<rss version="2.0"><channel><title>Münchner Wochenanzeiger TSV 1860 München News – Aktuelle Spiele, Transfers &amp; Insider | Wochenanzeiger</title><description>Alle News zum TSV 1860: Spiele, Ergebnisse, Transfers &amp; exklusive Insider-Storys. Jetzt reinklicken und keine Löwen-Highlights mehr verpassen!</description><link>https://www.wochenanzeiger.de/thema/weitere-themenseiten/1860</link><language></language><item><title>„Das größte Spiel in unserer Vereinsgeschichte“</title><description>&lt;p>Zu Gast beim letzten verbliebenen Kreispokalsieger, dem Landesligisten FC Wendelstein (Neumarkt/Jura), setzte sich der zwei Klassen höher spielende Regionalligist TSV 1860 München mit 5:1 (3:0) souverän durch.&lt;/p>&lt;p>Landesligist aus Mittelfranken unterliegt Münchner Löwen&lt;/p>&lt;p>Zu Gast beim letzten verbliebenen Kreispokalsieger, dem Landesligisten FC Wendelstein (Neumarkt/Jura), setzte sich der zwei Klassen höher spielende Regionalligist TSV 1860 München mit 5:1 (3:1) souverän durch und steht im Achtelfinale des Totopokals. Bei den Sechzgern gab nach langer Verletzungspause Tunay Deniz sein Comeback auf dem Rasen. Zum vierfachen Torschützen wurde das 18-jährige Nachwuchstalent Arian Ortivero Calderon (41., 45.+3, 86. und 90. Min.). Nach einer guten halben Stunde hatte Loris Husic die Löwen in Führung gebracht (33. Min.). Marcel Will gelang für die Hausherren in der 67. Minute der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:3.&lt;/p>&lt;p>Die Mittelfranken freuten sich über ein volles Haus, 1750 Zuschauerinnen und Zuschauer waren an den örtlichen Sportplatz gekommen, auf dem Ehrenamtliche provisorisch mit Paletten eine kleine Stehtribüne errichtet hatten. „Es war eine rundum gelungene Sache und wir haben die Partie sehr genossen – es war ohne Zweifel das größte Spiel in unserer Vereinsgeschichte. Besonders freut mich, dass wir sogar ein Tor erzielt haben!“, erklärte Wendelsteins Präsident Thomas Peuntinger gegenüber dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV). Auf wen der TSV 1860 München im Achtelfinale trifft, wird am Donnerstag, 13. August 2026, ausgelost. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) überträgt die Ziehung aus dem Münchner „Haus des Fußballs“ ab 12.30 Uhr live auf seinem Instagram-Kanal.&lt;/p>&lt;p>Löwen-Trainer Alper Kayabunar erklärte, die Pokalpartie beim FC Wendelstein sei wichtig gewesen, um Akteuren, die lange nicht gespielt hatten, Spielzeit zu geben. „Es war erfreulich, dass Tunay Deniz 60 Minuten gespielt hat. Er macht im Training schon einen richtig guten Eindruck. Heute im Spiel hat man seine Ideen gesehen, wie er Kontrolle in unser Spiel reinbringt und gerade die Jungen lenkt, was für uns ganz wichtig ist.“ Sein Fazit: „Wir haben fünf Tore geschossen, sind jetzt eine Runde weiter und können uns nun gezielt auf Memmingen vorbereiten.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/Wm1VeU0yRmhNMll0TldKa7CNCgnHkyzXTsYPWyABFn9KYYwPBgCaYjQtyWPLdSRo9GyfPsO_yyMeEfJ2mQDGT7Ul0hzODj8Kf2kGmaQNHjqriX74zZZrnCn6ItmVHS4c5jIMtg5J-thukqCIFqdXGppNhFBuagvTZOPDNL5ewfE=?preset=fullhd" length="515295"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/das-groesste-spiel-in-unserer-vereinsgeschichte/cnt-id-ps-bbe88b54-70c1-4efa-a98b-387b709188c2</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-bbe88b54-70c1-4efa-a98b-387b709188c2</guid><pubDate>Wed, 12 Aug 2026 15:09:38 +0200</pubDate></item><item><title>Auf diese Gegner treffen die Löwinnen</title><description>&lt;p>Die Frauen des TSV 1860 München spielen nach ihrem Aufstieg künftig in der Bezirksliga Gruppe 2 und treffen dort überwiegend auf Gegnerinnen aus dem Umland.&lt;/p>&lt;p>Einteilung der Frauen-Bezirksligen erfolgt&lt;/p>&lt;p>Die Frauen des TSV 1860 München spielen nach ihrem Aufstieg künftig in der Bezirksliga Gruppe 2 und treffen dort überwiegend auf Gegnerinnen aus dem Umland. Aus dem Münchner Stadtgebiets spielen neben den Löwinnen nur drei weitere Teams in der Bezirksliga: die Spielgemeinschaft ESV München-Freimann/SC Bogenhausen, der SV Untermenzing und der TSV Neuried. Weitere Teilnehmerinnen in der Gruppe 2 sind die Spielgemeinschaft FC Puchheim/1. SC Gröbenzell, die Spielgemeinschaft TSV Haar/TSV Grasbrunn, der FSV Höhenrain, der MTV Diessen/Ammersee, der SC Huglfing, der SC Pöcking, der TSV Gilching II und der TSV Rott/Lech.&lt;/p>&lt;p>Trainiert werden die Sechzgerinnen von Simon Hüller. Er war vergangene Saison Co-Trainer unter Lorenzo Tonello, der zu seinem Heimatverein SC Huglfing zurückgekehrt ist, und übernimmt nun die Hauptverantwortung. Mit seinem Team blieb Hüller vergangene Saison ohne Punktverlust – 22 Spiele, 22 Siege, bei einem Torverhältnis von 108:10, lautete seine stolze Bilanz. Bei ihren längeren Auswärtsfahrten in der Bezirksliga spielen die Weiß-Blauen künftig häufiger auf Naturrasenplätzen. Eine Umstellung, die von den Spielerinnen bewältigt werden will. Auf Kunstrasen ist im Gegensatz zum Naturrasen ein schnelleres flaches Passspiel möglich und das Sprung- und Abprallverhalten sowie das Tempo des Balls sind berechenbarer.&lt;/p>&lt;p>Das junge Reserveteam der Giesingerinnen, das de facto als U23-Mannschaft spielt, aber aufgrund von BFV-Regularien nicht so genannt werden darf, spielt als Aufsteiger in der neuen Saison in der Kreisliga und trifft dort auf exakt die Vereine, die zuletzt gegen die erste Mannschaft des TSV 1860 München antraten. Trainiert werden die jungen Löwinnen von Sina-Ann Mahler. Die Studentin für Sportwissenschaft an der TU München übernimmt ihre erste Station als Trainerin im Erwachsenenbereich. Der Saisonauftakt für die Löwinnen erfolgt am Samstag, den 12. September, um 17:30 Uhr zu Hause gegen den TSV Neuried. Heimspielstätte der Frauen des TSV 1860 München bleibt die Sportanlage an der St.-Martin-Straße 35 in Obergiesing. Das Vorspiel bestreiten an gleicher Stelle um 15 Uhr der TSV 1860 München II und der SV München Laim. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TjJFMVpHRTJaV1F0WXpVd6ChgSQs8zkTA8Ijkln5bnRI4DJZ9ww_gfjxNj5UfqGW7QdpBhXupRORTm0vN_rwV0tRAfziUNJNaSTgafLu9DqRGYLeX9M4yfTshDRahLuMvn8g4ikkxIH0Kk0Y16fJKDCuP397_zCvGGSy06l6p8M=?preset=fullhd" length="206834"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/auf-diese-gegner-treffen-die-loewinnen/cnt-id-ps-af97198b-4a21-4c8d-ad4e-68782db47e36</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-af97198b-4a21-4c8d-ad4e-68782db47e36</guid><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 08:45:41 +0200</pubDate></item><item><title>Plädoyer für eine andere Ausbildung</title><description>&lt;p>U-Teams und Reservemannschaften von Profifußballvereinen sollten nicht in den Regionalligen oder in der 3. Liga spielen, sondern in eigenen Ausbildungs-Ligen organisiert werden, fordern immer mehr Fachleute.&lt;/p>&lt;p>Englisches Modell als Vorbild für Deutschland?&lt;/p>&lt;p>U-Teams und Reservemannschaften von Bundesligavereinen sollten nicht in den Regionalligen oder in der 3. Liga spielen, sondern in eigenen Ausbildungs-Ligen organisiert werden, fordern immer mehr Fachleute. Während klassische Regionalligisten und Drittligisten um Aufstieg, Klassenerhalt, Zuschauer, Sponsoren und oft auch um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen, dienen U23- oder U21-Teams vor allem der sportlichen Entwicklung junger Spieler für die Bundesligisten. Diese unterschiedlichen Ziele passen oft nur schwer in denselben Wettbewerb.&lt;/p>&lt;p>Jürgen Klopp, seit Kurzem Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, hat diesen Punkt mit seinem Plädoyer für eine eigene U21-Liga aufgegriffen. Er argumentiert sinngemäß, dass Deutschland die Ausbildungszeit für seine Talente verlängern müsse und junge Spieler nicht schon mit 18 oder 19 Jahren daran gemessen werden sollten, ob sie sich gegen körperlich deutlich robustere, ältere Profis in der 3. Liga durchsetzen. Der Kern seines Appells: Wer junge Hochtalentierte zielgerichtet entwickeln will, braucht einen Wettbewerb, der auf Entwicklung ausgerichtet ist – nicht einen Ligabetrieb, in dem Fehler sofort existenzielle Folgen haben können.&lt;/p>&lt;p>Für die Regionalliga und die 3. Liga bedeutet die Teilnahme von Reservemannschaften auch eine strukturelle Schieflage. Zweitvertretungen von Bundesligisten verfügen in der Regel über andere finanzielle und sportliche Ressourcen als eigenständige Vereine. Sie können Spieler aus dem Profikader einsetzen, Talente kurzfristig hin- und herschieben und müssen nicht in gleicher Weise um Zuschauerinteresse oder wirtschaftliche Stabilität kämpfen. Dadurch entsteht für Kritiker der Eindruck einer Wettbewerbsverzerrung: Für Traditions- und Amateurvereine geht es um ihre sportliche Zukunft, für die U-Teams vor allem um Spielpraxis.&lt;/p>&lt;p>Eigene Ausbildungs-Ligen würden womöglich beide Seiten entlasten. Die Nachwuchsteams könnten unter vergleichbaren Bedingungen gegen andere Talente spielen, mit flexibleren Kaderregeln, gezielter Belastungssteuerung und einem verstärkten pädagogischen Fokus. Gleichzeitig blieben Regionalliga und 3. Liga echte Wettbewerbe für eigenständige Vereine mit ersten Mannschaften, deren Ziel Aufstieg, Professionalisierung und sportlicher Erfolg ist. Das könnte die Glaubwürdigkeit der unteren Ligen stärken.&lt;/p>&lt;p>Ein häufig gehörter Einwand gegen eigene Ligen für Profitalente lautet, junge Spieler müssten den „Herrenfußball“ kennenlernen. Auch der DFB verweist darauf, dass der Wettkampf gegen ältere Spieler im Übergangsbereich für die Entwicklung wichtig sei. Ein nachvollziehbares Argument, das aber nicht zwangsweise dazu führen muss, Reserveteams dauerhaft in die normale Ligapyramide einzubetten. Eine eigene U21- oder U23-Liga könnte gezielt durch Spiele gegen ältere Profis, Testspielformate, Pokalwettbewerbe oder begrenzte Einsätze von Ü-Spielern ergänzt werden. Das englische Modell mit einer eigenen U21-Liga außerhalb der normalen Ligenpyramide zeigt, dass Talentförderung und Integrität der unteren Spielklassen miteinander verbunden werden können.&lt;/p>&lt;p>Dass die Idee inzwischen auch in Deutschland konkret diskutiert und teilweise bereits umgesetzt wird, zeigt die neue Bundesliga Talent Series. Zur Saison 2026/27 haben sich 26 Vereine aus Bundesliga und 2. Bundesliga für diesen zusätzlichen U21-Wettbewerb gemeldet. Ziel ist zusätzliche Spiel- und Entwicklungszeit für Talente bei hoher Flexibilität für die Klubs. Allerdings reicht ein Zusatzwettbewerb mit wenigen Spielen pro Halbserie noch nicht aus, um die grundsätzliche Problematik zu lösen. Sinnvoll wäre eine echte, verlässliche Ausbildungs-Liga mit ausreichend vielen Pflichtspielen, klarer sportlicher Wertigkeit und Übergängen in den Profibereich. (as)&lt;/p>&lt;p>Quellen:https://www.bundesliga-gruppe.de/aktuelles/offizieller-start-der-bundesliga-talent-series-neuer-u21-wettbewerb-geht-mit-26-clubs-in-die-premieren-saisonhttps://www.premierleague.com/en/youth-competitions/u21/premier-league-2-explained&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpBNFpHTXhaREF0TWpJM-3Am1LUBaOJn0qifcooODI-iuPXWqbAyqKbZy5SnTnzEGtcKYfdJhRNZyr3wd0jcIup49NQoRTZssBKIEsQHhPU5AgcLkGH5aJSxKQOQfTriXmrzohhunQ1lzmzhulgcKAN-3U9ybfcnNWe7qHVwMg=?preset=fullhd" length="631788"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/plaedoyer-fuer-eine-andere-ausbildung/cnt-id-ps-816c2f85-a7fe-41f2-8242-5a1749238caf</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-816c2f85-a7fe-41f2-8242-5a1749238caf</guid><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 07:13:58 +0200</pubDate></item><item><title>Szenen einer Wiedergeburt</title><description>&lt;p>Am vergangenen Freitagnachmittag kam es in Giesing zu einer fast schon prozessionsartigen Versammlung von Anhängern des TSV 1860 München, die eine Glückseligkeit ausstrahlten, als stünde ihr Team im Endspiel um einen großen Titel.&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München feiert sich selbst&lt;/p>&lt;p>Am vergangenen Freitagnachmittag kam es in und vor zahlreichen Giesinger Kneipen zu einer prozessionsartigen Versammlung von Anhängern des TSV 1860 München, die eine Glückseligkeit ausstrahlten, als stünde ihr Team im Endspiel um einen großen Titel. Der Tag schien ihnen ein Hochamt zu sein. Dabei erwartete sie am Abend lediglich ein Spiel in der viertklassigen Regionalliga Bayern gegen die zweite Mannschaft des FC Augsburg. Um die historischen und kulturellen Hintergründe dieses für Außenstehende rätselhaften Verhaltens zu verstehen, muss man etwas in der Zeit zurückgehen.&lt;/p>&lt;h2>Träume von einer goldenen Ära&lt;/h2>&lt;p>Im Jahr 2011 erwarb der jordanische Unternehmer Hasan Abdullah Mohamed Ismaik mit seinem nach ihm in Form eines Akronyms benannten Unternehmen HAM International quasi über Nacht 60 Prozent der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA. Die Boulevardmedien bezeichneten ihn als „Scheich“, der gekommen sei, um die damals insolvenzgefährdete Profifußballgesellschaft als „Retter“ in eine neue goldene Ära zu führen. Kaum ein Berichterstatter vermochte sich der Faszination für den vermuteten sagenhaften Reichtum des ersten arabischen Investors im deutschen Profifußball zu entziehen. Als Ismaik schließlich den britischen Luxus-Sportwagenhersteller Aston Martin als neuen Haupt- und Trikotsponsor vorstellte, war es um jede Form der Ratio bei den Löwen endgültig geschehen.&lt;/p>&lt;p>Fußball-Deutschland blickte gebannt auf die Vorgänge in München. Für Befürworter des internationalen Investorenfußballs schien eine neue Epoche bei 1860 anzubrechen, die die Rückkehr auf die großen Bühnen der Welt versprach. Für Traditionalisten hatten die Löwen dagegen ihre Seele verkauft. Gemeinsam mit dem früheren Investmentbanker Hamada Iraki und dem Geschäftsmann und Manager Mohamed Badawy Al-Husseiny gründete Ismaik das Unternehmen H.I. Squared International, das unter anderem die Vermarktung des TSV 1860 übernehmen und seine Merchandising-Aktivitäten vorantreiben sollte. Iraki legte bereits nach etwa einem Jahr seine Klubfunktionen überraschend wieder nieder. Einige Jahre später geriet Al-Husseiny im Zusammenhang mit einem gigantischen internationalen Wirtschaftsskandal außerhalb des Fußballs in den Fokus öffentlicher Berichterstattung.¹&lt;/p>&lt;h2>Symbol für ein gescheitertes Investorenmodell&lt;/h2>&lt;p>Die Beteiligung Ismaiks an der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA erwies sich während der vergangenen 15 Jahre für den Investor und dessen Umfeld als auch für den Mutterverein als unbefriedigend. Ein wesentlicher Konfliktpunkt lag in den unterschiedlichen Vorstellungen über Einfluss- und Entscheidungsmöglichkeiten. Während Ismaik als Mehrheitsgesellschafter die alleinige Entscheidungshoheit erwartete, setzt das deutsche Verbandsrecht – insbesondere durch die sogenannte 50+1-Regel – dem Einfluss externer Investoren Grenzen. In den folgenden Jahren kam es wiederholt zu öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Investorenseite, den Vereinsverantwortlichen sowie wechselnden Geschäftsführern und sportlichen Entscheidungsträgern. Zumal Ismaiks Investitionen in den Klub sich allein auf die Gewährung von Krediten beschränkten. Es wurde nie Substanz in Form von Infrastruktur geschaffen. Im Jahr 2017 versuchte HAM International vergeblich mit einer Eingabe beim Bundeskartellamt, die 50+1-Regel auf juristischem Weg zu Fall zu bringen. So wurde der TSV 1860 München zu einem Symbol für ein gescheitertes Investorenmodell im deutschen Profifußball.&lt;/p>&lt;p>In diesem Sommer ist der Klub nach 2017 zum zweiten Mal in der Ära Ismaik aus wirtschaftlichen Gründen in die Regionalliga Bayern abgestürzt. Die gemeinsame Kapitalgesellschaft erwies sich nicht nur als bilanziell überschuldet, sondern auch faktisch als zahlungsunfähig. H.I. Squared International hatte kurzfristig zwei laufende Kredite gekündigt, die sie im Auftrag von HAM Limited an die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA zur Aufrechterhaltung der Liquidität gewährt hatte. Der Mutterverein und die Geschäftsführung der Kapitalgesellschaft erachten die Kündigung der Darlehen als vertragswidrig. Auf eine anderweitige Finanzierung konnten sich die Gesellschaften nicht einigen. Geschäftsführer Manfred Paula meldete daraufhin Insolvenz an. Die Vereinsverantwortlichen reagierten mit der Kündigung des Kooperationsvertrags. Seither kümmert sich ein gerichtlich bestellter Insolvenzverwalter um eine Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Lage der Kapitalgesellschaft.&lt;/p>&lt;h2>Euphorie und Bewährungsproben&lt;/h2>&lt;p>Die überraschende Loslösung von HAM International sorgte für eine riesige Euphoriewelle unter den Mitgliedern und Anhängern des Klubs. Die Mitgliederversammlung des Muttervereins beauftragte am 21. Juni per Beschluss das Präsidium mit der Gründung einer neuen Gesellschaft und der Schaffung geeigneter Strukturen für den Profifußball. Der Bayerische Fußball-Verband erteilte den Löwen die Spielgenehmigung für die Regionalliga Bayern. Am 2. Juli 2026 nahm die neu gegründete TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH offiziell ihre Arbeit auf. Sämtliche Geschäftsanteile liegen beim Mutterverein; zum Interimsgeschäftsführer wurde der für den Verein ehrenamtlich tätige Diplom-Kaufmann Thomas Probst bestellt.&lt;/p>&lt;p>Es folgte eine organisatorische Improvisation unter Hochdruck. Innerhalb weniger Wochen musste nahezu alles neu aufgebaut werden, was für einen professionellen Spielbetrieb erforderlich ist: Verträge, Personal, Vermarktung, Ticketing, Ausrüstung und nicht zuletzt eine konkurrenzfähige Mannschaft. Der Bruch mit der Vergangenheit setzte zugleich ungeahnte Kräfte frei. Schon wenige Tage nach der Mitgliederversammlung rief der Verein dazu auf, den eingeschlagenen Weg durch Mitgliedschaften und persönliche Unterstützung mitzutragen. Die Resonanz war enorm: Allein in den Wochen um den Neustart traten mehr als 1.000 Menschen neu in den TSV München von 1860 e. V. ein. Mittlerweile sind es über 2.000.&lt;/p>&lt;p>Eine der ersten großen Bewährungsproben wurde das Ticketing. Die alte KGaA hatte bereits Dauerkarten für die vermeintliche Drittliga-Saison 2026/27 verkauft. Diese Tickets konnten von der neuen Spielbetriebs-GmbH jedoch nicht einfach übernommen werden. Die Käufer/innen hatten ihre Verträge mit der alten Gesellschaft geschlossen. Mögliche Rückerstattungsansprüche müssen im Zuge des Insolvenzverfahrens geklärt werden. Wer die Löwen in der Regionalliga sehen wollte, musste deshalb in vielen Fällen ein zweites Mal in die Tasche greifen.&lt;/p>&lt;p>Binnen weniger Tage wurde durch einen Dienstleister ein komplett neuer Ticketshop aufgebaut. Aufgrund der getrennten Gesellschaften konnten die Kundendaten aus dem alten System aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht einfach übernommen werden. Tausende Dauerkartenbesitzer mussten aktiv der Übertragung ihrer Daten zustimmen, um ihr Vorkaufsrecht und ihren angestammten Platz im Grünwalder Stadion zu behalten.&lt;/p>&lt;h2>Eindrucksvoller Loyalitätsbeweis&lt;/h2>&lt;p>Was unter normalen Umständen vermutlich erheblichen Unmut ausgelöst hätte, entwickelte sich nun zu einem eindrucksvollen Loyalitätsbeweis. Als der neue Dauerkartenverkauf Ende Juli begann, wurden innerhalb der ersten vier Stunden rund 3.600 Karten verkauft, nach weniger als 24 Stunden waren es bereits mehr als 5.000 und am 31. Juli meldete die Spielbetriebs-GmbH schließlich weit über 8.000 verkaufte Dauerkarten. Viele dieser Anhänger hatten wenige Wochen zuvor bereits für eine nun wertlos gewordene Drittliga-Dauerkarte bezahlt.&lt;/p>&lt;p>Auch hier entwickelte sich aus einer Problemlage heraus eine bemerkenswerte Solidaritätsaktion. Ein anonymer Löwenfan aus dem Landkreis Landsberg stellte einen fünfstelligen Geldbetrag zur Verfügung, um diejenigen zu unterstützen, die sich nach dem Verlust ihrer ersten Dauerkarte finanziell keine zweite leisten konnten. Auf diese Weise wurden am Ende 107 Dauerkarten für 71 Löwenfamilien finanziert. Am Freitagabend wurde die Aktion beim ersten Heimspiel im ausverkauften Grünwalder Stadion öffentlich gewürdigt.&lt;/p>&lt;p>Ebenfalls spektakulär geriet eine Initiative aus der aktiven Fanszene. Die Westkurve startete Anfang Juli die Crowdfunding-Kampagne „Football for the People“. Ihr Ziel war ungewöhnlich: Die Fans wollten nicht lediglich Geld spenden, sondern selbst einen Platz auf dem Trikot ihrer Mannschaft finanzieren. Dafür sollten 250.000 Euro gesammelt werden. Der Schriftzug „Football for the People“ sollte sichtbar machen, wem der Fußball nach Auffassung der Initiatoren gehören sollte – den Menschen, die ihn leben und tragen.&lt;/p>&lt;h2>„Football for the People“&lt;/h2>&lt;p>Was zunächst beinahe vermessen erschien, entwickelte sich zu einer der eindrucksvollsten Fanaktionen in der Geschichte des Vereins. Nach nur vier Tagen waren bereits mehr als 4.000 Einzelspenden eingegangen und die Marke von 250.000 Euro überschritten. Doch die Aktion endete damit nicht. Fans und Fangruppen, Privatpersonen, Prominente und sogar Unterstützer außerhalb des unmittelbaren Löwen-Umfelds beteiligten sich weiter. Anfang August lag die Spendensumme bereits bei mehr als 350.000 Euro. Selbst beim ersten Regionalligaspiel in Schweinfurt beteiligte sich eine örtliche Brauerei an der Aktion und sammelte gemeinsam mit Fußballfans weiteres Geld.&lt;/p>&lt;p>Damit wurde das neue Trikot selbst zum Symbol des Umbruchs. Der Münchner Ausrüster Societas produziert das Heimtrikot für die Saison 2026/27. Anstelle des vertrauten Löwenwappens trägt die Mannschaft bis zur Klärung der insolvenzrechtlichen Situation zunächst das historische FA-Wappen der Fußballabteilung, das seit 1919 zur Vereinsgeschichte gehört. Der Verein erklärte es zum Sinnbild für Aufbruch und Eigenständigkeit. Auf der Brust wirbt der neue Hauptsponsor Dialog Versicherungen unter dem Leitgedanken „Freiheit für Sechzig“. Auf auf dem Rücken steht – finanziert durch tausende Fans – der Schriftzug „Football for the People“. So entstand innerhalb weniger Wochen etwas Einmaliges. Die Anhänger des TSV 1860 München waren nicht nur Zuschauer des Neustarts. Sie finanzierten ihn mit, kauften erneut Eintrittskarten, warben neue Mitglieder, halfen anderen Fans bei finanziellen Problemen und machten sich schließlich selbst zum Sponsor der Mannschaft.&lt;/p>&lt;h2>„Der TSV ist wieder da!“&lt;/h2>&lt;p>Auch sportlich begann das neue Kapitel unter außergewöhnlichen Umständen. Spieler mit enger persönlicher Verbindung zum Verein wie Florian Niederlechner, Vitus Eicher, Felix Weber und Dennis Dressel entschieden sich für den Neustart oder kehrten nach Giesing zurück. Zum Regionalliga-Auftakt erkämpfte die neu formierte Mannschaft beim 1. FC Schweinfurt ein 2:2. Wenige Tage später war das Grünwalder Stadion beim ersten Heimspiel gegen den FC Augsburg II mit 15.000 Zuschauern restlos ausverkauft. Wieder endete die Partie 2:2 – sportlich noch kein Befreiungsschlag, atmosphärisch aber ein unübersehbares Zeichen dafür, dass der Verlust der 3. Liga die Bindung zwischen Verein und Anhängerschaft keineswegs gebrochen hat. „Der TSV ist wieder da“, schallte es in ohrenbetäubender Lautstärke von den Rängen.&lt;/p>&lt;p>Innerhalb von kaum sechs Wochen hat 1860 München eine bemerkenswerte Wende vollzogen. Aus dem finanziellen Desaster der KGaA, dem Zwangsabstieg und dem Ende der fünfzehnjährigen Verbindung mit HAM International entstand bei Mitgliedern, Anhängern und Funktionären keine Resignation. Im Gegenteil: Gerade der Verlust dessen, was lange als Voraussetzung für professionellen Fußball gegolten hatte – das Kapital eines externen Investors –, mobilisierte Menschen, die zeigen wollen, dass ein anderer, wieder selbstbestimmter Weg möglich ist. Zumindest am Freitagabend wurde dieser in Giesing gefeiert, wie andernorts eine Deutsche Meisterschaft. (as)&lt;/p>&lt;p>Quellen:¹https://www.tagesanzeiger.ch/ein-hub-fuer-schmutzige-milliarden-722394935982&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WXpobVptVTFObVV0TlROa25Wp3feY6e1zcERr6OnHpUYZCRWWXZR_fFc2zfyoScFu_AauZPrHvGpjte8m8OV8GLq-gOxrzRyKypON_fGp2IG3dU2BMbC1Gngkg_KbXv45ZHlXHj1nzi9CHD7UASB9xwLTqNMBdUvT6ZS8eocnao=?preset=fullhd" length="393385"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/szenen-einer-wiedergeburt/cnt-id-ps-fb5f8b77-3109-467c-ada2-05b35cc15a50</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-fb5f8b77-3109-467c-ada2-05b35cc15a50</guid><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 08:10:40 +0200</pubDate></item><item><title>Das vorläufige offizielle Mannschaftsfoto des TSV 1860</title><description>&lt;p>Das sind die Münchner Löwen vor ihrem ersten Heimspiel in der Regionalliga-Saison 2026/2027 am Freitagabend, 19 Uhr, gegen die Reserve des Bundesligisten FC Augsburg.