Werkstattprojekt für Kinder

Spiellandschaft Stadt e.V. startet im Oktober am Tollplatz/Spielhaus am Westkreuz (Aubinger Str. 57) das dreiwöchige und offene Projektangebot „Material macht Raum“ für Kinder von sechs bis zwölf Jahren.

Drei Materialwelten

In kunstpädagogisch orientierten Werkstattprojekten arbeiten die Teilnehmenden mit unterschiedlichen Materialien, erproben Dimensionen und Konstruktionen und erfahren den eigenen Körper als Maßstab für Gestaltung. Über eine spielerische Herangehensweise entstehen Objekte, Konstruktionen und begehbare Formen, die den unmittelbaren Raum verändern und die eigene Umgebung zum Gegenstand gestalterischen Handelns machen.
Im Mittelpunkt stehen drei bewusst unterschiedlich angelegte Materialwelten: leichte und elastische Konstruktionen aus Bambus, das Arbeiten mit Holz sowie plastisches Gestalten mit Lehm, Gips und Beton.
Die jeweiligen Materialeigenschaften bestimmen dabei wesentlich, welche Bewegungen, Werkzeuge, Entscheidungen und Lösungswege erforderlich werden. Aus einzelnen Stäben können begehbare Konstruktionen entstehen, kleine Modelle können zu größeren Holzskulpturen weiterentwickelt werden und formbare oder fließende Materialien ermöglichen plastische Arbeiten, Abformungen und räumliche Strukturen. Spielerisches Erkunden, Experimentieren und Ausprobieren bilden dabei den Zugang. Nicht eine vorgegebene Musterlösung steht im Vordergrund, sondern die Entwicklung eigener Formen und gestalterischer Entscheidungen.

Ideen entwickeln

Der kunstpädagogische Ansatz verbindet Wahrnehmung, Spiel, handwerkliches Arbeiten und offene Gestaltungsprozesse. Die Kinder können Materialien unmittelbar erfahren, eigene Ideen entwickeln, verändern und gemeinsam weiterdenken. Größere Dimensionen erweitern dabei die Erfahrung: Der eigene Körper wird zum Maßstab, Konstruktionen müssen aufeinander abgestimmt und unterschiedliche Fähigkeiten miteinander verbunden werden. Die Fachkräfte sorgen für einen verlässlichen Rahmen, vermitteln den sicheren Umgang mit Materialien und Werkzeugen und unterstützen dort, wo technische oder gestalterische Impulse notwendig sind. Die Entscheidungen über Form, Proportion, Oberfläche und räumliche Wirkung sollen dabei so weit wie möglich bei den Kindern selbst bleiben.

„Raum zum Gestalten”

„Uns geht es darum, Kindern Raum zum Spielen, Ausprobieren und Gestalten zu geben, ohne ihnen vorzugeben, was am Ende entstehen soll. Sie setzen sich mit unterschiedlichen Materialien auseinander, erkunden deren Eigenschaften und entwickeln daraus eigene Vorstellungen und gestalterische Lösungen. Ganz nebenbei lernen sie dabei auch den fachgerechten Umgang mit Werkzeugen. Entscheidend ist, dass sie erleben, wie sich ihre Ideen im Arbeiten mit dem Material verändern und weiterentwickeln und wie aus einer spielerischen Idee etwas Eigenes entsteht. So wird die Qualität des eigenen Gestaltens unmittelbar erfahrbar“, sagt Projektleiter und Kunstpädagoge Stefan Stoll.

Die Termine

„Material macht Raum” wird an folgenden Tagen jeweils von 15 bis 18 Uhr angeboten:

  • Mittwoch, 30. September, bis Freitag, 1. Oktober
  • Montag, 5., bis Freitag, 9. Oktober
  • Montag, 12., bis Freitag, 16. Oktober
  • Montag, 19., bis Freitag, 23. Oktober

Das Angebot ist kostenlos.

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