Was steckt im eigenen Dach?

Solarpotenzialkataster des Landkreises München abrufbar

Ob ihr Objekt sich für die Installation einer Solaranlage eignet, können Hauseigentümer im Landkreis München jetzt mit wenigen Klicks im Internet ermitteln.	Foto: CC0

Ob ihr Objekt sich für die Installation einer Solaranlage eignet, können Hauseigentümer im Landkreis München jetzt mit wenigen Klicks im Internet ermitteln. Foto: CC0

München/Landkreis München · Ab sofort steht den Bürgern im Landkreis München ein neues Angebot für den Umstieg auf klimafreundliche und saubere Energie zur Verfügung.

Zum 21. August ging das neue Solarpotenzialkataster des Landkreises München an den Start. Hauseigentümer können damit nun einfach und kostenlos ermitteln, ob sich ihr Objekt für die Installation einer Solaranlage eignet, und auch ob dies bzw. welche Art und Größe von Anlage rentabel ist.

Sauber – unabhängig – sehr wirtschaftlich: So lassen sich die wichtigsten Vorteile des auf dem eigenen Dach erzeugten Stroms zusammenfassen. Die Sonne ist eine frei verfügbare, natürliche Energiequelle. Wer ihr Potenzial nutzt, macht sich zumindest teilweise unabhängig von kommerziellen Stromanbietern, Stromengpässen oder Preissteigerungen – und leistet zudem einen aktiven Beitrag für den Klimaschutz.

Nicht nur vor dem Hintergrund seiner Klima- und Energieinitiative 29++ möchte der Landkreis München diese Bemühungen mit der Bereitstellung des neuen Online-Angebots fördern. Auch lokale Handwerker, die sich auf Photovoltaik spezialisiert haben, können von der Plattform profitieren. Sie sind direkt über das Solarpotenzialkataster zu finden. Auf diese Weise soll das Online-Tool dazu beitragen, die Wertschöpfung im Landkreis zu halten.

Das Solarpotenzialkataster gibt detailliert Aufschluss darüber, ob und in welcher Weise sich ein Dach für die Nutzung von Sonnenenergie eignet. Die Analyse ist für alle Bürger kostenlos. Für eine erste Einschätzung genügen die Auswahl des Wohnorts bzw. des Standorts der zu prüfenden Immobilie sowie die Eingabe der Adresse.

Grün, Rot und mehrere Abstufungen

Auf den ersten Blick können Nutzer dann mithilfe eines Ampelsystems erkennen, ob sich die betreffende Immobilie für solare Nutzung eignet. Eine grüne Markierung zeigt, dass das Dach gutes Solarpotenzial aufweist. Erscheint das Dach in Rot, ist eine Ausstattung mit Solaranlagen wirtschaftlich nicht sinnvoll. Dazwischen gibt es noch Abstufungen. So kann ein Dach nicht optimal geeignet sein für Solarthermie – die Umwandlung von Sonnenenergie in Wärme – aber dennoch geeignet für Photovoltaik, also die Nutzung von Sonnenlicht für elektrische Energie.

Die Grundlage für die umfangreiche Solarpotenzialanalyse bilden übrigens Laserscanner-Daten aus einem Überflug der Region. Anhand dieser Informationen wurden vereinfachte 2-D- und 3-D-Modelle der Häuser und der umgebenden Objekte (zum Beispiel Bäume) erstellt. Einstrahlung und Verschattung werden bei der Berechnung des Potenzials ebenso berücksichtigt wie individuelle Nutzungsparameter, etwa der jährliche Stromverbrauch oder die Einbindung einer Speicherbatterie.

Der integrierte Wirtschaftlichkeitsrechner zeigt, ob und wie wirtschaftlich eine Photovoltaikanlage auf der zu betrachtenden Immobilie ist. Darüber hinaus besteht noch die Möglichkeit, die Einbindung eines Elektrofahrzeugs zu berücksichtigen.

Zu finden ist das Solarpotenzialkataster für den Landkreis München im Internet unter www.solare-stadt.de/kreis-muenchen

Artikel vom 28.08.2018
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