Veröffentlicht am 26.11.2020 09:31

„Ist nicht die Freude Gegenmittel der Angst?”


Johannes Beetz
Johannes Beetz
Chefredakteur
seit 1999 bei der Gruppe der Münchner Wochenanzeiger
Mitarbeit im Arbeitskreis Redaktion des Bundesverbands kostenloser Wochenzeitungen (BVDA)
Gewinner des Dietrich-Oppenberg-Medienpreises 2017 (Stiftung Lesen)
Hans Kopp. (Foto: AWO München-Stadt)
Hans Kopp. (Foto: AWO München-Stadt)
Hans Kopp. (Foto: AWO München-Stadt)
Hans Kopp. (Foto: AWO München-Stadt)
Hans Kopp. (Foto: AWO München-Stadt)

Ist nicht die Freude Gegenmittel der Angst? Angst ist das vorherrschende Gefühl der Corona-Pandemie. Angst kann Wut hervorbringen, wie des Wutbürgers Zorn auf die da oben, die willkürlich Einschränkungen zumuten. Ich habe mich gefreut über den vorbildlichen Einsatz unserer Pflegekräfte, Erzieher und Sozialarbeiter angesichts Ansteckungsrisiko und Isolierung. Überfällig war, dass die Politik sich gefordert sah, diese Berufe neben einem schönen Applaus finanziell aufzuwerten. Erfreulich war auch die Hilfsbereitschaft vieler Bürger, ehrenamtlich zu unterstützen. Tablets wurden gespendet für Heimbewohner. Musiker haben kostenlos ein Hofkonzert gegeben vor Fenstern, an denen sich so die Welt öffnete. Die Freude über den Zusammenhalt und die Kräfte des Sozialen wirkt dem entgegen, dass sich die Menschen in der Kontaktmeidung zunehmend fremd werden. Und aus dem Akt des Helfens entsteht das gute Gefühl der Freude.

„Freude, schöner Götterfunken … Alle Menschen werden Brüder, wo dein sanfter Flügel weilt“. Suchen wir Vorbilder der Freude gegen Anzettelungsversuche der Angstmache und Entfremdung.

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