Im Schatzhaus an der Eisbachwelle ist Edles und Historisches zu hören

Lehel · Musikalischer Juli im Nationalmuseum

Schätze für Auge und Ohr: Im Bild ein Zimmer aus dem Landshuter Stadthaus der Familie Stromer, um 1730, aus der Sammlung Barock und Rokoko. Foto: © Bayerisches Nationalmuseum München, Bastian Krack

Schätze für Auge und Ohr: Im Bild ein Zimmer aus dem Landshuter Stadthaus der Familie Stromer, um 1730, aus der Sammlung Barock und Rokoko. Foto: © Bayerisches Nationalmuseum München, Bastian Krack

Lehel · Der Besuch im Bayerischen Nationalmuseum, dem "Schatzhaus an der Eisbachwelle" ist immer ein Genuss. Denn es bietet herausragende Kunst von der Spätantike bis zum Jugendstil und erzählt auf einzigartige Weise europäische Kulturgeschichte in Bayern.

Mit seinen Schausammlungen und spannenden Sonderausstellungen schlägt es Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Jetzt, im Juli, wird es noch einmal besonders interessant, denn vom 4. bis zum 21. werden den Besuchern vielfältige Leckerbissen für die Ohren angeboten. Den Reigen in diesem ganz besonders musikalischen Monat eröffnen am Donnerstag, 4. Juli, die Residenzsolisten mit sommerlichen Melodien, gefolgt von der beliebten Reihe zu Gregorianik und Kunst am Donnerstag, 11. Juli, und einer Matinée mit historischen Instrumenten am Sonntag, 21. Juli. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Open-Air, Heilige und mobile Komponisten

Von 18 bis 19.30 Uhr werden am Donnerstag, 4. Juli, Perlen der Klassik von Barock bis Romantik erklingen. Das 80-minütige Open-Air-Konzert ist verbunden mit kulturhistorischen Erzählungen. Bei Regen findet es in einem Saal im Museum statt. Zu hören sind neben Ausschnitten aus Vivaldis "Vier Jahreszeiten" weitere Werke des Komponisten sowie das Oboenkonzert von Marcello und die Arie des Figaro von Rossini. Tickets zum Preis von 53 Euro gibt es unter der Adresse www.bavaria-klassik.de oder unter Telefon 089/28 97 55 97. Das Ticket gilt auch für die Besichtigung des Bayerischen Nationalmuseums am Tag des Konzerts und bis zwei Tage danach, also bis Samstag.

Ebenfalls um 18 Uhr beginnt am Donnerstag, 11. Juli, "Gregorianik und Kunst". Bis um 19 Uhr werden Kunstwerke und Gesänge präsentiert, die dem heiligen Benedikt und weiteren Heiligen gewidmet sind, deren Feste im Sommer gefeiert werden: Petrus und Paulus, Heinrich und Kunigunde, Maria Magdalena, Christophorus, Jakobus der Große, Joachim und Anna. Hier gilt die Eintrittskarte ins Nationalmuseum als Zuhörberechtigung.

Die Matinée mit historischen Instrumenten am Sonntag, 21. Juli, dauert von 11 bis 12 Uhr und trägt den Untertitel "Artists in residence. Deutsche Migranten im Marais". Schwerpunkt ist die internationale Mobilität von Komponisten und Instrumentenbauern. Sowohl Jean Henri Hemsch, als auch Georg Philipp Telemann wirkten im Pariser Marais. Auch der Hamburger Joachim Tielke war weitgereist. Unter den weiteren Komponisten sind Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, François Couperin, Caspar Ferdinand Fischer. Gespielt wird auf der Viola da gamba und dem Hemsch Cembalo. Karten zu 10 Euro gibt es an der Museumskanns; der Preis beinhaltet auch den Eintritt ins Museum.

Öffnungszeiten
Das Bayerische Nationalmuseum kann man zu folgenden Zeiten besuchen:
Dienstag und Mittwoch: 10 bis 17 Uhr
Donnerstag: 10 bis 20 Uhr
Freitag und Sonntag: 10 bis 17 Uhr

Artikel vom 02.07.2024
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