Die Klimawoche findet im Landkreis München vom 22. bis 26. Juli statt

Neue Impulse sammeln

Unterhachings Bürgermeister Wolfgang Panzer und Umwelt-Expertin Ilka Schmidtmann präsentieren die neuen Obst- und Gemüsesäckchen. Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander freut sich auf viele Besucher bei der Ausstellung zur Solartechnik im Rathaus. F:hw

Unterhachings Bürgermeister Wolfgang Panzer und Umwelt-Expertin Ilka Schmidtmann präsentieren die neuen Obst- und Gemüsesäckchen. Taufkirchens Bürgermeister Ullrich Sander freut sich auf viele Besucher bei der Ausstellung zur Solartechnik im Rathaus. F:hw

Hachinger Tal · Klimaschutz hat viele Gesichter. Wie vielfältig das Engagement für das Klima sein kann und auch wie viel Spaß es machen kann, etwas für die Umwelt zu tun (und manchmal auch wie einfach), das zeigt die Klimawoche, zu der der Landkreis München gemeinsam mit der Energieagentur Ebersberg-München vom 22. bis 26. Juli einlädt.

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In den verschiedenen Kommunen wird ein abwechslungsreiches Programm zu den verschiedensten Themen geboten. Alle Angebote findet man unter www.klimadialog.landkreis-muenchen.de Der Schirmherr der Veranstaltung, Landrat Christoph Göbel erklärte dazu: „ Der Start der Klima- und Energieinitiative 29 ++ mit der gemeinsamen Klimaschutzerklärung durch den Kreistag und die 29 Kommunen war ein wegweisendes Ereignis für den Klimaschutz im Landkreis München.

Seitdem hat sich viel bewegt: Mit der Energieagentur Ebersberg-München haben wir eine einzigartige Kompetenzstelle für Energiefragen geschaffen, die Bürger, Unternehmen und Kommunen bei Klimaschutzmaßnahmen berät und unterstützt – und das mit ganz konkreten Projekten. Mit der 29 ++ Klimawoche wollen wir die Herausforderungen der Zukunft beleuchten und zeigen, was jeder und jede Einzelne von uns beitragen kann.“

Mit der 29++ Klima. Energie. Initiative. demonstrieren der Landkreis und seine Gemeinden seit Ende 2016 das gemeinsame Ziel, zusammen etwas für den Klimaschutz zu tun. Beim Klimaschutz sieht sich der Landkreis dabei schon recht weit - aber noch nicht weit genug: die höchste Energieeffizienzklasse - das dritte "Plus" ist erst dann erreicht, wenn der Landkreis in seinen Städten und Gemeinden seinen Teil dazu beitragen konnte, die nationalen Klimaziele, die im Weltklimavertrag von Paris 2015 festgelegt wurden, zu erfüllen. Bewusst wurde dabei der Begriff "Initiative" gewählt, denn jede Gemeinde und jeder Bürger ist dabei aufgerufen, seinen Part dazu beizutragen, die gesteckten Ziele auch zu erreichen.

27 Veranstaltungen laden nun verstreut im gesamten Landkreis dazu ein, zu entdecken, wo man was für den Klimaschutz tun kann. Die informationsreiche und vor allem abwechslungsreiche Woche mündet in einem gemeinsamen Klimafest am Donnerstag, 25. Juli, ab 13 Uhr im Innenhof des Landratsamtes. Hier warten interessante Infostände, lustige Mitmach-Aktionen für Kinder, natürlich auch Speis und Trank und vieles mehr auf die hoffentlich zahlreichen Gäste. Der offizielle Start findet am 22. Juli ab 16 Uhr rund um das Rathaus in Pullach, Heilmannstraße 2, statt. Hier kann man unter anderem Lichtobjekte aus ausgedienten Fahrradkomponenten bewundern, am Klimapuzzle mitarbeiten, sich mit fair gehandelten Kaffee verwöhnen lassen, beim Radl-Kino mitmachen (wer schauen will, muss strampeln, denn der Strom für die Vorführung wird durchs Fahrradfahren selbst erzeugt) und vieles mehr.

In Unterhaching startet die Klimawoche sogar bereits am 18. Juli beim traditionellen Bauernmarkt, der um 13 Uhr startet und bis 17 Uhr dauert. Eine der vier Umweltbeauftragten der Gemeinde Unterhaching, Ilka Schmidtmann, erklärt dazu: „Wir wollen beim Bauernmarkt auf das Thema ‚plastikfreies Einkaufen‘ hinweisen. Aus diesem Grund werden wir Gemüse- und Obstsäckchen in verschiedenen Größen vorstellen und verteilen. Darin kann man sein gekauftes Obst und Gemüse sicher nach Hause transportieren und vermeidet unnötigen Plastikmüll. Wir wollen die Leute auch dazu ermutigen, zum Einkaufen ihre eigenen Dosen mitzubringen, um auch beim Einkauf von Wurst und Käse in Zukunft weniger Müll zu verursachen. Außerdem werden wir bei einem kleinen Infostand Tipps für ein plastikfreies Leben geben und uns gerne für Fragen und Anregungen zur Verfügung stellen.“

