Rotlicht zu Blaulicht

München · Polizei macht Schwerpunktaktion

Die Polizei hat vergangenen Mittwoch mehrere illegale Prostitutionsörtlichkeiten entdeckt. Symbolbild: CC0

Die Polizei hat vergangenen Mittwoch mehrere illegale Prostitutionsörtlichkeiten entdeckt. Symbolbild: CC0

München · Am Mittwoch, 11.11.2020, wurde im Zeitraum zwischen 11:30 Uhr und 19:00 Uhr ein Schwerpunkteinsatz in Bezug auf das Rotlichtmilieu unter Leitung der Münchner Kriminalpolizei durchgeführt.

Ziel war es hier vor allem, die illegale Prostitution in Hotels und Wohnungen nach Möglichkeit festzustellen und zu unterbinden. Aufgrund der Schließung der Bordellbetriebe war durch Internetrecherchen eine Erhöhung des Angebots von Haus- und Hotelprostitution zu verzeichnen. Faktisch ist hierbei festzuhalten, dass jegliche Örtlichkeit, auch das Hotelzimmer oder die Wohnung, nach dem aktuell rechtlichen Stand als Prostitutionsstätte anzusehen ist. Das Betreiben einer solchen Prostitutionsstätte kann hier mit einem Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro sanktioniert werden.

Im Rahmen der Schwerpunktaktion wurden sechs vermeintliche Prostitutionsörtlichkeiten, die sich alle im Sperrbezirk der Landeshauptstadt München befinden, überprüft. Im Ergebnis wurden hier unter anderem sechs Anzeigen wegen verbotener Prostitution und eine Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erstellt. Bei zehn Personen wurde die Identität festgestellt und in sechs Fällen Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen wegen des Betriebes einer Prostitutionsstätte im Sinne des Infektionsschutzgesetzes erstellt.

Die angezeigten Frauen wegen verbotener Prostitution waren zwischen 18 und 46 Jahre alt.

Artikel vom 12.11.2020
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