Nachbesserungen gefordert

MVV-Tarif bis Dorfen?

Fahrgäste aus Dorfen müssen für die Fahrt nach München ein Zwischenticket ziehen. Foto: CC BY-SA 4.0

Fahrgäste aus Dorfen müssen für die Fahrt nach München ein Zwischenticket ziehen. Foto: CC BY-SA 4.0

Dorfen · Bei der Vorstellung des 365-Euro-Tickets, das ab 1. August 2020 für Schüler und Auszubildende möglich ist, äußerte Landrat Martin Bayerstorfer erneut den Wunsch nach Erweiterung des MVV-Tarifs auf die Bahnstrecke von Markt Schwaben bis Dorfen.

"Dies ist in der Tat überfällig", so Alfred Schreiber, Kreisvorsitzender des VCD (Verkehrsclub Deutschland). Praktisch alle anderen Bahnlinien in den MVV-Landkreisen rund um München seien in den MVV-Tarif einbezogen. Für Bahnstrecken außerhalb des S-Bahn-Netzes, wie Mammendorf bis Althegnenberg, Grafing-Bahnhof bis Aßling, Freising bis Moosburg und sogar Ebersberg bis Wasserburg am Inn gelte teilweise seit Jahren ganz selbstverständlich der MVV-Tarif.

Der VCD fordert bereits seit etlichen Jahren die Einbeziehung der Strecke Markt Schwaben bis Dorfen in den MVV-Tarif. Derzeit werden Fahrgäste aus Dorfen, Taufkirchen, St. Wolfgang und Lengdorf massiv benachteiligt, weil sie nicht mit einem einzigen Ticket nach München fahren können, sondern "für das Zwischenstück" eine weitere zusätzliche Fahrkarte lösen müssen. "Dieser Anachronismus sollte endlich beseitigt werden", so Schreiber weiter. Konkret sind dies die Bahn-Haltepunkte Hörlkofen, Walpertskirchen, Thann-Matzbach und Dorfen. Dieser "weiße Fleck" behindere auch den weiteren ÖPNV-Ausbau im Landkreis Erding und verhindere einen Umstieg von Auto auf die umweltverträglichere Schiene.

Artikel vom 01.08.2020
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