&lt;/p>&lt;p>Mit diesen Akteuren gehen die Löwen in die Spielzeit&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München hat ein vorläufiges Mannschaftsfoto seines Kaders veröffentlicht. Das sind die Münchner Löwen vor ihrem ersten Heimspiel in der Regionalliga-Saison 2026/2027 am Freitagabend, 19 Uhr, gegen die Reserve des Bundesligisten FC Augsburg. Die Begegnung wird wohl vor ausverkauftem Haus stattfinden. Der Gegner aus der Fuggerstadt soll dem Vernehmen nach von rund 1.000 Anhängern begleitet werden.&lt;/p>&lt;p>Weitere personelle Änderungen am Kader des TSV 1860 München sind bis zum Ende der Transferphase am 1. September sehr wahrscheinlich.&lt;/p>&lt;p>Obere Reihe von links: Zeugwart Norbert Stegmann, 4 Felix Weber, 7 Florian Niederlechner, 39 Ludwig Estermann, 33 Lasse Faßmann, 12 Arian Ortivero Calderon, 13 Michael Eberwein, 44 Samuel Althaus, 25 Damjan Dordan, 22 Loris Husic, 14 Dennis Dressel, Co-Trainer Vincent Saller.Mittlere Reihe von links: Teammanager Rainer Kmeth, Physiotherapeut Nick Wurian, Torwart-Trainer Mark Lamberger, 2 Julian Bell, 19 Emre Erdogan, 8 Raphael Wach, 20 Noah Klose, 10 Tunay Deniz, Cheftrainer Alper Kayabunar, Athletik-Trainer Tobias Stefer, Geschäftsführer Manfred Paula.Untere Reihe von links: 9 Fabio Wagner, 34 Edon Krasniqi, 5 Matthew Collins, 23 Stefan Musa, 30 Vitus Eicher, 1 Paul Bachmann, 24 Mark Gevorgyan, 47 Lance Fiedler, 6 Benedikt Hoppe, 17 Cristian Leone.Nicht auf dem Foto: Teamärztin Dr. Monika Mrosek, 11 Brahim Moumou, 21 Moritz Seiffert.&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WkdGa016Wm1Nemt0T0RBNL1VcAdodaAkEMeBDVO1utLuxMZmPrBMDWSeLrqsiiEYDTok3mGyKMMUZJfZGidot58TVa6SSH2bu11If8eaifB3UcFywttj-rKzdWYgC4n9H36ftKJY4wCVXqjd2bhE0XOFCzEiw4Nx9PUFyuiJB-M=?preset=fullhd" length="628176"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/das-vorlaeufige-offizielle-mannschaftsfoto-des-tsv-1860/cnt-id-ps-d3c1bb69-4547-4d58-b036-1982c0cee141</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-d3c1bb69-4547-4d58-b036-1982c0cee141</guid><pubDate>Wed, 5 Aug 2026 13:09:16 +0200</pubDate></item><item><title>Ein Zähler und ein weiterer Neuzugang</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München ist mit einem Punktgewinn in Schweinfurt (2:2) in die Regionalliga-Saison gestartet und vermeldet einen weiteren Neuzugang für die linke Außenbahn.&lt;/p>&lt;p>Nachwuchstalent Arian Ortivero Calderon macht sich&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München ist mit einem Punktgewinn in Schweinfurt (2:2) in die Regionalliga-Spielzeit gestartet und vermeldet einen weiteren Neuzugang für die Außenbahn. Der gebürtige Bremer Moritz Seiffert (25) stand in der vergangenen Saison beim FC Erzgebirge Aue unter Vertrag. Zuvor spielte der Linksfuß in der 3. Liga auch schon in insgesamt 92 Partien für den FC Viktoria 1889 Berlin und den FC Ingolstadt 04. Hinzu kommen 48 Einsätze in den Regionalligen Nord und Nordost. Seiffert ist nach Julian Bell (BSG Chemie Leipzig), Felix Weber (DJK Vilzing), Vitus Eicher und Mathew Collins (beide vereinslos), Michael Eberwein (Borussia Dortmund II), Dennis Dressel (SSV Ulm 1846) und Mark Gevorgyan (Hannover 96 II) der achte externe Sommerzugang in Giesing. Ob es für ihn bereits am Freitagabend gegen die U23 des FC Augsburg zur Premiere im Löwen-Trikot kommt, wird die Trainingswoche zeigen.&lt;/p>&lt;p>Seifferts neue Mannschaftskollegen mussten am Wochenende vor 7.567 Zuschauern bei der Saisonpremiere in Unterfranken ein Blitztor der Gastgeber hinnehmen. Jason Prodanovic kam nach einer durch Innenverteidiger Felix Weber unglücklich abgefälschten Flanke von Lauris Bausenwein frei zum Kopfball und lenkte den Ball gegen die Laufrichtung von Schlussmann Vitus Eicher zum 1:0 ins Netz (2. Min.). „Da hat man gemerkt, dass wir in der Konstellation noch nie zusammengespielt haben, die Abstimmung gefehlt hat”, kommentierte Trainer Alper Kayabunar. Seine Mannschaft brauchte etwa 20 Minuten, um ins Spiel zu finden, dann schnürten sie unter Führung ihres Kapitäns Dennis Dressel die „Schnüdel” regelrecht in deren Hälfte ein. Schweinfurts Schlussmann Jan Mottl bekam alle Hände voll zu tun. Der verdiente Ausgleich fiel nach 34 Minuten. Rechtsverteidiger Julian Bell schlug eine Flanke in den Strafraum, die Michael Eberwein im Zentrum technisch gekonnt annahm und mit dem zweiten Kontakt zum 1:1 über die Linie schickte. Dem Neuzugang aus Dortmund gebührte die Ehre, den ersten Treffer für den TSV 1860 München in seiner neuen organisatorischen Konstellation zu erzielen.&lt;/p>&lt;p>In der zweiten Halbzeit zeigte sich der 1. FC Schweinfurt aktiver. Die Löwen waren um den Führungstreffer bemüht, doch wie schon im ersten Durchgang jubelten zunächst die Gastgeber. Sie profitierten von einem für sie glücklichen Elfmeterpfiff durch Schiedsrichter Felix Wagner. Lance Fiedler soll Mustafa Özden gefoult haben – eine Vermutung, die angesichts der TV-Bilder zweifelhaft erschien. Vitus Eicher im Tor der Löwen parierte den Strafstoß von Michael Dellinger, konnte den Nachschuss zum 2:1 aber nicht mehr abwehren (65. Min.). Kayabunar brachte den erst 18-jährigen Nachwuchsstürmer Arian Ortivero Calderon für den ausgelaugten Florian Niederlechner. Ein Wechsel, der sich rasch bezahlt machte. Eine Flanke aus dem Halbfeld von Emre Erdogan segelte an den zweiten Pfosten, wo sich Calderon in die Luft schraubte und per Kopfball den 2:2-Ausgleich erzielte (70. Min.). In der Schlussviertelstunde suchten beide Mannschaften den Weg zum Tor. Die Giesinger konterten über den pfeilschnellen Fabio Wagner, der für Erdogan gekommen war – seine flache Hereingabe landete bei Calderon, dessen Abschluss aus spitzem Winkel Motti aber parieren konnte (88. Min.). In der Nachspielzeit köpfte nach einem Schweinfurter Freistoß Pietro Besso den Ball ins Tor, stand dabei jedoch im Abseits. Es blieb bei der Punkteteilung. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TkRKbE9EUm1OV1F0TkRVec3XXYeAAUSqwPSwRan5zG49qZOlGlNjVgkPEqbuNbHhrLq5u_yiwC7vllSAld-862H6bfxQluNHS-TzIVj_5qmWpKRVuS0QWdyjL4sVr_UmZQ9kJmaL_pHcmmrbMaamMtoTZzjOnNOODo470tIBlQk=?preset=fullhd" length="349040"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/ein-zaehler-und-ein-weiterer-neuzugang/cnt-id-ps-e10cd3cd-cb0b-497a-92f3-70b9ddce2d43</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-e10cd3cd-cb0b-497a-92f3-70b9ddce2d43</guid><pubDate>Tue, 4 Aug 2026 09:10:00 +0200</pubDate></item><item><title>Ein Hemdchen schreibt Geschichte</title><description>&lt;p>Mit einem Trikot, das symbolhafter nicht hätte ausfallen können, startet der TSV 1860 München in das Abenteuer Regionalliga. Das Textil trägt den Slogan der Fans „Football for the People“ auf dem Rücken.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München stellt neues Heimtrikot vor&lt;/p>&lt;p>Mit einem Trikot, das symbolhafter nicht hätte ausfallen können, startet der TSV 1860 München nach dem Lizenzverlust mit seinen Profifußballern in das Abenteuer Regionalliga. Das Textil trägt den Slogan der Fans „Football for the People“ auf dem Rücken. Als Botschaft, dass dieser Verein keinem einzelnen Investor mehr, sondern wieder selbstbestimmt seinen Mitgliedern und Fans gehört. Ermöglicht wurde dieser Aufdruck durch eine Crowdfunding-Kampagne, an der sich Tausende Löwinnen und Löwen, Fangruppierungen und auch nicht wenige Anhänger anderer Vereine beteiligt hatten.&lt;/p>&lt;p>Doch nicht nur unter den Anhängern der Weiß-Blauen könnte das Hemdchen zum Verkaufsrenner werden. Denn Fußballtrikots sind schon lange nicht mehr nur ein Bekenntnis zu einem Verein. Sie haben das Stadion verlassen. Ihre Vorgeschichte beginnt Mitte der 1970er-Jahre. In der Saison 1973/74 brachte die britische Marke Admiral Sportswear die ersten kommerziell vertriebenen Replikatrikots aus Nylon statt herkömmlicher Baumwolle auf den Markt. Pionier dieser Entwicklung war Leeds United. Damals trugen Fans in Deutschland im Stadion Schals und selbst gestaltete Jeansjacken mit Aufnähern oder Fahnen. In den 1980er- und insbesondere den 1990er-Jahren verbanden sich Fußball, britische Jugendkultur, Sportswear und Britpop zunehmend. Der Trend hielt auch hierzulande Einzug. Allmählich wanderte das Trikot vom Rasen in den Alltag.&lt;/p>&lt;p>Die aktuelle Modewelle in Sachen Fußballtrikots ist jedoch jünger: Ende 2021 entstand auf der Social-Media-Plattform TikTok der Begriff „Blokecore” für die modische Kombination aus Retro-Fußballtrikot, weiten Jeans, Turnschuhen und einem bewusst unkomplizierten Styling. Im Jahr 2022 verbreitete sich dieser Look rasant international. Trikots aus den 1990er- und frühen 2000er-Jahren sind besonders gefragt. Sie sind in der Regel weiter geschnitten, haben auffällige Kragen, ungewöhnliche Muster und Werbelogos, die heute einen nostalgischen Eindruck machen. Auf der Straße werden sie von Fashionistas auf der ganzen Welt wie Erinnerungsstücke getragen: ein wenig Sport, ein wenig Popkultur und viel Nostalgie. Mit ihren glänzenden Stoffen, kräftigen Farben, Wappen und Werbeschriftzügen wirken sie wie grafische Zeugnisse früherer Modeepochen.&lt;/p>&lt;p>Die großen Hersteller wie Adidas, Puma, Nike oder Joma reagierten rasch auf den Trend. Kaum ein Verein in Deutschland, der in den letzten Jahren keine neu gestaltete Retro- oder Lifestylekollektion auf den Markt gebracht hätte. Zu den kleinen Nischenanbietern in diesem Segment zählt das noch junge Münchner Unternehmen Societas, das der Designer Mirco Borsche vor zwei Jahren mitbegründete. Als Gestalter zeichnet Borsche verantwortlich für den kompletten Relaunch von Inter Mailand (2021) und für die Trikots des Venezia FC (2022), dessen internationale Verkäufe daraufhin durch die Decke gingen. Danach wandten sich auch erste deutsche Klubs an ihn.&lt;/p>&lt;p>Für den TSV 1860 München liefert der Münchner Anbieter Societas nun erstmals in seiner Unternehmensgeschichte wettkampftaugliche Trikots und weiteres Material. Eine ernste Herausforderung, die in kürzester Zeit zu realisieren war und deren erste Ergebnisse in Form des Heimtrikots nun vorliegen. Die Münchner Löwen sind dabei, sich grundlegend zu erneuern. Vom unbeliebten dubiosen Investorenkonstrukt zum wieder autonomen Verein, dessen Freiheitskampf eine fußballromantische Geschichte erzählt, die weltweit auf Interesse stößt. Für die Marketing-Disziplin des Storytelling könnte der Umstand kaum attraktiver sein. Ein Unternehmen, das das sofort begriffen hat, ist der neue Trikot- und Hauptsponsor, Dialog Versicherungen. Sie ließen es sich nicht nehmen, die Parole „Freiheit für Sechzig!“ auf dem Trikot oberhalb ihrer Logos platzieren zu lassen.&lt;/p>&lt;p>Dass das neue Trikot vorübergehend statt des bekannten Löwen ein historisches Signet der Fußballabteilung (FA) auf der Brust trägt, weil die Vermarktungsrechte noch bei einem Merchandising-Unternehmen liegen, das sich vollständig in der Hand des Investors befindet, dürfte dem Absatz nicht schaden. Im Gegenteil: Es wird das Stück vermutlich nur noch begehrter machen – als ein Unikat, das es in der Trikotgeschichte der Löwen danach nie mehr geben wird. Bis die Trikots für Fans käuflich erhältlich sind, könnte es allerdings noch etwas dauern. Kenner der Materie rechnen in nennenswerter Stückzahl kaum vor Oktober damit. (as)&lt;/p>&lt;p>Das sind die Rückennummern des TSV 1860 München: 1 Paul Bachmann (TW) 2 Julian Bell 4 Felix Weber 5 Mathew Collins 6 Benedikt Hoppe 7 Florian Niederlechner 8 Raphael Wach 9 Fabio Wagner 10 Tunay Deniz 11 Brahim Moumou 12 Arian Ortivero Calderon 13 Michael Eberwein 14 Dennis Dressel 17 Cristian Leone 19 Emre Erdogan 20 Noah Klose 21 Moritz Seiffert 22 Loris Husic 23 Stefan Musa (TW) 24 Mark Gevorgyan 25 Damjan Dordan 30 Vitus Eicher (TW) 33 Lasse Faßmann 34 Edon Krasniqi 39 Ludwig Estermann 44 Samuel Althaus 47 Lance Fiedler&lt;/p>&lt;p>Quellen:https://nationalfootballmuseum.com/news/admiral-50-years&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TXpCallUSmhOamd0TW1KbMRZ2qk9uXxA8q4oV0J2smMVCCBJtCftLSR_5qgDMzNdaMbzUqXAWEpTuaBchLwhYaTSBiP36bOpIqLll8jBa_7ubRMfJ4x5K12Upu_Y0rmjE0xVDWemCUZlObbiEc7pwA9hXuwHKpLlPf8D0si87ZE=?preset=fullhd" length="299190"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/ein-hemdchen-schreibt-geschichte/cnt-id-ps-a26025b3-52d1-4ff1-a80d-ca5edb6a4f70</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-a26025b3-52d1-4ff1-a80d-ca5edb6a4f70</guid><pubDate>Mon, 3 Aug 2026 09:19:36 +0200</pubDate></item><item><title>1860 wechselt den Versicherer</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München hat einen neuen Haupt- und Trikotsponsor: Dialog Versicherungen mit Sitz in München werben künftig auf den Jerseys der Löwen.&lt;/p>&lt;p>Dialog Versicherungen löst die Bayerische ab&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München hat einen neuen Haupt- und Trikotsponsor. Es ist erneut ein Versicherungsunternehmen. Die Dialog Versicherungen mit Sitz in München wirbt künftig auf den Jerseys der Löwen. Bei der Pressepräsentation erläuterte Tamara Pagel, die Vorstandsvorsitzende der Dialog Versicherungen: „Wir kommen nicht als Retter oder Entscheider in sportlichen Fragen, sondern wollen als verlässlicher Partner nachhaltig diesen Neuanfang, diesen Weg, den der Verein gerade nimmt, begleiten und unterstützen. Alles mit großem Respekt vor der Identität des Vereins und mit ganz klaren Rollen, aber auch mit einer Vision für eine starke Partnerschaft.“ Als ein Journalist die Farbe des Signets der Versicherung als Rot titulierte, wies ihn Pagel darauf hin, dass es sich dabei um Orange handle.&lt;/p>&lt;p>Das Unternehmen ist der Maklerversicherer der Generali Deutschland und vertreibt seine Produkte hauptsächlich über unabhängige Versicherungsmakler in den Bereichen Leben und Vorsorge sowie Schaden- und Unfallversicherung an. Die Schwerpunkte liegen nach Angaben des Konzerns auf der Absicherung biometrischer Risiken, beispielsweise durch Berufs- und Erwerbsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherungen, sowie der betrieblichen Altersversorgung und auf Sach-, Haftpflicht- und Gewerbeversicherungen.&lt;/p>&lt;p>Die Marke Dialog im Versicherungswesen gibt es seit 1983, als die 1972 gegründete Erste Augsburger Leben in Dialog Lebensversicherungs-AG umbenannt wurde. Im Jahr 2019 führte die Generali Deutschland das Sachgeschäft ihrer eigenen Versicherungen mit der Dialog zusammen, um das gesamte Maklergeschäft unter der einheitlichen Marke Dialog Versicherungen zu bündeln. Der Generali-Versicherungskonzern engagiert sich stark im Sport-Sponsoring und unterstützt sowohl den Spitzen- als auch den Breitensport. Schwerpunkte liegen auf Laufveranstaltungen, Tennis, Wintersport und Segeln sowie auf verschiedenen Mannschaftssportarten und sozialen Sportprojekten für benachteiligte Kinder und Jugendliche.&lt;/p>&lt;p>Im Profifußball ist der Konzern seit der Saison 2025/26 bei den Männern und Frauen Partner von Eintracht Frankfurt. Zudem fördert die Generali-Tochter CosmosDirekt das Frauenteam des VfL Wolfsburg. International bestehen unter anderem Partnerschaften mit dem FK Austria Wien und der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Die Marke Dialog Versicherungen taucht in Deutschland beim TSV 1860 München erstmals auf dem Trikot eines Profivereins auf. Doch nicht nur das Signet des Versicherers, sondern auch der Slogan „Freiheit für Sechzig“ begleitet überraschend den werblichen Auftritt des neuen Hauptsponsors in Giesing. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TmpNeU5tSXpORFF0Wm1ZNUsO5l77oYIFkXDeHpZKXG7opOQEBJSTS6yc_6cal-cHIblhfAL_0WwH8qSSacGJljZuvyPd3CglDYWh72MYMrlz7AXcnIdsC5b-5cTRC8wF0XU59Y-oLL0lcqlqOqW_DucmdFLOsWg0ySYkbqtfTIw=?preset=fullhd" length="538035"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-wechselt-den-versicherer/cnt-id-ps-7f6e141a-cb6c-41f5-9148-660fd55a983e</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7f6e141a-cb6c-41f5-9148-660fd55a983e</guid><pubDate>Fri, 31 Jul 2026 07:49:22 +0200</pubDate></item><item><title>Sechzig und die Möglichkeit des Wunders</title><description>&lt;p>Die besondere Nähe des TSV 1860 München zur Münchner Musik-, Kabarett- und Gegenkultur ist ein über Jahrzehnte gewachsenes Phänomen. Eine popkulturelle Betrachtung.&lt;/p>&lt;p>Warum die Münchner Popkultur häufiger blau als rot trägt&lt;/p>&lt;p>Die kulturelle Landkarte einer Stadt deckt sich nicht zwangsläufig mit ihrer sportlichen Tabelle. Im Münchner Fußball gehören die großen Titel, die Weltstars und die globale Sichtbarkeit seit Jahrzehnten unverrückbar dem FC Bayern. Doch der größere Vorrat an Geschichten, Liedern, Humor und melancholischer Selbstbeschreibung liegt beim weit kleineren Rivalen aus Giesing. Während der FC Bayern die Erfolge besitzt, verfügt der TSV 1860 München auf rätselhafte Weise über den Stoff, aus dem Fußball-Religionen entstehen.&lt;/p>&lt;p>Natürlich lässt sich die These, auf Seiten der Löwen seien immer schon die „cooleren“ Künstler/innen zu finden gewesen, statistisch kaum beweisen. Aber sie beschreibt eine auffällige kulturelle Neigung. Schon der Münchner „Ur-Punk“ Sigi Hümmer schrieb mit seiner Band Marionetz die Stadionhymne „Heya Heya TSV“ (1981). Hümmer war nach eigener Aussage einfach „von Haus aus“ ein Sechzger, wie er der Süddeutschen Zeitung in einem Gespräch 2017 verriet. Sein Lied überlebte nicht nur die Band, sondern auch zahlreiche sportliche und institutionelle Zusammenbrüche des Vereins. Die ebenfalls aus der Münchner Punkgeschichte hervorgegangenen Lustfinger besangen über Jahrzehnte ihre Liebe zum TSV 1860, unter anderem in „Löwenmut“ (1990). Ihr Sänger Tom Fock trat ebenso selbstverständlich als Musiker wie als öffentlich leidender Sechzger-Anhänger in Erscheinung.&lt;/p>&lt;h2>Verbindung in die Indie-Kultur&lt;/h2>&lt;p>In den Neunziger- und Nullerjahren setzte sich diese Verbindung in der Indie-Kultur fort. Auch die Deutschpunk- und Ska-Formation Missbrauch veröffentlichte unter dem Alias Vorstadtkönige Fußballhymnen über den TSV 1860 München, die sogar den Weg als Chant in die Fankurve fanden. Zu ihren Klassikern gehört der Titel „Mit Leib und Seele” aus dem Jahr 2006. Der Hip-Hop-Künstler Teecain, eine Münchner Rap-Legende, nahm mit seinem Künstlerkollektiv Echorausch und in typischem Münchner Dialekt immer wieder in seinen Texten Bezug auf Giesing und die Löwen („Wir Münchner“, 2007). Hinzu kommen Kabarettisten und Schauspieler wie Michael Altinger oder Simon Pearce, deren Verhältnis zu 1860 weniger nach VIP-Loge als nach biografischer Schicksalsgemeinschaft klingt. Der BR-Radiomoderator Achim Bogdahn (Zündfunk, Eins zu Eins – Der Talk) ließ sich 2014 „Sechzig” als Künstlernamen in seinen Personalausweis eintragen.&lt;/p>&lt;p>Mitunter sind sogar Konvertiten zu verzeichnen. So offenbarte etwa der vielfach preisgekrönte Romanautor Friedrich Ani in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung, früher Fan und sogar Mitglied des FC Bayern gewesen zu sein. 2016 trat er aus und wurde schließlich 2022 Lebensmitglied beim TSV 1860 München. Auch in der ironisch gebrochenen Popwelt der jüngeren Generation funktioniert die Anziehungskraft weiter. Zanti von Roy Bianco &amp;amp; Die Abbrunzati Boys ist bekennender Löwenfan. Die Band unterstützte vor einigen Wochen demonstrativ die von der Giesinger Fanszene getragene Aktion „Football for the People“. So musikalisch und künstlerisch verschieden das Milieu auch ist, das von Punk über Indie-Rock, bayerisches Liedermachertum und Kabarett bis zu Hip-Hop und postmodernen Italo-Schlager reicht, es besitzt ein gemeinsames Interesse für das Unfertige, Widersprüchliche und leicht Beschädigte.&lt;/p>&lt;h2>Who’s Who der Münchner Kreativszene&lt;/h2>&lt;p>Von großer Leidenschaft für den Verein getragen, ist seit 2022 auch das Engagement der Vereinigung „Kreative für Sechzig“. Die Initiative versammelt Menschen aus den Bereichen Design, Kunst, Illustration und Fotografie, die den gemeinnützigen TSV 1860 München e. V. ideell, gestalterisch und finanziell unterstützen. Ihre Mitglieder lesen sich wie ein Who’s Who der Münchner Kreativszene. Für einen Sportverein ist eine Musikabteilung eher ungewöhnlich. Eine solche unterhält der TSV 1860 München seit 2021 wieder. Die „Sechzger Musikanten” unter Dirigent Anton Hörger knüpfen mit ihrer Tätigkeit an die Ursprünge des historischen Sängerkreises von 1861 an, dessen Chöre und Liederabende die gesellige Identität des Klubs stärkten.&lt;/p>&lt;p>Subkultur entsteht selten im Zentrum der Macht, sondern an den Rändern. Sie sucht die Brüche und jene Orte, an denen die offizielle Erzählung nicht alles erklärt. Der FC Bayern ist schon lange nicht mehr nur ein Münchner Fußballverein. Er ist ein international organisierter Spitzenklub mit Niederlassungen und Auslandsbüros in New York City (USA), Shanghai (China), Bangkok (Thailand) und Seoul (Südkorea). An der Säbener Straße verfolgt man eine an Reichweiten- und Umsatzwachstum ausgerichtete Strategie und generiert damit einen Jahresumsatz von zuletzt fast einer Milliarde Euro. Es ist das Ergebnis außergewöhnlich konsequenter Arbeit, sportlicher Kompetenz und jahrzehntelangen Erfolgs. Aber kulturell hat diese Perfektion einen Preis: Sie lässt wenig Leerstellen.&lt;/p>&lt;p>Der FC Bayern erzählt eine weitgehend geschlossene Geschichte. Eine Geschichte vom Aufstieg, von der Durchsetzungskraft, von Rekorden und dem immerwährenden Anspruch, auch im nächsten Jahr selbstverständlich wieder der Beste zu sein. Selbst seine Krisen sind meist Krisen auf höchstem Niveau. Ein unglücklich verlorenes Meisterschaftsrennen, ein entlassener Trainer, ein verpasstes Champions-League-Finale – das Drama besteht gewöhnlich darin, dass die unaufhaltsam mahlende und gut geölte Maschine für einige Wochen nicht so zuverlässig arbeitet wie vorgesehen.&lt;/p&gt;&lt;h2>Wo Wunder möglich sind&lt;/h2>&lt;p>1860 dagegen ist keine Maschine. Der Klub ist ein fortgesetztes Improvisationskunststück. Bei den Löwen kann am Montag der Aufstieg ausgerufen, am Mittwoch der Geschäftsführer entlassen und am Freitag die Existenzfrage gestellt werden. Sie produzieren keine geradlinige Erfolgserzählung, sondern Episoden mit überraschenden Wendungen und stets offenem Ende. Wer 1860 folgt, entscheidet sich nicht für die Wahrscheinlichkeit des Sieges, sondern für die Möglichkeit des Wunders. Und wo Wunder möglich sind, das wissen alle Gläubigen, ist auch die Katastrophe selten weit entfernt.&lt;/p>&lt;p>Darin liegt womöglich eine Verwandtschaft zu künstlerischen Existenzen. Musiker/innen, Autoren und Schauspieler/innen kennen das prekäre Verhältnis zwischen großer Hoffnung und bescheidener Wirklichkeit. Sie wissen, wie es sich anfühlt, einen Abend lang gefeiert zu werden und am nächsten Morgen wieder unbekannt und von Geldsorgen bedroht zu sein. Der Löwenfan ist deshalb nie bloß Zuschauer. Er ist ein Erzähler, Chronist, Satiriker und Seelsorger seines Vereins. Weil die sportliche Realität selten dauerhaft Trost spendet, muss er ihn selbst herstellen. Trost in Form von Liedern, Sprüchen, Zaunfahnen, Fanzines, Wandbildern und einem Humor, der immer schon die nächste Niederlage mit einkalkuliert.