Das Herbstprogramm im Kunstforum Arabellapark

Arabellapark · Von Klezmer bis afro-kubanisch

Mit den »Wonnebeats« geht es am 9. November im Kunst- forum Arabellapark auf Rhythmusreise.	Foto: VA

Mit den »Wonnebeats« geht es am 9. November im Kunst- forum Arabellapark auf Rhythmusreise. Foto: VA

Arabellapark · Heimatsound und Swing, Amis in Bogenhausen und Deutsche in Amerika: Das Herbstprogramm im Kunstforum Arabellapark (Rosenkavalierplatz 16) ist da – und es schlägt diesmal auch Brücken vom Osten Münchens zur Ostküste der USA.

Das Programm beginnt am 14. September mit dem Film »Maudie«, einer berührenden Geschichte über Maud Lewis, die in den 1930er Jahren trotz verkrüppelter Hände zur Künstlerin wurde und deren farbenfrohe Bilder heute in zahlreichen Kunstsammlungen hängen. Der Film setzt den Schlusspunkt zur Fotoausstellung »Selbstbestimmt! Was heißt hier Inklusion?«.

Der USA-Schwerpunkt im Herbstprogramm startet mit der Fotoausstellung »Amis in Bogenhausen: 1945-1992« des NordOstKultur-Vereins. Im Konzert zur Vernissage am 28. September bietet das Duo Mano Maniak und Renate Dienersberger eine Hommage an den Blues zwischen rockig und melancholisch.

Am 12. Oktober beschließt das Konzert mit dem Massel-Tov Quintett. Es geht auf musikalische Reise von Brooklyn zurück in die Vergangenheit der Shtetl Osteuropas mit jüdischem Swing, Klezmer und folkloristischen Liedern – es ist ein ganzer Amerika-Tag im Kunstforum, der auch mit einem Reise- und Craftbier-Vortrag aufwarten kann. Auch im Kino geht es um US-amerikanische Musik: Der Film »Born to be blue« am 26. Oktober ist eine Liebeserklärung an den begnadeten Jazztrompeter Chet Baker.

Am 16. November schließlich spielt das Susanne Karl Trio US-Swing-Standards, die die Nachkriegsjahre prägten, zu einer Lesung von Texten Erich Kästners: Der Kabarettist und Schauspieler Walter Zauner liest aus den Tagebuchaufzeichnungen »Notabene '45«, die Kästners Erlebnisse im zusammenbrechenden Dritten Reich und den Nachkriegsmonaten beschreiben.

Krieg und Frieden im Pop der Jahrzehnte ist dann das Thema des Sängers und Gitarristen Bernd Weber in seinem Konzert am 2. Oktober. Antikriegssongs zeugten vom Aufbruch der Jugend vor 50 Jahren und sind wieder bedrückend aktuell. »Unplugged« klingen sie ungewohnt.

Ungewohntes erwartet auch diejenigen, die am 9. November mit den »Wonnebeats« auf Rhythmusreise gehen. Afro-kubanische und brasilianische Rhythmen treffen auf heimeligen Dreigesang: Dies ergibt Heimatsound der originellen Art, mit kabarettistischem Witz und auf höchstem musikalischen Niveau.

Karten zu allen Veranstaltungen können unter der Telefonnummer 9 28 781 0 oder Mail an stb.bogenhausen.kult@muenchen.de reserviert werden. Der Eintritt zu den Ausstellungen ist frei.

Artikel vom 27.08.2018
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