Extraportion Unterstützung

Schüler des Haarer EMG engagieren sich für Grundschüler am Jagdfeldring

Die P-Seminar Schüler des Ernst Mach Gymnasiums mit ihren kleinen Moglis von der Grundschule am Jagdfeldring. Fotos: oh

Die P-Seminar Schüler des Ernst Mach Gymnasiums mit ihren kleinen Moglis von der Grundschule am Jagdfeldring. Fotos: oh

Trudering/Haar · Seit zehn Jahren gibt es nun bereits »Balu und Du e.V.«, die Patenschaften für Grundschüler. In Osnabrück und Köln startete damals dieses pädagogische Programm, bei dem Mentoren, die Balus, Grundschüler, die Moglis, ehrenamtlich für ein Jahr begleiten und fördern.

Seit neun Jahren hat das soziale Projekt mit dem Familienzentrum Trudering auch einen Münchner Standortpartner.

Seit 2011 bringt Renate Graf vom Familienzentrum Trudering Balus von den kooperierenden Universitäten und Hochschulen der Hochschule für angewandte Wissenschaften, der Universität der Bundeswehr in Neubiberg und der katholischen Stiftungshochschule München mit den Moglis von insgesamt acht Münchner Grundschulen unter anderem in der Kafkastraße, am Pfanzeltplatz und am Jagdfeldring in Haar zusammen. Seit 2014 gibt es eine rollierende Gruppe von universitätsunabhängigen Balus, die sich aus Studierenden der LMU/TU, aber auch Lehrlingen, Schülern (ab 17 Jahren) und Berufstätigen zusammensetzt (bis max. 30 Jahre).

Dabei engagieren sich bereits zum zweiten Mal auch Schüler des Ernst-Mach Gymnasiums Haar im Rahmen ihres Praxis-Seminars. Dabei wurden die Grundschüler aus der Grundschule am Jagdfeldring sorgfältig von ihren Lehrern ausgewählt. Es sind Kinder, die eine Extraportion Unterstützung und einen „großen Bruder“ oder eine „große Schwester“ gut gebrauchen können. Die Balus wiederum sind junge Erwachsene ‒ in diesem Fall Schüler der 11. Klasse, die sich ein ganzes Jahr lang einmal die Woche für zirka zwei Stunden Zeit nehmen, mit ihrem Mogli Zeit zu verbringen. Diese soll nicht für Nachhilfe genutzt werden, sondern um zusammen etwas Schönes zu machen. Es wird beispielsweise gemeinsam auf den Spielplatz gegangen oder es werden Waldspaziergänge gemacht. Auch der Besuch der Bücherei kann auf dem Programm stehen, Backen und Kochen ist ebenfalls eine Option.

Manchmal geht`s auch ins Kino oder in ein Museum – je nach Interesse des Kindes und des Balus. Ohne es zu merken lernen die Kinder in der Zeit enorm viel dazu, sowohl schulisch als auch persönlich. Aber auch die Balus gewinnen in der Zeit sehr viel: sie übernehmen soziale Verantwortung, und müssen für zwei planen und vorausschauend denken. Sie schenken einem Kind sehr viel Zeit und binden sich emotional, müssen aber auch nach einem Jahr wieder loslassen. Darüber hinaus lernen sie auch andere Kulturen, andere Werte und andere Herausforderungen des Alltags kennen.

Mehr Infos unter www.familienzentrum.com/ehrenamt/balu-und-du/

Artikel vom 29.01.2020
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