Neue Kinderkrippe am Haidgraben – Architektenwettbewerb

Ottobrunn · Vier Entwürfe ausgezeichnet

Die drei Erstplatzierten gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Loderer (v.l.): Maximilian Venus (2. Platz), Franz Balda (1. Platz) und Rena Vallentin (3. Platz).  	Foto: Claus Schunk

Die drei Erstplatzierten gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Loderer (v.l.): Maximilian Venus (2. Platz), Franz Balda (1. Platz) und Rena Vallentin (3. Platz). Foto: Claus Schunk

Ottobrunn · Die Sieger des Architektenwettbewerbs für die neue Kinderkrippe am Haidgraben 13 (Standort des heutigen Kindergartens »Sonnenschein«) stehen fest.

Unter den 15 eingereichten Entwürfen hat sich das Architekturbüro Keiner_Balda aus Fürstenfeldbruck durchgesetzt und den Wettbewerb für sich entschieden. Franz Balda hatte in seinem Entwurf den Wunsch des künftigen Trägers des Kinderhauses (Kinderkrippe und Kindergarten), der Gemeinnützigen Paritätischen Kindertagesbetreuung Südbayern, ein flexibles, offenes Haus mit vielen Möglichkeiten und Optionen zu schaffen, am überzeugendsten umgesetzt.

Den zweiten Platz belegte das Büro Venus Architekten aus München; der dritte Platz ging an das Architekturbüro Gernot Vallentin aus Dorfen. Einen Anerkennungspreis erhielt das Büro Arch-Consult Christian Sandweger aus München. Die vier ausgezeichneten Arbeiten erhielten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 18.000 Euro.

Sitzung des Preisgerichts

Über acht Stunden nahm sich am 18. November das Preisgericht Zeit, um die eingereichten Arbeiten, die zuvor einer Vorprüfung unterzogen worden waren, genau unter die Lupe zu nehmen und kritisch zu beurteilen. Das Stimmrecht lag bei den Fach- und Sachpreisrichtern. Zum Vorsitzenden des Preisgerichts wurde der Architekt Martin Hirner vom Architekturbüro Hirner und Riehl in München einstimmig gewählt. Weitere Fachpreisrichter waren Prof. Dr.-Ing. Werner Lang, Inhaber des Lehrstuhls für energieeffizientes und nachhaltiges Bauen und Planen an der TU München und Tilmann Latz vom Landschaftsarchitekturbüro Latz + Partner aus Kranzberg (Landkreis Freising). Sachpreisrichter war neben Bürgermeister Thomas Loderer der Geschäftsführer der Gemeinnützigen Paritätischen Kindertagesbetreuung GmbH Südbayern, Raymond Walke. Ohne Stimmrecht nahmen an der Beratung Marion Fehmi, Architektin aus München, Landschaftsarchitekt Andreas Rockinger vom Büro Rockinger und Schneider gbr aus München, die Gemeinderatsmitglieder Georg Weigert, Ruth Markwart-Kunas, Reinhard Pohl und Dr. Axel Keller sowie seitens der Gemeindeverwaltung Hauptamtleiter Wolfgang Walter und Bautechnikleiter Werner Müller teil.

Die Entwürfe wurden bei der Beurteilung mit Tarnzahlen versehen, so dass dem Preisgericht nicht bekannt war, welches Architekturbüro sich hinter welchem Entwurf verbirgt. Die Bewertung erfolgte dann in mehreren Schritten, beginnend mit einem Informationsrundgang, bei dem die Entwürfe von der Jury zunächst ohne Wertung zur Kenntnis genommen wurden. Es folgte der erste Wertungsrundgang, bei dem sieben Arbeiten einstimmig ausgeschlossen wurden. Von den im zweiten Wertungsrundgang bewerteten acht Entwürfen wurden weitere vier ausgeschieden, so dass sich vier Arbeiten in der engeren Wahl befanden. Diese wurden in einem nächsten Schritt von den Fach- und Sachpreisrichtern analysiert und schriftlich beurteilt. Beurteilungskriterien waren unter anderem Gestaltung, Funktionalität, Komfort und Gesundheit, Wirtschaftlichkeit sowie Ressourcen- und Energieverbrauch. Nach intensiven Diskussionen kam das Preisgereicht zu folgendem einstimmigen Beschluss: Das Preisgericht empfiehlt der Gemeinde Ottobrunn, den Verfasser des Entwurfes, der mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde, mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen. Erst nach der Empfehlung der Jury wurde die Anonymität aufgehoben und die Verfasser festgestellt.

Weiteres Vorgehen

Nachdem das Preisgericht seine Empfehlung für die Umsetzung des Siegerentwurfes gegeben hat, wird im Januar der Gemeinderat darüber entscheiden, welcher Entwurf umgesetzt wird. Ziel ist es, das neue Gebäude, bestehend aus Kinderkrippe und Kindergarten im September 2013 in Betrieb zu nehmen. Dazu ist es notwendig, dass die Bauarbeiten im Sommer 2012 beginnen. MO

Artikel vom 19.12.2011
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