Veröffentlicht am 06.08.2009 00:00

München · Glücksspielsucht

Die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern führt seit April 2009 mit einer Laufzeit bis August 2010 die erste Studie in Deutschland zur Erfassung von Klienten mit pathologischem Glücksspiel in ambulanten Suchthilfeeinrichtungen in Bayern durch. Insgesamt werden die Daten zu Glücksspielern in fast der Hälfte aller bayerischen Suchthilfeeinrichtungen ausgewertet. Die Studie soll dabei 500 Klienten umfassen.

Ziel der Erhebung ist es, die Beratung und Betreuung der Spieler aber auch die präventiven Maßnahmen im Bezug auf Glücksspielsucht auszuwerten und soweit notwendig zu verbessern.

Aus der vorläufigen Auswertung von knapp 140 Teilnehmern ergibt sich eine Geschlechterverteilung von 90 Prozent Männern und zehn Prozent Frauen. Die Klienten kommen aus dem gesamten Altersspektrum der 18- bis 64-Jährigen. Die Auswertung der Schulbildung zeigt, dass im Vergleich zur Bildungsverteilung in der allgemeinen Bevölkerung die Klienten mit niedriger Bildung etwas überrepräsentiert und diejenigen mit höherer Bildung etwas unterrepräsentiert

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Da es kaum Kenntnisse über den Hintergrund der Spieler sowie deren Versorgung in ambulanten Beratungsstellen gibt, befasst sich die Erhebung besonders mit dem Spielverhalten der Klienten. Neben der bevorzugten Glücksspielart werden auch die Häufigkeit und Dauer des Spiels sowie der

Schweregrad der Glücksspielsucht ermittelt. Darüber hinaus werden der soziale Hintergrund und Persönlichkeitsmerkmale der Spieler erfragt. Zusätzlich werden mögliche Abhängigkeiten wie Alkohol-, Tabak- und Drogenkonsum sowie Störungen wie Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und manische Episoden erfasst. Abschließend werden zudem die Art und der Umfang der Beratung erhoben.

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