Schneller, höher, weiter

U18 und U20: Bayerische Leichtathletikmeisterschaften

Benedikt Wiesend tritt als Sprintspezialist über die Kurzstrecken 100, 200 und 400 Meter an.	Foto: VA

Benedikt Wiesend tritt als Sprintspezialist über die Kurzstrecken 100, 200 und 400 Meter an. Foto: VA

Erding · Kaum sind die stimmungsvollen und allseits gelobten Süddeutschen Meisterschaften, die vor Kurzem in Erding stattfanden, vorbei, steht schon der nächste Höhepunkt im blauen Oval der Herzogstadt an. Die Landestitelkämpfe der U18- und U20-Leichtathleten machen hier nach 2012 und 2016 zum dritten Mal Station. Die Wettkämpfe beginnen am 7. Juli um 11.30 Uhr im Sepp-Brenninger-Stadion am Pretzener Weg. Am Sonntag, 8. Juli, beginnen die Wettbewerbe bereits um 10 Uhr.

Auf der Stadionrunde, den 400 Metern, wird es einen Kampf um die Goldmedaille zwischen Patrick Schneider aus Fürth und dem für die LG Stadtwerke München startenden und aus Erding stammenden Benedikt Wiesend geben. Schnell wird es auch über die 100 Meter der Männer und Frauen zugehen. Zeiten unter 10,50 und 11,60 Sekunden dürften mit Alexandar Askovic aus Augsburg und Amelie Lederer aus Fürth garantiert sein. Über die 800 Meter will der für die LG Telis Finanz Regensburg stammende Oberbayer Benedikt Huber nach der bayerischen Krone greifen. Er ist einer der bayerischen Normerfüller für die Heimeuropameisterschaften im August in Berlin. Auf gleicher Strecke bei den Frauen gibt die Teilnehmerin an den Olympischen Spielen von 2016, Fabienne Kohlmann, nach erfolgreichem Test in der Staffel bei den süddeutschen Meisterschaften ihr Comeback. Die 21-jährige Marina Rappold aus Unterschwillach (tritt seit diesem Jahr für die LG Telis Finanz Regensburg an) startet über 5000 und über 1500 Meter; über 5000m steht die Studentin mit der zweitbesten Meldezeit in der Teilnehmerliste.

Auch der aus Aschheim stammende Münchner Athlet, Tobias Potye kehrt nach Erding zurück. Herausgefordert wird er vom Vereinskameraden Lucas Mihota, der bereits über 2,20 Meter gesprungen ist. Noch höher hinaus geht es auch bei den Stabhochspringern, wo mit Julian Meuer und 8.000-Punkte-Zehnkämpfer Florian Obst zwei Fünf-Meter-Springer an den Start gehen. Aus Erdinger Sicht ist der Stabhochsprung besonders in der U18 interessant, da mit Sebastian Wölckert vom TSV Erding ein Lokalmatador die Meldeliste anführt. Gerade aber in den Jugendklassen dürfte bei der Medaillenvergabe Spannung aufkommen, denn einige Athletinnen und Athleten gehören hier zu den besten Nachwuchssportlerinnen und Sportlern Deutschlands. So darf man sich über 100 Meter der weiblichen U18 auf Svenja Pfetsch aus Schwaben und im Kugelstoßen der gleichen Altersklasse auf die Münchner Cassandra Bailey sowie Dominik Idzan freuen. Dass so ein Spektakel mit rund 900 Athleten aus dem gesamten Freistaat stattfinden kann, dafür sorgen rund 200 Kampfrichter und Helfer, weiß Kerstin Weber vom Ausrichtenden TSV Erding. Jochen Schweitzer, seines Zeichens Bezirksvorsitzender der oberbayerischen Leichtathleten und seit vergangenem Herbst auch Vizepräsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, freut sich besonders auf das Wochenende, denn die Titelkämpfe der bayerischen Leichtathleten sind einfach eine besondere Veranstaltung. Erding wird somit für einen Tag zum Zentrum der weißblauen Leichtathletik. CW

Artikel vom 05.07.2018
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