Als Autor, Bandleader und Organisator vieler Festivals ist sein Name in der Jazzszene längst zum Begriff geworden. Und als Lehrbeauftragter der Universitäten München und Passau zählt Professor Joe Viera heute zu den erfahrendsten Jazzpädagogen jenseits der USA.
Im Münchner Jazzleben kennt man »den Joe« schon seit den 50er Jahren also lange vor seinem Aufstieg zu internationaler Ehre und Auszeichnung auch als einen exzellenten Tenorsaxophonisten.
Sein Spiel ist geprägt von bestechender technischer Brillanz wie auch von sparsamer und dennoch kraftvoll kontrastierender Phrasierung. In seiner Ausdrucksart setzt er sich auseiander mit den Größen Coleman Hawkins, Lester Young und Ben Webster, die zwar in eine frühere Ära gehören, aber in ihrer musikalischen Persönlichkeit absolut zeitlos sind. Duke Ellingtons Grundsatz über das wesentliche im Jazz übersetzt Joe Viera in seiner Mundart treffend: »Wenns net swingt, is nix.«
Im Konzert kann man Joe Viera, am 1. Oktober, um 20 Uhr, im »forum 2«, erleben, dem Domizil des Kulturvereins Olympiadorf, Nadistraße 3.
Der Eintritt kostet 8 Euro. Telefonische Reservierung möglich unter 35 75 75 63. Die Sidemen an diesem Abend sind die in München bestens bekannten Musiker Charly Thomass (Piano), Hans Lengefeld (Bass) und Günther Hauser (Schlagzeug).