Gründer der kids to life-Stiftung verstorben

Unterhaching/Putzbrunn · Abschied von Anton Schrobenhauser

Ein Bild aus dem Jahr 2019: Anton Schrobenhauser (r.). Pfarrer Axel Windecker (2. v. r.), die damalige Stiftungsleiterin Sabine Emmerich sowie die tatkräftigen Birker Burschen beim Maifest der kids to life Stiftung. Foto: hw

Ein Bild aus dem Jahr 2019: Anton Schrobenhauser (r.). Pfarrer Axel Windecker (2. v. r.), die damalige Stiftungsleiterin Sabine Emmerich sowie die tatkräftigen Birker Burschen beim Maifest der kids to life Stiftung. Foto: hw

Unterhaching/Putzbrunn · In Unterhaching heißt es Abschiednehmen von einem der Großen. Anton Schrobenhauser, Bauunternehmer, Fußball-Mäzen, langjähriger CSU-Gemeinderat und vor allem Gründer der kids to life-Stiftung ist am 8. Januar nach langer schwerer Krankheit verstorben.

Anton Schrobenhauser war ein Mann mit vielen Talenten. Als Jugendlicher spielte er bei der Jugendmannschaft des FC Bayern München und wechselte von dort in die Profi-Mannschaft, wo er 1977/78 als dritter Torwart hinter Walter Junghans und Sepp Maier dafür sorgte, dass der Kasten sauber blieb.

1979 wechselte er zur SpVgg Unterhaching, wo er bis 1988 im Tor stand. Aber nicht nur auf dem Rasen war er für die SpVgg ein wichtiger Mann, finanziell unterstütze er den Verein viele Jahre lang als Mäzen und war auch im Vorstand aktiv.

Der erfolgreiche Bauunternehmer hatte aber nicht nur ein Herz für den Sport, sondern vor allem für benachtteiligte Kinder. So rief er 2003 die Stiftung kids to life ins Leben. Dabei entstand ein Freizeitareal für Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, sondern in Kinderheimen und anderen Einrichtungen rund um München untergebracht sind, und dort entspannte Stunden und Tage verbringen können.

Entstanden war die Idee für die Stiftung aus dem Wunsch heraus, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben, Kindern, die es schwer haben im Leben auf den rechten Weg zu helfen, wie der Initiator und Stiftungsvorstand Anton Schrobenhauser bei einem Interview anlässlich des 10-Jährigen Bestehens erklärte.

»Ich habe in meinem Leben viel Hilfe und Unterstützung erfahren. Mein Erfolg wäre ohne die Bereitschaft anderer, mich zu unterstützen nicht möglich gewesen«, so der erfolgreiche Unterhachinger Bauunternehmer. Schon lange vor der Gründung der Stiftung hat sich Anton Schrobenhauser für die Kinder im Clemens-Maria-Kinderheim, das seinen Sitz in Putzbrunn hat, engagiert.

Mit der damaligen Leiterin, der Klosterschwester Gabriele, verband ihn eine herzliche Freundschaft, ihren Bitten nach Unterstützung von beispielsweise Klassenfahrten oder Ähnlichem kam der Unterhachinger gerne nach. »Ich wollte aber etwas tun, was nachhaltiger ist«, erklärte er damals sein Engagement. Gemeinsam mit den Kindern wurden dann die Pläne für das große Areal entwickelt.

Wunschzettelähnlich wurden die Ideen gemalt, aufgeschrieben oder wie im Fall der CoKart-Bahn, die damals errichtet wurde, sogar als Modell erstellt, wie Anton Schrobenhauser nicht ohne Stolz bei einem Pressegespräch berichtete.

Seit der Grundsteinlegung im Mai 2003 war bereits viel passiert, das kids to life-Team mit seinen Aufgaben gewachsen. Genutzt wurde und wird das Gelände aber nicht nur von den Kindern des Clemens-Maria-Kinderheimes, sondern von weiteren Einrichtungen wie beispielsweise dem Münchner Waisenhaus oder dem neuen Projekt der Anton-Schrobenhauser-Stiftung »Lächeln schenken«. Unter dem Motto: »Ein Lächeln schenken« dürfen die benachteiligten Kinder und Jugendlichen spezielle Angebote auf dem Gelände nützen.

Das kids to life-Areal mit seinem großen Badeteich, seinem Baumhaus, seinem Garten und vor allem den vielen Tieren, die dort leben, bietet den Kindern die Möglichkeit, einfach nur Kind zu sein, sich in einer freundlichen Umgebung neu zu entdecken. Der Tod von Anton Schrobenhauser hinterlässt eine Lücke, die nicht leicht sein wird zu schließen. hw

Artikel vom 11.01.2022
Auf Facebook teilen / empfehlen Whatsapp

Weiterlesen





Wochenanzeiger München
 
Kleinanzeigen München
 
Zeitungen online lesen
z. B. Samstagsblatt, Münchener Nord-Rundschau, Schwabinger-Seiten, Südost-Kurier, Moosacher Anzeiger, TSV 1860, ...