Hort mit geschütztem Außenbereich

Haar · Mauer statt Zaun

Kinderhort an der Ferdinand-Kobell-Straße bekommt einen nicht einsehbaren Intimbereich. 	Foto: ikb

Kinderhort an der Ferdinand-Kobell-Straße bekommt einen nicht einsehbaren Intimbereich. Foto: ikb

Haar · Der evangelische Kinderhort an der Ferdinand-Kobell-Straße wird mit einem Aufwand von rund drei Millionen Euro erweitert. Der eingeschossige Garderoben- und Garagenbau im Norden wird abgerissen, an selber Stelle entsteht ein neues dreistöckiges Haus.

Gleichzeitig werden die anderen Gebäudeteile und Einrichtungen saniert. Im Zuge der Planerstellung zur Ausführung des Vorhabens »vermutlich ab Spätherbst« gibt es drei Abweichungen vom Bebauungsplan, die der Gemeinderat nunmehr abgesegnet hat. So soll der derzeit nicht eingezäunte Osthof mit einer 1,6 bis zwei Meter hohen Betonmauer zum vorbeiführenden Weg hin geschlossen werden. Die Wand ist laut Bürgermeister Helmut Dworzak »eine geschwungene Mauer, mit der Möglichkeit, in den Ecken Pflanzen zu setzen.« Ermöglicht wird so ein nutzbarer Innenhof, »ein nicht einsehbarer Intimbereich des Horts«, wie der Rathaus-Chef erläuterte. Und: Hunde werden vom Gelände ferngehalten, was momentan ein großes Problem ist. Ursprünglich war statt der Mauer ein 1,20 Meter hoher Holzzaun vorgesehen.

Zum zweiten wird im Innenhof die vorgegebene Baugrenze um 70 Zentimeter überschritten. Kleine Maßnahme, große Wirkung: Durch die geplante Ausbuchtung des Gebäudes an dieser Stelle wird laut Beschluss »die Belichtungsqualität erheblich verbessert«. Und schließlich finden sich in der Pflanzliste des Bebauungsplans keine Bäume – nachträglich genehmigt wurde die Pflanzung eines Hochstamm-Apfelbaums. Der Kronenansatz dieses Gewächs liegt in etwa zwei Metern Höhe. ikb

Artikel vom 06.08.2011
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