Die »Seele des Hasenbergls« starb am 20. Juli

Hasenbergl · Trauer um Erika Fellner

Erika Fellner († 70)	cr

Erika Fellner († 70) cr

Hasenbergl · Sie war unerschütterlich optimistisch und setzte sich stets für ihr Hasenbergl ein. Jetzt trauert der Stadtteil um Erika Fellner, die am Mittwoch, 20. Juli, im Alter von 70 Jahren gestorben ist. Die Beisetzung findet am 27. Juli auf dem Nordfriedhof statt.

Die engagierte Lokalpolitikerin, die fast 19 Jahre lang die CSU im Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl vertreten hat, lässt zahlreiche langjährige Weggefährten erschüttert zurück. Einer von ihnen ist der Bundestagsabgeordnete Johannes Singhammer, der mit großer Betroffenheit reagierte. »Erika Fellner habe ich über Jahrzehnte hinweg in wichtigen und verantwortlichen Funktionen als Mitstreiterin für den Erfolg der CSU im Münchner Norden und in ihren herausgehobenen öffentlichen Ämtern stets als eine hoch geachtete Anwältin der Interessen der Bürgerinnen und Bürger kennen und sehr schätzen gelernt«, erklärte Singhammer. Sie habe insbesondere in ihrer Funktion als Vorsitzende des Arbeitskreises Kultur und Stadtteilaktivitäten des Bezirksausschusses 24 und in ihrer jahrzehntelangen Mitgliedschaft im Bezirksausschuss vieles bewegt, was noch sehr lange Zeit Bestand haben wird.

Singhammer weiter: »Sie war mit ihrem besonderen Einsatz nicht wegzudenken von ihrem Stadtteil Hasenbergl. Ob in den Sportvereinen, bei der Freiwilligen Feuerwehr oder in sozialen Einrichtungen – überall war Erika Fellner präsent und hat angepackt, um zu helfen. Sie wird uns an allen Ecken und Enden fehlen. Ich bin dankbar, mit Erika Fellner ein langes Stück eines gemeinsamen Weges gegangen zu sein. Die CSU wird ihr ein würdiges Angedenken bewahren.« Aktiv war Erika Fellner auch in der Vorstandschaft des TSV 1954 München. Seit Januar 1999 gehörte sie dem Verein an. So wurde auch der Vorsitzende Joachim Horn zu einem langjährigen Wegbegleiter. »Mit ihr verlieren wir eine Frau, die sich für das Hasenbergl sehr stark engagiert hat und sich für die Interessen unseres Vereines aktiv eingesetzt hat. Erika Fellner war in unserem Verein nicht nur für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Sie war auch Mitorganisatorin bei den Benefizveranstaltungen, die wir seit sechs Jahren erfolgreich mit der Münchener Nord-Rundschau durchführen«, würdigte Horn ihre Arbeit.

»Wir werden sie nicht vergessen«

Auch im s’ Dülfer trägt man Trauer. Leiterin Ulrike Hämmerle: »Mit ihr verlieren wir eine Frau, die sich aktiv für unser Hasenbergl und stark für die Interessen unseres Kinder- und Jugendtreffs eingesetzt hat. Die Nachricht von Erikas Tod macht uns sehr traurig. Wir werden sie nicht vergessen.«

Gemeinsam mit Dr. Rainer Großmann, langjähriger Vorsitzender des Bezirksausschusses Feldmoching-Hasenbergl, war Erika Fellner politisch aktiv. Er bezeichnet sie als »Stadtteilpolitikerin mit Herz und Seele«, die bis zuletzt den Arbeitskreis »Kultur und Stadtteilaktivitäten« im Bezirksausschuss geleitet hat. Er hob besonders den vierteljährlich erscheinenden Kulturkalender des Stadtviertels hervor, den Erika Fellner initiiert und herausgebracht habe.

Großmanns Nachfolger als BA-Vorsitzender, Markus Auerbach (SPD), bezeichnet Erika Fellner als Stadtteilpolitikerin, die »auf ihre herzliche, menschliche und zupackende Art den Stadtbezirk, insbesondere den Harthof, die Lerchenau und das Hasenbergl, mitgeprägt hat.« Ihr Engagement im Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl wurde am 19. November 2010 von der Landeshauptstadt durch Bürgermeisterin Christine Strobl mit der Auszeichung »Uhr mit Stadtwappen« gewürdigt. »Sie hat sich im Stadtteilarbeitskreis intensiv in das Projekt ›Soziale Stadt‹ im Hasenbergl eingebracht und auch nach Beendigung des Projektes als Platzpatin für den Goldschmiedplatz Verantwortung getragen«, so Auerbach weiter. »Ihren Tod betrauert der Bezirksausschuss Feldmoching-Hasenbergl, ihren Angehörigen und Nahestehenden gilt unser Mitgefühl. Wir werden Sie stets in ehrenden Gedenken bewahren.«

Auch wir von der Münchener Nord-Rundschau haben Erika Fellner als eine durchaus resolute und unentwegt optimistische Streiterin für das Hasenbergl kennengelernt, die Probleme angepackt und nach gemeinsamen Lösungen gesucht hat. Johannes Singhammer hat Erika Fellner als »Seele des Hasenbergls« bezeichnet. Das war sie wirklich. cr

Eine kleine Auswahl Münchener Nord-Rundschau-Artikel zu Erika Fellners Aktivitäten:

Artikel vom 25.07.2011
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