&lt;/p>&lt;p>Auch das Bild vom Arbeiterverein ist Teil dieser kulturellen Selbsterzählung. Historisch betrachtet war der TSV 1860 München keineswegs der proletarische Klub, als der er heute gelegentlich dargestellt wird. Die Vereinsführung rekrutierte sich bei der Gründung und lange danach aus höheren gesellschaftlichen Schichten der Stadt. Doch gesellschaftliche Identität entsteht nicht allein aus Gründungsakten. Sie entsteht aus Orten, Erinnerungen und späteren Erfahrungen. Giesing galt lange als Arbeiterviertel und das Grünwalder Stadion steht inmitten dieses gewachsenen Stadtteils. Der Spieltag des TSV 1860 beginnt heute nicht mehr wie noch zwischen 2004 und 2017 am Autobahnkreuz München-Nord, irgendwo neben dem Klärwerk Großlappen, sondern wieder zwischen Häuserzeilen, Imbissen, in Hinterhöfen und typischen Boazn. Dadurch wurde aus dem historisch ungenauen Etikett eine sozial wirksame Wahrheit. 1860 erscheint als Verein derer, die ihre Zugehörigkeit nicht durch ständigen Erfolg bestätigt bekommen.&lt;/p>&lt;h2>Liberale und kosmopolitische Tradition des FC Bayern&lt;/h2>&lt;p>Diese romantische Gegenüberstellung darf natürlich nicht zur Geschichtsklitterung führen. Der FC Bayern besitzt selbst eine bedeutende liberale und kosmopolitische Tradition, die untrennbar mit seinem langjährigen jüdischen Präsidenten Kurt Landauer und dem Stadtteil Schwabing mit seiner Bohème verbunden ist. Umgekehrt war auch 1860 niemals frei von Machtpolitik, Größenwahn, kommerziellen Verlockungen und einem dunklen historischen Kapitel während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Trennlinie lautet also nicht: hier der moralisch gute Arbeiterverein, dort der seelenlose Konzern. Eine solche Darstellung wäre grundfalsch. Es geht vielmehr um unterschiedliche symbolische Rollen.&lt;/p>&lt;p>Seit Jahrzehnten versammelt sich in den Klubgremien und Ehrenlogen des FC Bayern die wirtschaftliche und politische Machtelite des Landes. Sie reicht von Repräsentanten großer Industrieunternehmen bis zu CSU-Granden. Dieses Verhältnis brachte Ministerpräsident Markus Söder 2025 in einer Fernsehsendung konsequent auf den Punkt, als er erklärte, er könne sich nicht vorstellen, dass politisch Linke Fans des FC Bayern seien, da dies kulturell einfach nicht zusammenpasse. Schließlich stünden die Bayern für „Erfolg, Reichtum, Klasse und Substanz“ – Eigenschaften, die nach Söders Ansicht Linken grundsätzlich fehlen würden. Ab und an darf sogar ein prominenter SPD-Politiker wie der aktuelle Vizekanzler Lars Klingbeil im Verwaltungsbeirat des FC Bayern mittun. Der würde sich selbst aber vermutlich auch nicht als links bezeichnen.&lt;/p>&lt;p>An die 432.500 Mitglieder zählt der FC Bayern nach eigenen Angaben und ist damit neben Benfica Lissabon der mitgliederstärkste Verein weltweit. In München verkörpert er das Prinzip der gelungenen kapitalistischen Moderne: Professionalisierung, Wachstum, Selbstbehauptung und internationale Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit. 1860 verkörpert deren Rückseite: Erinnerung, Verlust, lokale Bindung, verletzten Stolz und oft auch die Unfähigkeit, aus Niederlagen eine logische Konsequenz zu ziehen. Der eine Klub verspricht die einfache Teilhabe am großen Erfolg. Der andere verlangt Treue ohne Gegenleistung.&lt;/p>&lt;h2>Der popkulturell relevantere Verein&lt;/h2>&lt;p>Vielleicht sind die Löwen für Künstler/innen genau aus diesem Grund interessant. Kunst entsteht weniger aus Bewunderung als durch Reibung. Ein makelloses Produkt lässt sich konsumieren, ein widersprüchlicher Verein will interpretiert werden. Beim FC Bayern ist die große Erzählung längst vorhanden. Sie wurde nach allen Regeln des Marketings durchdekliniert und professionell ausgeleuchtet. Bei 1860 muss sie dagegen fast schon Woche für Woche neu erfunden werden. Vermutlich sind die Giesinger nicht trotz, sondern gerade wegen ihres häufigen Scheiterns der popkulturell relevantere Verein. Ihre Geschichte ähnelt jedenfalls weniger einer Heldensaga als einem alten Münchner Lied der legendären Volkssängerin Bally Prell: schrill, ein wenig wehmütig, gelegentlich im Ton daneben und dabei von einer Melodie getragen, die man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. (as)&lt;/p>&lt;p>Quellen:https://www.sueddeutsche.de/muenchen/tsv-1860-muenchen-wie-ein-muenchner-ur-punk-die-sechziger-hymne-erschuf-1.3644695https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2025/05/wirbel-um-bayern-meisterfeier-soder-ledert-gegen-die-linkehttps://www.faszination-fankurve.de/news/124031/football-for-the-people-im-interview-warum-dieser-moment-eine-historische-chance-isthttps://de.wikipedia.org/wiki/Bally_Prell&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WXpsa05EWXlaVGN0TkRWbIuZvRrXdzChcbDiprDpuaI5Ql5mJpz0xMtahDSd9EULy3wTMLAUTnkgvgP14jp-mSUq8cZ6FUs7x4uFTPitAXlRvzG5OrBJ3M9B-h68lo8gFYxa6wIYhzMawfktQJwfzry9Dfd_mTTTauENE6Veyc8=?preset=fullhd" length="490905"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/sechzig-und-die-moeglichkeit-des-wunders/cnt-id-ps-fe858bc5-33fa-42a9-9fce-26331b256acb</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-fe858bc5-33fa-42a9-9fce-26331b256acb</guid><pubDate>Tue, 28 Jul 2026 06:56:46 +0200</pubDate></item><item><title>Dennis Dressel kehrt zu Jugendliebe zurück</title><description>&lt;p>In immer kürzeren Abständen verkündet der TSV 1860 München Neuzugänge für seinen Kader in der Regionalliga Bayern. Nach vier Spielzeiten ist der verlorene Sohn Dennis Dressel nach Giesing zurückgekehrt.&lt;/p>&lt;p>Mittelfeldspieler unterschreibt für zwei Jahre&lt;/p>&lt;p>In immer kürzeren Abständen verkündet der TSV 1860 München Neuzugänge für seinen Kader in der Regionalliga Bayern. Nun ist nach vier Spielzeiten der verlorene Sohn Dennis Dressel nach Giesing zurückgekehrt. Der 27-Jährige war bereits von 2007 bis 2022 beim TSV 1860 München aktiv. Sein Profidebüt feierte der Linksfuß unter Trainer Daniel Bierofka in der 3. Liga. 2022 wechselte der gebürtige Dachauer zu Hansa Rostock, später folgten Stationen beim Grazer AK und beim SSV Ulm 1846, wo sein Vertrag im Sommer auslief.&lt;/p>&lt;p>In den kommenden beiden Jahren wird Dennis Dressel wieder für den TSV 1860 München spielen. „Nach Giesing zu fahren, fühlt sich für mich jedes Mal an, als würde ich nach Hause kommen“, sagt Dressel in einer Mitteilung des Vereins. „Ich bin mit acht Jahren zu den Löwen und habe 15 Jahre lang an der Grünwalder Straße meine Fußballschuhe geschnürt. Ich bin glücklich, jetzt wieder im gewohnten Umfeld zu sein, und werde alles dafür geben, dass der TSV 1860 München erfolgreich ist.“ In Dressels fußballerischer Vita stehen 145 Spiele in der 3. Liga (16 Tore/9 Vorlagen), 82 Partien in der 2. Bundesliga (5 Tore/6 Vorlagen) und 14 Begegnungen in der österreichischen Bundesliga. Mit seiner Erfahrung soll der lauf- und zweikampfstarke defensive Mittelfeldspieler seiner Jugendliebe zu einem gelungenen Neustart verhelfen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T0RJM05tSmxNR1l0TW1Rd0_Kb2L61qP31vpwLLtk_IOKp3ADMGQ1lVDMmCcSjJxixhM5FtoYuFRj3yJRj7ImJQiCWZCz_gbIKqqRgQuOBKy-W5val4qGN05DjpdEGgDTo7cZhn3AV8vSP_NrSa_Gq6czK6NmVnTUsbw3MUh_uAQ=?preset=fullhd" length="301134"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/dennis-dressel-kehrt-zu-jugendliebe-zurueck/cnt-id-ps-7db00e3e-6c71-464d-83a2-4a2b684a9040</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7db00e3e-6c71-464d-83a2-4a2b684a9040</guid><pubDate>Mon, 27 Jul 2026 14:07:22 +0200</pubDate></item><item><title>TSV 1860 München realisiert Top-Transfer</title><description>&lt;p>Für Regionalliga-Verhältnisse ist dem TSV 1860 München ein kleiner Transfercoup gelungen. Künftig läuft Michael Eberwein in Weiß-Blau auf. Der torgefährliche Mittelfeldspieler kommt von Borussia Dortmund II.&lt;/p>&lt;p>Kader für die Regionalliga Bayern nimmt Gestalt an&lt;/p>&lt;p>Für Regionalliga-Verhältnisse ist dem TSV 1860 München ein Transfercoup gelungen. Künftig läuft Michael Eberwein in Weiß-Blau auf. Der torgefährliche Mittelfeldspieler kommt von Borussia Dortmund II. In München ist Eberwein kein Unbekannter. Seine Jugend verbrachte der gebürtige Oberbayer beim SV Oberhaindlfing, SC Eintracht Freising und beim FC Bayern München. Als Erwachsener zog es ihn dann weg aus bayerischen Gefilden. In seiner Vita stehen 208 Spiele in der 3. Liga für Dortmund II, den Halleschen FC und Fortuna Köln (35 Tore/24 Vorlagen). Hinzu kommen 117 Partien in der Regionalliga West (36 Tore/17 Vorlagen). Eberwein wird in einer Presseaussendung der Löwen zitiert: „In den vergangenen elf Jahren habe ich ausschließlich bei Vereinen außerhalb Bayerns gespielt. Ich freue mich sehr, wieder in meine Heimat zurückzukehren und für den TSV 1860 München spielen zu können. Mit Köln, Halle und Dortmund hatte ich schon einige Spiele im ausverkauften Grünwalder Stadion und kenne die Stimmung.“&lt;/p>&lt;p>Für Holstein Kiel stand Eberwein auch zweimal in der 2. Bundesliga auf dem Platz. Der 1,93 Meter große beidfüßige Offensivspieler gilt Fachbeobachtern zufolge als spielintelligenter Zehner, der technische Qualität mit körperlicher Präsenz sowie einem für diese Spielklasse außergewöhnlich guten Raum- und Passverständnis verbindet. Hinzu kommen seine seit Jahren nachgewiesenen Qualitäten im Strafraum: Er verfügt über einen sicheren Abschluss, gute Bewegungen zwischen den gegnerischen Verteidigern und eine hohe Präsenz in torgefährlichen Situationen.&lt;/p>&lt;p>Ebenfalls einen Vertrag bei der neuen Spielbetriebs-GmbH der Löwen hat das Giesinger Eigengewächs Noah Klose (21) unterschrieben. Der Mittelstürmer, Sohn von DFB-Rekordtorschütze Miroslav Klose, steuerte vergangene Saison elf Tore und neun Vorlagen zur Meisterschaft der U21-Löwen in der Bayernliga Süd bei. Anfang Februar feierte Klose beim 5:0 beim TSV Havelse sein Profidebüt. Jetzt kehrt er aus einer Verletzung wieder zurück auf den Platz.&lt;/p>&lt;p>Die Münchner Löwen, deren ehemalige Profifußballgesellschaft keine Lizenz für die 3. Liga erhalten hatte, starten am Samstag, den 1. August, mit einem Spiel beim Mitabsteiger 1. FC Schweinfurt 05 in die Saison. Die Mannschaft tritt unter dem Dach des e. V. in einer neuen Gesellschaft an, losgelöst von der sich im Stadium der Vorinsolvenz befindlichen TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, die mehrheitlich ihrem Investor Hasan Ismaik zugerechnet wird. Sämtliche Spielerverträge mussten deshalb neu ausgehandelt werden. Noch vor Klose und Eberwein hatte beispielsweise der 35-jährige Stürmer Florian Niederlechner einen neuen Vertrag bei seinem Jugendverein unterschrieben. Durch den Abstieg des TSV 1860 München besteht die Regionalliga Bayern aus 19 Vereinen. An jedem Spieltag hat eine Mannschaft spielfrei. Zum Auftakt an diesem Wochenende sind das die Sechzger, die dadurch noch etwas Zeit für organisatorische Dinge gewinnen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T1RJek16Y3hPV1V0TkRRMjo39egGKOFhAfdh_nbXpWWoivE_2gqBq_NDAoq-N9TVS7dMUusZULktxVHilAx88YBS_x26f2LX52xM86b6Jtx48oTpdjw_-khIukoVcxU_4LGKY0dklQNsVwwyTUUkDKCVfjZbW3bXagu2CsGRR-8=?preset=fullhd" length="353429"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/tsv-1860-muenchen-realisiert-top-transfer/cnt-id-ps-d44bb350-0091-4fe0-8d29-6bc918b91edf</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-d44bb350-0091-4fe0-8d29-6bc918b91edf</guid><pubDate>Fri, 24 Jul 2026 19:33:17 +0200</pubDate></item><item><title>Identifikationsfigur: „I bin wieda do!“</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München treibt die Kaderplanung für den Neustart in der Regionalliga Bayern weiter voran. Ein früherer Aufstiegsheld und Kapitän der Löwen kehrt nach Giesing zurück.&lt;/p>&lt;p>Früherer Kapitän kehrt zu 1860 zurück&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München treibt die Kaderplanung für den Neustart in der Regionalliga Bayern weiter voran. Ein früherer Aufstiegsheld und Kapitän der Löwen kehrt zurück: Felix Weber. Der 31-Jährige wechselt vom Regionalliga-Konkurrenten DJK Vilzing nach Giesing. Einst hatte es der gebürtige Weilheimer aus der Jugend des TSV über die zweite Mannschaft bis zu den Profis geschafft. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im Jahr 2017 und dem anschließenden Neustart in der Regionalliga Bayern machte ihn der damalige Trainer Daniel Bierofka zum Kapitän. Mit dem kampfstarken Weber als Anführer gelang den Weiß-Blauen die Rückkehr in den Profifußball.&lt;/p>&lt;p>Nach zwei Spielzeiten in der 3. Liga heuerte Weber im Sommer 2020 bei Rot-Weiss Essen an. Über die SpVgg Bayreuth und den FC 08 Homburg führte sein Weg 2024 schließlich zur DJK Vilzing in die Oberpfalz. Dort verlängerte der Defensiv-Allrounder seinen Vertrag erst im April vorzeitig bis Sommer 2027. Nur wenige Monate später folgt nun die Rückkehr zu seinem erklärten Herzensverein nach Giesing. In einem Video, das der Verein im Internet veröffentlichte, nimmt Weber auf einem Stuhl platz, blickt in die Kamera und sagt nur vier Worte: „„I bin wieda do!“&lt;/p>&lt;p>In einer Presseaussendung des Vereins erklärt er: „Als die Verantwortlichen auf mich zugekommen sind, musste ich nicht lange überlegen.“ Er könne es kaum erwarten, „wieder das weiß-blaue Trikot zu tragen und im Grünwalder Stadion einzulaufen.” Thomas Probst, Geschäftsführer der 1860-Spielbetriebs-GmbH sagte, Weber sei mehr als nur ein Top-Zugang für die Defensive. „Er ist eine Identifikationsfigur für die Fans, ein gebürtiger Oberbayer, ein echter Löwe.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WW1FNFkyVXdORGt0TkRNeGaOOfm_RhXXTUEHIisL758e3CUnxtnpaoCpvtJfb4RoNG4RjEAXnLS-UCsnjjARrcjy2RTThRBKNPdmA0uCSsbN4kHwiHxYExbXCx08HmRHDTGvRhjBB4swgyz9ATyX7ESJtMnqTIYDtdA9My_M44Q=?preset=fullhd" length="328237"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/identifikationsfigur-i-bin-wieda-do/cnt-id-ps-4403ea31-d502-4f06-bf14-54c6593962a4</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-4403ea31-d502-4f06-bf14-54c6593962a4</guid><pubDate>Thu, 23 Jul 2026 08:38:40 +0200</pubDate></item><item><title>„Haben in den letzten Tagen viel gearbeitet“</title><description>&lt;p>Die 1. Hauptrunde im Bayerischen Toto-Pokalwettbewerb 2026/2027 ist gespielt. Darunter das von vielen Fans des TSV 1860 München mit Vorfreude erwartete erste Pflichtspiel der ersten Mannschaft nach dem Neustart.&lt;/p>&lt;p>Auftaktsieg des TSV 1860 München im Toto-Pokal&lt;/p>&lt;p>Die erste Hauptrunde im Bayerischen Toto-Pokalwettbewerb 2026/2027 ist gespielt. Dazu zählt auch das von vielen Fans des TSV 1860 München mit Spannung erwartete Debüt der ersten Mannschaft nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern und der Loslösung von Hasan Ismaik. Der Kreisligist SV Eintracht Berglern (Kreis-Pokalsieger Donau/Isar) meldete die Begegnung innerhalb von achtzehn Minuten nach Verfügbarkeit der Tickets als ausverkauft. 1384 Fußballfans strömten am Dienstagabend auf die Sportanlage. In einer gemeinschaftlichen Anstrengung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer des Heimvereins wurde vom Parkplatz auf einem Stoppelfeld bis hin zur Versorgung der Zuschauer mit Speisen und Getränken alles perfekt organisiert.&lt;/p>&lt;p>Der erst tags zuvor verpflichtete Routinier Florian Niederlechner führte die Löwen als Kapitän aufs Feld. Ihm war es auch vorbehalten, den ersten Treffer für die neu formierten Sechzger zu erzielen. Raphael Wach wechselte mit einem Pass auf Emre Erdoğan die Seite. Seine scharfe Hereingabe von der Grundlinie grätschte der heraneilende Niederlechner aus kurzer Distanz zum 0:1 aus Sicht der Gastgeber über die Linie (9. Min.). Danach durfte sich Berglerns Schlussmann Florian Ganslmeier mehrfach auszeichnen, als er Abschlüsse von Mustafa Tekin (18. Min.) und Benedikt Hoppe (32. Min.) mit starken Reflexen vereitelte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit setzte Wach einen direkten Freistoß aus 22 Metern zum 2:0 ins Netz (45. Min.+1).&lt;/p>&lt;p>Im zweiten Durchgang ging bei hochsommerlichen Temperaturen den tapfer verteidigenden Gastgebern etwas die Luft aus und die Giesinger wurden ihrer Favoritenrolle stärker gerecht. Loris Husic erhöhte in der 67. Spielminute auf 3:0. Der eingewechselte Arian Orivero Calderon traf mit einem Abstauber zum 4:0, weil Ganslmeier einen Distanzschuss von Lance Fiedler abprallen ließ (78. Min.). Eine Minute später erzielte Orivero Calderon per Kopfball nach einer Flanke von Lucas Grancay den 5:0-Endstand (79. Min.). Löwen-Trainer Alper Kayabunar erläuterte nach Spielschluss: „Es war nicht unser bestes Spiel. Man hat gemerkt, dass wir in den letzten Tagen viel gearbeitet und in sechs Tagen drei Spiele absolviert haben. Das Weiterkommen war heute das Einzige, was zählte.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WW1VeE5XRXhObVF0WVdRNLJ3t73avUFyjVgHyFU7GzMr0zAPH88OS26Y827-QXHsQKQEpFOFiNX2o0L2DqFBoP5cv0MlLLuYlTlO0tBZTVs97tPlmPx9bDyItBftMmk4jPvLYNCswwLey0QUKGBxoPYbzTw3znPmeA1B-OxB_Cw=?preset=fullhd" length="490843"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/haben-in-den-letzten-tagen-viel-gearbeitet/cnt-id-ps-53c61e96-739d-49b1-86ff-aa8603c13ac0</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-53c61e96-739d-49b1-86ff-aa8603c13ac0</guid><pubDate>Thu, 23 Jul 2026 07:48:47 +0200</pubDate></item><item><title>1860 reaktiviert Torhüter-Routinier</title><description>&lt;p>Auf der Torhüterposition haben die Löwen einen erfahrenen Mann zurück in den Dienst geholt. Vitus Eicher (35) soll dem TSV 1860 München in der Regionalliga Bayern Sicherheit verleihen.&lt;/p>&lt;p>Vitus Eicher kehrt zwischen die Pfosten zurück&lt;/p>&lt;p>Auf der Torhüterposition haben die Löwen einen erfahrenen Mann zurück in den Dienst geholt. Vitus Eicher (35) soll der Hintermannschaft des TSV 1860 München in der Regionalliga Bayern Sicherheit verleihen. Der 1,91 Meter große Schlussmann war während seiner Juniorenzeit und in den Anfängen seiner Profikarriere von 2000–2017 beim TSV 1860 München aktiv, ehe er zum damaligen Zweitligisten 1. FC Heidenheim 1846 wechselte. Im September letzten Jahres kehrte der gebürtige Erdinger nach achteinhalb Jahren im Osten Baden-Württembergs, wo er als Ersatztorhüter aktiv war, nach Giesing zurück und verstärkte seither das Team der Torwarttrainer bei den Junglöwen. Jetzt will er es noch einmal wissen und zieht die Handschuhe an. 35 Spiele absolvierte Eicher für den TSV 1860 München in der 2. Liga. In Heidenheim kam er sogar zu einem internationalen Einsatz in der UEFA Conference League.&lt;/p>&lt;p>Trainiert wird das Torhüter-Team um Vitus Eicher und Paul Bachmann künftig von Marc Lamberger. Auch er ist ein alter Bekannter bei den Löwen. Der Inhaber der UEFA-Torwart-A-Lizenz für den Profifußball trainierte zuletzt die Keeper beim SK Austria Klagenfurt. Von 2018 bis Mitte 2023 war Lamberger zudem als Torwart- und Co-Trainer für die deutsche Beachsoccer-Nationalmannschaft tätig. In dieser Funktion war er maßgeblich für die individuelle Ausbildung und das Training der Nationaltorhüter zuständig. „Als die Verantwortlichen im Verein auf mich zugekommen sind, ob ich für die Löwen im Tor stehen möchte, konnte ich mich für die Idee schnell begeistern. Für mich bedeutet es, dass ich meine Karriere da beenden kann, wo sie begonnen hat“, wird Eicher in einer Vereinsmitteilung zitiert. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TVRZM09EZGxOemt0TURBeECxaOXgwWZgQrAgSCI1AVwvG5OQP-UIfHB9vEk28RZeJVTE5ynuYKaGrqAetKZAbhER97dmiujJik6-halSmxrkyMQ48CQQrIJ9ovvdc2NQOzvwnUpWn75QhKIqzifZ0YkoEG0P_mqnRFp5iZEyUoE=?preset=fullhd" length="267046"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-reaktiviert-torhueter-routinier/cnt-id-ps-479f69c5-3b24-4ca1-9607-aadcf4fcfe37</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-479f69c5-3b24-4ca1-9607-aadcf4fcfe37</guid><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 17:39:35 +0200</pubDate></item><item><title>Münchner Löwen klären Trainerfrage</title><description>&lt;p>Schritt für Schritt formiert sich der TSV 1860 München für den bevorstehenden Start in der Regionalliga Bayern. Jetzt ist klar mit welchen Trainerteam die Sechzger ins Rennen gehen.&lt;/p>&lt;p>Alper Kayabunar übernimmt TSV 1860&lt;/p>&lt;p>Schritt für Schritt formiert sich der TSV 1860 München für den bevorstehenden Start in der Regionalliga Bayern. Jetzt ist klar, mit welchem Trainerteam die Sechzger ins Rennen gehen. Die Entscheidung war am Ende keine Überraschung mehr. Die TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH hat Alper Kayabunar als Cheftrainer, sowie Vincent Saller als Co-Trainer bis Sommer 2028 unter Vertrag genommen. Das Duo führte vergangene Saison die U21-Mannschaft der Löwen überlegen zur Meisterschaft in der Bayernliga Süd.&lt;/p>&lt;p>Der 40-jährige Kayabunar kam im Sommer 2025 von Türkgücü München zu den Sechzgern. Sein junger Assistent ist der 27-jährige Vincent Saller, der seit der Saison 2024/25 als Co-Trainer der Löwen-Reserve aktiv ist. „Alper und Vincent haben in der vergangenen Saison in der Bayernliga Süd hervorragende Arbeit abgeliefert. Auch in der jetzigen Saisonvorbereitung konnten die beiden zeigen, dass sie die Richtigen für diese Aufgabe sind“, wird Thomas Probst, Geschäftsführer der TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH, in einer Presseaussendung des Klubs zitiert.&lt;/p>&lt;p>Der gebürtige Münchner Kayabunar zeigt sich glücklich über das Vertrauen: „Es erfüllt mich mit großem Stolz, in meiner Heimatstadt die erste Mannschaft dieses traditionsreichen Vereins trainieren zu dürfen. Am Dienstag steht unser erstes Pflichtspiel im Toto-Pokal auf dem Programm und danach geht unser Fokus auf den schwierigen Auftakt in Schweinfurt und das erste, sicherlich sehr emotionsgeladene Heimspiel gegen Augsburg.“ Mit den Personalien Kayabunar und Saller sind auch die Gerüchte über ein Engagement des kurzfristig bei der SpVgg Unterhaching abgesprungenen Ex-Löwen Sven Bender vom Tisch. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WlRJeFl6bGpZemN0Tm1RMucxPYYKIWcn4mre844OVrlyXrpIFPC5EtSUN23f-9Ds3HUaBQSJOCPhh5Zg0k-6e-9ENhz5qAy3iyBpQvkhHnMNzXMTMW-5rasVnw2Gp09CpV-4Vx70j8eH-o9C1UHAC8D6d6UfP8baURvuv1THhP8=?preset=fullhd" length="423755"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/muenchner-loewen-klaeren-trainerfrage/cnt-id-ps-e92c9695-87b0-42ba-8de9-408989e18ad7</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-e92c9695-87b0-42ba-8de9-408989e18ad7</guid><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 07:02:40 +0200</pubDate></item><item><title>Reorganisation des Profifußballs bei 1860</title><description>&lt;p>Die Reorganisation des Profifußballs beim TSV 1860 München schreitet voran. Inzwischen haben die ersten Spieler Verträge mit der neuen Spielbetriebs-GmbH unterzeichnet.&lt;/p>&lt;p>Tickets, Stadion, Ausrüster, Neuverpflichtungen&lt;/p>&lt;p>Die Reorganisation des Profifußballs beim TSV 1860 München schreitet weiter voran. Inzwischen haben die ersten Spieler Verträge mit der neuen Spielbetriebs-GmbH unterschrieben. Als „historischen Moment“ bezeichneten in einer Presseaussendung die Vereinsverantwortlichen die Unterzeichnung des ersten Kontrakts. Die Ehre gebührte dem gebürtigen Berliner Tunay Deniz (32), der mit seiner Familie mittlerweile München zu seinem Lebensmittelpunkt hat werden lassen. „Der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Meine ersten Ansprechpartner waren daher ganz klar die Löwen, und ich freue mich sehr, dass es nun mit der Vertragsunterschrift geklappt hat.“&lt;/p>&lt;p>Deniz, der 114 Spiele in der 3. Liga sowie 208 Spiele in den Regionalligen Nordost und Südwest (71 Treffer und 68 Vorlagen) in seiner Vita stehen hat, fehlte den Giesingern in der vergangenen Spielzeit lange Zeit wegen einer Knieverletzung. Doch der Mittelfeldspieler soll erst der Anfang sein. „Mit diesem besonderen Moment fällt der Startschuss für die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft“, versprechen die Verantwortlichen. Deniz soll die junge Mannschaft mit seiner Erfahrung führen.&lt;/p>&lt;p>Kurz darauf wurde der nächste Neuzugang verkündet: ein Rückkehrer. Vom Regionalligisten BSG Chemie Leipzig wechselt der 23-jährige Außenverteidiger Julian Bell zurück nach München, wo er im Nachwuchsleistungszentrum der Löwen ausgebildet wurde. „Der Abschied aus Leipzig ist mir nicht leichtgefallen“, sagt Bell. „Ich war dort Stammspieler und konnte in der Rückrunde fast jedes Spiel von Anfang an bestreiten. Dennoch freue ich mich jetzt extrem, dass ich wieder da bin, wo meine Fußballkarriere begonnen hat. Ich möchte hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung gehen und dazu beitragen, dass die Löwen so erfolgreich wie möglich sind.