Ausschuss stimmt zu

München · MVV-Tarifreform nimmt weitere Hürde

München · Der Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft des Stadtrats hat am Dienstag, 2. April, die MVV-Tarifreform sowie deren anteilige Finanzierung durch die Landeshauptstadt München beschlossen.

Simone Burger, stellvertretende Sprecherin im Ausschuss für Arbeit und Wirtschaft, hat die Reform für die SPD im Rathaus mitgestaltet und sagt zu dem Beschluss: "Wir haben endlich einen neuen MVV-Tarif - mit dem besten Ticket für München. In der neuen M-Zone fährt man im Abo für 43,50 Euro im Monat durch die ganze Stadt - auch Fahrgäste, die bisher nur zwei Ringe haben, zahlen nicht mehr. Der Stadtrat hat die Finanzierung der Reform heute beschlossen, zum Fahrplanwechsel im Dezember soll der neue Tarif gelten." Das von der SPD im Oktober beantragte 365-Euro-Ticket für die Ausbildung soll 2020 eingeführt werden. Es soll eine gemeinsame Lösung mit den Landkreisen geben, "den Freistaat sehen wir hier bei der Finanzierung in der Pflicht", so Burger. Die Forderung der Grünen, der Reform nur zuzustimmen, wenn das 365-Euro-Ticket gleich kommt, hält sie für falsch: "Das hätte eine neue Verhandlung bedeutet, die Reform hätte sich weiter verzögert und wäre erst einmal wieder gescheitert."

Besonders wichtig ist der SPD: Alle weiteren finanziellen Mittel des Freistaates Bayern und der Aufgabenträger müssen zunächst in die Infrastruktur investiert werden. Das günstigste Ticket bringe nichts, wenn der öffentliche Nahverkehr nicht leistungsfähig genug sei. Deshalb hat für die SPD nach dieser Reform der Ausbau des ÖPNV die oberste Priorität.

Artikel vom 04.04.2019
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