20 www.wochenanzeiger.de · Mittwoch, 16. Oktober 2024 Dr. Bettina Gundler, Leiterin des Verkehrszentrums des Deutschen Museums »Weiter so rund laufen« 100 Jahre ist es her, da kam in Deutschland ein kleiner grüner Wagen auf den Markt, der nach dem Vorbild des amerikanischen Models T in Fließfertigung gebaut wurde: der Opel Laubfrosch. Das Auto selbst war – abgesehen von der Farbe – eher unscheinbar, hatte nur zwölf PS und erreichte kaum mehr als 65 km/h. Technisch gesehen war es eine nur kaum verhohlene Variante eines Citroën 5 CV. Aber es war in Deutschland eines der ersten Fahrzeuge, mit dem moderne Produktionsmethoden nach US-Vorbild in die Automobilindustrie Einzug hielten. Die Produktionszahlen des Rüsselsheimer Opel-Werkes reichten zwar bei weitem nicht an Ford heran. Aber die Tagesproduktion wurde innerhalb kurzer Zeit auf über 100 Fahrzeuge gesteigert. 1928 verließen pro Arbeitstag bereits rund 250 Wagen das Fließband – eine für deutsche Verhältnisse nennenswerte Zahl. In diesem Jahr erreichte Opel gegen die in- und ausländische Konkurrenz einen Marktanteil von rund 26 Prozent mit steigender Tendenz. Angesichts der harten Konkurrenzverhältnisse auf dem deutschen Markt suchte die Firma dann doch den Schulterschluss mit amerikanischen Investoren. 1929 kam ein Vertrag zustande, der General Motors die Aktienmehrheit der neuen Adam Opel AG sicherte – und damit eine Zukunft. Den Münchner Wochenanzeigern wünsche ich zum Geburtstag, dass es für sie in den nächsten Jahrzehnten weiter so rund läuft wie 1924 bei der Produktion der neuen Opel-Wagen. Foto: Deutsches Museum Die 1920er-Jahre 1920 1921 1922 1923 1924 1925 1926 1927 1928 1929 Erst 1928 durften alle zusammen ins Schwimmbad MÜNCHEN (red) · Die ersten öffentlichen Münchner Bäder waren bis 1928 strikt nach Geschlechtern getrennt. Die Trennung fand nicht nur innerhalb der Bäder (etwa im Müller’schen Volksbad mit getrennten Becken für Damen und Herren) statt, es waren auch manche Bäder nur für ein Geschlecht zugänglich. Für Frauen gab es nur ein einziges städtisches Freibad in den Isarauen, das auch bei weitem nicht so großzügig ausgelegt war wie das Schyrenbad, das damals nur für Männer zugänglich war. 1906 richteten 41 Frauen ein Gesuch an die Stadt, um gegen ihre Benachteiligung zu protestieren. Aber erst 22 Jahre später wurde die Geschlechtertrennung aufgehoben. Georg Habermann Eversbuschstr. 139 Tel. 089 / 818 88 640 80999 München/Allach Fax 089 / 818 88 642 e-mail: dachspenglerei@online.de Fachbetrieb der Spenglerinnung Spenglerei & Bedachung Sanitäre Installationen PLANEGGER STRASSE 21 · 089/83969427 WWW.NICOLO-IHRFRISOER.DE Friseurmeister Nicoló Farruggia REAL ITALIAN HAIRSTYLE
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