Veröffentlicht am 10.05.2014 00:58

Ein Hundertjähriger, der grünt und blüht

Blick auf den neuen Garten und das neue Botanische Institut (Botanische Staatsanstalten) vom Unterstand, dem Zentrum des Laubengangs aus, der heute das Café beherbergt. (Foto: Repros: Franz Höck; Bot. Garten)
Blick auf den neuen Garten und das neue Botanische Institut (Botanische Staatsanstalten) vom Unterstand, dem Zentrum des Laubengangs aus, der heute das Café beherbergt. (Foto: Repros: Franz Höck; Bot. Garten)
Blick auf den neuen Garten und das neue Botanische Institut (Botanische Staatsanstalten) vom Unterstand, dem Zentrum des Laubengangs aus, der heute das Café beherbergt. (Foto: Repros: Franz Höck; Bot. Garten)
Blick auf den neuen Garten und das neue Botanische Institut (Botanische Staatsanstalten) vom Unterstand, dem Zentrum des Laubengangs aus, der heute das Café beherbergt. (Foto: Repros: Franz Höck; Bot. Garten)
Blick auf den neuen Garten und das neue Botanische Institut (Botanische Staatsanstalten) vom Unterstand, dem Zentrum des Laubengangs aus, der heute das Café beherbergt. (Foto: Repros: Franz Höck; Bot. Garten)

Am 10. Mai 1914, einem Sonntag, wurde der Königliche Botanische Garten München-Nymphenburg feierlich in Gegenwart des bayerischen Königs Ludwig III (1845 – 1921) eröffnet.

Es war nicht der erste Botanische Garten in München. Sein Vorgänger war der heutige, in der Nähe von Stachus und Hauptbahnhof gelegene, im Jahr 1812 eröffnete Alte Botanische Garten, von dem außer dem Eingangsportal nichts mehr von damals erhalten geblieben ist. Er dient jetzt als Parkanalage. Treibende Kraft für die Verlegung des Gartens war der damalige Gartendirektor Karl Eberhard von Goebel (1855 -1932).

Ende 1908 wurde mit der Planung des neuen Botanischen Gartens in Nymphenburg begonnen. Mit den Arbeiten im Freiland begann man im Januar 1909; im Winter 1912 pflanzte man zahlreiche Bäume. Mit der Errichtung der Schauhäuser startete man im Frühjahr 1911, stellte sie im August 1912 fertig und bepflanzte sie im Jahr 1913. Nach der glanzvollen Eröffnung im Mai 1914 bleiben dem Garten allerdings nur wenige Monate bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Wer heute den Botanischen Garten besucht, merkt nichts von den überstandenen zwei Weltkriegen und den schlechten Zeiten. Der Botanische Garten München-Nymphenburg gilt nach wie vor als einer der schönsten Gärten Europas. Er verbindet wie seit jeher wissenschaftlichen Auftrag und Forschung mit ästhetischem Genuss, vermittelt Wissen und Freude an Pflanzen und ist ein Ort der Erholung und Entspannung. Vor hundert Jahren ist den Schöpfern des Botanischen Gartens ein Werk gelungen, das über alle Kriegswirren, Schwierigkeiten und Modeströmungen hinweg noch heute Bestand hat.

Bis zum 1. Juni kann die Ausstellung zur Geschichte „100 Jahre Botanischer Garten München-Nymphenburg” im Grünen Saal (Haus 7 der Schaugewächshäuser) besichtigt werden.

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