Einn erfolgreiches europäisches Gottesdienst-Projekt feiert jetzt in München sein zehnjähriges Bestehen. In der Thomas-Messe werden verschiedene Gottesdienstformen miteinander verknüpft und die Besucher werden in den Ablauf stark miteinbezogen.
In der evanglischen City-Kirche St. Lukas am Isar-Ufer wird jeweils am ersten Sonntag im Monat um 18 Uhr zu diesem überkonfessionellen Gottesdienst geladen.
Die erste Thomas-Messe wurde im Jahr 1988 in Helsinki/Finnland gefeiert. Der Pastor und Redakteur Olli Valtonen hatte mit Freunden eine Gottesdienstform entwickelt, die auf den heutigen Großstadt-Menschen zugeschnitten ist. Einmal in der Woche finden sich seither in der finnischen Hauptstadt mehr als 1.000 Besucher ein.
Der Name Thomas-Messe geht auf den skeptischen Jünger Thomas zurück, der sich laut Johannes-Evangelium nicht mit den Berichten von der Auferstehung Jesu zufrieden gibt, sondern sehen, fühlen, erleben will, um zu einem tiefen Glauben finden zu können.
Die Thomas-Messe sei deshalb auch für »so genannnte Kirchenmuffel und Zweifler« gedacht, erklärt das Vorbereitungs-Team. Viele treue Besucher ziehe »die schwungvolle Musik und die lockere und doch feierliche Gestaltung« an. In München hat sich die Besucherzahl bei rund 300 Gästen eingependelt.