TSV 1860 macht ein Dutzend Spiele ohne Niederlage voll

Vom Winde verwehtes Remis gegen 1. FC Magdeburg

Führungstreffer: Aaron Berzel. Foto: Anne Wild

Führungstreffer: Aaron Berzel. Foto: Anne Wild

München/Giesing · Mit dem vierten Unentschieden in Folge wahrt der TSV 1860 München seine Serie an ungeschlagenen Spielen, kann sich beim 1:1 (1:0) gegen den 1. FC Magdeburg vor ausverkauftem Haus aber nicht für die bittere Niederlage aus der Vorrunde revanchieren. Sturmartige Windböen machten beiden Mannschaften auf Giesings Höhen zu schaffen.

Das Hinspiel in Sachsen-Anhalt war unter Ex-Trainer Daniel Bierofka noch zu einer sportlichen Demontage für den TSV 1860 München geraten. Mit 5:1 überfuhr der Zweitliga-Absteiger im August vergangenen Jahres die Löwen und schien dem möglichen Wiederaufstieg mit großen Schritten entgegen zu eilen. Sechs Monate später haben sich die Vorzeichen verändert. Während die Gäste trotz eines Trainerwechsels Anfang Januar von Stefan Krämer zu Claus-Dieter »Pele« Wollitz mittlerweile gegen den Abstieg kämpfen, verzeichnen die Löwen zwölf Spiele ohne Niederlage und stehen im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

Noch zur Pause sah es in der bis dahin chancenarmen Partie nach einem Sieg des TSV 1860 München aus. Nach einem Eckball von Stefan Lex stieg Dennis Erdmann am höchsten und köpfte wuchtig auf das Tor – Aaron Berzel verlängerte das Leder mit dem Kopf unerreichbar für Magdeburgs Schlussmann Morten Behrens zum 1:0 ins Netz (33. Min.). Es sei für sein Team schwer gewesen, gegen den starken Wind spielen zu müssen, berichtete Wollitz.

Nach dem Seitenwechsel stand der nicht immer sattelfest wirkende Unparteiische Tobias Fritsch zunehmend im Mittelpunkt. Dreizehn Gelbe Karten verteilte er an die Akteure beider Mannschaften – zwölf an Spieler, eine an Magdeburgs Trainer. Nach einer knappen Stunde kam Sören Bertram im Strafraum gegen den herauseilenden Löwen-Schlussmann Marco Hiller zu Fall. Fritsch pfiff Strafstoß – eine Fehlentscheidung wie TV-Bilder zeigen. Der erfahrene Ex-Fürther Jürgen Gjasula ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen und glich zum 1:1 aus (60. Min.).

Zehn Minuten später stand Fritsch erneut im Mittelpunkt. Nach einem vermeintlichen Handspiel Gjasulas im Magdeburger Strafraum pfiff der Mainzer Elfmeter. Phillipp Steinhart hatte sich den Ball schon zurecht gelegt, als der Schiedsrichter nach langer Rücksprache mit seinem Assistenten an der Linie die Entscheidung zurücknahm. Danach hatten beide Teams den möglichen Sieg auf dem Fuß. Die Gäste scheiterten zweimal aussichtsreich in Eins-gegen-Eins-Duellen am aufmerksamen Hiller. Bei den Löwen vergaben Sascha Mölders, Efkan Bekiroglu und Prince Osei Owusu.

Am kommenden Samstag ist der TSV 1860 München in einem weiteren Heimspiel um 14 Uhr im Grünwalder Stadion gegen den abstiegsbedrohten aber aktuell formstarken Chemnitzer FC gefordert. An der Tabellenspitze stehen die Mannschaften außergewöhnlich eng beisammen. Kein Verein konnte sich bislang absetzen. Der Abstand zwischen Rang neun und Platz drei beträgt weiterhin nur sechs Punkte.

(as)

Artikel vom 24.02.2020
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