114 www.wochenanzeiger.de · Mittwoch, 16. Oktober 2024 Engagement für Tiere aller Art Tierfreunde setzen auf die Münchner Wochenanzeiger RIEM (hw) · Der Tierschutzverein München gehört zu den ältesten und mit rund 10.000 Mitgliedern zu den größten Vereinen in München. Gegründet wurde er bereits 1842. Seit fast 70 Jahren betreibt der Verein das Münchner Tierheim in Riem. 6.000 Tiere werden im Jahr versorgt Jährlich werden dort rund 6.000 Haus-, Nutz- und Wildtiere aufgenommen, die untergebracht und tierärztlich versorgt werden. Das Gelände bemisst sechs Hektar und bietet rund 1.000 Tieren auf einmal Platz. Neben dem Tierheim in Riem betreibt der Verein einen Gnadenhof in Kirchasch bei Erding. Dort sind Tiere untergebracht, die aufgrund ihres Alters, wegen Krankheiten oder Verhaltensauffälligkeiten keine Chance auf Vermittlung haben. Darüber hinaus kümmert sich der Verein um rund 400 freilebende Katzen in der Stadt München, die gefüttert und medizinisch versorgt werden. Seit 2002 ist Kurt Perlinger Vorsitzender des Tierschutzvereins. Damals wie heute sind die Zeiten finanziell angespannt und die Sorge, genügend Mittel für den Unterhalt der beiden Einrichtungen zu erwirtschaften, treibt den Vorstand um. Schließlich gilt es jährlich rund 8 Millionen Euro einzunehmen, um die Kosten für die Tierbetreuung stemmen zu können. 60 Prozent davon erwirtschaftet der Verein durch Spenden, Erbschaften und Mitgliederbeiträge, berichtet Kurt Perlinger nicht ohne Stolz. Finanziert werden damit jedes Jahr rund 210 Tonnen Tierfutter und Streu, Personal- und Tierarztkosten. Um das Tierwohl kümmern sich neben 150 Mitarbeitern zwischen 80 und 100 Ehrenamtliche, ohne die der tägliche Betrieb nicht aufrecht zu erhalten wäre. Die Ehrenamtlichen unterstützen die Tierpfleger beim Säubern der Gehege, beim Füttern und beim Gassigehen mit den Hunden oder dem Betreuen der Katzen. Wer den Verein als »Gassigeher« unterstützen wolle, müsse Mitglied werden und einen Hundeführerschein absolvieren. Hier vermittelt der Tierschutzverein wichtiges Wissen für den Umgang mit Hunden. Manche Mitglieder würden auch Patenschaften für einzelne Tiere übernehmen, diese besuchen und sich besonders um deren Wohlergehen kümmern, erklärt Pressesprecherin Kristina Berchtold. Die Gründe, warum Haustiere im Tierheim stranden, sind mannigfaltig, berichtet Perlinger. So würden manche Tierbesitzer ihre Vierbeiner aussetzen, wenn diese ihnen bei der Betreuung zu aufwändig würden; andere Tiere werden ihren Besitzern entzogen, weil sich diese um ihre Haustiere nicht artgerecht kümmern können. Wieder andere Tierbesitzer geben ihre Haustiere ab, weil sie mit deren Versorgung überfordert seien, zählt der Vereinsvorsitzende auf. Aber auch verletzte Wildtiere nimmt der Verein in seine Obhut. Hier sei das Ziel, die Tiere nach ihrer Genesung wieder in die freie Wildbahn zu entlassen. Von den 6.000 Tieren jährlich, die im Tierheim Unterschlupf fänden, gebe es rund 3.000 Haustiere, angefangen vom Hamster bis hin zum Papageien. Zwischen 80 und 90 Prozent der Haustiere würden wieder an neue Besitzer vermittelt, freut sich Kristina Berchtold. Hier kommen nicht selten die Münchner Wochenanzeiger ins Spiel, die regelmäßig über Vermittlungstiere berichten und so den Vierbeinern zu neuen Herrchen und Frauchen verhelfen. Auch wenn es darum geht, Veranstaltungen des Tierschutzvereins zu bewerben, könne man sich auf die Münchner Wochenanzeiger immer verlassen, betont Kurt Perlinger glücklich. »Ohne die Münchner Wochenanzeiger wüssten viele Menschen nicht von unseren Angeboten und Aktionen, kämen weniger Besucher und dadurch weniger Spenden herein«, fasst es Kurt Perlinger zusammen. Ein herzliches Dankeschön und die besten Glückwünsche für das Geburtstagskind gibt es deshalb vom gesamten Vorstand des Tierschutzvereins. Der Vorsitzende des Tierschutzvereins, Kurt Perlinger, und Pressesprecherin Kerstin Berchtold gratulieren den Münchner Wochenanzeigern herzlich zum Geburtstag. Foto:hw Kontakt und Öffnungszeiten Den Tierschutzverein erreicht man unter Tel. 089/9 21 00 00 oder per E-Mail: info@tierschutzverein-muenchen.de. Das Tierheim in der Riemer Straße 270 ist von Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr erreichbar. Mehr Infos gibt es unter www.tierschutzverein-muenchen.de Christian Köning, Partei- und Fraktionsvorsitzender der Münchner SPD »Weder abgehoben noch elitär« Als der Wochenanzeiger vor 100 Jahren gegründet wurde, war mit Eduard Schmid zum ersten Mal ein Sozialdemokrat Münchner Oberbürgermeister. Schmid setzte sich maßgeblich für die Elektrizitäts- und Wasserversorgung ein – ein Thema, das der SPD damals wie heute am Herzen liegt. Die Sicherung der maßgeblichen Güter des täglichen Bedarfs im Rahmen der Daseinsvorsorge – bezahlbar und zu besten Bedingungen – ist auch heute eines unserer Kernanliegen. Über die Amtszeiten von Thomas Wimmer, Hans-Jochen Vogel, Christian Ude und nun seit 2014 Dieter Reiter stellt die Münchner SPD den Oberbürgermeister. Mit Gertraud Burkert, Christine Strobl und seit 2020 mit Verena Dietl durften wir großartige Bürgermeisterinnen an die Stadtspitze bringen. Wir haben München zu dieser erfolgreichen, lebenswerten, attraktiven und sozialen Stadt gemacht und entscheidend geprägt. Das ist unser Anspruch und unsere Verpflichtung, deswegen sind wir die München Partei und stehen wie niemand sonst für eine starke Stadt. Für uns ist es damals wie heute von entscheidender Bedeutung, mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen unsere Stadt zu entwickeln. Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnung und Mieterschutz, eine bezahlbare Stadt für alle, soziale Mischung in den Vierteln und gute Seniorenpolitik, gute Bildung in Schulen und KiTas, eine starke Wirtschaft und gute Arbeit. Deswegen bauen wir die Alten- und Servicezentren aus, wir haben den städtischen Mietenstopp verlängert, wir haben den Münchner Wärmefonds durchgesetzt, wir sorgen für sozialen Ausgleich. Und wir sind am Ende – ebenso wie der Wochenanzeiger – weder abgehoben noch elitär, sondern für die Münchnerinnen und Münchner da. Um dies auch weiterhin erfolgreich tun zu können, brauchen wir Sie – setzen Sie sich ein für Demokratie und Gerechtigkeit. Herzliche Grüße – und auf die nächsten hundert Jahre! Foto: SPD Tiere Der Umbau Der Harras wurde 2011 bis 2013 vom Verkehrsknoten zum Platz umgestaltet. Foto: hli
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