“ Aus der letztjährigen U21-Mannschaft, die die Meisterschaft in der Bayernliga Süd errang, unterzeichneten zudem Brahim Moumou, Benedikt Hoppe, Top-Scorer Cristian Leone und Raphael Wach einen Vertrag für die kommende Saison.&lt;/p>&lt;p>Mit dem früheren Bundesliga-Profi Florian Niederlechner (35) hat sich ein weiterer prominenter Spieler zum Neustart beim TSV 1860 München bekannt. Der Stürmer war zuletzt beim österreichischen Zweitligisten SV Austria Salzburg im Gespräch gewesen. Wie die Salzburger mitteilten, sei man sich bereits weitgehend einig gewesen, ehe Niederlechner einen Rückzieher machte und nun doch für die Löwen auflaufen will. „Schon bei meiner letzten Verlängerung habe ich gesagt, dass meine Zeit noch nicht vorbei ist, und dass ich noch ein paar Tore für die Löwen schießen muss. Daran hat sich nichts geändert“, erklärt Niederlechner in einer Vereinsmitteilung der Löwen.&lt;/p>&lt;p>Indessen wurden in Giesing auch abseits des Platzes die Weichen für die Zukunft gestellt. So gab der TSV 1860 München am Montag bekannt, eine Vereinbarung über das Ticketing mit einem Dienstleister getroffen zu haben. Am darauffolgenden Tag vermeldeten die Giesinger, dass mit der Stadt München ein Abkommen über die Nutzung des Grünwalder Stadions für die kommende Saison erzielt wurde. Darüber hinaus wurde mit dem Münchner Unternehmen Societas, das in den vergangenen beiden Jahren bereits Textilien für den Mutterverein produziert hat, ein Ausrüstervertrag geschlossen.&lt;/p>&lt;p>Auch mit der sich in Vorinsolvenz befindlichen KGaA, die zu 60 Prozent Hasan Ismaik gehört, hat die neue Gesellschaft eine Übereinkunft getroffen. Sie „mietet” die vorhandene Infrastruktur an der Grünwalder Straße 114 an. Wie die Gesellschaft mitteilt, wurde mit dem Insolvenzverwalter Max Liebig ein befristeter „Vertrag über die temporäre und entgeltliche Bereitstellung von Dienstleistungen und Infrastruktur” geschlossen. „Mit dieser Vereinbarung werden die organisatorischen, operativen und infrastrukturellen Voraussetzungen für den bevorstehenden Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern geschaffen.” Das bedeutet in der Praxis, dass die Mannschaft wie gewohnt an der Grünwalder Straße 114 trainieren und die Räumlichkeiten nutzen kann. Zudem erhält die neue Spielbetriebs-GmbH logistische Unterstützung bei der Durchführung der ersten Spieltage. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TjJaaVkyVXlOemd0WlRObIqAOoHa41sv9_goVGCtHCX7OkSVZYo0HQMAzEvjLn9XqwpxdBgEaISUTIr0Na10gIvqm-CiL7W8UKrR4zM7dMEZ6oed-gwO-tHjjvgFeuCTDBHYu0R1nXSdaMGF7ruwzJYkCkc6mNISgwr0gnYlecs=?preset=fullhd" length="285907"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/reorganisation-des-profifussballs-bei-1860/cnt-id-ps-8a5398d1-de80-4c81-8fbc-8d448a451490</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-8a5398d1-de80-4c81-8fbc-8d448a451490</guid><pubDate>Fri, 17 Jul 2026 14:20:12 +0200</pubDate></item><item><title>Makellose Bilanz in den Testspielen</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München bereitet sich unter Trainer Alper Kayabunar auf die Regionalliga Bayern vor und zieht in Testspielen zahlreiche Zuschauer an.&lt;/p>&lt;p>Tausende Zuschauer wollen 1860 sehen&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München bereitet sich unter Trainer Alper Kayabunar auf die Regionalliga Bayern vor und weist dabei nach fünf Testspielen eine makellose Bilanz auf. Während im Hintergrund fieberhaft an der neuen Struktur gearbeitet wird, versuchen die Löwen mit einem Kader, der überwiegend aus Spielern des letztjährigen U21-Teams besteht, das Meister in der Bayernliga Süd wurde, so etwas wie sportliche Normalität zu leben. Für Erstaunen sorgt der Zuschauerzuspruch gegen unterklassige Gegner – die Fans strömen in Scharen zu den Spielen. Die bisherigen Ergebnisse: fünf Testspiele, fünf Siege, 29:2 Tore bei hochsommerlichen Temperaturen.&lt;/p>&lt;p>Zum Auftakt gab es vor 750 Fans einen 4:0-(3:0)-Sieg beim Landesliga-Aufsteiger VfB Forstinning aus dem Landkreis Ebersberg. Dem erst 18-jährigen Arian Ortivero Calderon, eigentlich nominell Innenverteidiger, gelang vor der Pause ein Hattrick (13., 32. und 39. Min.). Den Schlusspunkt setzte der kurz zuvor eingewechselte Mustafa Tekin (80. Min.).&lt;/p>&lt;p>Zu Gast beim Bayernligisten FC Sportfreunde Schwaig setzten sich die jungen Sechzger mit 5:1 (1:1) durch. 660 Zuschauer sahen einen Doppelpack von Emre Erdogan (33. und 49. Min.) sowie Treffer durch Arin Garza (51. Min.), Lucas Grancay (72. Min.) und Rron Gosalci (82. Min.). Das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Rot-Grünen gelang Robert Rohrhirsch (39. Min.).&lt;/p>&lt;p>In Tittmoning, beim SV 1966 Kay, einem Kreisklassisten aus dem oberbayerischen Landkreis Traunstein, siegten die Weiß-Blauen mit 11:0 (8:0). Auf extra aufgebauten Stahlrohrtribünen rund um den Platz verfolgten 2.221 Fans das Spiel. Für die Gäste aus der Landeshauptstadt traf dreifach Loris Husic (6,. 18. und 35. Min.). Die weiteren Tore erzielten Luis Pereira de Azambuja (13. und 44. Min.), Lucio Saric (22. Min.), Mustafa Tekin (41. Min.), Samuel Althaus (51. und 84. Min.) sowie Emre Erdogan (77. Min.).&lt;/p>&lt;p>Nach einem fünftägigen Trainingslager in Bad Füssing gaben sich die Giesinger beim Bezirksligisten TSV Moorenweis im Landkreis Fürstenfeldbruck die Ehre. Anlass war das 80-jährige Bestehen der dortigen Fußballabteilung. 3.000 Zuschauer kamen zum Freundschaftsspiel gegen die Münchner Löwen, die sich auf dem Platz mit 7:1 (5:1) durchsetzten. Für die Löwen trafen jeweils mit einem Doppelpack Loris Husic (11. und 41. Min.) und Lance Fiedler (14. und 65. Min.) sowie Luis Pereira de Azambuja (16. Min.), Emre Erdogan (28. Min.) und Arian Ortivero Calderon (88. Min.).&lt;/p>&lt;p>Im Vergleich mit dem Bayernligisten FC Deisenhofen behielten die Löwen vor 700 Fans in Oberhaching mit 2:0 die Oberhand. In der Schlussviertelstunde sorgten bei drückender Hitze Rron Gosalci (81. Min.) und Arian Ortivero Calderon (86. Min.) für die Tore des TSV 1860 München. Zwei weitere Partien gegen unterklassige Gegner absolvieren die Löwen noch vor dem Ligastart in der Regionalliga Bayern. Am Sonntag, den 19. Juli, um 15 Uhr beim Landesligisten TSV Aindling 1946 im Landkreis Aichach-Friedberg, sowie am Dienstag, den 21. Juli, im Toto-Pokal beim Kreisklassisten SV Eintracht Berglern im Landkreis Erding. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpKalpESTBNREV0WTJVMc-xcHkYEG1shaBEoDkB5c8HYu0cSg26I9MevT9tSLHT19AuauBhsIHWGGmv9BBow5o9XapdRZcbXWAWUCU6MBJJUckeFPbPTrzEGXtUz854tcM9-HSqv8LZEF0w3_FcBJuRgq9tzSQQtVaE4mRbO9k=?preset=fullhd" length="337233"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/makellose-bilanz-in-den-testspielen/cnt-id-ps-233ab064-6807-4c46-aea5-233fc844e412</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-233ab064-6807-4c46-aea5-233fc844e412</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 09:16:51 +0200</pubDate></item><item><title>Toto-Pokal: Eintracht Berglern zieht 1860</title><description>&lt;p>Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat in Bad Kötzting in der Oberpfalz die Paarungen für die erste Hauptrunde im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb 2026/27 ausgelost.&lt;/p>&lt;p>Große Freude bei Kreisklassist im Landkreis Erding&lt;/p>&lt;p>In Bad Kötzting in der Oberpfalz hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) die Paarungen für die erste Hauptrunde im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb 2026/27 ausgelost. Seinen Traumgegner erwischte der Kreispokalsieger Donau/Isar, der SV Eintracht Berglern, mit dem TSV 1860 München. Der Kreisklassist wurde als Erstes aus der Lostrommel gezogen und durfte nach dem „Wunschlos-Prinzip“ wählen. Er schnappte sich die Münchner Löwen. Berglern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.&lt;/p>&lt;p>Insgesamt nehmen 64 Mannschaften an der ersten Runde im Landespokal teil. Dazu zählen die 22 Kreispokalsieger, die Regionalligisten der vergangenen Spielzeit 2025/26 und 24 Teams aus dem Qualifikationsfeld der Bayern- und Landesligisten. Abgerundet wird der Teilnehmerkreis durch die letztjährigen Drittligisten TSV 1860 München, FC Ingolstadt 04, SSV Jahn Regensburg und 1. FC Schweinfurt 05.&lt;/p>&lt;p>Die Pokalrunde wird zwischen dem 17. und 19. Juli 2026 ausgetragen, die genauen Spieltermine werden noch mit den beteiligten Vereinen abgestimmt. Ausnahmen: Die Begegnungen mit Beteiligung des FC Ingolstadt 04 und des TSV 1860 München finden voraussichtlich am Dienstag, dem 21. Juli, statt, wie der BFV mitteilt. Der Gewinner des Toto-Pokals erhält einen Startplatz in der Hauptrunde des DFB-Pokals 2027/2028. (as)&lt;/p>&lt;p>Hier alle Begegnungen der ersten Runde im Überblick: https://www.bfv.de/news/toto-pokal/2026-27/07/auslosung-1.-hauptrunde-toto-pokal-wettbewerb-2026-27&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TW1Jd09XTmpPVE10TVRBeUA0UAroWU8d4D4uqKXAA18MGmgXCA6zMN4RWrdmxPUIP5MTBs6nfTuvwHdpRa50rr4qcChYvcNFiijs1o0C-2NVOfVSM9TyLRepXuBNEl7Y2gDwP6Nl966haCSzxQpD9DVpsZslP1FT5n5dp48RPBw=?preset=fullhd" length="600349"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/toto-pokal-eintracht-berglern-zieht-1860/cnt-id-ps-7afc145a-c550-49c5-b84c-bd8b26d52a0d</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7afc145a-c550-49c5-b84c-bd8b26d52a0d</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 06:00:10 +0200</pubDate></item><item><title>TSV 1860 München bekommt mehr Zeit</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München wird mit Verspätung den Spielbetrieb in der Regionalliga aufnehmen und startet erst am 2. Spieltag mit einer Partie beim 1. FC Schweinfurt 05.&lt;/p>&lt;p>Rahmenspielplan Regionalliga Bayern veröffentlicht&lt;/p>&lt;p>Mit Verspätung darf der TSV 1860 München den Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern aufnehmen und startet erst am zweiten Spieltag mit einer Auswärtspartie beim 1. FC Schweinfurt 05. Die bayerische Viertliga-Staffel zählt nach dem Zwangsabstieg der Löwen in der kommenden Saison 19 statt bislang 18 Vereine. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat mittlerweile den kompletten Rahmenspielplan veröffentlicht. Das offizielle Eröffnungsspiel der Regionalliga Bayern Spielzeit 2026/2027 bestreiten der TSV Aubstadt und Schweinfurt mit einem Unterfranken-Derby am Donnerstag, den 23. Juli.&lt;/p>&lt;p>In Giesing arbeiten nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, bei der aktuell ein Insolvenzverwalter die vorhandene Insolvenzmasse und etwaige Gläubigeransprüche ermittelt, die Verantwortlichen des Muttervereins an neuen Strukturen. Die dafür gegründete TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH hat erst Anfang Juli ihren Betrieb aufgenommen. Der BFV hat dieser Lage bei der Gestaltung des Spielplans Rechnung getragen und gibt den Löwen eine Woche mehr Zeit. Sie haben zur Saisoneröffnung spielfrei. Dafür wartet dann am zweiten Spieltag mit dem Drittliga-Absteiger Schweinfurt gleich ein schwerer sportlicher Prüfstein auf die Giesinger. Anpfiff ist am Samstag, den 1. August um 14 Uhr im 16.500 Plätze fassenden Sachs-Stadion.&lt;/p>&lt;p>Sein erstes Heimspiel im Grünwalder Stadion trägt der TSV 1860 München am Freitagabend, den 7. August, unter Flutlicht um 19 Uhr gegen den FC Augsburg II aus. Eine attraktive Paarung hält auch das Saisonfinale am 38. Spieltag bereit. Dann müssen die Giesinger auswärts bei der SpVgg Unterhaching antreten. Das Bayerische Fernsehen überträgt an jedem Spieltag der Regionalliga Bayern das Top-Spiel live im Stream auf BR24Sport und in der ARD-Mediathek. (as).&lt;/p>&lt;p>Hier ist der komplette Rahmenspielplan der Regionalliga Bayern der Saison 2026/2027 abrufbar: Bayerischer Fußball-Verband (BFV)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TTJReFptWmxNMll0WXpZM-8iDaiyLctafpWsK2LyUaT6ZvDCPAFK5W9TeMLCsicB5PaFLWrhBq7IdfPmskHMM9EWpD5Vwpx2MylURWhfU9SIgiL-98a6IodJ-siub4Po0y2mwJWv3Jx66Ex7EcfZsAtLJJK80YXy19OPZfV4StI=?preset=fullhd" length="344958"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/tsv-1860-muenchen-bekommt-mehr-zeit/cnt-id-ps-7ddd7fc6-b055-43ef-adb4-90854d439583</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7ddd7fc6-b055-43ef-adb4-90854d439583</guid><pubDate>Sun, 12 Jul 2026 10:27:23 +0200</pubDate></item><item><title>1860-Fanszene sorgt für Furore</title><description>&lt;p>Mit einer Crowdfunding-Aktion haben die Anhänger des TSV 1860 München innerhalb weniger Tage mehr als eine Viertelmillion Euro gesammelt.&lt;/p>&lt;p>Trikotsponsoring finanziell gesichert&lt;/p>&lt;p>Mit einer Crowdfunding-Aktion haben Anhänger des TSV 1860 München innerhalb weniger Tage mehr als eine Viertelmillion Euro gesammelt, um einen Werbeplatz auf dem Rücken des künftigen Trikots der Giesinger zu kaufen und den Neustart des Klubs zu unterstützen. In der Regionalliga-Saison 2026/2027 werden die „Sechzger” mit dem Schriftzug „Football for the People” (dt. Fußball für die Menschen) unterhalb der Rückennummer auflaufen. Dieser Slogan wird international von Fußballfanszenen benutzt, die damit gegen die Radikalkommerzialisierung ihres Sports protestieren und die Teilhabe aller am „Volksvergnügen“ fordern.&lt;/p>&lt;p>Es haben sich mehr als viereinhalbtausend Menschen und Gruppierungen an der Sammlung beteiligt. Darunter waren auch Fanszenen anderer Vereine. Mit von der Partie waren etwa „Sottocultura“, die führende Ultragruppe aus Mönchengladbach, „Kaos Bagage“ aus Nürnberg, „Ingrifati Perugia 1989“, die Ultras des AC Perugia Calcio, Fans von Hertha BSC und Anhänger des VfB Stuttgart. Die Solidarität mit dem TSV 1860 München zieht weite Kreise. Unter den Spendern finden sich auch bekannte Sportler, die einst das Trikot des TSV 1860 München trugen, wie Stefan Aigner, Benjamin Schwarz oder Sandro Kaiser.&lt;/p>&lt;p>1860-Fanvereinigungen wie „Blue Blood Fanatics“, „Drunkarts 1860 &amp;amp; F-Town“, „LFC Schweppermann 1860“, „Cosa Nostra 1860“, „MIB 1860 München“, „Wattenbacher Löwen“, „PRO1860“, „Wambo Giasing 1860“, „Kreative für Sechzig“, „Blue Vikings 1860“, „Freitag“, „Bootboys 1860“, „Sechzig im Allgäu“, „Löwenheimat Giesing“, „Münchner Freiheit 1860“, „Göppinger Löwen 91“, „Chaoten 1860“, „Leonum 1860“, „Crazy Lions Eichstätt“, „Azzurro Monaco“, „Cabrio Löwen“ sowie die ähnlich klingenden „Capri-Löwen“, „Oberland Löwen“, „60-Fanclub Altkissing“, „Überetscher Löwen Südtirol“, „Löwenfreunde Gaimersheim“, „Löwenfanclub Pörnbach“, „Holzländer Löwen“, „Grenzstadt-Löwen Simbach, „Münchner Gschwerl“ und viele andere mehr, haben zum Teil in vierstelliger Höhe gespendet.&lt;/p>&lt;p>Zu den Mitgliedern des TSV 1860 München zählen prominente Politiker wie der Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi (SPD) und der Landtagsabgeordnete Max Deisenhofer (Die Grünen). Sie beteiligten sich an der Aktion ebenso wie der Comedian Simon Pearce oder Zanti und Roy Bianco, die Sänger der Italo-Schlager-Band „Roy Bianco &amp;amp; Die Abbrunzati Boys“. Zuwendungen trafen aus den USA ein, aus Kanada, aus Ecuador, aus Italien, aus Österreich, aus der Schweiz.&lt;/p>&lt;p>Mit „Football for the People“ sorgt der TSV 1860 München für Furore, weil hier etwas geschieht, das im durchkommerzialisierten Profifußball nicht vorgesehen scheint: Die Menschen auf den Rängen holen sich ihren Verein zurück. Ihre Botschaft: Fußball gehört denen, die ihn lieben. Denen, die Woche für Woche kommen, mitsingen, mitleiden und selbst dann bleiben, wenn sportlich und wirtschaftlich eine Talsohle erreicht ist. „Football for the People“ ist deshalb weit mehr als eine erfolgreiche Crowdfunding-Aktion. Es ist eine Liebeserklärung – und zugleich ein Aufbegehren gegen die Vorstellung, ein Verein sei lediglich ein Geschäftsmodell. (as)&lt;/p>&lt;p>Quelle: „Football for the People!“: https://www.gofundme.com/f/football-for-the-people&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WldVeU9EZGpZbVF0WTJJM_3Cv4VofMeZGkqbMEeE_W16eRytquX2Q_zzMuwiE72SWHIfKpC_AlFZfPV-VDe9Li2V9Q2dx1Cz31KJw_m4lOA8z7CFb94jqfQ8XGBH3NNh6On-mbS0PegcelSkqrl0dNEQ5zdkZofERYYX81x38Ys=?preset=fullhd" length="377370"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-fanszene-sorgt-fuer-furore/cnt-id-ps-02d38fa9-6b84-48a5-a3e0-378aa8fbf80d</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-02d38fa9-6b84-48a5-a3e0-378aa8fbf80d</guid><pubDate>Fri, 10 Jul 2026 15:21:14 +0200</pubDate></item><item><title>DFB-Bundesgericht bestätigt Zulassungsverweigerung</title><description>&lt;p>Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Verwaltungsbeschwerde der sich in Vorinsolvenz befindlichen TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA zurückgewiesen.&lt;/p>&lt;p>Verwaltungsbeschwerde des TSV 1860 München erfolglos&lt;/p>&lt;p>Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat die Verwaltungsbeschwerde der sich in Vorinsolvenz befindlichen TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA zurückgewiesen. Auf Verlangen von Anteilseigner Hasan Ismaik und mithilfe seiner Anwälte hatte diese Einspruch beim DFB gegen die Nichtzulassung zur 3. Liga erhoben.&lt;/p>&lt;p>Die Gesellschaft versäumte im Rahmen des Zulassungsverfahrens eine wirtschaftliche Bedingung fristgerecht zu erfüllen. Erforderliche Sicherheiten und Nachweise waren bis zum Ablauf der festgelegten Frist nicht beim DFB eingegangen. Nachdem die Fachgruppe Zulassungsbeschwerden die Nichterfüllung der Bedingungen festgestellt hatte, entschied die Fachgruppe Spielbetriebe im Juni, dem TSV 1860 München die Zulassung für die 3. Liga zu verweigern, teilte der DFB mit.&lt;/p>&lt;p>Die Verwaltungsbeschwerde wurde vom DFB-Bundesgericht im schriftlichen Verfahren geprüft und als unbegründet zurückgewiesen. Auf DFB-Ebene ist die Entscheidung letztinstanzlich. Der durch die Zulassungsverweigerung frei gewordene Startplatz in der 3. Liga geht an den TSV Havelse. Die Niedersachsen rücken gemäß § 55a der DFB-Spielordnung als bestplatzierter sportlicher Absteiger der vergangenen Spielzeit nach. Der TSV 1860 München wird in der kommenden Saison unter dem Dach des Muttervereins in der Regionalliga antreten. Der Rechtsweg auf Verbandsebene ist für Hasan Ismaik und die KGaA damit ausgeschöpft. (as)&lt;/p>&lt;p>Weitere Artikel zum Thema: Ismaiks Verwaltungsbeschwerde droht zu scheitern&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TlRkaFpHWmpOemt0TVdFNRqwnP_A7K3vj7qzrZZPNQJt7cJ_kDJ_NTDfSwccGruOVhqTjF6UXVqYRPYJs5Nq-9joTTOkCc_jRrW0yKIMNa1lw0DzpWu0x2KGnmC3-y50THrN2CgrhzM4w3ffEbw3pNO4Yn5JlTU1bBVA5JMTyzk=?preset=fullhd" length="330614"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/dfb-bundesgericht-bestaetigt-zulassungsverweigerung/cnt-id-ps-eaa6bde0-95fc-4a78-8f30-3963012b5140</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-eaa6bde0-95fc-4a78-8f30-3963012b5140</guid><pubDate>Wed, 8 Jul 2026 16:41:07 +0200</pubDate></item><item><title>Fanclub „Gfui für Sechzig Minga“ spendet an „Bunt kickt gut“</title><description>&lt;p>Der Fanclub „Gfui für Sechzig Minga“ unterstützt „Bunt kickt gut“. Übergeben wurden 800 Euro sowie Sachspenden.&lt;/p>&lt;p>Fanclub unterstützt „Bunt kickt gut“&lt;/p>&lt;p>Der Fußballfanclub „Gfui für Sechzig Minga“ hat sich bei der Gründung im Jahr 2018 auf die Fahne schreiben lassen, regelmäßig gemeinnützige Organisationen zu unterstützen. Auf der Suche nach einem geeigneten Spendenpartner für 2026 ist der Löwen-Fanclub dann auf „Bunt kickt gut“ gestoßen.&lt;/p>&lt;h2>800 Euro und Sachspenden&lt;/h2>&lt;p>„Bunt kickt gut“ ist ein Projekt der interkulturellen Verständigung - und in seiner bestehenden Form und Dimension ein europaweit einzigartiges Beispiel des organisierten Straßenfußballs. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen verschiedener kultureller und nationaler Herkunft eine sinnvolle und gesunde Freizeitbeschäftigung zu geben und Möglichkeiten von sozialem und kulturellem Lernen zu eröffnen. „Gfui für Sechzig Minga“ ist von diesem Projekt voll überzeugt. Gespendet wurden ein Geldbetrag in Höhe von 800 Euro und Sachspenden wie Trainingsshirts und Fußballschuhe. Ein Großteil der Sachspenden kam von den Vereinsmitgliedern.&lt;/p>&lt;p>Die Übergabe des Schecks und der Sachspenden fand durch den Vorstand des Fanclubs und mit einem Verantwortlichen von „Bunt kickt gut“ statt. Überreicht wurde alles vor einem Löwen-Heimspiel am Grünspitz. Der Verantwortliche von „Bunt kickt gut“ sowie die Kinder nahmen die Spenden entgegen und bedankten sich herzlich. Die Spendenaktion sei ein voller Erfolg gewesen, teilt der Fanclub „Gfui für Sechzig Minga“ mit.&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TkRFeU9XUTNNV1V0TVRnd_ozcvqYRfKjConzpXPrz5LOu-3g1KiEVk-LDnE7BWEbkBPGkozf_Tr3Pu2KijBl7zi_HDlHewopsBtJR5Yxv-rxorMG0nV3VEK2R9El9DdZPmYF-Yt89-JqudsF0ayqE9DwOSXyjz2rOoeoSvaIfGw=?preset=fullhd" length="257870"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/fanclub-gfui-fuer-sechzig-minga-spendet-an-bunt-kickt-gut/cnt-id-ps-85f3fc6e-0a48-45de-948a-cad1d9d134ca</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-85f3fc6e-0a48-45de-948a-cad1d9d134ca</guid><pubDate>Tue, 7 Jul 2026 11:33:48 +0200</pubDate></item><item><title>„Football for the People“ – Fans wollen aufs Trikot</title><description>&lt;p>Aktive Fanszene startet Kampagne „Football for the People!“ – für einen selbstbestimmten Fußball und die Zukunft des TSV 1860 München.&lt;/p>&lt;p>Sichtbares Zeichen für veränderte Verhältnisse bei 1860&lt;/p>&lt;p>Nach vielen bleiernen Jahren sieht die aktive Fanszene des TSV 1850 München eine historische Chance gekommen: Der Verein kann sich im Profifußball neu aufstellen, seine Zukunft selbstbestimmt gestalten und den eingeschlagenen Weg wieder stärker am Willen seiner Mitglieder und Fans ausrichten. Mit der Kampagne „Football for the People!” wollen die Anhänger ein deutliches Zeichen setzen. Fußball gehört den Menschen, die ihn tragen, leben und lieben.&lt;/p>&lt;p>Die Initiative würdigt in einem Aufruf ausdrücklich das Engagement der aktuell handelnden Personen in den demokratisch gewählten Vereinsgremien. Sie hätten in einer entscheidenden Phase Mut, Verantwortungsbewusstsein und Einsatzbereitschaft gezeigt und ihr Handeln am Willen der Mitglieder orientiert. Ebenso formuliert sie einen Dank an all jene innerhalb und außerhalb der Fanszene, die sich über viele Jahre hinweg für die Unabhängigkeit und die Zukunft des Vereins eingesetzt haben.&lt;/p>&lt;p>Aus Sicht der Anhänger steht der TSV 1860 München aktuell an einem Wendepunkt in seiner Geschichte. Die neu gewonnene Freiheit bedeute nicht nur Erleichterung darüber, der Einflusssphäre Hasan Ismaiks entronnen zu sein, sondern auch Verantwortung. Verein, Mitglieder und Fans seien nun gleichermaßen gefordert, den Wiederaufbau aktiv mitzugestalten und gemeinsam tragfähige Strukturen für die Zukunft zu entwickeln.&lt;/p>&lt;p>Die Historie des TSV 1860 zeige beispielhaft, wie wichtig demokratische Mitbestimmung, kritische Begleitung und der Schutz gewachsener Vereinsstrukturen im modernen Fußball seien. Gerade angesichts zunehmender Kommerzialisierung sei es entscheidend, bestehende Schutzmechanismen wie die 50+1-Regel zu bewahren und zu stärken. Mit „Football for the People!“ soll diese Haltung sichtbar werden.&lt;/p>&lt;p>Ziel der Kampagne ist es, die Botschaft in der kommenden Saison auf dem Rücken der Trikots des TSV 1860 München zu platzieren. Dafür bittet die Fanvereinigung um Unterstützung und Spenden. Die Initiative richtet sich ausdrücklich nicht nur an Anhängerinnen und Anhänger des TSV 1860 München. Ihre Botschaft versteht sich als solidarischer Aufruf an Fußballfans in ganz Deutschland und darüber hinaus: Für einen Fußball, der seinen sozialen Charakter bewahrt, der Teilhabe ermöglicht und dessen Vereine nicht zum Spielball rein wirtschaftlicher Interessen werden. Stattliche 250.000 Euro wollen die Fans dafür in kürzester Zeit einsammeln. Nach nur einem Tag sind bereits über 60.000 Euro eingegangen. (as)&lt;/p>&lt;p>„Football for the People!