Veröffentlicht am 17.06.2010 00:00

München · Münchner Wochenanzeiger-Redakteurin Gabriele Heigl zum Thema: Alkoholkrank

Einige Zeit können sie ihr Problem noch verstecken, trinken heimlich, leiden aber unter schlechtem Gewissen. Die Sucht treibt sie zu Leidensgenossen oder in die Isolation.

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Diese Isolation aufzubrechen ist das Verdienst der Anonymen Alkoholiker. Trinker erkennen oft ihre Sucht, aber die Scham ist zu groß und die Hemmschwelle sich zu offenbaren zu hoch. Im Schutz der Anonymität der Anonymen Alkoholiker aber kann man sich austauschen, Hilfe finden, Rückschläge verkraften. Hilfe, die auch die Angehörigen des Alkoholkranken in eigenen Selbsthilfegruppen in Anspruch nehmen können, denn die leiden – wie in unserer Reportage – immer mit.

75 Jahre wirklich wertvolle Arbeit in einem Bereich, bei dem die Gesunden nicht so gerne hinsehen: Wenn es die Anonymen Alkoholiker noch nicht gäbe, müsste man sie erfinden. So seh ich das.

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