82 www.wochenanzeiger.de · Mittwoch, 16. Oktober 2024 Unterschiedliche Standpunkte erklären Wir beleuchten, wie Politik gemacht wird MÜNCHEN (job) · Ende 1923 stoppte die Rentenmark die Hyperinflation und löste die Papiermark im Verhältnis 1 zu 1 Billion ab. Schon im folgenden Jahr (dem Geburtsjahr des Westend-Anzeigers) wurde dieses Provisorium durch die Reichsmark ergänzt. Vier weitere neue Währungen wurden seither in Deutschland eingeführt – und nach jeder Umstellung ging es den Menschen wirtschaftlich besser. Die DDP, deren Plakat unser Bild zeigt, war eine linksliberale Partei, die sich vehement hinter die parlamentarische Demokratie der Weimarer Republik stellte und bis 1932 in fast allen Regierungen vertreten war. Der spätere Bundespräsident Theodor Heuss war eines ihrer Mitglieder. Die Nationalsozialisten diffamierten die DDP als »Partei des Hochkapitals« und »Judenpartei« und lösten sie 1933 auf. Wirtschaftliches Gedeihen sind wie die Entfaltungsmöglichkeiten und die Sicherheit für jeden Einzelnen nur dann möglich, wenn sich Menschen einbringen und politische Ideen und Meinungen diskutieren können. Die Münchner Wochenanzeiger berichten daher, wie vor Ort Politik gemacht wird, sie kündigen politische Veranstaltungen an, begleiten Wahlkämpfe intensiv und führen Interviews mit Kandidaten und Volksvertretern. »Die Hausfrau endlich wieder lacht ... « 1924 feiert die Deutsch-Demokratische Partei (DDP) die Währungsumstellung, die »die Befreiung von der Lebensmitteljagd« gebracht habe. Foto: Stadtarchiv München DE-1992-PL-01623 Die 1920er-Jahre 1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929 Der Verlag für Anzeigenblätter gratuliert herzlich zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum des Münchner Wochenanzeigers! Wir freuen uns auf viele weitere Jahre der partnerschaftlichen Zusammenarbeit und grüßen freundlich aus Koblenz der Stadt an Rhein und Mosel.
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