Ebenfalls in Unterhaching findet am 22. Juli die Veranstaltung „Lokal Ackern – global Wirken“ statt. Hier sind vor allem Schulklassen gefragt. Die Aktion wird am Rathausplatz durchgeführt, eine Anmeldung unter s.mayr@ackerdemia.de ist nötig. Hier sollen Kinder lernen, wie gesunde Ernährung mit gesundem Klima zusammenhängt, und was sie selber im Schulgarten alles anbauen können. Am 24. Juli soll von 9.30 bis 13.00 Uhr auf dem Rathausplatz das Thema „Neue Zukunft für alte Kleider“ behandelt werden. Statistiken zeigen, dass ein Großteil der neu gekauften Kleidung bald schon wieder im Müll landet, das muss nicht sein. Hier erfahren alle Interessierten mehr über den Zyklus von Kleidung und wie man in Zukunft verantwortungsvoll mit seinem Einkaufsverhalten umgehen kann. Darüber hinaus will die Gemeinde eine Kleidertauschparty in genannten Zeitraum organisieren.

In Taufkirchen wurde bereits am 11. Juli im Rathausfoyer die Eröffnung der Ausstellung Architektur und Solarenergie – Solarenergieförderverein Bayern e.V. (SEV) gefeiert. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. Juli zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen. Die Solarenergienutzung in und an Gebäuden ist ein zentrales Thema. Solartechnische Systeme sollen selbstverständliche Bestandteile innovativer Gebäudehüllen wie auch Bausteine energetischer Sanierung sein. Dazu werden Beispiele in der Ausstellung gezeigt. Am Dienstag, 23. Juli, findet um 18.30 Uhr im Nebensaal des Kultur und Kongresszentrums Taufkirchen ein Vortrag zum Thema „Erneuerbare Energien ohne heiße Luft“ statt.

In einem humorvollen Vortrag wird von Christian Holler, Professor an der Hochschule München, auf verschiedene Fragen eingegangen: Wie viel Energie benötigt unser Lebensstil? Könnten wir ihn nachhaltig allein aus erneuerbaren Energien decken? Diese und weitere Fragen wirft das kürzlich erschienene Buch „Erneuerbare Energien – Ohne heiße Luft“ von Chr. Holler und J. Gaukel auf – und liefert Antworten gleich mit. Jeder Anwesende erhält ein Buch solange der Vorrat reicht. Und am Donnerstag, 24. Juli, findet ein: „Klima-Dinner- Gemeinsam gut essen fürs Klima“ statt. Von 18 bis ca. 22 Uhr trifft man sich in der Eschenpassage vor dem Bürgertreff in der Eschenstr. 46. Es wird gegessen und getrunken und dabei alles miteinander geteilt. Möglichst regional, fair und nachhaltig sollten die Produkte sein. Teller und Besteck bitte mitbringen. Die „Wandel-Bar“ steht für die Rücksichtnahme auf Ressourcen und Umwelt und für den Gemeinschaftsgedanken.

Am 20. Juli findet in Sauerlach von 9.30 bis 12.30 Uhr ein Vortrag zum Thema: „Waldnutzung früher und Forstwirtschaft heute“ statt. Hier laden die Gemeinde Sauerlach und die vhs Sauerlach gemeinsam ein. Der Vortrag beginnt in der vhs Sauerlach, in der Bahnhofstraße 5 und geht dann weiter mit dem Rad zu einem Waldstück der Gemeinde Sauerlach (Strecke zirka 3 Kilometer). Dort werden aktuelle Verfahren der Forstwirtschaft erläutert. Bitte an witterungsbedingte Kleidung denken. Die Veranstaltung kostet 18 Euro, Anmeldung und weitere Info gibt es bei der vhs Sauerlach unter info@vhs-sauerlach.de

Ebenfalls in Sauerlach wird am 24. Juli zum Abschluss der Stadtradelaktion um 17 Uhr vor dem Rathaus in der Bahnhofstraße 1 eingeladen. Bei einer kleinen Stärkung sollen sich die Bürger über ihre Erfahrungen in diesem Zeitraum austauschen. Unter allen aktiven Radlern werden an diesem Abend schöne Preise verlost. In Oberhaching kann man am 25. Juli von 10 bis 12 Uhr an einer Führung durch die Geothermieanlage der Gemeindewerke Oberhaching GmbH teilnehmen. Diese befindet sich im Lanzenhaarer Weg 4 in Taufkirchen (ja, die Geothermieanlage für Oberhaching befindet sich auf Taufkirchner Grund!). Auch an die jungen Klimaschützer wurde bei der Klimawoche gedacht. Vom 22. bis 25. Juli findet im Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck im Burgweg 10 in Pullach ein Klimacamp für Schüler der 6. bis 8. Klassen statt. Hier können die Jugendlichen experimentieren und mit anderen Ideen entwickeln, wie man das Klima und die Umwelt schützen kann. hw

Artikel vom 17.07.2019
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