Veröffentlicht am 10.10.2008 10:12

Die Gesundheitsfrage:

Peter Brunnhuber<br>Reformhausfachberater<br>Reformhaus Mayr<br>Gleichmannstr., 81241 München<br>Tel. 089-88 65  85
Peter Brunnhuber
Reformhausfachberater
Reformhaus Mayr
Gleichmannstr., 81241 München
Tel. 089-88 65 85
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Christiane aus Gräfelfing fragt: Immer neue Meldungen über Ansteckungen mit dem Norovirus erscheinen in der Presse. Erbrechen und Durchfall werden aus Privathaushalten ebenso bekannt wie massenhafte Erkrankungen in Krankenhäusern und Schulen. Warum ist das Norovirus so ansteckend und wie kann man sich bestmöglich vor einer Infektion schützen? Welche Produkte sind für die Hygiene wichtig? Wenn ich Durchfall und Erbrechen habe, was kann ich tun?

Hygiene, Desinfektionsmittel und gründliche Reinigung sind die wichtigsten Waffen gegen das Norovirus! Noroviren verursachen Erbrechen und starke Durchfälle, so genannte Gastroenteritiden. Eine Infektion mit Noroviren führt zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust und Schwankungen im Elektrolythaushalt. Hinzu kommt ein starkes Krankheitsgefühl mit Übelkeit, Kopfschmerzen und Mattigkeit. Die Symptome entwickeln sich innerhalb weniger Stunden und dauern dann 10 bis 70 Stunden. Noch weitere 6 – 14 Tage kann der Patient das Virus ausscheiden – deshalb müssen folgende Hygieneregeln auch nach der Erkrankung weiterhin dringend beachtet werden: • gründliches Hände waschen & • Desinfektion (gerade nach dem Toilettengang ist Händewaschen mit entsprechenden Desinfektionsmitteln Pflicht) • ggf. Handschuhe & Mundschutz tragen • Desinfektion von Arbeitsflächen, Türklinken und Bettwäsche. Schulmedizinisch bleibt als Therapie nur, den Auswirkungen der Krankheit entgegen zu wirken: Viel trinken und Elektrolyt-Lösungen zu sich nehmen! (der hohe Verlust an Wasser ist die eigentliche Gefahr, die in dem Virus steckt. Gerade ältere Menschen oder kleine Kinder können schnell austrocknen! Naturheilkundlich stehen noch weitere therapeutische Möglichkeiten zur Verfügung: Anti-Durchfallmittel: Geriebene Äpfel, Schwarzbeeren (Heidelbeeren) in jeglicher Form, Artischocken, Kefir mit schwarzen Johannisbeeren oder dem Saft davon, Kombuchatee, Fenchel und Fencheltee. homöopathischen Mittel: Phosphor, Arsenicum album und Ipecacuahna. Für die durch den Durchfall angeschlagene Darmschleimhaut gibt es neben der zu empfehlenden Schonkost (Zwieback, Salzstangen & magere Brühe) diverse Aufbau-Präparate (z.B. Mucosa comp.)

Sehr geehrte Frau Christiane, gegen den Norovirus gibt es zur Zeit leider weder Medikamente noch einen Impfstoff. Da die Noroviren hoch ansteckend sind, gilt es auf Sauberkeit zu achten. Verstärkte Hygiene ist die einzige Möglichkeit, die Erkrankung einzudämmen. Also vor allem nicht auf öffentliche Toiletten gehen und sich nachher - auch zu Hause - gründlich die Hände waschen. Unter Umständen können Sie auch zu Desinfektionsmitteln greifen. Da der Flüssigkeitsverlust im Krankheitsfall hoch ist, achten Sie darauf, viel zu trinken und Mineralstoff-Präparate zu sich zu nehmen. Gegen Übelkeit und das Erbrechen kann leider wenig getan werden. Ein Trost ist es, dass die schwersten Symptome nach 1-2 Tagen verschwunden sind. Für den Darm empfehlen wir Heilerde und Magen-Darm-Gel. Zur Stabilisierung der Darmflora, in der ein Großteil der körpereigenen Abwehr sitzt, ist es hilfreich, probiotische Milchsäure-Bakterien, Hefe- präparate und Ballaststoffe zu sich zu nehmen. Sollten Sie im Bereich der Gemeinschafts- verpflegung oder Gastronomie tätig sein, bedenken Sie, dass es sich um eine meldepflichtige Krankheit handelt, bei der Sie auf jeden Fall zu Hause bleiben müssen.

Das Norovirus ist ein sehr ansteckendes Virus, das von Mensch zu Mensch übertragen wird, aber auch durch kontaminierte Nahrungsmittel (z. B. Meeresfrüchte, Salate, Trinkwasser) aufgenommen werden kann. Der Ausbruch der Krankheit erfolgt nach einigen Stunden bis Tagen. Plötzliches heftiges Erbrechen sowie starker Durchfall sind die Folge, oft tritt auch nur eines der beiden Symptome auf. Abgeschlagenheit, Übelkeit, Bauch- und Muskel- und Kopfschmerzen können hinzu kommen, die Körpertemperatur kann leicht erhöht sein. In der Regel dauert die Erkrankung 1-2 Tage. Die Mensch-zu-Mensch Übertragung erfolgt auf zwei Arten. Bei der fäkal-oralen Übertragung werden die über den Stuhl oder das Erbrochene ausgeschieden Viren nach Berühren von kontaminierten Flächen (Türklinken, Wasserhähne...) oder nach Kontakt mit dem Patienten aufgenommen. Auch durch die Aufnahme virushaltiger Tröpfchen, die beim Erbrechen entstehen, kann man sich (über die Luft) infizieren. So kann sich das Virus sehr schnell verbreiten. Daher ist bei einer Infektion eine konsequente Hygiene vonnöten. Flächen und Gegenstände, die mit dem Patienten in Berührung kommen (Toilette, Türklinken, Telefon, Lichtschalter...), müssen gründlich gereinigt werden (Handschuhe benutzen und Lappen nur einmal verwenden). Es sollte nur eine Person direkten Kontakt zum Erkrankten haben. Wäsche, Bettwäsche, Handtücher etc. des Patienten sollten bei mindestens 60°C gewaschen werden. Das Norovirus kann noch bis zu 2 Wochen nach der Erkrankung ausgeschieden werden, achten Sie in dieser Zeit auf ausreichende Hygienemaßnahmen. Die Therapie der Infektion erfolgt symptomatisch. Der Erkrankte sollte strenge Bettruhe einhalten (schon allein um die Viren nicht zu verteilen). Da die Infektion mit einem erheblichem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust einhergeht, muss dringend darauf geachtet werden, diese dem Körper wieder zuzuführen (Elektrolyte gibt es in Pulvern zum Auflösen in der Apotheke). Deshalb sollte insbesondere bei schweren Verläufen,Kindern, älteren Menschen oder Personen mit einer Grunderkrankung sofort einen Arzt konsultiert und die Risikogruppen ggf. im Krankenhaus behandelt werden.

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