenen Tür in der Einrichtung statt. „Unsere Türen stehen offen und wir sind bereit, alle Fragen der Eltern und Großeltern zu beantworten”, betont Marohn. Für weitere Infos und für eine Voranmeldung zum Tag der Offenen Tür empfiehlt sie die Homepage der Einrichtung: www.scheurlin.froebel.info/unsere-kinderkrippe/ .