“: https://www.gofundme.com/f/football-for-the-people&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WkdOaVl6YzBaR0V0WTJVMk4wS-STVgF4wsBjADbgxO9qBKyLH_VlMkm2HlXmgKGkoSICM8xbwOTuKhOG5J5pblXHkev7OgAxglKpRrnOZw2BbQ15M7XF42wV4ldWVPKY6eb_5mTWXGEl94KOzNZRfp3kJKnAUrjRiu6Hd00pDh0=?preset=fullhd" length="487217"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/football-for-the-people--fans-wollen-aufs-trikot/cnt-id-ps-2cc788f6-f82f-4cfa-afa7-794ba2030392</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-2cc788f6-f82f-4cfa-afa7-794ba2030392</guid><pubDate>Mon, 6 Jul 2026 17:19:54 +0200</pubDate></item><item><title>Das sind die künftigen Löwen-Gegner</title><description>&lt;p>Diese Gegner warten in der kommenden Regionalliga-Saison 2026/2027 in Bayern auf den TSV 1860 München. Achtzehn Kurzportraits.&lt;/p>&lt;p>Teilnehmer der Regionalliga Bayern 2026/2027&lt;/p>&lt;p>Diese Gegner warten in der Regionalliga Bayern auf den TSV 1860 München, der nach dem Insolvenzverfahren der Profifußballgesellschaft einen kompletten Neuanfang unter dem Dach des Vereins wagt. Gespielt wird in der Regionalliga in größeren Stadien, aber auch und auf kleineren Plätzen. Ein Spielort in der Regionalliga Bayern muss gemäß den Vorgaben des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) eine Mindestkapazität von 2.500 Plätzen aufweisen.&lt;/p>&lt;h2>Achtzehn Kurzportraits&lt;/h2>&lt;p>&lt;b>1. FC Schweinfurt 05 (Absteiger aus der 3. Liga)&lt;/b>Der traditionsreiche 1. Fussball-Club Schweinfurt 1905, Verein für Leibesübungen e. V., aus Unterfranken zählt 1.550 Mitglieder in seinen Reihen. In den Spielzeiten 1974/75, 1990/91 und 2001/02 gaben die „Schnüdel“ jeweils Gastspiele in der 2. Bundesliga. Ihre Heimspiele tragen die Schwarz-Rot-Grünen im 15.000 Zuschauer fassenden Sachs-Stadion aus. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 4.201.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>SpVgg Bayreuth&lt;/b>Die Spielvereinigung Oberfranken Bayreuth von 1921 e. V. zählt unter 1.000 Mitglieder. Im örtlichen Dialekt wird der Verein „Oldschdod“ gerufen. Von 1971 bis 1990 spielten die Gelb-Schwarzen durchgehend in der 2. Bundesliga. In der Saison 2022/2023 war die SpVgg Bayreuth für eine Saison im Profifußball der 3. Liga aktiv. Seine Heimspiele trägt der Verein im städtischen Hans-Walter-Wild-Stadion aus. Die traditionsreiche Spielstätte bietet Platz für 21.500 Zuschauer. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 1.613.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>SpVgg Unterhaching&lt;/b>Im Münchner Speckgürtel ist die SpVgg Unterhaching zu Hause. Die rund 1.150 Mitglieder zählenden Vorstädter kicken im 15.000 Zuschauer fassenden Uhlsport Park, der sich mittlerweile im Besitz des FC Bayern München befindet. Berühmt wurden die Hachinger als kleinster Bundesligist von 1999–2001. In der 2. Liga waren die Rot-Blauen von 1989–1993, von 1995–1999 und in den Jahren 2001–2007 am Ball. Als Drittligist reüssierte Haching von 2008–2015, 2017–2021 sowie von 2023–2025. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 2.338.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>SV Wacker Burghausen&lt;/b>Der Sportverein Wacker Burghausen e. V. ist mit 5.300 Mitgliedern einer der größten Sportvereine Deutschlands außerhalb der Ballungszentren. Auch die Burghauser haben eine Vergangenheit im Profifußball. Von 2002–2007 spielten die Salzstädter in der 2. Liga. Zwischen 2008 und 2024 konnten sich die Schwarz-Weißen in der 3. Liga halten. Seine Heimspiele trägt Wacker in der 10.000 Zuschauer fassenden Wacker-Arena aus. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 1.319.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>TSV Schwaben Augsburg&lt;/b>Der knapp 2.800 Mitglieder zählende Turn- und Sportverein Schwaben Augsburg e. V. von 1847 ist hinter dem FC Augsburg die Nummer 2 in der Stadt. Historisch war der TSV Schwaben Augsburg insbesondere in der Nachkriegszeit überregional präsent und spielte mehrfach in der erstklassigen Oberliga Süd. Im Jahr 1969 fusionierte die Profifußball-Abteilung des Vereins mit dem BC Augsburg zum heutigen FC Augsburg. Der TSV Schwaben blieb jedoch bis heute als eigenständiger Verein im Amateurbereich bestehen. Spielstätte der „Schwabenritter“ ist das 26.000 Zuschauer fassende Rosenaustadion. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 494.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>FC Memmingen&lt;/b>Der Fußball-Club Memmingen 1907 Verein für Leibesübungen e. V. zählt mit 700 Mitgliedern zu den kleineren Vereinen der Liga, spielt aber seit über 50 Jahren nahezu durchgehend im bayerischen Amateur-Spitzenfußball. Das Stadion der Rot-Weißen an der Bodenseestraße bietet 5.100 Zuschauern Platz, deren Zahl sich mit Zusatztribünen noch steigern lässt. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 787.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>SC 1926 Eltersdorf (Aufsteiger aus der Bayernliga Nord)&lt;/b>Der Sport-Club 1926 e. V. Eltersdorf hat seine Heimat im Erlanger Stadtteil Eltersdorf. Mit knapp 2.000 Mitgliedern zählt er zu den größeren Vereinen in der 120.000 Einwohner zählenden mittelfränkischen Großstadt. Neben Fußball bieten die Grün-Weiß-Schwarzen auch eine erfolgreiche Rock ’n’ Roll-Abteilung, bekannt als „The Rockabillies“, die eine WM-Teilnahme verzeichnen kann. Der Ball rollt bei den „Quecken“ im 2.500 Zuschauer fassenden Sportpark Erlangen in Langenau. Die Zuschreibung „Quecken“ stammt aus dem Fränkischen und bezeichnet eine hartnäckige Unkrautart. Sie wurde von den Fußballern als Identifikationsmerkmal für Zähigkeit und Beständigkeit gewählt. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 353.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>TSV Landsberg (Aufsteiger aus der Bayernliga Süd)&lt;/b>Der TSV 1882 Landsberg am Lech zählt zu den ältesten Vereinen in Oberbayern, dem über 2.200 Mitglieder die Treue halten. 4.000 Zuschauer fasst das Sportzentrum Landsberg, in dem die Rot-Grün-Weißen ihre Heimspiele austragen. Häufig bei gutem Wetter, denn laut Deutschem Wetterdienst zählt die 30.000 Einwohner große Stadt zu den sonnigsten Deutschlands. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 439.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>TSV Aubstadt&lt;/b>Die weiteste Auswärtsfahrt führt die Münchner Löwen nach Aubstadt in Unterfranken an der nördlichen Grenze des Freistaats. Beim Turn- und Sportverein Aubstadt 1921 e. V. trägt man den Spitznamen „die Grabfelder“, benannt nach der dortigen Kulturlandschaft und Region. Mit nicht ganz 750 Einwohnern sind die Rot-Weißen der mit Abstand kleinste Teilnehmer der Regionalliga Bayern. Gekickt wird am 3.000 Zuschauer fassenden örtlichen Sportplatz, der seltsamerweise offiziell als „Arena“ firmiert. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 649.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>DJK Vilzing&lt;/b>Vilzing ist ein Ortsteil der Kreisstadt Cham in der Oberpfalz. Die DJK Vilzing (offiziell: Deutsche Jugendkraft Vilzing e. V.) wurde 1967 gegründet und ist Teil des katholischen DJK-Sportverbands. Mit 810 Mitgliedern sind die Gelb-Schwarzen einer der kleinsten Vereine in der Regionalliga Bayern. Gespielt wird im 2.500 Plätze zählenden Manfred-Zollner-Stadion. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 822.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>FV Illertissen 1921&lt;/b>Obwohl der Verein im bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm beheimatet ist, gehörte er wegen seiner Grenzlage lange dem Württembergischen Fußballverband an. Zur Saison 2012/13 wechselte der nur 550 Mitglieder zählende Fußballverein Illertissen e. V. freiwillig in den Bayerischen Landesverband. Die Blau-Weißen spielen im 3.000 Zuschauer fassenden Vöhlin-Stadion der 18.000 Einwohner zählenden Stadt Illertissen. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 385.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>VfB Eichstätt&lt;/b>Der Verein für Bewegungsspiele Eichstätt e. V. 1920 zählt rund 1.200 Mitglieder in seinen Reihen. Die Grün-Weißen gewannen 2019 die Bayerische Amateurmeisterschaft. Mit 2.090 Plätzen zählt der lokale Hirsch-Sportpark zu den kleinsten Stadien in der Regionalliga Bayern. Vermutlich sind mittlerweile 2.500 zugelassen, um den Auflagen zu genügen. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 751.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>SpVgg Ansbach&lt;/b>Als Nullneuner bezeichnen sich die Kicker der Spielvereinigung Ansbach 09 e. V. Die mittelfränkische Regierungshauptstadt Ansbach zählt rund 40.000 Einwohner, wovon etwa 700 Mitglied bei der Spielvereinigung sind. Das Stadion der Grün-Weißen ist der Xaver-Bertsch-Sportpark und fasst 5.000 Besucher. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 1.163.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>TSV Buchbach&lt;/b>Der 1913 gegründete Turn- und Sportverein Buchbach e. V. hat vielfältige Bezüge zu den Münchner Löwen. Stefan Lex kickte ebenso im Trikot der Rot-Weißen wie „Meisterlöwe“ Rudolf „Fuchse“ Zeiser, der von 1963 bis 1970 in Giesing wirkte. 1.700 Mitglieder stark sind die Buchbacher. Das ist insofern erstaunlich, als der Markt Buchbach im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn selbst nur 3.386 Einwohner hat. Gespielt wird im 2.500 Zuschauer fassenden früheren Jahnstadion, das heute als Arena mit dem Namenszusatz eines Sponsors firmiert. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 676.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>1. FC Nürnberg II (amtierender Meister)&lt;/b>Die Reserve des Zweitligisten 1. Fußball-Club Nürnberg, Verein für Leibesübungen e. V., trägt ihre Heimspiele üblicherweise auf dem 2.500 Zuschauer fassenden Max-Morlock-Platz im Sportpark Valznerweiher in Nürnberg aus. Stolze 41.300 Mitglieder zählt der Verein. Wenn der TSV 1860 München kommt, ist ein Umzug ins 50.000 Plätze zählende Max-Morlock-Stadion wahrscheinlich. Die „Clubberer“ errangen in der vergangenen Saison souverän Platz eins in der Tabelle, verzichteten aber aus wirtschaftlichen Gründen auf eine Teilnahme an der Aufstiegsspielen. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 460.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>FC Augsburg II&lt;/b>Die Reserve des FC Augsburg spielt in der Regel im 26.000 Zuschauer fassenden Rosenaustadion. In Ausnahmefällen weicht die Mannschaft auch in die Arena des Bundesligisten aus, die 30.660 Plätze zählt. Mit den Schwaben in Rot-Grün-Weiß halten es rund 31.000 Mitglieder. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 509.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>SpVgg Greuther Fürth II&lt;/b>Die Spielvereinigung Greuther Fürth spielt mit ihrer Reserve in der Regel auf dem Konrad-Ammon-Platz (auch bekannt als Teil des Sportzentrums Kleeblatt Au) in Fürth. Knapp 5.000 Menschen sind eingetragene Mitglieder beim „Kleeblatt“. Wenn die Löwen kommen, dürfte der 16.600 Plätze zählende Sportpark Ronhof zum Spielort werden. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 321.&lt;/p>&lt;p>&lt;b>FC Bayern II&lt;/b>Meist trägt die Reserve des FC Bayern München ihre Heimspiele als Gast im Sechzger-Stadion in Giesing aus. Nachdem die Rot-Weißen jedoch Ende 2025 von der Gemeinde Unterhaching den örtlichen Sportpark käuflich erworben haben, wird mittelfristig die Heimat des FC Bayern II dort sein. Alternativ steht den „kleinen“ Bayern ihr weitläufiger Campus im Münchner Norden zur Verfügung. Der FC Bayern München ist mit gut 440.000 Mitgliedern nach Benfica Lissabon aus Portugal der mitgliederstärkste Sportverein der Welt. Besucherzuspruch im Schnitt pro Heimspiel in der vergangenen Saison: 771.&lt;/p>&lt;p>Der TSV Aubstadt eröffnet mit einem Unterfranken-Derby gegen den 1. FC Schweinfurt 05 die Regionalliga-Bayern-Saison 2026/2027 im offiziellen Eröffnungsspiel am Donnerstag, den 23. Juli um 19 Uhr. Der Gewinn der Meisterschaft in der Regionalliga Bayern garantiert jedoch noch keinen Aufstieg in die 3. Liga. Gemäß dem festgelegten Turnus tritt der bayerische Vertreter gegen den Meister der Regionalliga Nord an. Die am Ende der Saison bestplatzierte Amateurmannschaft trägt den Titel „Bayerischer Amateurmeister“ und erhält einen Startplatz in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Das Bayerische Fernsehen überträgt an jedem Spieltag der Regionalliga Bayern das Top-Spiel live im Stream auf BR24Sport und in der ARD-Mediathek. (as).&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpZeU1EWTNOekF0WW1RecgpBx1fRJo8A_C3G79z4q_RRg3YLKtEbyI4-Pql6HODBS1ymRRCY6ciZMygjYNcuEZJ8KcthoDXdAgpGdebFstc0Y4ZRdkMHRomupz1Yf4NfeA7vQTOkFQJ60oZu8DtcIqixqp6YIhdasf-jYhV6vs=?preset=fullhd" length="223074"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/das-sind-die-kuenftigen-loewen-gegner/cnt-id-ps-38a56e3c-c161-4b13-b7d0-fcd20241ee96</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-38a56e3c-c161-4b13-b7d0-fcd20241ee96</guid><pubDate>Sun, 5 Jul 2026 09:18:16 +0200</pubDate></item><item><title>1860-Profifußball wieder in Mitgliederhand</title><description>&lt;p>Beim künftigen Regionalligisten TSV 1860 München nimmt die Zukunft des Profifußballs organisatorisch Gestalt an.&lt;/p>&lt;p>Spielbetriebs-GmbH gibt Geschäftsaufnahme bekannt&lt;/p>&lt;p>Beim Regionalligisten TSV 1860 München nimmt die Zukunft des Profifußballs organisatorisch Gestalt an. In einer Mitteilung des Vereins an seine Mitglieder schreiben die Löwen: „(…) das Präsidium des TSV München von 1860 e. V. ist dem Auftrag der Mitgliederversammlung vom 21. Juni 2026 gefolgt und gibt die Geschäftsaufnahme der TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH bekannt. Die Gesellschaft soll der „künftigen Organisation, Durchführung und Verwaltung des Profifußballs der Herren“ dienen.&lt;/p>&lt;p>In der TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH liegen alle Geschäftsanteile vollständig beim TSV München von 1860 e. V. und seinen Mitgliedern. Einschränkend heißt es: „Eine Veräußerung von Anteilen an der TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH ist ausschließlich mit Zustimmung der Mitgliederversammlung des TSV München von 1860 e. V. und einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen möglich.”&lt;/p>&lt;p>Hektische Nacht-und-Nebel-Anteilsverkäufe des Präsidiums an den Mitgliedern vorbei, wie sie 2011 bei der sich heute in einem Insolvenzverfahren befindlichen TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, stattgefunden haben, soll es künftig nicht mehr geben. „Zu jeder Zeit muss der TSV München von 1860 e. V. mindestens 51 Prozent der Geschäftsanteile halten“, gilt als Maßstab für die künftigen Besitzverhältnisse.&lt;/p>&lt;p>Zur Geschäftsführung der neuen Gesellschaft teilen die Sechzger mit: „Als Interimsgeschäftsführer der TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH während der Gründungs- und Aufbauphase wurde Thomas Probst bestellt, der dieses Amt ehrenamtlich und ohne Vergütung bis zur Bestellung einer dauerhaften Geschäftsführung ausübt.“ Der Diplom-Kaufmann Probst berät das 2025 gewählte Präsidium bei Struktur- und Finanzfragen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WWpBMllUSmtOVFl0TVdKawsLyx03YdR_dr49VIeH89zawaLQ4XLLQa18gwDQT1fhaLWPc9iSV4xrSv2jEgI9GWKJt6jK1JNx-NOXZe0nXNj3peHbSWKVETsp1c80sth76imA6OC6dFahmtZANcl0fbmJr0KzopKnNhaks-CevLE=?preset=fullhd" length="266680"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-profifussball-wieder-in-mitgliederhand/cnt-id-ps-6b338810-2b7d-4530-ad27-f3bb873d92cb</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-6b338810-2b7d-4530-ad27-f3bb873d92cb</guid><pubDate>Thu, 2 Jul 2026 17:02:20 +0200</pubDate></item><item><title>Regionalliga-Reform vorerst gescheitert</title><description>&lt;p>Die geplante Reform der Regionalliga-Struktur im Männerfußball ist vorerst gescheitert. Am vergangenen Montag stimmten Klubs aus den Spielklassen drei bis fünf darüber ab.&lt;/p>&lt;p>Einigkeit aller Regionalverbände verfehlt&lt;/p>&lt;p>Die geplante Reform der Regionalliga-Struktur im Männerfußball ist vorerst gescheitert. Am Montag stimmten Klubs aus den Spielklassen drei bis fünf über das gewünschte Modell ab. Zwar sprach sich bundesweit eine Mehrheit der Vereine für das sogenannte „Kompassmodell“ mit künftig vier Regionalligen aus, doch die zuvor zur Bedingung gemachte Einstimmigkeit aller fünf Träger der Regionalligen wurde nicht erreicht. Vor allem der Bayerische Fußball-Verband lehnte beide vorgestellten Modelle mehrheitlich ab und sprach sich dafür aus, neue Vorschläge zu prüfen. Damit bleibt das bisherige Aufstiegssystem mit fünf Regionalligen und nur vier Aufstiegsplätzen in die 3. Liga bestehen.&lt;/p>&lt;p>Die Vereins-Abstimmung in den einzelnen Regionen wurde zeitgleich durchgeführt. Im Westen (60,9 Prozent), Norden (61,5 Prozent) und Nordosten (76,3 Prozent) favorisierten die Vereinsverantwortlichen das „Kompassmodell“. Im Südwesten erreichte das „Regionenmodell“ die Mehrheit (93,1 Prozent), in Bayern sprachen sich die Abstimmenden mehrheitlich (52,4 Prozent) für die Ausarbeitung neuer Modelle aus.&lt;/p>&lt;p>Für schweren Unmut sorgte die Tatsache, dass im „Kompassmodell“ ursprünglich offenbar mit 20 Mannschaften pro Regionalliga geplant worden war, in den Abstimmungsunterlagen jedoch plötzlich nur noch von 18 Teams die Rede war. Tommy Haeder, Sprecher der Initiative „Meister müssen aufsteigen“, kritisierte dieses Vorgehen als „Taschenspielertrick“. Der Frust bei vielen Vereinen und Verbänden bleibt entsprechend groß. Dennoch wollen der Nordostdeutsche Fußballverband und die Initiative den Reformdruck aufrechterhalten und weitere Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) führen. (as)&lt;/p>&lt;p>Das sind die diskutierten Modelle:&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WlRRMk9ETXhabUV0T0RSbeC5YIj2Hy-3a6wEzfd857lbob-2EJfzQ88Po-8c6-9SU0NlbYthf-Sf7p4-EV7gjFtki6tm1u-INbZ_ut-N9_xkaOCSYZqLgpYl5a4Zo4EBONXaqtVFpC6vRP0CvMR0WthsRtVcbLh8NfeaLtsLxMs=?preset=fullhd" length="334523"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/regionalliga-reform-vorerst-gescheitert/cnt-id-ps-59db5fee-cc20-4a0e-a047-0b212f9ecb8c</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-59db5fee-cc20-4a0e-a047-0b212f9ecb8c</guid><pubDate>Thu, 2 Jul 2026 11:42:31 +0200</pubDate></item><item><title>Ismaiks Verwaltungsbeschwerde droht zu scheitern</title><description>&lt;p>Die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, die Profifußball-Tochter des TSV 1860 München, hat auf Verlangen von Hasan Ismaik und mithilfe seiner Anwälte Verwaltungsbeschwerde gegen die Nichtzulassung zur 3. Liga erhoben.&lt;/p>&lt;p>DFB zerpflückt juristische Argumentation in jedem Punkt&lt;/p>&lt;p>Die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, die Profifußball-Tochter des TSV 1860 München, hat auf Verlangen von Anteilseigner Hasan Ismaik und mithilfe seiner Anwälte Verwaltungsbeschwerde gegen die Nichtzulassung zur 3. Liga erhoben. In einer ausführlichen Erwiderung auf die Beschwerde macht die Fachgruppe Spielbetriebe im Deutschen Fußball-Bund (DFB) ihre ablehnende Haltung deutlich und beantragt beim DFB-Bundesgericht, die Verwaltungsbeschwerde kostenpflichtig abzuweisen. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete als erste ausführlich darüber.&lt;/p>&lt;p>Die Kontroverse wird vor dem DFB-Bundesgericht im Schriftverfahren ohne mündliche Verhandlung entschieden. Frühestens am 3. Juli ist mit einem abschließenden Urteil zu rechnen. Dass es zu Gunsten von Hasan Ismaik ausfällt, erscheint angesichts des Sachstands jedoch äußerst unwahrscheinlich. Das Bundesgericht ist innerhalb des DFB zuständig als Rechtsmittelinstanz gegen Entscheidungen des Sportgerichts und gegen Entscheidungen der obersten Rechtsorgane der Mitgliedsverbände. Der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA war im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga für die Spielzeit 2026/2027 von der Fachgruppe Spielbetriebe die Zulassung nicht erteilt worden.&lt;/p>&lt;p>Die Argumentation von Hasan Ismaiks Anwälten, wonach die Nichtzulassung das Ergebnis einer Blockadehaltung der Vereinsvertreter des TSV München von 1860 e. V. sei, die die 50+1-Regelung missbräuchlich eingesetzt hätten, weshalb der Verband dabei nicht tatenlos zusehen dürfe, bezeichnet der DFB als „in keiner Logik nachzuvollziehen“. Stattdessen versuche die Beschwerdeführerin „vergeblich, von dem unstreitigen Umstand abzulenken, dass sie im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga für die Spielzeit 2026/2027 eine Bedingung nicht erfüllt hat“, so der DFB. Die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA hätte bis zur Ausschlussfrist am 3. Juni um 17 Uhr eine Liquiditätsreserve in Höhe von 2.325.000 Euro nachweisen müssen.&lt;/p>&lt;p>Die von Hasan Ismaik publikumswirksam im Bayerischen Fernsehen und gegenüber einer ausgewählten Journalistenschar präsentierte angebliche Zahlung eines unbekannten Dritten war auf einem Konto der von ihm kontrollierten TSV 1860 Merchandising GmbH geparkt. Für in der Sache irrelevant hält das der DFB, da diese Gesellschaft weder Lizenznehmerin noch Bewerberin ist. Darüber hinaus stellt der Verband fest: „Die Beschwerdeführerin und die HAM International Limited hätten die Möglichkeit gehabt, auch ohne Mitwirkung des TSV München von 1860 e.V. und ohne Unterzeichnung einer etwaigen Vereinbarung die Bedingung der Beschwerdegegnerin fristgerecht innerhalb der Ausschlussfrist zu erfüllen, sofern sie das denn gewollt hätten.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TW1KbE5qQmpNREl0WVRFeYaHtLxDuwL_gh5gQT5GoZFRoavWYsiln1v2-xkBJWXTTxjcwXjFs55L4xrKOr91458SkygJWMsXrRyprq74T6spYj8FMbGl5ec3xqbZl87VmhupZbtvb2gxlXirGZrP15FgB7KeCcMojU_pCxP2evs=?preset=fullhd" length="313671"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/ismaiks-verwaltungsbeschwerde-droht-zu-scheitern/cnt-id-ps-1c8bb786-1367-4a26-a3a5-72313129651d</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-1c8bb786-1367-4a26-a3a5-72313129651d</guid><pubDate>Tue, 30 Jun 2026 06:01:42 +0200</pubDate></item><item><title>1860 siegt im zweiten Testspiel bei Gluthitze</title><description>&lt;p>Nach dem 4:0 (3:0)-Sieg im ersten Testspiel beim Landesligisten VfB Forstinning gewannen die Löwen auch ihr zweiten Testspiel beim Bayernligisten FC Sportfreunde 1913 Schwaig unter extremen Temperaturen mit 5:1 (1:1).&lt;/p>&lt;p>Steht Alper Kayabunar vor Engagement als Cheftrainer?&lt;/p>&lt;p>Nach dem 4:0 (3:0)-Sieg im ersten Testspiel gegen den Landesligisten VfB Forstinning gewannen die Löwen auch ihr zweites Testspiel gegen den Bayernligisten FC Sportfreunde 1913 Schwaig bei extremer Hitze mit 5:1 (1:1). Als das Spiel um 17 Uhr vor rund 600 Zuschauern im Stadion in Oberding angepfiffen wurde, lag die Temperatur im Schatten bei über 35 Grad.&lt;/p>&lt;p>Wer gekommen war, sah möglicherweise das letzte Spiel einer Mannschaft unter dem Dach der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA. Die Gesellschaft befindet sich seit einigen Tagen in einem laufenden Insolvenzverfahren. Der Mutterverein versucht derweil, eigene Strukturen für den Fortbestand des Profifußballs aufzubauen, um Ende Juli in der Regionalliga Bayern starten zu können. Gekommen zum Zuschauen waren auch einige Ex-Löwen wie Lukas Reich, Sascha Mölders – und auch Stefan Lex, der als Mitarbeiter der KGaA die Nachwuchsausbildung fördern soll. Einige seiner jungen Schützlinge standen auf dem Rasen.&lt;/p>&lt;p>Die erste Gelegenheit im Spiel ergab sich für Raphael Wach, der einen Freistoß an die Querlatte des Schwaiger Tores setzte. Genauer zielte Emre Erdogan – sein Distanzschuss schlug zum 0:1 in die lange Ecke ein (33. Min.). Auf der Gegenseite jagte auch Schwaigs Mittelfeldspieler Robert Rohrhirsch einen Ball aus der Distanz zum 1:1 ins Netz (38. Min.). Löwen-Schlussmann Paul Bachmann hatte keine Abwehrchance. Schon in der nächsten Szene konnte er sich dagegen auszeichnen und klärte im Eins-gegen-eins-Duell mit Raffael Ascher.