Veröffentlicht am 24.09.2026 15:05

Buntes Erntedankfest – Ein Fest für alle Naturliebhaber

Die farbenfrohe Ernte wird präsentiert (Foto: Markus Wasmeier)
Die farbenfrohe Ernte wird präsentiert (Foto: Markus Wasmeier)
Die farbenfrohe Ernte wird präsentiert (Foto: Markus Wasmeier)
Die farbenfrohe Ernte wird präsentiert (Foto: Markus Wasmeier)
Die farbenfrohe Ernte wird präsentiert (Foto: Markus Wasmeier)

Die Blätter verfärben sich und fallen schön langsam von den Bäumen. Der Herbst kündigt sich an und lockt mit seinen bunten Farben in die Natur. Und wer dem Sommer jetzt nachtrauert, dem kann ich nur empfehlen, die Reize dieser Jahreszeit einmal wieder neu zu entdecken. Wenn Sie Kinder oder Enkelkinder haben, ist jetzt die Zeit, um Drachen steigen zu lassen! Das macht nicht nur dem Nachwuchs Spaß.
Und mit den vielen verschiedenfarbigen Blättern lassen sich wunderbare Herbstcollagen basteln. Genauso bunt wird auch unser Erntedankfest am 4. Oktober. Denn alle möglichen Früchte des Feldes werden präsentiert. Traditionell passiert das mit einer Feldmesse vor unserer Heilig-Kreuz- Kapelle. Das Erntedankfest hatte früher einen großen Stellenwert, denn wenn die Ernte reichlich war, kam man auch gut durch den Winter. Dafür bedankt man sich in Gottesdiensten, bei denen der Altar mit aufwändigen Blumengestecken und den verschiedensten Feldfrüchten geschmückt wird, wie etwa Getreidegarben, Körbe mit Äpfeln, Birnen, Kürbissen, Weintrauben, Kartoffeln, Mais und Kohl. Dazu Brot und Wein als christliches Symbol für das tägliche Brot. In vielen Gemeinden ist auch eine Erntekrone fester Bestandteil des Kirchenschmucks. Sie ist aus Getreideähren wie Weizen, Roggen, Hafer oder Gerste geflochten und mit Feldblumen, kleinen Früchten und bunten Bändern geschmückt. Manchmal wird sie sogar in einer Prozession in die Kirche getragen.
Die Gaben werden stellvertretend für die ganze Ernte geweiht, auch Brot in Form von Ähren oder Tieren ist üblich.
Bei uns im altbayerischen Dorf können Sie neben den Traditionen zu Erntedank auch ein mit der Ernte verbundenes Handwerk kennenlernen. Denn den ganzen Tag über können Sie immer wieder die Arbeit der Korndrescher bestaunen. Mit hölzernen Dreschflegeln schlagen sie auf die Ähren ein. Dadurch löst sich das eigentliche Korn vom Spreu, den Hülsen, die das Korn umgeben. Daher kommt übrigens auch das Sprichwort, die Spreu vom Weizen trennen. Hier im Freilichtmuseum sehen Sie, wie das früher vonstatten ging. Besonders faszinierend finde ich den speziellen Rhythmus den die Drescher an den Tag legen. Denn es darf ja keiner dem anderen in die Quere kommen! Wenn die Drescher gut eingespielt sind, kann man das auch am Klang der Schläge hören! Für die Kinder ist auch dieses Jahr wieder Wurlitz, der kleine Troll bei uns im Museumsdorf. Matthias Brandstäter, der hinter der Fantasiefigur steckt, nimmt die Kinder mit an den Rand des Museumsgeländes und zeigt ihnen, welche Früchte des Waldes hier zu finden sind, erklärt, warum die Blätter bunt werden und singt lustige Lieder mit den jungen Gästen. Mit seinen Liedern vom Wald, lustigen Geschichten und trolligen Späßen wird der Besuch im altbayerischen Dorf zum besonderen Erlebnis.
Zwischendrin lädt unser altbayerisches Wirtshaus „Zum Wofen“ zur Stärkung ein. Saisonale Schmankerl, deftige Brotzeiten und unser selbstgebrautes Museumsbier lassen kulinarisch keine Wünsche offen.
Erleben Sie das Freilichtmuseum im besonderen Farbenspiel dieser Jahreszeit und genießen Sie die Sonnenstrahlen bei uns im Biergarten inmitten der Schlierseer Berge vor den Toren Münchens.
So kann der Herbst kommen.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!
Ihr Markus Wasmeier

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