TSV Feldkirchen legt neue Nutzungsregelung vor um Neubau voranzutreiben

Feldkirchen · Hallenneubau in Gefahr?

Der TSV Feldkirchen steht unter Druck: Ohne Vorlage einer neuen Nutzungsregelung wird der versprochene Hallenneubau auf Eis gelegt.	 Foto: heip

Der TSV Feldkirchen steht unter Druck: Ohne Vorlage einer neuen Nutzungsregelung wird der versprochene Hallenneubau auf Eis gelegt. Foto: heip

Feldkirchen · Eine Pressemeldung der Gemeinde bezüglich des Hallenneubaus von vergangener Woche sorgt in Feldkirchen für Unruhe. Ratsmitglied Karl-Heinz Schmidt (SPD) stellt darin verärgert fest: »Wir hatten vereinbart, dass der TSV im Oktober die Nutzungsregelung vorlegt und nichts ist geschehen!« Stein des Anstoßes ist die Neuregelung des Nutzungsvertrages zwischen dem TSV und der Gemeinde.

Diese liegt dem Verein nun schon einige Zeit zur Unterschrift vor. Der Gemeinderat koppelt den geplanten Neubau der Mehrfachsporthalle an die Unterzeichnung des Vertrages. »Es ist auch für uns ärgerlich, wenn sich nichts bewegt, zumal der Nutzungsvertrag dem TSV zugute kommen würde«, äußert sich der Erste Bürgermeister Leonhard Baumann (CSU) zu den Verzögerungen.

Bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wurde nun bekräftigt, dass erst nach Unterzeichnung wieder über einen Hallenneubau gesprochen werden kann. Der Gemeinderat schloss sich jetzt dieser Haltung an.

Verwundert über diesen Schritt zeigt sich der Vorstand des TSV. »Wir haben die Gemeinde immer zeitnah über unsere Schritte informiert«, nimmt Brigitte Pfaffinger, erste Vorsitzende des TSV, zu den Vorwürfen der Ratsmitglieder Stellung. Dem Verein wurden im letzten Jahr mehr als 300 Seiten Rechtstext zur Prüfung vorgelegt. Die Vorstände des 1100 Mitglieder zählenden Sportvereins arbeiten ehrenamtlich. Wen wundert es da, dass die Prüfung eines solch umfassenden Vertrages entsprechend mehr Zeit benötigt, als es in der Verwaltung, die sich hauptberuflich mit solchen Angelegenheiten befasst, geschehen könnte. »Wir haben extra eine Task Force Nutzungsvertrag gegründet«, so die Vorsitzende. Zusätzlich ließ sich der Verein durch einen Rechtsbeistand ausführlich beraten.

Der von der Gemeinde vorgelegte Vertrag sah unter anderem unterschiedliche Regelungen für Alt- und Neubestand der Sportanlagen vor, die der Vorstand so nicht für unterschriftsfähig hielt. Betroffen seien vor allem die Fußball- und Tennisabteilung und damit die beiden mitgliederstärksten Bereiche des Vereins. »Ich bin vor meinen Mitgliedern verantwortlich für den Vertrag«, so Pfaffinger, zumal ein solcher Vertrag für mehrere Jahrzehnte, die über die normale Amtszeit eines Vereinsvorstandes hinausgehen, von Bedeutung sein wird. Der TSV hat in den letzten Wochen einen neuen Entwurf für die Nutzungsregelung, mit einheitlichen Bedingungen für die gesamte Sportanlage erarbeitet und wird ihn voraussichtlich noch in dieser Woche der Gemeinde vorlegen.

Pfaffinger resümiert abschließend: »Wir sind guter Hoffnung, dass die Gemeinde unseren Vorschlag akzeptiert.« Heiko Pulcher

Artikel vom 23.05.2006
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