Feuerwerk der Gemeinde bleibt

Haar · Einsicht gezeigt

Haar · Das neue Jahr hat in Haar gut angefangen – und das gleich in zweifacher Hinsicht. Zum einen war das große Silvesterfeuerwerk der Gemeinde ein voller Erfolg: Es war friedlich, gesellig und wunderschön. Und zum anderen haben die Haarer wieder einmal tief in die Brieftasche gegriffen – für ihre bedürftigen Mitbürger. 6.800 Euro, so lautet die Bilanz der Haarer Silvesterspendenaktion 2010/2011. Eine stolze Summe über die sich die Gemeinde sehr freut. Mit diesem Geld wird das Sozialamt nämlich nun auch im kommenden Jahr wieder ganz unbürokratisch Soforthilfen auszahlen können.

Dabei geht es vor allem um die akuten Fälle – dann eben, wenn es besonders brennt, wenn es am Alltäglichen fehlt. Insgesamt 1.500 Personen leben in Haar derzeit von staatlicher Unterstützung, darunter 380 Kinder. Doch nicht nur die ungebrochene Spendenbereitschaft ihrer Bürger hat die Gemeindeverwaltung mit Freude erfüllt: Die Haarer haben auch den Aufruf, auf der Silvestermeile nicht selbst zu knallern, ernstgenommen. Es gab kaum wilde Knallereien rund um den Sport- und Freizeitpark: Auch die auffallend vielen jungen Besucher hatten auf eigene Raketen und Böller verzichtet und sich lieber das Spektakel im Haarer Himmel angesehen, das wie in jedem Jahr von der Feuerwerkerei Krebs zusammen mit dem Haarer Feuerwerker Rudi Künig abgefeuert wurde. Die Stimmung war sogar so gut und friedlich, dass die Haarer nach dem Feuerwerk spontan anfingen, Walzer zu tanzen. Ein Jahresauftakt im Dreivierteltakt also. Auch der nächste Tag brachte keine bösen Überraschungen, im Gegenteil: Die fleißigen Helfer hatten deutlich weniger Müll zu entfernen als die Jahre zuvor. Und auch Sachbeschädigungen waren praktisch nicht zu verzeichnen. »Wir sind glücklich, dass die Haarer unsere schöne Tradition nicht sterben lassen wollten«, bedankt sich Bürgermeister Helmut Dworzak. Sein besonderer Dank gilt auch der Freiwilligen Feuerwehr, die ihre Freizeit opferte, um die Absperrungen vorzunehmen, so- wie der Polizei, die die Aufsicht übernahm und dem Roten Kreuz für die Bereitschaft vor Ort. Alles im Dienste des guten Miteinanders.

Artikel vom 19.01.2011
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