Zwei Jahre lang hatte sich die Mittelschule an der Peslmüllerstraße auf die vergangene Woche vorbereitet: Jetzt endlich konnte sie 36 internationale Gäste in ihrer Schule und den Schüler-Gastfamilien begrüßen. Die Besuchswoche ist Teil des europaweit geförderten Comenius-Schulprojekt, das den Austausch und das Verständnis zwischen Schülern verschiedener Länder fördern will. „Schon im November 2011 suchten wir auf der Kontaktbörse der Schulen in Dresden nach geeigneten Partnern“, erinnerte sich Lehrerin Ilse Maria Petersen, die das Projekt gemeinsam mir ihrer Kollegin Monika Clark in der Schule begleitet hat. „Man muss einfach genau schauen, welche Schulen am besten zu uns passen.“
Die Wahl fiel auf je eine Schule in Norwegen, Dänemark, Portugal, Lettland und Österreich. „Ein gemeinsames Thema war auch schnell gefunden“, so Petersen. „Zusammen wollten wir über Jugendrechte debattieren.“ Nach mehreren Besuchen in anderen Ländern und einer intensiven Debatierzeit in der vergangenen Woche in der Peslmüller-Schule einigten sich die Schüler auf einen Gesetzesentwurf, der die Rechte von Studierwilligen in ganz Europa stärken soll.
Darin gehe es um freie Studienplatzwahl in Europa und um die Abschaffung von Studiengebühren, so Petersen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass der EU-Abgeordnete Gerald Häfner die Abschlussveranstaltung besucht hat. Dies ist eine besondere Wertschätzung für die Jugendlichen und ihre Ideen“, meinte sie. Häfner nahm den Gesetzesentwurf mit ins EU-Parlament, um vor Ort die Vorschläge der Schüler zu besprechen.
„Im Sommer läuft unser Projekt aus“, so Petersen. „Bis dahin haben wir noch einen Besuch in Portugal vor uns.“ Für die Schule seien die zwei Jahre Austausch mit Schulen anderer Länder eine sehr wertvolle Erfahrung gewesen. „Die Schüler haben über ihren Tellerrand hinausgeschaut, konnten ihr Englisch anwenden und haben viel über Europa erfahren. Das ist wunderbar.“ Und vielleicht sei ein Folgeprojekt im Rahmen des europaweiten „Erasmus plus“ möglich. „Dafür werden wir uns als Schule mit Sicherheit bewerben.“