&lt;/p>&lt;p>Nach der Pause kam es zu zahlreichen Wechseln, bei denen sich zeigte, dass die Münchner über eine höhere Leistungsdichte im Kader verfügen. Nach einem Schuss von Cristian Leone, der von Schwaigs Torhüter Moritz Knauf geblockt werden konnte, war es Erdogan, der zum 2:1 für die Gäste vollstreckte (49. Min.). Arin Garza erhöhte nur drei Zeigerumdrehungen später auf 3:1 (52. Min.) – der 21-Jährige wechselt in Kürze nach Kanada ins Team der Simon Fraser University Burnaby. Lucas Grancay erhöhte mit einem satten Schuss in den Winkel auf 4:1 (73. Min.), dem Rron Gosalci den 5:1-Endstand folgen ließ (82. Min.).&lt;/p>&lt;p>Trainer Alper Kayabunar attestierte seiner Mannschaft eine Entwicklung. „Explizit wollten wir sehen, dass wir als Team eine gewisse Ordnung mit und gegen den Ball haben. Das haben wir unter der Woche trainiert und haben es gegen Schwaig phasenweise sehr gut umgesetzt.“ Die Chancen für Kayabunar stehen nicht schlecht, dass er in der kommenden Regionalliga-Saison zum neuen Cheftrainer der Löwenprofis berufen wird. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TURReE5UUTBORGN0T0RRMTSr-XQyJl1xCgNvdvt0xpNgPQRiKmdqlVrBcX32ucKhd8RH_zRIN3i3lodxADdedS9s9NSSS-uEgehdWo9MYh0xX2RpG2RIzFvTsb10ulg8slluOZy8MJbZsZixRnAZG-jkWiQuW6JD2Bg9_ywvrKU=?preset=fullhd" length="270864"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-siegt-im-zweiten-testspiel-bei-gluthitze/cnt-id-ps-24520503-9d16-4f0e-b7b0-ffd27460eade</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-24520503-9d16-4f0e-b7b0-ffd27460eade</guid><pubDate>Mon, 29 Jun 2026 11:17:51 +0200</pubDate></item><item><title>Zwischen Löwenstolz und Insolvenzordnung</title><description>&lt;p>Was geschieht nach dem Insolvenzantrag mit der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, der Profifußball-Tochter des TSV 1860 München?&lt;/p>&lt;p>Die verschiedenen Phasen einer Regelinsolvenz&lt;/p>&lt;p>Die Insolvenz der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA ist nicht nur ein betriebswirtschaftlicher Vorgang. Dahinter stehen betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Von der Reinigungskraft bis zum Profispieler. Sie treiben Sorgen um ihre Arbeitsplätze um. Was geschieht nach dem Insolvenzantrag der Profifußball-Tochter des TSV 1860 München?&lt;/p>&lt;p>Bei der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA stehen nicht nur die Profis, sondern auch die Spieler der U21-Mannschaft und der U19-Junioren unter Vertrag. Sie werden, wie auch die Angestellten der Geschäftsstelle, wohl zunächst für drei Monate Insolvenzgeld erhalten. Insolvenzgeld ist eine Lohnersatzleistung der Bundesagentur für Arbeit. Es sichert Arbeitnehmer ab, wenn ihr Arbeitgeber zahlungsunfähig ist und sie ihr Gehalt nicht mehr erhalten.&lt;/p>&lt;p>Final ausgelöst wurde der Insolvenzantrag durch Geschäftsführer Manfred Paula, nachdem eine von der Geschäftsführung gesetzte Frist an die Gesellschafter zur Sicherstellung der notwendigen Liquidität erfolglos verstrichen war. Weder Hasan Ismaik und die mit ihm verbundenen Unternehmen noch der Mutterverein stellten frisches Kapital bereit. Damit wurde aus einer stark angespannten wirtschaftlichen Lage ein juristisch zwingender Vorgang: Für eine Gesellschaft in der Rechtsform der GmbH &amp;amp; Co. KGaA ist der Insolvenzantrag bei Zahlungsunfähigkeit dann keine Option mehr, sondern eine Pflicht.&lt;/p>&lt;p>Dabei ist das Regelinsolvenzverfahren weniger ein spektakulärer Zusammenbruch als vielmehr der Versuch, einen Zusammenbruch geordnet zu bewältigen. Es beginnt mit dem Antrag beim zuständigen Amtsgericht München. Danach prüft das Gericht, ob bei der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA tatsächlich Insolvenzgründe vorliegen. In der Regel wird zunächst ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt, der untersucht, ob genügend Vermögen vorhanden ist, um das Verfahren überhaupt zu finanzieren. Erst mit der Eröffnung des eigentlichen Verfahrens geht die Verwaltungs- und Verfügungsbefugnis über das Vermögen des Unternehmens auf den Insolvenzverwalter über. Ein mögliches Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung erscheint im Fall der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA nahezu ausgeschlossen. Dazu muss man wissen, dass die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA spätestens seit 2017 als bilanziell überschuldet gilt, das heißt, die Schulden der Gesellschaft ihr Vermögen übersteigen.&lt;/p>&lt;p>Im Zentrum steht die Frage, ob noch etwas zu retten ist. Beim sogenannten Berichtstermin informiert der Insolvenzverwalter die Gläubiger über die wirtschaftliche Lage. Dabei wird deutlich, ob eine Sanierung durch einen Insolvenzplan möglich ist oder ob der Betrieb abgewickelt werden muss. Im nüchternen Vokabular des Insolvenzrechts heißt dieser Vorgang Verwertung und Verteilung: Vermögenswerte werden verkauft, Forderungen eingezogen und die Erlöse nach einer Quote verteilt. Gerade diese Quote zeigt, wie hart die Realität eines Insolvenzverfahrens sein kann. Nicht alle Gläubiger stehen gleich gut da. Hasan Ismaik und die mit ihm verbundenen Firmen gelten ebenso wie der TSV München von 1860 e. V. als nachrangige Gläubiger. Sie werden erst dann befriedigt, wenn alle vorrangigen Gläubiger bedient wurden. In vielen Insolvenzverfahren bedeutet Nachrangigkeit faktisch, dass am Ende wenig oder gar nichts übrig bleibt.&lt;/p>&lt;p>Besonders bitter ist die Lage für jene, die dem Verein nicht als Investor oder Kreditgeber, sondern als Anhänger verbunden sind, wie die Dauerkartenkäufer der eigentlich für 2026/2027 geplanten Drittliga-Saison. Auch sie zählen zu den Gläubigern. Wer per PayPal oder Kreditkarte bezahlt hat, konnte sich sein Geld unter Umständen zurückholen. Wurde hingegen per Überweisung gezahlt, könnten Fans im schlechtesten Fall nahezu leer ausgehen. In welchem Umfang Rückzahlungen möglich sind, muss letztlich der Insolvenzverwalter klären.&lt;/p>&lt;p>Derweil hat der Mutterverein die Weichen für eine Neuorganisation des Lizenzfußballs gestellt. Auf der Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag stimmten die Mitglieder mit überwältigender Mehrheit der Gründung oder Übernahme einer GmbH zum Betrieb des Profifußballs beim TSV 1860 München zu. Aktuell arbeiten die Verantwortlichen im Verein fieberhaft daran, die organisatorischen Voraussetzungen für einen Start des TSV 1860 München in der Regionalliga Bayern zu schaffen. Die wichtigste Voraussetzung, die Spielerlaubnis des Bayerischen Fußball-Verbandes, liegt für den e. V. bereits vor. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WWpBMllUSmtOVFl0TVdKawsLyx03YdR_dr49VIeH89zawaLQ4XLLQa18gwDQT1fhaLWPc9iSV4xrSv2jEgI9GWKJt6jK1JNx-NOXZe0nXNj3peHbSWKVETsp1c80sth76imA6OC6dFahmtZANcl0fbmJr0KzopKnNhaks-CevLE=?preset=fullhd" length="266680"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/zwischen-loewenstolz-und-insolvenzordnung/cnt-id-ps-dc1c729d-c003-4b83-af69-d82e8a04d6aa</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-dc1c729d-c003-4b83-af69-d82e8a04d6aa</guid><pubDate>Thu, 25 Jun 2026 15:54:30 +0200</pubDate></item><item><title>1860-Profifußball-Tochter insolvent</title><description>&lt;p>Die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, Profifußball-Tochter des TSV 1860 München, hat beim zuständigen Amtsgericht München Zahlungsunfähigkeit angemeldet.&lt;/p>&lt;p>Gesellschafter lassen Frist verstreichen&lt;/p>&lt;p>Die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, Profifußball-Tochter des TSV 1860 München, hat durch ihren Geschäftsführer Manfred Paula beim zuständigen Amtsgericht München Insolvenzanträge über das Vermögen der KGaA und deren Komplementärin angemeldet. Zuvor war am Dienstagabend eine von der Geschäftsführung gesetzte Frist an die Gesellschafter verstrichen, die erforderliche Liquidität der Gesellschaft sicherzustellen.&lt;/p>&lt;p>Mit der Anmeldung der Zahlungsunfähigkeit steht die 2002 aus dem Verein ausgegliederte Profifußball-Gesellschaft der Löwen vor einer ungewissen Zukunft. Sollte eine Fortführung in der bisherigen Struktur nicht möglich sein, könnte dies das Ende der bestehenden KGaA bedeuten. In der vergangenen Woche war Gesellschafter und Kreditgeber Hasan Ismaik kurzfristig nach München gereist, um sich nach eigenen Angaben mit „Anwälten, Journalisten, Politikern und allen Menschen, denen die Zukunft des TSV 1860 München am Herzen liegt“, auszutauschen.&lt;/p>&lt;p>Fast schon wie ein Abschiedsgruß klangen seinen finalen Worte, ehe er die Rückreise nach Dubai antrat: „Ich wünsche dem Verein, seinen Mitarbeitern, seinen Mitgliedern und seinen Fans alles Gute.“ Der Mutterverein hat unterdessen auf seiner Mitgliederversammlung am vergangenen Sonntag die Weichen für mögliche neue Strukturen gestellt. Die Mitglieder stimmten mit überwältigender Mehrheit der Gründung oder Übernahme einer bereits bestehenden GmbH zum Betrieb des Profifußballs beim TSV 1860 München zu. Damit will der Verein handlungsfähig bleiben, falls der Profifußball künftig nicht mehr über die bisherige KGaA organisiert werden kann. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T0RjNFpEYzJaVEl0T0dZMCJFtFG7plcpKtKwF1YzV_PMqaJkdalzJulL4DqAkYUEKfZoD3AWMMqwbwmoTuM7kaiZgoUH9BvuFhEIRjH8FiQGSPqRL6X73_epRQa0MNybRs06lTvffrqbNridS77-3dwWmIBihsm29In77rnRzbg=?preset=fullhd" length="524215"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-profifussball-tochter-insolvent/cnt-id-ps-1f1a5443-63d7-485a-b026-6d1899fef69f</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-1f1a5443-63d7-485a-b026-6d1899fef69f</guid><pubDate>Wed, 24 Jun 2026 10:28:53 +0200</pubDate></item><item><title>Fußball: Spielpläne für Bayernliga und Landesliga da</title><description>&lt;p>Am 16. Juli starten die Bayernligen und Landesligen. Der BFV hat jetzt die Spielpläne veröffentlicht.&lt;/p>&lt;p>Bayernliga und Landesliga starten am 16. Juli&lt;/p>&lt;p>Die Spielleiterinnen und Spielleiter der beiden Bayernligen und fünf Landesligen des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) haben die vorläufigen Spielpläne für die Saison 2026/27 veröffentlicht.&lt;/p>&lt;p>In der &lt;b>Bayernliga Süd&lt;/b> bestreiten der SV Erlbach und Regionalliga-Absteiger SpVgg Hankofen-Hailing am Donnerstag, 16. Juli, um 19 Uhr das Eröffnungsspiel. Am 1. Spieltag trifft außerdem die zweite Mannschaft des TSV 1860 München auf den TuS Geretsried, während der FC Sportfreunde Schwaig den Aufsteiger TSV 1880 Wasserburg empfängt. Ein Heimspiel hat auch der FC Ismaning - es geht gegen den Bayernliga-Neuling FSV Pfaffenhofen. Der SV Heimstetten muss zum Auftakt auswärts beim FC Pipinsried ran, der FC Deisenhofen reist nach Schwaben, zum FC Gundelfingen.&lt;/p>&lt;h2>Viele Derbys in der Landesliga&lt;/h2>&lt;p>Die &lt;b>Landesliga Südost&lt;/b> eröffnen am Donnerstag, 16. Juli, um 19 Uhr der ESV Freilassing und der TSV Kastl. Bereits am 1. Spieltag kommt es zu zahlreichen Duellen zwischen Mannschaft aus dem Großraum München - darunter VfB Forstinning - TSV Grünwald, FC Unterföhring - FC Wacker München, Türkgücü München - VfB Hallbergmoos oder SV Aubing - SpVgg Unterhaching 2. Der Kirchheimer SC reist nach Traunstein, der SV Planegg-Krailling nach Murnau. Während der FC Schwabing ein Heimspiel gegen den SSV Eggenfelden hat, beginnt der Aufsteiger SV Nord München-Lerchenau sein „Abenteuer Landesliga” beim FC Moosinning.&lt;/p>&lt;h2>Termine sind noch vorläufig&lt;/h2>&lt;p>Mit Ausnahme der jeweiligen Eröffnungsspiele sind die Termine zunächst vorläufig, weil es innerhalb der einzelnen Spieltage noch zu Veränderungen kommen kann. Die finalen Spieltermine stehen wegen der Beteiligung diverser Landesliga-Teams erst nach der 3. Qualifikationsrunde im Toto-Pokal-Wettbewerb (4. bis 5. Juli) sowie der Auslosung der 1. Hauptrunde im Toto-Pokal-Wettbewerb 2025/26 (10. Juli) fest.&lt;/p>&lt;p>Die vorläufigen Spielpläne in der Übersicht finden Interessierte im Internet unter &lt;i>www.bfv.de/spielplaene&lt;/i>.&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T1dSallUTTBaV0V0TkRZM_W-RTNB6uhfNBgcWBKBQgg9S4rbqTCAhdJRzAC1u9Ulb3NJ717Us-Fb5QzKj7YYo4QnD0Hr9E-jhT2MTm1wZ0sbKMkaxrZ5TsO1J65iUtzclwlJvInwoeJ5kr1Eazvpmu5Ehs4Hyfjy9ndAICXmp3k=?preset=fullhd" length="330307"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/fussball-spielplaene-fuer-bayernliga-und-landesliga-da/cnt-id-ps-2e413bd7-6eb3-44ec-99dc-f74be9f2f94c</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-2e413bd7-6eb3-44ec-99dc-f74be9f2f94c</guid><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 11:22:19 +0200</pubDate></item><item><title>Anwohner-Hearing zum Grünwalder Stadion</title><description>&lt;p>TSV München von 1860 e.V. informiert Anwohnerschaft über nächste Schritte zur Zukunft des Grünwalder Stadions in Giesing.&lt;/p>&lt;p>Nachbarn, Lokalpolitiker und Planer im Gespräch&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München lud unter dem Titel „Giesing spricht!“ in die „Sechzger-Alm“ auf dem Trainingsgelände, um in einer frühen Phase seine Planungen zum Umbau des Grünwalder Stadions mit betroffenen Nachbarn zu diskutieren. Der Klub will das Stadion in Erbpacht übernehmen und umbauen. Die als Anwohner-Hearing konzipierte Veranstaltung lockte trotz sommerlicher Temperaturen rund 250 Teilnehmende an. Fast alle von ihnen kamen aus den Stadtbezirken 17 (Obergiesing-Fasangarten) und 18 (Untergiesing-Harlaching).&lt;/p>&lt;p>Die sogenannte Stadionkommission des Vereins hat ihre Machbarkeitsstudie zum Umbau des Grünwalder Stadions abgeschlossen. Fachlich erstellt wurde diese von Powerhouse Company aus den Niederlanden. Wer bei dem für deutsche Ohren möglicherweise seltsam großspurig klingenden Namen des Dienstleisters hängen bleibt (im Englischen bedeutet es wörtlich „Kraftwerk”), dürfte überrascht sein. Die Powerhouse Company ist ein international renommiertes Architekturbüro, das 2005 in Rotterdam gegründet wurde und weltweit mehrere Standorte unterhält. Auch in München ist das mit zahlreichen Auszeichnungen versehene Powerhouse mit einer Niederlassung vertreten, die von Sander Apperlo geleitet wird.&lt;/p>&lt;p>Moderiert wurde die Veranstaltung von den in Sachen Bürgerbeteiligung erfahrenen Margarethe Stadlbauer und Roman Röll. Präsident Gernot Mang richtete zur Begrüßung einige Worte an die Anwesenden. Die Sportbürgermeisterin Verena Dietl wandte sich per Videobotschaft an das Publikum. Im Panel war ihr Büro durch Tom Bieber vertreten. Roman Beer, Architekt, Mitglied der Stadionkommission und ausgewiesener Kenner des Grünwalder Stadions, gab zunächst einen Überblick über die Geschichte des Stadions auf Giesings Höhen.&lt;/p>&lt;p>Walter Lechner, der Leiter der Stadionkommission, stellte dem Auditorium einen groben Zeitplan vor. Die von Powerhouse Company erstellte Machbarkeitsstudie ist abgeschlossen und soll in zwei Wochen freigegeben werden. Direkt im Anschluss ist die Vorstellung der Ergebnisse bei der Lokalbaukommission vorgesehen. Ein Antrag auf Bauvorbescheid soll bis Ende Juli 2026 eingereicht werden. Parallel dazu beginnen die Verhandlungen mit der Stadt München über einen Erbpachtvertrag. Für diese Gespräche rechnet die Stadionkommission mit einer Dauer von rund sechs Monaten. Anschließend soll die Finanzierung des Umbaus weiter konkretisiert werden. Eine Baugenehmigung wird nach aktuellem Planungsstand für Ende 2027 angestrebt.&lt;/p>&lt;p>Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der frühzeitigen Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Margarete Stadlbauer, Mitglied der Stadionkommission, erläuterte das geplante Vorgehen in Bezug auf Bürgerbeteiligung und Sozialraumplanung. Das Ziel besteht darin, die Anwohnerschaft nicht erst im gesetzlich vorgeschriebenen Genehmigungsverfahren einzubeziehen, sondern ihr bereits in einer sehr frühen Planungsphase echte Mitwirkungs- und Gestaltungsmöglichkeiten zu eröffnen.&lt;/p>&lt;p>Ein zentraler Baustein ist dabei eine umfassende Sozialraumanalyse unter der Leitung von Prof. Dorit Sing von der Katholischen Stiftungshochschule München. Im kommenden Wintersemester werden rund 180 Studierende der KSH in Giesing Erhebungen durchführen. Im Fokus stehen unter anderem Fan-Arbeit, soziale Einrichtungen, Mobilität sowie Befragungen von Anwohnerinnen und Anwohnern. Die Ergebnisse sollen anschließend der Öffentlichkeit vorgestellt werden.&lt;/p>&lt;p>Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, dem Panel in der „Sechzger-Alm“ Fragen zu stellen und eigene Anregungen einzubringen. DeR Expertenrunde gehörten Walter Lechner (Leiter der Stadionkommission), Peter Schaefer (Vizepräsident), Tom Bieber (Vertreter der Sportbürgermeisterin), Sander Apperlo und Christian Runge (Powerhouse) sowieArchitekt Roman Beer und Prof. Dorit Sing an.&lt;/p>&lt;p>Thematisiert wurden unter anderem zusätzliche mobile Toiletten an Spieltagen, um dem Wildbieseln entgegenzuwirken, deutlich mehr Sanitäranlagen im künftigen Stadion, alternative Stellplätze für Fanbusse sowie mögliche Nutzungen im Stadionumfeld. Für das Erdgeschoss der Tribünenbauten an der Ost- und teilweise auch an der Südseite ist vorgesehen, dieses stärker zum Viertel hin zu öffnen. Dort könnten Gewerbe, öffentliche Einrichtungen und ein Vereinsmuseum Platz finden. Auch Vorschläge aus der Bürgerschaft, beispielsweise zu Kindertagesstätten, Bandräumen, öffentlichen Toiletten oder Nahversorgungsangeboten, wurden aufgenommen.&lt;/p>&lt;p>Das künftige Stadion- und Verkehrskonzept soll klimaneutral ausgerichtet werden und auf erneuerbare Energien sowie den öffentlichen Nahverkehr setzen. Vertreter des Planungsbüros Powerhouse betonten zudem, dass prägende Elemente des Grünwalder Stadions erhalten bleiben sollen. Dazu zählen insbesondere die Form der Westkurve, charakteristische Fassadenelemente wie das Relief und die alte Anzeigetafel. Um den Betrieb geräuschärmer zu halten, sollen die Ecken des Stadions geschlossen werden. Auch sollen Lichtemissionen reduziert werden, indem die historischen Flutlichtmasten nurmehr dekorative Funktion haben.&lt;/p>&lt;p>Der TSV München von 1860 e.V. kündigte an, die Bürgerbeteiligung in den kommenden Monaten und Jahren fortzuführen. Anregungen und Fragen können per E-Mail an stadionumfeld@tsv1860.org gerichtet werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich an einer schriftlichen Erstbefragung zu beteiligen, die Hinweise für die geplante Sozialraumanalyse liefern soll. Teilnehmen können neben Anwohnerinnen und Anwohnern auch Fans, Gewerbetreibende und weitere Interessierte. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TlRGaU9Ua3hNamN0TkRNeQi_DTQB4e6fyNGnU3JPcdxvmx4Aa3LfJ7dOD2x134SM5H1Cex6zJ5heBVEaN4eQnohf0G65xzU08BxBw4tufyo73NYWx81jTG04JnZ47R9k9NQecs8yH9_856XcnFfdS2Ph3TzI6EzPan32Fz5_avk=?preset=fullhd" length="1808996"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/anwohner-hearing-zum-gruenwalder-stadion/cnt-id-ps-edd11203-5e78-4740-94a5-4ed7fda21a7a</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-edd11203-5e78-4740-94a5-4ed7fda21a7a</guid><pubDate>Tue, 23 Jun 2026 09:09:33 +0200</pubDate></item><item><title>„Wir sprechen nicht von Krise, sondern von Aufbruch“</title><description>&lt;p>Während am Sonntag die Sonne auf den Asphalt vor der Kulturhalle Zenith im Münchner Norden brannte, saßen im deutlich kühleren Inneren rund 1.200 Mitglieder des TSV 1860 München zu ihrer alljährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung zusammen.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München stellt Weichen für die Zukunft&lt;/p>&lt;p>Während am Sonntag die Sonne gnadenlos auf den Asphalt vor der Kulturhalle Zenith im Münchner Norden brannte, saßen im deutlich kühleren Inneren rund 1.200 Mitglieder des TSV 1860 München zu ihrer alljährlichen ordentlichen Mitgliederversammlung zusammen, um über zentrale Zukunftsfragen, Wahlen und Satzungsänderungen abzustimmen.&lt;/p>&lt;p>Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Zustimmung zur Einrichtung zweier Gesellschaften. Mit großer Mehrheit sprachen sich die Mitglieder für die Gründung oder Übernahme einer bereits bestehenden GmbH zum Betrieb des Profifußballs beim TSV 1860 München aus. Damit will der Verein handlungsfähig bleiben, sollte der Profifußball künftig nicht mehr in der bisherigen Struktur der KGaA fortgeführt werden können. Ebenfalls beschlossen wurde die Gründung einer „Betriebsgesellschaft Sechzgerstadion mbH”. Beide Anträge erreichten die laut Satzung erforderliche Dreiviertelmehrheit deutlich.&lt;/p>&lt;p>In seinem Rechenschaftsbericht blickte Präsident Gernot Mang auf die schwierige Phase der vergangenen Wochen zurück, als die Auseinandersetzungen mit Gesellschafter Hasan Ismaik die Schlagzeilen bestimmten, stellte aber zugleich die Chancen für den Verein in den Vordergrund. Er sprach von Aufbruch statt Krise und betonte den Zusammenhalt innerhalb des Vereins. Als Zeichen der Unterstützung wertete er unter anderem den starken Mitgliederzuwachs: Dem TSV 1860 München traten nach der Kündigung des Kooperationsvertrags mit Hasan Ismaik innerhalb von zehn Tagen mehr als 1.000 neue Mitglieder bei. Mittlerweile zählt der Verein an die 29.000 Mitglieder und verzeichnet damit den höchsten Mitgliederstand seiner Geschichte.&lt;/p>&lt;p>Ein weiterer Schwerpunkt war die Zukunft des Grünwalder Stadions. Mang bekräftigte das Bekenntnis des Vereins zum traditionsreichen Standort in Giesing als Heimat des TSV 1860 München. Im Zusammenhang mit der geplanten Betriebsgesellschaft wurde zudem die Machbarkeitsstudie zur Ertüchtigung des Stadions präsentiert. Das Ziel besteht darin, das Stadion langfristig für höhere Anforderungen und 25.000 Plätze sowie zusätzlich 2.000 Business-Seats weiterzuentwickeln. In der geplanten Form würde das umgebaute Stadion die Richtlinien der Deutschen Fußball-Liga erfüllen und wäre erst- und zweitligatauglich.&lt;/p>&lt;p>Auf der Bühne wurden unter der Leitung von Vizepräsident Christian Dierl unter anderem erfolgreiche Sportlerinnen, Sportler und Teams aus den Bereichen Frauenfußball, Boxen, Fechten, Rugby und Running geehrt. Zudem berichtete Vereinsmanager Julian Reich von den neuen Abteilungen Radsport, Running und Rugby sowie den neuen Sparten Cricket und Padel-Tennis.&lt;/p>&lt;p>Bei der Ersatzwahl zum Verwaltungsrat wählten die Anwesenden in geheimer Wahl Dominik Heckmair, Jan Walla und Uwe Seemann. Alle drei nahmen die Wahl an und gehören somit künftig dem neunköpfigen Gremium an. Zudem wählten die Mitglieder Melanie Kisters-Schmidl zur stellvertretenden Seniorenvertreterin. Während der Verwaltungsrat für das Geschäftsjahr 2024/2025 entlastet wurde, erhielt das frühere Präsidium um Robert Reisinger und Norbert Steppe keine Entlastung durch die Mitglieder. Ihnen wird ein Alleingang bei der Unterzeichnung eines früheren Darlehensvertrags mit einem Unternehmen aus dem Umfeld von Hasan Ismaik zur Last gelegt.&lt;/p>&lt;p>Die Mitgliederversammlung beschloss außerdem mehrere Satzungsänderungen, darunter ein explizites Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, und wählte den Wahlausschuss für die kommenden drei Jahre. Dem Wahlausschuss des Vereins gehören künftig Tamara Hof, Michael Huber, Olaf Alberto Mankowski, Christian Poschet und Beatrice Wichmann an. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TWpjM01qRXpPV010WkdFd6ZfRs4DrjR4biuNQSUQFqed_7FIIq06ZgpnRM8PSHBlZzLvwCZqO6XO7uubHzBnK3diB7koXMKd91N8vlEogaTrc2ZpjQ4ChToBB2rjd0XjzsmEIqUd49i50fnQrGGc5ho3hcM2MWMnG79dbH_MwbI=?preset=fullhd" length="197507"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/wir-sprechen-nicht-von-krise-sondern-von-aufbruch/cnt-id-ps-8f6b06d4-1255-4e43-b940-120b9ebc4814</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-8f6b06d4-1255-4e43-b940-120b9ebc4814</guid><pubDate>Mon, 22 Jun 2026 13:22:24 +0200</pubDate></item><item><title>400 Zuschauer beim Trainingsstart der Löwen</title><description>&lt;p>Unter weiß-blauem Himmel und Sonnenschein stand am Montagnachmittag beim TSV 1860 München das erste Training auf dem Programm.