Veröffentlicht am 12.12.2011 16:46

„Kein Risiko für Bevölkerung“

Stadtrat Josef Schmid fordert Air Liquide auf, den Standort für das geplante Gaslager in der Ludwigsfelder Straße 168 noch einmal zu überdenken. (Foto: sb)
Stadtrat Josef Schmid fordert Air Liquide auf, den Standort für das geplante Gaslager in der Ludwigsfelder Straße 168 noch einmal zu überdenken. (Foto: sb)
Stadtrat Josef Schmid fordert Air Liquide auf, den Standort für das geplante Gaslager in der Ludwigsfelder Straße 168 noch einmal zu überdenken. (Foto: sb)
Stadtrat Josef Schmid fordert Air Liquide auf, den Standort für das geplante Gaslager in der Ludwigsfelder Straße 168 noch einmal zu überdenken. (Foto: sb)
Stadtrat Josef Schmid fordert Air Liquide auf, den Standort für das geplante Gaslager in der Ludwigsfelder Straße 168 noch einmal zu überdenken. (Foto: sb)

Air Liquide solle die Wahl des Standortes für die geplante Gasabfüllanlage und das Gaslager in der Ludwigsfelder Straße 168 nochmals überdenken. Dies zumindest fordert der Vorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Josef Schmid. Die rechtliche Situation des Genehmigungsverfahrens wie auch der gesetzliche Anspruch auf die Erteilung einer Betriebserlaubnis seien ihm dabei hinreichend bekannt. „Die berechtigten Ängste und Sorgen der Anwohner erfordern es allerdings aus meiner Sicht, den Standort erneut zu überprüfen“, erklärt Schmid in einem offenen Brief an den Geschäftsführer von Air Liquid, Arno Sander. „Umweltbelastende oder umweltkritische Produktions- und Lagerstätten auf dem Stadtgebiet müssen meiner Überzeugung nach so geplant werden, dass selbst im Störfall kein Risiko mehr für die benachbarte Bevölkerung ausgeht.“

Restrisiko bleibt

Im vorliegenden Fall sei die nächste Wohnbebauung in etwa 200 Meter entfernt. In einer Entfernung von zirka 1000 Metern liege die erste Kinderbetreuungseinrichtung. „Da niemand einen Störfall hundertprozentig ausschließen kann, bleibt stets ein Restrisiko und damit die entsprechende Verunsicherung und sogar tief greifende Angst bei den Anwohnern“, so Schmid weiter. „Ich bin mir sicher, dass ihr Unternehmen in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung einen geeigneten Standort in und um München finden kann, etwa in einem echten Gewerbe- oder Industriegebiet, von dem die nächste Wohnbebauung weit entfernt liegt.“

Das Unternehmen Air Liquide plant in der Ludwigsfelder Straße 168 ein Anlage zur Lagerung brennbarer Gase sowie sehr giftiger, giftiger und brandfördernder Stoffe zu errichten – allerdings gegen den massiven Widerstand der Anwohner, sie wollen die Anlage mit allen Mitteln verhindern. Genehmigungsbehörde für das Vorhaben ist das Referat für Umwelt und Gesundheit. Dessen Chef Joachim Lorenz macht den Bürgern allerdings wenig Hoffnung darauf, dass die Anlage verhindert werden könne, denn das Vorhaben von Air Liquide werde voraussichtlich genehmigungsfähig sein, betonte Lorenz. Air Liquide plant auf dem Gelände an der Ludwigsfelder Straße unter anderem die Lagerung von giftigen Stoffen wie Phosgen, Ammoniak und Chlor.

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