Vertreter der Landeshauptstadt München lernen Diakonie Hasenbergl kennen

Stadtteilspaziergang im Hasenbergl

Ein umfassendes Bild von der erfolgreichen Arbeit in den Sozialen Betrieben konnten sich die Vertreter der Landeshauptstadt München beim Besuch der Jungen Arbeit machen. Foto: dh

Ein umfassendes Bild von der erfolgreichen Arbeit in den Sozialen Betrieben konnten sich die Vertreter der Landeshauptstadt München beim Besuch der Jungen Arbeit machen. Foto: dh

Hasenbergl · Auf einen besonderen Spaziergang durchs Hasenbergl durfte die Diakonie Hasenbergl Vertreter der Münchner Stadtverwaltung und des Stadtrats einladen.

Mit von der Partie waren Stadträtin Alexandra Gassmann und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner, auch Manuel Pretzl, Chef der CSU-Fraktion, und Daniela Bahnmüller, Fraktionsmitarbeiterin für Soziales und Kinder- und Jugendhilfeausschuss, begleiteten Vorstand, Bereichs- und Einrichtungsleitungender Diakonie Hasenbergl zur Besichtigung der Beschäftigungsbetriebe im 24. Stadtbezirk. Treffpunkt der Delegation war die Junge Arbeit in der Schleißheimer Straße.

Die Vertreter der Stadtpolitik erhielten dort nicht nur Einblick in das pädagogische Konzept „der ausgestreckten Hand“, sondern überzeugten sich auch persönlich von der erfolgreichen Umsetzung des Programms für Beschäftigungsförderung (MBQ) bei der Diakonie Hasenbergl im Allgemeinen und von den selbst hergestellten Produkten der Auszubildenden und Maßnahmenteilnehmenden im Besonderen.

Ein angeregter Austausch kam auch zu den Baumaßnahmen im Rahmen der Sozialen Stadt zustande, die in der Jungen Arbeit verwirklicht wurden. „Für das Foyer der Junge Arbeit wurde ein Terrazzoboden von zwei Künstlern in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen aus hunderten von Ornamenten gestaltet“, berichtete Monika Funk, Bereichsleitung Arbeitswelt und Jugendhilfe.

„Davor schon wurden 2000 Schmucksteine für die Außenfassade der Markthalle in der Aschenbrennerstraße von den jungen Menschen gegossen. Das Ganze geschah im Rahmen der Stadterneuerung Hasenbergl“. „Es war eine tolle Gelegenheit, mit den Vertretern der Landeshauptstadt München ins Gespräch zu kommen und unsere erfolgreiche Arbeit im Münchner Norden vorzustellen“, erläutert Dr. Stefan Fröba, Vorstand der Diakonie Hasenbergl e.V.

„Beim Spaziergang durchs Hasenbergl konnten wir nicht nur viele Informationen über unsere Einrichtungen und Projekte, sondern vor allem über die Bedürfnisse der Menschen, für die und mit denen wir arbeiten, teilen. Wir freuen uns, dass wir viele verschiedene Themen ansprechen konnten, die wir in den nächsten Monaten weiter verfolgen und hoffentlich intensivieren können“. Nach dem Ausbildungsbetrieb ging die Gruppe gemeinsam entlang der Aschenbrennerstraße zur nächsten Station.

Die Vertreter der Stadt lernten hier ein weiteres Beschäftigungsangebot der Diakonie Hasenbergl für langzeitarbeitslose Münchnerinnen und Münchner kennen: Der Tauschbuchladen „Bücherkiste“ ermöglicht durch Tausch den Zugang zu Literatur für die Personen, die sich den Kauf von Büchern ansonsten nicht oder nur kaum leisten können. Damit bietet die Bücherkiste einen freien Zugang zu den Medien, ungeachtet des Einkommens und fördert so die Lese-und Informationskompetenz der Hasenbergler Bevölkerung. Durch Bücherspenden unterhält die Bücherkiste einen attraktiven Bestand aus 7.000 Büchern unterschiedlichster Genres. Zusätzlich organisieren die Mitarbeitenden in der Bücherkiste Lesungen für alle Altersgruppen wie Kindertageseinrichtungen und pflegenkostenlose Bücherregale in Einrichtungen der Diakonie Hasenbergl. Betrieben wird die Bücherkiste unter sozialpädagogischer Anleitung von Beschäftigten von Pro. Hilfe durch Arbeit. Sie ermöglicht eine niederschwellige und bedarfsorientierte Beschäftigung für langzeitarbeitslose Erwachsene.

Vorbei am Nachbarschaftsbüro Hasenbergl zur Rechten und dem Senioren-Pavillon zur Linken ging es in die Wintersteinstraße zum bekanntesten Treffpunkt im Hasenbergl: Das Stadtteilcafé ist Soziales Bistro und Beschäftigungsbetrieb in einem. Hier bekommenlangzeitarbeitslose Frauen aus verschiedenen kulturellen Kontexten eine Perspektive, um wieder in den Arbeitsmarkt integriert zu werden.

Die Frauen werden umfassend fachlich angeleitet und sozialpädagogisch begleitet, um so ihre Chancen auf eine Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt nachhaltig zu erhöhen. Neben dem Tagesgeschäft im Bistro organisiert und veranstaltet das Stadtteilcafé monatliche Events und Kulturangebote wie bspw. Brunches, Ausstellungen oder Tastings. Derzeit bietet das Stadtteilcafé für 20 Frauen die Möglichkeiten in den Bereichen Küche und Hauswirtschaft, Service und Büro tätig zu werden.

Beeindruckt von den innovativen Projekten im Norden

Gemeinsam mit Leo Agerer und Christian Zöller, die die Gruppe noch ergänzt hatten, lernten die Delegierten das Lernförderprojekt DiNo-Kids kennen. Zu den „Nordhaide-Kids“ gehören im Schuljahr 2020/2021 41 Kinder aus 11 Nationen, die verschiedene Schulen im Stadtgebiet – von Grundschule bis Gymnasium –besuchen und bei den DiNo-Kids den Lehrstoff vertiefen oder ihre Deutschkenntnisse festigen. Auch das Lernförder-Projekt ist ein erfolgreiches Beispiel für gelebte Integration, für Brücken-Bauen und nachhaltige Teilhabe, das derzeit leider noch um eine Finanzierung für 2021 bangt.

Die Teilnehmenden des Spaziergangs zeigten sich beeindruckt von den innovativen Projekten und der engagierten Umsetzung in den Einrichtungen der Diakonie Hasenbergl. Eine Fortsetzung des Spaziergangs –eine schöne und sichere Alternative unter Einhaltung der AHA-Regeln –wurde bereits angeregt.

Artikel vom 26.11.2020
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