&lt;/p>&lt;p>Warmer Applaus für sehr junges 1860-Team&lt;/p>&lt;p>Bei strahlendem Sonnenschein stand am Montagnachmittag beim TSV 1860 München das erste Training auf dem Programm. An die 400 Zuschauer säumten den sogenannten Einserplatz, auf dem die Kicker ihre Runden drehten. „Freiheit für Sechzig” war auf einem Transparent zu lesen, das einige vor sich über die Bande gehängt hatten. Als die Spieler aus der Kabine kamen, wurden sie von den wartenden Fans mit Applaus und Sprechchören empfangen. Fahnen wurden geschwenkt. Geleitet wurde die Trainingseinheit von Alper Kayabunar und seinem Co-Trainer Vincent Saller sowie von Torwarttrainer Vitus Eicher und Athletikspezialist Tobias Stefer. Unter Eichers Anleitung absolvierten die Torhüter Mauricio Dunker, Leon Erkocaoglan und Stefan Musa Übungen.&lt;/p>&lt;p>Auf dem Feld standen die Abwehrspieler Alexander Benede, Ludwig Estermann, Lasse Fassmann, Finn Fodor, Benedikt Hoppe, Edon Krasniqi, Arian Ortivero Calderon, Jakob Schurz und Justin Thönig sowie die Mittelfeldakteure Samuel Althaus, Matthew Collins, Lucas Grancay, Loris Husic, Jamie Jenni, Mustafa Tekin und Raphael Wach. In der vorläufigen Kaderliste sind als Stürmer verzeichnet: Luis Azambuja, Emre Erdogan, Arin Garza, Rron Gosalci, Cristian Leone, Brahim Moumou, Noah Plöttner, Sandro Porta und Lucio Saric. Zum Auftakt noch abwesend waren Paul Bachmann (Tor), Lance Fiedler (Abwehr), Damjan Dordan, Emre Dursun und Xaver Kiefersauer (Mittelfeld), Noah Klose und Fabio Wagner (Sturm) sowie Nick Wurian (Physiotherapeut).&lt;/p>&lt;p>Einige der jungen Spieler schienen sichtlich erstaunt über das große Interesse der Fans zu sein. Sie blickten etwas verunsichert in die zahlreichen Gesichter. Die Freundlichkeit und Zuneigung, mit der sie empfangen wurden, verbannten die Nervosität jedoch rasch. Einige von ihnen werden wohl am Ende das Gerüst des Löwen-Kaders für die kommende Regionalliga-Saison bilden. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpVd1pHVXdNek10T0dJd8raSlJY48dztHuKJkRcG_ytlASscuEN29gJuLv_uVxw6eQuXT1fWqUFul6VTCZBRmGjMSc-3tx_SMNfiCN-q_nljgzHYvEa4NsVl2F3R5AnGEX3jwCLCKnqKs22H283aUJlWLgNCOaga1W9wodvBYY=?preset=fullhd" length="451740"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/400-zuschauer-beim-trainingsstart-der-loewen/cnt-id-ps-6f4b0be8-e534-46a0-93b4-b641158a2524</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-6f4b0be8-e534-46a0-93b4-b641158a2524</guid><pubDate>Tue, 16 Jun 2026 08:36:07 +0200</pubDate></item><item><title>Fußball-Bayernligen eingeteilt</title><description>&lt;p>Sowohl in der Bayernliga Nord als auch in der Bayernliga Süd gehen in der Saison 2026/27 je 18 Teams an den Start. Im Süden messen sich diverse Vereine aus dem Raum München.&lt;/p>&lt;p>Je 18 Teams in der Nord- und Südstaffel&lt;/p>&lt;p>Der Verbands-Spielausschuss des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat die Einteilung der Bayernligen Nord und Süd für die Spielzeit 2026/27 beschlossen. Sowohl in der Bayernliga Nord als auch in der Bayernliga Süd gehen in der Saison 2026/27 jeweils 18 Teams an den Start. 2025/26 waren es noch 17 pro Staffel gewesen.&lt;/p>&lt;p>Es gibt erwartungsgemäß kein Wiedersehen der beiden Regionalliga-Absteiger. Denn die Aschaffenburger Viktoria wurde der Bayernliga Nord zugeordnet, die SpVgg Hankofen-Hailing geht in der kommenden Spielzeit in der Bayernliga Süd auf Punktejagd. Die Aufteilung wurde laut BFV mittels Künstlicher Intelligenz (KI) vorgenommen. Dabei spielten zuvorderst die kürzeste Wegstrecke und die zeiteffektivste Route die Hauptrolle. Daraus ergibt sich unter anderem, dass der bisher im Süden spielende TSV Nördlingen in die Bayernliga Nord wechselt.&lt;/p>&lt;h2>Viele Derbys rund um München&lt;/h2>&lt;p>Die Mannschaften aus dem Raum München spielen alle nach wie vor in der Bayernliga Süd. Auf FC Deisenhofen, FC Ismaning, FC Pipinsried, FC Sportfreunde Schwaig, SV Heimstetten, TSV 1860 München II und TuS Geretsried warten wieder zahlreiche Lokalderbys. Vertreten sind zudem aus Südostbayern der SV Erlbach und der SV Kirchanschöring sowie je drei Vereine aus Schwaben und Niederbayern.&lt;/p>&lt;h2>Fünf Aufsteiger neu im Süden&lt;/h2>&lt;p>Neu dabei sind in der Spielzeit 2026/27 insgesamt acht Aufsteiger aus den fünf bayerischen Landesligen: Die drei Landesliga-Meister SpVgg Landshut (Mitte), TSV 1860 Rosenheim (Südost), TSV Schwabmünchen (Südwest) wurden der Bayernliga Süd zugeteilt. Dazu kommen die Relegationsgewinner TSV 1880 Wasserburg (Südost) und FSV Pfaffenhofen (Südwest). In der Bayernliga Nord gehen dagegen die beiden Landesliga-Meister DJK Ammerthal (Nordost) und DJK Don Bosco Bamberg (Nordwest) sowie der TSV Großbardorf an den Start.&lt;/p>&lt;p>Die Bayernligen starten am 16. Juli in die neue Spielzeit, nach dem 29. November geht es in die Winterpause. Re-Start ist am 6. März 2027, ehe der letzte reguläre Spieltag am 22. Mai 2027 über die Bühne gehen soll. Die Spielpläne sollen laut BFV in den kommenden 14 Tagen veröffentlicht werden.&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WXpKa01EZGlaR0l0TkRkba2vRK--vZdWIa7ra9NRT2P9i5Q1BO3TnCsKndcgWhP0OwWcG5ieybhVaNH86LJ2QSmv09LvWGLmXahvtH1oBYMewtaqAUly_0h5QGkrqONKqPMIkAdDlPbqNRw629P0sxBta5T67kdc5P1xKaie_2I=?preset=fullhd" length="380497"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/fussball-bayernligen-eingeteilt/cnt-id-ps-3e2e0ecd-3a0f-4871-849f-99f61ebb5756</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-3e2e0ecd-3a0f-4871-849f-99f61ebb5756</guid><pubDate>Mon, 15 Jun 2026 08:13:45 +0200</pubDate></item><item><title>Alper Kayabunar leitet Trainingsauftakt</title><description>&lt;p>Beim TSV 1860 München startet nach Klubangaben zu Wochenbeginn eine gemischte Trainingsgruppe an der Grünwalder Straße 114 in die Sommervorbereitung für die Saison 2026/2027.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München mit gemischter Trainingsgruppe&lt;/p>&lt;p>Beim TSV 1860 München startet nach Klubangaben zu Wochenbeginn eine gemischte Trainingsgruppe an der Grünwalder Straße 114 in die Sommervorbereitung für die Saison 2026/2027. Während die organisatorischen Rahmenbedingungen, unter denen die Löwen künftig an der Regionalliga Bayern teilnehmen wollen, weiterhin Fragen aufwerfen, rollt ab Montag um 15 Uhr auf dem Platz wieder der Ball. Laut Klubangaben sollen Spieler „aus dem Kader der U21-Mannschaft für die Saison 2026/2027 und Spieler aus dem Profikader, die aktuell einen Vertrag für die Regionalliga Bayern besitzen“, trainieren. Die Einheit wird von U21-Trainer Alper Kayabunar und seinem Team geleitet.&lt;/p>&lt;p>„Spieler aus dem Profikader ohne gültigen Vertrag für die Regionalliga befinden sich weiterhin im Urlaub”, heißt es weiter. Auch über die Spiel- und Trainingsbekleidung erteilen die Verantwortlichen Auskunft: „Bis Ende Juni werden die Löwen mit der Trainingskleidung der Profis aus der vergangenen Saison trainieren und somit auch ‚die Bayerische‘ auf der Brust tragen.“ Die Trainingseinheit der Giesinger ist öffentlich zugänglich und kann von Fans besucht werden. Das „Löwenstüberl“ ist ebenfalls geöffnet.&lt;/p>&lt;p>Am kommenden Samstag, den 20. Juni 2026, spielt der TSV 1860 München sein erstes Testspiel beim Landesligisten VfB Forstinning. Die Gemeinde liegt in Oberbayern im Landkreis Ebersberg, am nördlichen Rand des Ebersberger Forstes und direkt an der Bundesautobahn A94. Anstoß ist um 14 Uhr im Sportpark Forstinning, Aicher Straße 8, 85661 Forstinning. Die Anlage fasst 1.500 Plätze. Ursprünglich war die Begegnung als Vorbereitungsspiel der U21-Mannschaft des TSV 1860 München deklariert. 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Liga ist abgeschlossen, die zuständigen DFB-Fachgruppen „Zulassungsbeschwerden“ und „Spielbetrieb“ haben die letzten Entscheidungen getroffen.&lt;/p>&lt;p>Havelse rückt für TSV 1860 München nach&lt;/p>&lt;p>Das Zulassungsverfahren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur 3. Liga ist abgeschlossen, die zuständigen DFB-Fachgruppen „Zulassungsbeschwerden“ und „Spielbetrieb“ haben die letzten Entscheidungen getroffen, teilt der Verband mit. Das Teilnehmerfeld für die Drittliga-Spielzeit 2026/2027 steht damit offiziell fest. Nicht dabei sein wird trotz vorangegangener sportlicher Qualifikation der TSV 1860 München.&lt;/p>&lt;p>Nach Mitteilung des DFB haben die Münchner „die gestellte wirtschaftliche Bedingung nicht erfüllt und daher keine Zulassung für die 3. Liga erhalten. Den frei gewordenen Startplatz nimmt der TSV Havelse ein. Die Niedersachsen rücken gemäß § 55a der DFB-Spielordnung als bestplatzierter sportlicher Absteiger der Saison 2025/2026 nach. Sie haben alle Zulassungskriterien im wirtschaftlichen und technisch-organisatorischen Bereich erfüllt.“&lt;/p>&lt;p>Alle weiteren sportlich qualifizierten Klubs haben die Zulassung für die neue Saison erhalten. Aus der Regionalliga kehren mit dem SV Meppen, der SG Sonnenhof Großaspach, Fortuna Köln und den Würzburger Kickers vier ehemalige Drittligisten zurück. Eine sportliche Vergangenheit in der 3. Liga haben auch die beiden Absteiger aus der 2. Bundesliga: Der SC Preußen Münster war erst vor zwei Jahren aufgestiegen, Fortuna Düsseldorf spielte zuletzt 2009 in der 3. Liga, wurde damals Vizemeister hinter dem 1. FC Union Berlin.&lt;/p>&lt;p>Für den TSV 1860 München geht es dagegen sportlich in der Regionalliga Bayern weiter. Die Giesinger befinden sich derzeit in einer harten juristischen Auseinandersetzung zwischen dem Mutterverein und ihrem Mitgesellschafter Hasan Ismaik nebst der mit ihm verbundenen Unternehmen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TW1KbE5qQmpNREl0WVRFeYaHtLxDuwL_gh5gQT5GoZFRoavWYsiln1v2-xkBJWXTTxjcwXjFs55L4xrKOr91458SkygJWMsXrRyprq74T6spYj8FMbGl5ec3xqbZl87VmhupZbtvb2gxlXirGZrP15FgB7KeCcMojU_pCxP2evs=?preset=fullhd" length="313671"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/teilnehmerfeld-der-3-liga-steht-fest/cnt-id-ps-c3b34708-b2ad-4a5e-93cb-6c4200ac8aff</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-c3b34708-b2ad-4a5e-93cb-6c4200ac8aff</guid><pubDate>Fri, 12 Jun 2026 08:14:46 +0200</pubDate></item><item><title>1860 erlebt Ansturm an Neumitgliedern</title><description>&lt;p>Seit die Kooperation zwischen dem TSV München von 1860 e. V. und Hasan Ismaiks HAM International durch Kündigung beendet wurde, verzeichnen die Löwen einen regelrechten Ansturm neuer Mitglieder.&lt;/p>&lt;p>Aufruf „Wir sind der Verein!“ sorgt für Furore&lt;/p>&lt;p>Seit die Kooperation zwischen dem TSV München von 1860 e. V. und Hasan Ismaiks HAM International durch Kündigung beendet wurde, verzeichnen die Löwen einen regelrechten Ansturm neuer Mitglieder. Allein in den ersten Tagen gingen mehr als 600 Anträge bei den Giesingern ein, und der Strom reißt nicht ab, wie der Verein in einer Mitteilung auf seinen Social-Media-Kanälen bekannt gibt.&lt;/p>&lt;p>Die Gremien des Muttervereins hatten sich unter der Überschrift „Wir sind der Verein!“ (siehe: https://tsv1860.org/newsreader/aufruf-wir-sind-der-verein.html) an Mitglieder, Fans und Sponsoren gewandt und um Unterstützung geworben. Wörtlich heißt es: „Wir befinden uns in einem Befreiungskampf von den Lasten der Vergangenheit. Einem Kampf, der nicht auf dem Spielfeld, sondern durch Zusammenhalt, Solidarität und den festen Glauben an unsere gemeinsame Zukunft entschieden wird.“&lt;/p>&lt;p>In demselben Statement richten sich die Verantwortlichen „an alle, die unseren Verein lieben, aber bisher noch kein Mitglied sind“. Sie erklären dazu: „Wer jetzt Mitglied wird, hilft ganz konkret. Jede Mitgliedschaft stärkt unseren Verein, gibt ihm Rückhalt und schafft mehr Planungssicherheit für die Nachwuchsabteilung.“ Die Mitgliedsbeiträge verbleiben im eigenen Haus – Hasan Ismaik und seine Firmen erhalten keinen Cent davon. Es scheint als hätten viele Fans nur auf eine solche Nachricht gewartet. Die Reaktion spricht jedenfalls Bände.&lt;/p>&lt;p>Der Löwen-Appell richtet sich jedoch nicht nur an potenzielle Neumitglieder. Auch Fans sollen ihre „Verbundenheit im Alltag“ zeigen: „Sprecht über unseren Verein! Tragt unsere Farben mit Stolz. (...) Zeigt auf Social Media bewusst und sichtbar, dass ihr hinter dem TSV 1860 München steht. Teilt Beiträge, setzt Zeichen der Unterstützung, widersprecht Mutlosigkeit und verbreitet Zuversicht.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TlRnMFlqUmlNMkl0T1RreF84moq7wzfkp758wNuvpUZssxpWNLLxlcnhUfLxSXIJpgPxFUNxVduuaItKj0n2WycyoLmD2QXEYwt9M3ZnRRc2Y9bpOJGng4pQTD_OXLPWGDAfIxfaOZx6oOGOe52sE0PbJDo5k0b_UgOaT_7uiAU=?preset=fullhd" length="359011"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-erlebt-ansturm-an-neumitgliedern/cnt-id-ps-6d7b0374-b777-43be-b576-44b0507c0116</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-6d7b0374-b777-43be-b576-44b0507c0116</guid><pubDate>Wed, 10 Jun 2026 06:38:45 +0200</pubDate></item><item><title>1860 und die Kunst des Scheiterns</title><description>&lt;p>Die Geschichte des TSV 1860 München der letzten fünfzig Jahre liest sich wie ein Drama in mehreren Akten, das 2026 zu seinem Schlussakt zu kommen scheint.&lt;/p>&lt;p>Fünfzig Jahre auf der Suche nach dem richtigen Weg&lt;/p>&lt;p>Die Geschichte des TSV 1860 München der letzten fünfzig Jahre liest sich wie ein Drama in mehreren Akten, das 2026 zu seinem Schlussakt zu kommen scheint. Eine Zäsur scheint möglich. Es ist die epische Erzählung eines Traditionsvereins, der weniger durch sportliche Erfolge als vielmehr durch wirtschaftliche Fehlentscheidungen, Machtkämpfe und personelle Irrwege für Aufsehen im deutschen Profifußball sorgte. Betrachtet man die Ereignisse von 1982 bis heute, so ist durchaus ein roter – oder in diesem Fall besser: blauer – Faden erkennbar.&lt;/p>&lt;p>Der erste große Einschnitt erfolgte im Sommer 1982 unter Präsident Erich Riedl, als der TSV 1860 München als erster Verein im deutschen Profifußball aus wirtschaftlichen Gründen die Lizenz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) verlor. Die Löwen mussten zwangsweise in die Bayernliga absteigen. Es war ein historischer Vorgang, auf den der Verein gerne verzichtet hätte. Nach dem Lizenzentzug trat Riedl zurück. Es folgten neun Jahre Provinzfußball. Doch die Löwen kämpften sich zurück. 1991 gelang die Rückkehr in den Profifußball und wenig später sogar der direkte Durchmarsch in die Bundesliga. Wieder schrieb der Verein Geschichte – diesmal eine positive.&lt;/p>&lt;p>Die sportliche Aufbruchsstimmung der neunziger Jahre mündete jedoch in eine Entscheidung, die die Zukunft der Löwen nachhaltig prägen sollte. In der Hoffnung auf höhere Einnahmen zog der Verein entgegen dem Wunsch vieler Fans aus dem Grünwalder Stadion im Stadtteil Giesing ins weitläufige Münchner Olympiastadion um. Dieses erwies sich jedoch als ebenso überdimensioniert wie stimmungsarm. Unter Präsident Karl-Heinz Wildmoser senior und Geschäftsführer Karl-Heinz „Heinzi” Wildmoser junior beteiligte sich der TSV 1860 München im Jahr 2001 schließlich gemeinsam mit dem FC Bayern München am Bau der Allianz Arena. Schon damals warnten vereinsinterne Kritiker vor den finanziellen Risiken eines solchen Projekts für einen Verein mit deutlich geringeren wirtschaftlichen Möglichkeiten als der große Stadtrivale.&lt;/p>&lt;p>Doch die Warnungen verhallten. Die Wildmosers führten den Verein mit großer Autorität und wenig Widerspruch wie ein Familienunternehmen. Zweifelnde Stimmen wurden rabiat ruhiggestellt. Gleichzeitig verbreitete Karl-Heinz Wildmoser senior öffentlich Optimismus. Die Arena werde sich für die Sechzger nahezu von selbst finanzieren, erklärte er. Selbst ein möglicher Abstieg sei durch eine Versicherung abgedeckt. Die Realität sollte sich als deutlich nüchterner erweisen.&lt;/p>&lt;p>Während die konkrete Planung der Allianz Arena im Jahr 2001 begann und im Jahr 2002 die Grundsteinlegung erfolgte, traf der Verein eine weitere folgenreiche Entscheidung. Im selben Jahr wurde die Profifußball-Abteilung in die neu gegründete TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA ausgegliedert. Dabei gingen die Markenrechte am traditionsreichen Löwen-Wappen sowie der Erbpachtvertrag mit der Stadt München auf die Kapitalgesellschaft über. Der Mutterverein behielt lediglich Nutzungsrechte. Was damals als erforderliche Modernisierung verkauft wurde, beschäftigt den Verein bis heute.&lt;/p>&lt;p>Am 9. März 2004 standen dann Polizei und Staatsanwaltschaft mit Haftbefehlen für die Wildmosers vor der Geschäftsstelle in der Grünwalder Straße 114 und durchsuchten die Räume. Die Razzia gegen Karl-Heinz Wildmoser senior und seinen Sohn erschütterte den Verein. Im Zusammenhang mit einem Schmiergeldskandal um die Bauvergabe der Allianz Arena wurden Bestechlichkeit und Untreue zum Gegenstand strafrechtlicher Ermittlungen. Während der Vater rasch wieder freikam, blieb „Heinzi” Wildmoser bis zum Prozess in Untersuchungshaft. Er nahm alle Schuld auf sich. 2005 verurteilte ihn das Landgericht München I zu viereinhalb Jahren Gefängnis. Der Bundesgerichtshof bestätigte das Urteil im Jahr 2006 rechtskräftig. Die Ära der Wildmosers war vorrüber.&lt;/p>&lt;p>Fast symbolisch wirkte es, dass der TSV 1860 München ausgerechnet im Jahr 2004 aus der Bundesliga abstieg, noch bevor die neue Allianz Arena überhaupt eröffnet wurde. Die Spielstätte, die den Verein in eine erfolgreiche Zukunft führen sollte, entwickelte sich stattdessen zu einem wirtschaftlichen Albtraum. Im April 2006 musste der TSV 1860 seinen 50-prozentigen Anteil an der Allianz Arena für elf Millionen Euro an den FC Bayern München verkaufen. Die Alternative wäre die Zahlungsunfähigkeit gewesen. Zwar wurde eine Rückkaufoption vereinbart, doch diese hätte rund 30 Millionen Euro gekostet. Im November 2007 erklärte die Geschäftsführung des TSV 1860 offiziell den Verzicht auf diese Möglichkeit. Damit gehörte die Allianz Arena vollständig dem FC Bayern München, während die Löwen nur noch Mieter waren. In dieser Phase spielte der Manager Stefan Ziffzer eine zentrale Rolle. Als Finanzgeschäftsführer der Sechzger organisierte er sowohl den Verkauf der Arena-Anteile als auch später den Verzicht auf das Rückkaufsrecht. Die finanzielle Lage stabilisierte sich dennoch nicht nachhaltig. Hohe Miet- und Cateringzahlungen für die Allianz Arena belasteten den Verein weiterhin erheblich.&lt;/p>&lt;p>Im Jahr 2011 folgte deshalb in finanzieller Not der nächste historische Schritt. Unter dem Präsidium von Dieter Schneider und seinem Vize Franz Maget unterschrieb der TSV 1860 München einen eilig gestrickten Kooperationsvertrag mit dem jordanischstämmigen Unternehmer Hasan Ismaik und seiner Gesellschaft HAM International. Die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA erhielt frisches Kapital und wurde damit der erste Klub im deutschen Profifußball mit einem arabischen Großinvestor. Doch schon kurz nach dem Einstieg begannen die Konflikte. Hasan Ismaik versuchte, die volle Kontrolle über den Klub zu erlangen. Dieter Schneider wurde von ihm als „alter Mann” und „Autoverkäufer” verspottet. Dessen Nachfolger Gerhard Mayrhofer versuchte, den Schulterschluss mit dem Investor zu erreichen, scheiterte jedoch. Lediglich dem devoten Peter Cassalette gelang es als Präsident zeitweise, das Vertrauen Ismaiks zu gewinnen. Der Preis dafür war hoch: Der Investor erhielt weitreichenden Einfluss. Am Ende von Cassalettes Amtszeit standen eine Rekordverschuldung und der sportliche Absturz.&lt;/p>&lt;p>2017 erreichte die Krise ihren vorläufigen Höhepunkt. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga verweigerte Ismaik die für die 3. Liga notwendigen finanziellen Mittel. Der TSV 1860 musste daraufhin in die Regionalliga Bayern absteigen. Cassalette trat zurück und auch der von Ismaik verpflichtete Geschäftsführer Ian Ayre, ein früherer Manager des FC Liverpool, verließ den Klub fluchtartig. In dieser Situation übernahm Robert Reisinger die Präsidentschaft. Der frühere Fußballabteilungsleiter verfolgte einen anderen Kurs. Er beschränkte die Zusammenarbeit mit Ismaik auf das Notwendigste, leitete den Auszug aus der Allianz Arena ein und organisierte die Rückkehr ins Grünwalder Stadion. Gleichzeitig stellte er sich gegen Ismaiks Angriff auf die 50+1-Regel. Als der Investor am 30. Juni 2017 Beschwerde beim Bundeskartellamt einlegte, hielt der Verein dagegen.&lt;/p>&lt;p>Unter Reisinger gelang im Jahr 2018 sportlich die Rückkehr in die 3. Liga. Dennoch blieb der Grundkonflikt bestehen. Immer wieder schafften es Vertreter des Investors, sportlich Verantwortliche der Profifußballgesellschaft mit der Aussicht auf zusätzliche finanzielle Mittel auf ihre Seite zu ziehen. Eine von Reisinger angestrebte Restrukturierung der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA erwies sich als unlösbare Sisyphusarbeit. Die Öffentlichkeit verfolgte die Auseinandersetzungen meist in Form spektakulärer Schlagzeilen, während die eigentlichen Ursachen tiefer lagen: in einer Partnerschaft, die nie auf Kooperation beruhte – Ismaik wollte die Alleinherrschaft oder gar nichts.&lt;/p>&lt;p>Als Reisingers Amtszeit im Sommer 2025 endete, schien sich überraschend auch das Kapitel Ismaik zu schließen. Der Investor kündigte den Verkauf seiner Anteile an. Doch die Hoffnung des Vereins auf eine Veränderung erwies sich als trügerisch. Der geplante Verkauf scheiterte und die Hängepartie ging weiter. Nun könnte ausgerechnet die jüngste Krise den Schlusspunkt setzen. Hasan Ismaik und mit ihm verbundene Unternehmen kündigten bestehende Darlehen am 21. Mai 2026 – also 13 Tage vor Ablauf der Frist zur Erbringung des Liquiditätsnachweises im Rahmen des Zulassungsverfahrens zur 3. Liga – und übergaben nach Angaben Beteiligter einen umfangreichen Forderungskatalog an die KGaA und den e. V. Die Kündigung ist Gegenstand juristischer Auseinandersetzungen. Auf eine anderweitige Finanzierung konnten sich die Parteien nicht verständigen. Wie schon 2017 folgte zum zweiten Mal der Absturz in die Regionalliga. Diesmal reagierte der Mutterverein unter Präsident Gernot Mang mit der Kündigung des Kooperationsvertrags.&lt;/p>&lt;p>Sollte es tatsächlich zur Trennung von Hasan Ismaik kommen, ergibt sich für die Löwen die seltene Möglichkeit, ihre Lehren zu ziehen. Der TSV 1860 München hat in den vergangenen fünfzig Jahren einige Geschichten im deutschen Profifußball geschrieben. Manche davon waren glanzvoll, viele aber auch schmerzhaft für die Anhänger. Gelingt es den Löwen nun, sich von den Altlasten vergangener Jahrzehnte zu lösen, könnte erstmals seit langer Zeit eine völlig neue Erzählung beginnen. Eine, die nicht von Skandalen, misslungenen Rettungsaktionen und Machtkämpfen berichtet, sondern von einem nachhaltigen strukturellen Aufbau. Für einen Verein, der so oft an sich selbst gescheitert ist, wäre das vielleicht die größte historische Leistung überhaupt. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T0RjNFpEYzJaVEl0T0dZMCJFtFG7plcpKtKwF1YzV_PMqaJkdalzJulL4DqAkYUEKfZoD3AWMMqwbwmoTuM7kaiZgoUH9BvuFhEIRjH8FiQGSPqRL6X73_epRQa0MNybRs06lTvffrqbNridS77-3dwWmIBihsm29In77rnRzbg=?preset=fullhd" length="524215"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-und-die-kunst-des-scheiterns/cnt-id-ps-6c34ef2f-1d70-4eb5-b532-b5367afb7c2d</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-6c34ef2f-1d70-4eb5-b532-b5367afb7c2d</guid><pubDate>Tue, 9 Jun 2026 10:22:49 +0200</pubDate></item><item><title>Versammlung zur Sanierung des Grünwalder Stadions</title><description>&lt;p>Versammlung zur Sanierung des Grünwalder Stadions&lt;/p>&lt;p>Das Präsidium des TSV 1860 München lädt alle Anwohnerinnen und Anwohner, Gewerbetreibende sowie Vereine und Verbände aus dem Stadtbezirk zu einer öffentlichen Nachbarschaftsversammlung ein. Unter dem Motto „Giesing spricht - wir hören zu! Zukunft Grünwalder Stadion“ soll am Freitag, 19. Juni, gemeinsam über die Zukunft des traditionsreichen Grünwalder Stadions diskutiert werden.&lt;/p>&lt;p>Die Veranstaltung beginnt um 19.00 Uhr in der 60er Alm, Grünwalder Straße 114, 81547 München. Eingeladen sind insbesondere Bewohnerinnen und Bewohner aus den Stadtbezirken 17 (Obergiesing-Fasangarten) und 18 (Untergiesing-Harlaching). Die Versammlung findet im Rahmen der von Bürgermeisterin Verena Dietl geleiteten Austauschrunde zur Zukunft des Stadions statt.&lt;/p>&lt;h2>Jetzt mitreden - bevor Entscheidungen fallen&lt;/h2>&lt;p>Der Abend soll bewusst sehr früh im Planungsprozess stattfinden: Die technische Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Grünwalder Stadions befindet sich in der Schlussphase. Genau jetzt, so der Verein, sei der Gestaltungsspielraum noch am größten, bevor die formell vorgeschriebene Bürgerbeteiligung einsetzt und viele Weichen bereits gestellt sind.Nach einem kurzen Informationsblock zur Machbarkeitsstudie und den Sanierungsplänen steht der Abend ganz den Anwohnerinnen und Anwohnern, Vereinen, Verbänden und Gewerbetreibenden offen: Fragen, Ideen, Anmerkungen/Sorgen und Wünsche sind ausdrücklich willkommen. Die Ergebnisse fließen als wichtige Grundlage in die Sozialraumanalyse und die weitere Stadionplanung ein.Im Mittelpunkt steht das Alltagswissen der Menschen vor Ort: Was funktioniert gut im Viertel, wo gibt es Verbesserungsbedarf? Welche Angebote fehlen - Vereinsräume, Kita, ärztliche Versorgung? Und wie kann das Grünwalder Stadion auch an spielfreien Tagen zum Leben in Giesing beitragen?Moderiert wird die Veranstaltung von Roman Roell und Margarethe Stadlbauer (Stadionkommission). Mit Gästen aus Politik, Sport und Gesellschaft.&lt;/p>&lt;h2>Anmeldung erbeten bis 17. Juni&lt;/h2>&lt;p>Interessierte werden gebeten, sich bis zum 17. Juni anzumelden: online unter &lt;i>https://tally.so/r/44zYad&lt;/i>.&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TWpObE1qbGlNemN0TkRCagrzF7wtprw3LHCOeEJ3hSQVYqlCQd1trL3ySXh8PkIzStHCfLRXOZr5VC-BQoZAOCkmzkQ_zBCPWvXwbS3uW--WfvHMtL8A7KBUuiDOlVxSC39Kb2jLzuPVwY5D8i-G6kRTKZnz7uFLX23LhPhfHhE=?preset=fullhd" length="461469"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/versammlung-zur-sanierung-des-gruenwalder-stadions/cnt-id-ps-be3d884e-35fd-4d24-83a0-78126f0ee56a</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-be3d884e-35fd-4d24-83a0-78126f0ee56a</guid><pubDate>Sun, 7 Jun 2026 19:42:54 +0200</pubDate></item><item><title>Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal</title><description>&lt;p>Die Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal 2026/2027 fand am Samstagabend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Dem TSV 1860 München wurde der Zweitligist Holstein Kiel zugelost.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München empfängt Zweitligist Holstein Kiel&lt;/p>&lt;p>Die Auslosung der ersten Runde im DFB-Pokal 2026/2027 fand am Samstagabend im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Dem TSV 1860 München wurde der Zweitligist KSV Holstein zugelost. Gespielt wird die Partie zwischen dem 21. und den 24. August 2026. Die Partien der ersten Runde sind noch nicht zeitgenau terminiert. In die Lostrommel griff der langjährige DFB-Schiedsrichter Deniz Aytekin und bescherte den Löwen die Störche aus dem hohen Norden. Der unterklassige Klub genießt in diesem Fall Heimrecht. Holstein Kiel muss auf Giesings Höhen antreten.&lt;/p>&lt;p>Beide Vereine standen sich bislang fünfmal gegenüber. Die Löwen konnten davon drei Partien gewinnen, eine endete unentschieden und einmal jubelten die Kieler. Unvergessen sind insbesondere die spannenden Relegationsspiele um die 2. Bundesliga im Sommer 2015, als sich die Löwen mit einem Treffer in der Nachspielzeit zum 2:1 in letzter Minute gegen die Störche durchsetzten. Zudem trafen beide Klubs im August 2018 in der ersten Runde des DFB-Pokals aufeinander. Damals feierte Holstein mit einem 3:1-Erfolg im Stadion an der Grünwalder Straße den Einzug in die nächste Runde. Trainer der Blau-Weiß-Roten war damals Tim Walter, der nach Stationen beim VfB Stuttgart, Hamburger SV und Hull City seit diesem Jahr zurück in Kiel ist.&lt;/p>&lt;p>Walter kennt das Grünwalder Stadion noch aus seiner Zeit als Nachwuchstrainer beim FC Bayern. Auf der Website der Störche erklärt er: „Es ist immer schwer dort. Das Grünwalder Stadion ist eng und klein. Ich habe mit den Amateuren von Bayern schon dort gespielt. Das ist ein heißes Pflaster. Vor allem die sportliche Situation ist jetzt auch sehr prekär.“ Wie sein Sport-Geschäftsführer Olaf Rebbe erwartet Walter „ein schweres Spiel“. Die Erstrundenteilnehmer erhalten vom Deutschen Fußballbund (DFB) rund 210.000 Euro. Geld, das vor allem die Münchner Löwen gut gebrauchen können. (as)&lt;/p>&lt;p>Das sind die Begegnungen der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/2027:&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WW1aaU9ESXlabU10WkRNNZsnFn_G71Usi7wvaLi70EVGrGgWtAqcVAACDAH8Mrd7BNswgVETj765UYwL0GZTlPK12UcN4R7PfmNyEf0-X2Sn7uENxcl9XFjjzOj1FGq5TCQKIyrjcNTdIMEEHdyVKlpOhul4Q2twi9V4Zh2ALNQ=?preset=fullhd" length="289568"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/auslosung-der-ersten-runde-im-dfb-pokal/cnt-id-ps-895a7bdd-cb7e-4eec-94db-3953b5e502f0</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-895a7bdd-cb7e-4eec-94db-3953b5e502f0</guid><pubDate>Sun, 7 Jun 2026 15:20:33 +0200</pubDate></item><item><title>Ein Streitfall, der den modernen Fußball erklärt</title><description>&lt;p>Was ist los beim Fußball-Drittligisten TSV 1860 München? Um die Vorgänge dort einordnen zu können, muss man den europäischen Profifußball und seine Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten in den Blick nehmen.&lt;/p>&lt;p>Vom lokalen Vereinswesen zum globalen Milliardenmarkt&lt;/p>&lt;p>Was ist los beim Fußball-Drittligisten TSV 1860 München? Um die Vorgänge dort einordnen zu können, muss man den europäischen Profifußball und seine Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten in den Blick nehmen. Verwerfungen zwischen Investor, Vereinsvertretern, Mitgliedern und Fans, wie sie in München immer wieder zu beobachten sind, stellen entgegen der Darstellung mancher Medien, keineswegs ein singuläres 1860-Phänomen dar, sondern sie stehen vielmehr archetypisch für Konfliktlinien, die auch an zahlreichen anderen Standorten dokumentiert sind. Die Kontroversen lassen sich als Ausdruck eines tieferen Strukturwandels deuten. Es geht nicht nur um Geld oder Macht, sondern viel häufiger noch um die Frage, wem der Fußball „gehört“: den Investoren, die ihn finanzieren, oder den Fans, die ihm Bedeutung verleihen.&lt;/p>&lt;h2>Anfänge der Kapitalisierung&lt;/h2>&lt;p>Der Einstieg von Kapitalinvestoren in den europäischen Fußball begann in den 1980er Jahren. Die ökonomisch-politische Entwicklung in der nördlichen Hemisphäre war damals gekennzeichnet durch Globalisierungstendenzen sowie den Aufstieg transnationaler Konzerne und Banken zu dominierenden Akteuren in der Weltwirtschaft. Auch der Sport wurde zunehmend nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ausgerichtet, um die Einnahmen der Klubs und Verbände zu maximieren.&lt;/p>&lt;p>Die Öffnung des Profifußballs für externe Kapitalgeber vollzog sich nicht abrupt, sondern in mehreren zeitlich unterscheidbaren Perioden. Bereits in den 1980er Jahren begann mit vereinzelten Börsengängen englischer Vereine eine erste Kommerzialisierungsphase, die sich zu Beginn der 1990er Jahre fortsetzte. Diese Entwicklung war eng mit einem steigenden Kapitalbedarf zur Modernisierung von Stadien und Organisationsstrukturen verbunden.&lt;/p>&lt;h2>Privatfernsehen und Sportmarketing&lt;/h2>&lt;p>Das aufkommende Privatfernsehen entdeckte den Fußball als Vehikel für den eigenen Durchbruch am Markt. Es verhalf dem Spiel mit dem Ball zu einem enormen Aufschwung in puncto Aufmerksamkeit. Parallel dazu entwickelte sich eine Sportmarketing-Industrie, die den „Rohdiamanten” innerhalb kürzester Zeit zu einem bedeutenden Wirtschaftszweig aufpolierte. Die gezielte Vermarktung nationaler Ligen und internationaler Wettbewerbe begann. Beispielhaft dafür steht im Jahr 1992 die Einführung der UEFA Champions League, die den traditionellen Europapokal der Landesmeister ersetzte.&lt;/p>&lt;h2>EuGH-Urteil verändert Transfermarkt&lt;/h2>&lt;p>Das sogenannte Bosman-Urteil von 1995 ist ein wegweisendes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das die Welt des Profifußballs revolutioniert hat. Es besagt, dass Profispieler nach Vertragsende ablösefrei wechseln dürfen und Quoten für ausländische EU-Spieler in den Ligen gegen das europäische Recht auf Arbeitnehmerfreizügigkeit verstoßen. Die rasche Kommerzialisierung durchdrang nahezu alle Bereiche des Profifußballs. Es entstand ein hochvolatiler Transfermarkt.&lt;/p>&lt;h2>Kapitalgesellschaften und die 50+1-Regel&lt;/h2>&lt;p>Zu dieser Zeit begannen viele deutsche Profifußballvereine damit, ihre Lizenzspielabteilungen in eigene Kapitalgesellschaften auszugliedern. Auch der TSV 1860 München vollzog 2002 diesen Schritt und gründete die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA. Um den Einfluss der Vereinsmitglieder weiterhin zu sichern, legte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) 1998 fest, dass bei Tochtergesellschaften immer der Mutterverein die Mehrheit der Stimmrechte – also mindestens 50 Prozent plus eine Stimme – behalten muss. Mit der sogenannten 50+1-Regel sollte verhindert werden, dass Investoren die vollständige Kontrolle über Vereine in Deutschland erlangen.&lt;/p>&lt;h2>Kritik durch das Bundeskartellamt&lt;/h2>&lt;p>Eine Ausnahme galt für die Werksklubs Bayer 04 Leverkusen und VfL Wolfsburg. Da ihre Mutterkonzerne Bayer AG beziehungsweise Volkswagen AG die Vereine über Jahrzehnte hinweg finanziell gefördert hatten, durften sie die Mehrheit an den jeweiligen Kapitalgesellschaften übernehmen. Diese Sonderregelung wird bis heute kontrovers diskutiert, weil Kritiker darin einen Widerspruch zum eigentlichen Gedanken der 50+1-Regel sehen. Gegner der Beschränkung argumentieren, dass deutsche Klubs dadurch im internationalen Wettbewerb finanziell benachteiligt wären. Das Bundeskartellamt monierte im Jahr 2025, dass die 50+1-Regel nur dann kartellrechtlich zulässig sei, wenn sie konsequent, diskriminierungsfrei und ohne Sonderausnahmen (etwa für Leverkusen, Wolfsburg oder faktisch RB Leipzig) angewendet wird. Zu den Verfahrensbeteiligten vor dem Bundeskartellamt zählten sowohl Hasan Ismaik, der die 50+1-Regel zu Fall bringen wollte, als auch Vertreter des Muttervereins 1860, die sich für eine Beibehaltung aussprachen.&lt;/p>&lt;h2>Branchengröße sichert sich ab&lt;/h2>&lt;p>Im Jahr 2002 erwarb der Sportartikelhersteller Adidas Anteile an der neu gegründeten FC Bayern München AG. Weitere Aktionäre der Bayern wurden die Unternehmen Audi (2010/2011) und Allianz SE (2014). Die kumulierten Anteile der drei Investoren betragen 25 Prozent der FC Bayern München AG und liegen somit unterhalb einer Sperrminorität. Dadurch hat sich der Klub gegen eine zu hohe Einflussnahme der Investoren gewappnet. Auch die Satzung des Muttervereins des Rekordmeisters sichert dessen beherrschende Stellung und verhindert durch hohe Hürden eine Übernahme der FC Bayern AG gegen den Willen seiner Mitglieder.&lt;/p>&lt;h2>Übergang zu einem globalisierten Wirtschaftssektor&lt;/h2>&lt;p>Ab den 2000er Jahren rückten eigentümerzentrierte Finanzierungsmodelle in den Vordergrund. Vermögende Einzelinvestoren veränderten den internationalen Profifußball nachhaltig. Exemplarisch dafür steht der englische Spitzenclub FC Chelsea, der 2003 durch den russischen Oligarchen und Milliardär Roman Abramowitsch übernommen wurde. Ihm folgten in kleinerem Maßstab mehr oder weniger seriöse Investoren bei zahlreichen Klubs in Europa. Diese Entwicklung verdeutlicht den Wandel des Profifußballs von einer primär sportlich geprägten Organisation zu einem globalisierten und kapitalintensiven Wirtschaftssektor. In Deutschland organisiert und vermarktet die DFL Deutsche Fußball Liga seit 2001 als Interessenvertretung der Klubs die Bundesliga und die 2. Bundesliga der Herren sowie seit 2012 die Virtual Bundesliga (VBL) als E-Sport-Liga.&lt;/p>&lt;h2>Verschiedene Investmentformen&lt;/h2>&lt;p>Mit der finanziellen Unterstützung des Milliardärs Dietmar Hopp begann ab 2005 der rasante sportliche Aufstieg der TSG 1899 Hoffenheim. Innerhalb kürzester Zeit schaffte der Verein neben einer beeindruckenden Infrastruktur den Durchmarsch in den deutschen Profifußball und die Bundesliga. Hopp stellt unter den Fußballinvestoren insofern eine Ausnahmeerscheinung dar, als er in Hoffenheim zwar als Alleinherrscher, aber eher wie ein Mäzen wirkte.&lt;/p>&lt;p>Der Einstieg der Abu Dhabi United Group (ADUG) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten bei Manchester City im Jahr 2008 läutete eine neue Phase der Finanzialisierung ein. Zunehmend erwarben nun institutionelle Investoren, Staatsfonds und Unternehmensgruppen europäische Spitzenklubs im Profifußball als Renditeobjekte oder zur Steigerung ihres politischen Prestiges. Aus der ADUG ging später die heute weltweit agierende City Football Group hervor, der elf Klubs auf verschiedenen Kontinenten gehören.&lt;/p>&lt;p>Andere Beispiele dafür sind der FC Liverpool, der seit 2010 von der US-amerikanischen Fenway Sports Group (FSG) kontrolliert wird, sowie der FC Paris Saint-Germain (PSG), der sich zu 100 Prozent im Besitz der katarischen Investorengruppe Qatar Sports Investments (QSI) befindet. QSI ist ein Tochterunternehmen des staatlichen katarischen Staatsfonds Qatar Investment Authority. QSI hat PSG im Jahr 2011 übernommen.&lt;/p>&lt;p>In Deutschland wurde 2009 RB Leipzig gegründet, nachdem der österreichische Getränkekonzern Red Bull das Spielrecht des westsächsischen SSV Markranstädt in der fünftklassigen Oberliga Nordost übernommen hatte. 2016 gelang den Leipzigern der Aufstieg in die Bundesliga, in der sie sich mit hohen Investitionen schnell als Spitzenklub etablierten. RB Leipzig umgeht die 50+1-Regel, indem der Mutterverein sehr restriktive Mitgliedsbedingungen hat. Stimmberechtigte Mitglieder sind fast ausschließlich Mitarbeiter oder Funktionäre des Red-Bull-Konzerns. Dadurch kontrolliert der Investor das Stimmrecht, während ein Beitritt für die breite Öffentlichkeit faktisch blockiert ist.&lt;/p>&lt;h2>Multi-Club Ownership, Medien und TV-Rechte&lt;/h2>&lt;p>Wie die City Football Group verfolgt auch Red Bull das Prinzip des Multi-Club Ownership. Dabei handelt es sich um ein Geschäftsmodell, bei dem ein Investor oder eine Investorengruppe gleichzeitig Anteile an mehreren professionellen Fußballklubs hält und diese als globales Netzwerk organisiert. Ein System, das zunehmend kritisiert wird, weil es den Transfermarkt drastisch verändert und die Integrität des sportlichen Wettbewerbs gefährdet.&lt;/p>&lt;p>Seit etwa 2020 drängen verstärkt US-amerikanische Finanzinvestoren und Private-Equity-Gesellschaften in den Markt. Unternehmen wie CVC Capital Partners oder RedBird Capital erwerben dabei nicht mehr nur einzelne Vereine, sondern investieren gezielt in ganze Ligen und deren Vermarktungsstrukturen. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Medien- und TV-Rechte, die als langfristig profitable Einnahmequelle gelten. Beispiele hierfür sind die milliardenschweren Beteiligungen von CVC an La Liga und der französischen Ligue 1 oder RedBirds Engagement beim AC Mailand sowie der United Football League.&lt;/p>&lt;h2>Träume vom großen Erfolg&lt;/h2>&lt;p>Mit Hasan Ismaik erwarb 2011 der erste arabische Investor in der Geschichte des deutschen Profifußballs Anteile am damaligen Zweitligisten TSV 1860 München. Zwar bewahrte der Jordanier den Klub zunächst vor der Insolvenz, doch geriet 1860 nach seinem Einstieg in eine dauerhafte Krise aus Machtkämpfen, immer höheren Schulden, sportlichem Niedergang und gegenseitigem Misstrauen. Dabei agierte Ismaik mit seinen Unternehmen ausschließlich als Kreditgeber. Substanz in Form von Infrastruktur wurde keine geschaffen. Dafür stiegen Jahr für Jahr die Verbindlichkeiten.&lt;/p>&lt;p>Viele Mitglieder und Fans werfen Ismaik vor, den Profifußball bei 1860 wie ein schlecht geführtes Geschäftsprojekt zu verwalten und nie ein Verständnis für die Kultur des Traditionsvereins entwickelt zu haben. Der Konflikt eskalierte schließlich im Jahr 2017 mit dem Zwangsabstieg der Löwen in die Regionalliga Bayern. Ein Jahr später kehrten die Giesinger in den Profifußball zurück, stagnieren seither aber in der 3. Liga. Ursprünglich hatte Ismaik in München die baldige Teilnahme an der Champions League versprochen.&lt;/p>&lt;h2>Spekulative Investitionen&lt;/h2>&lt;p>Steigende Medienerlöse, globale Vermarktung und explodierende Transferwerte erwecken den Eindruck eines stetig wachsenden Marktes. In der Folge treten und traten in ganz Europa auch spekulativ orientierte Investoren auf, die mit vergleichsweise begrenzten finanziellen Mitteln am vermeintlich lukrativen Geschäft teilhaben wollen – oft mit erheblichen Risiken für die betroffenen Klubs und die Stabilität des Systems insgesamt.&lt;/p>&lt;p>Meist verfolgen diese Einzelpersonen oder kleineren Investorengruppen kurzfristige Ziele. Dazu zählen die Wertsteigerung eines Klubs, der Weiterverkauf von Spielerrechten oder die Beteiligung an Transfergeschäften. Im Gegensatz zu langfristig orientierten Investoren fehlt ihnen für ihr Handeln häufig eine nachhaltige Strategie. Eine Ursache für diese Entwicklung ist die vergleichsweise niedrige Eintrittsschwelle. Während die Übernahme eines internationalen Topklubs oder ein kompletter Neuaufbau enorme Summen erfordert, können sich kleinere Investoren an Zweit- oder Drittligisten beteiligen, Spielerfonds finanzieren oder über Umwege – etwa Beraternetzwerke – Einfluss nehmen.&lt;/p>&lt;p>Problematisch dabei ist, dass diese „Glücksritter“ Risiken häufig unterschätzen oder bewusst eingehen. Themen wie gezielte Nachwuchsförderung, regionale Verankerung oder sportliche Kontinuität treten dabei in den Hintergrund. Sie setzen auf sportlichen Erfolg als Multiplikator für ihre Investition – ein Faktor, der jedoch kaum planbar ist. Bleibt der erhoffte „Lucky Punch” aus, geraten Klubs schnell in finanzielle Schwierigkeiten. Beispiele aus nahezu allen europäischen Ligen zeigen, dass renditegetriebene Investitionen nicht selten zu Instabilität, Schulden oder sogar Insolvenzen führen.&lt;/p>&lt;h2>Finanzielle Abhängigkeiten&lt;/h2>&lt;p>In Deutschland stehen der TSV 1860 München sowie Klubs wie Hertha BSC, der KFC Uerdingen 05 oder auch Türkgücü München symbolhaft für fragile Investorenmodelle mit allen negativen Begleiterscheinungen. Entgegen anderslautender Versprechen ihrer – einstigen – Geldgeber nahmen die genannten Klubs keinen Aufschwung, sondern gerieten in massive wirtschaftliche Schwierigkeiten.&lt;/p>&lt;p>Weitere prominente Namen auf europäischer Ebene sind der englische Blackpool FC oder der Niedergang des Málaga CF in Spanien. In Belgien sind es unter anderem die Fälle von KV Oostende oder K Beerschot VA, in den Niederlanden Vitesse Arnheim oder ADO Den Haag und in Österreich Austria Wien oder der SK Austria Klagenfurt. All diese Beispiele verdeutlichen ein strukturelles Problem im europäischen Fußball: Klubs, die nicht im Rampenlicht stehen oder in den unteren Profiligen spielen, verfügen häufig nicht über stabile Einnahmen. Sie sind deshalb stark von einzelnen Investoren abhängig.&lt;/p>&lt;p>Spektakulär sind auch viele Geschichten aus Süd- und Osteuropa. Der Profifußball dort ist voll von großen Träumen, spektakulären Versprechen und gescheiterten Großprojekten. Sie weisen ein wiederkehrendes Muster auf: Einzelne Investoren beschwören den schnellen Aufstieg in die internationale Spitzenklasse, finanzieren aufsehenerregende Transfers und wecken große Hoffnungen bei Fans und Medien, um am Ende innerhalb weniger Jahre mit ihren überambitionierten Vorhaben zu scheitern. Finanzieller Reichtum allein garantiert keinen sportlichen Erfolg.&lt;/p>&lt;h2>Systemimmanente Konflikte&lt;/h2>&lt;p>Investoren, Mäzene, Betrüger, Hochstapler – der moderne Profifußball hält alle Spielarten bereit. Für Investoren ist ein Fußballverein vor allem ein wirtschaftliches Gut, ein Unternehmen mit Markenwert, Wachstumspotenzial und der Aussicht auf Rendite. Für viele Fans hingegen verkörpert der Klub weit mehr als eine Bilanz: Er ist kulturelles Erbe, sozialer Bezugspunkt und nicht selten Teil der eigenen Lebensgeschichte. Aus dieser unterschiedlichen Perspektive erwachsen Spannungen. Während Anhänger Tradition, regionale Identität und Mitbestimmung bewahren möchten, verfolgen Investoren im Regelfall ökonomische Interessen, suchen nach internationaler Vernetzung und manche auch nach politischem Einfluss.&lt;/p>&lt;p>Konflikte über Transfers, Vereinsführung, Stadionpolitik oder den grundsätzlichen Charakter des Klubs sind daher vorprogrammiert. Und wenn sich die großen Versprechen als Illusion erweisen oder ein Investor die Realität des Profifußballs verkennt, kann der Traum vom großen Geld schnell zum existenziellen Risiko für einen Klub werden.&lt;/p>&lt;p>Beim TSV 1860 München zeigen sich seit vielen Jahren ganz typische Kontroversen des deutschen und europäischen Profifußballs. Im April des vergangenen Jahres hat Hasan Ismaik öffentlich erklärt, seine Anteile an den Löwen nach 15 Jahren verkaufen zu wollen. Bei diesem Wunsch sind sich die gewählten Vertreter des Muttervereins und ihr exzentrisch wirkender Investor ausnahmsweise einig. Denn auch die Mehrheit der Vereinsmitglieder sieht das Verhältnis als zerrüttet an. Nachdem ein bereits ausgehandelter Deal im Sommer 2025 auf der Zielgeraden geplatzt war – der Interessent aus der Schweiz entpuppte sich als unseriös –, soll nun nach dem Wunsch beider Seiten die baldige Trennung über die Bühne gehen. (as) (Quelle Bundeskartellamt)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TXpObVpHWTFZV1l0TURFd8POO5XcJ61jzPdX-bZjAHILCaFRFGWqnUGNfBT1zxMteQkMJOJBv7QKyeVuLSHD7DesghEWskwIiFQ_XgBjFBu2hwNd6tXUuaFOYirJZuJGIWF1_MBlIGMjCUvuNWtmsNeuwirBvmAs-DD21rn3bW4=?preset=fullhd" length="61898"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/ein-streitfall-der-den-modernen-fussball-erklaert/cnt-id-ps-a3ed268a-a137-4cd7-9292-14ba58e33e82</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-a3ed268a-a137-4cd7-9292-14ba58e33e82</guid><pubDate>Sun, 31 May 2026 10:15:39 +0200</pubDate></item><item><title>Landespokalsieger FC Würzburger Kickers</title><description>&lt;p>m Finale 2026 des Bayerischen Landespokals setzte sich der Regionalligist FC Würzburger Kickers mit 5:3 (1:1) nach Elfmeterschießen gegen den Drittligisten TSV 1860 München durch.&lt;/p>&lt;p>Außenseiter beweist im Finale den größeren Willen&lt;/p>&lt;p>Im Endspiel 2026 des Bayerischen Landespokals hat sich der Regionalligist FC Würzburger Kickers mit 5:3 (1:1) nach Elfmeterschießen gegen den Drittligisten TSV 1860 München durchgesetzt. Die Rothosen holten sich vor 11.017 Zuschauern im ausverkauften Stadion am Dallenberg damit zum vierten Mal den seit 1998 ausgespielten Toto-Pokal.&lt;/p>&lt;p>Für die Unterfranken ist der Sieg über die Löwen der zweite sportliche Höhepunkt einer ingesamt starken Saison. Schon vor dem Endspiel hatten die Würzburger Kickers die Bayerische Amateurmeisterschaft gefeiert und sich damit gleichzeitig die Teilnahme an der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal-Wettbewerb 2026/2027 gesichert. Damit stand bereits vor dem Anpfiff fest, dass auch der TSV 1860 München unabhängig vom Ausgang des Endspiels für den DFB-Pokal planen darf. Auf beide Teams wartet dort ein Spiel gegen einen Erst- oder Zweitligisten sowie jeweils rund 210.000 Euro aus den Vermarktungserlösen.&lt;/p>&lt;p>Sigurd Haugen brachte die Münchner in der 38. Minute per Kopfball in Führung. In der Schlussminute traf der ehemalige Löwe Tarsis Bonga zum Ausgleich für die Würzburger und rettete die Mannschaft von Trainer Michael Schiele ins Elfmeterschießen. Dort zeigten die Gäste die schlechteren Nerven. Kickers-Keeper Johann Hipper parierte einen Elfmeter von Patrick Hobsch. Kilian Jakob setzte seinen Ball neben den Pfosten. Bei den Kickers trafen hingegen alle Schützen. Der entscheidende Treffer gelang schließlich Liam Omore.&lt;/p>&lt;p>Das gewonnene Finale diente den Würzburgern als Generalprobe für die bevorstehenden Aufstiegsrelegationsspiele zur 3. Liga gegen den 1. FC Lokomotive Leipzig. Mit dem Landespokal und dem Meistertitel im Gepäck geht die Mannschaft von Trainer Michael Schiele selbstbewusst in die entscheidenden zwei Begegnungen mit dem Meister der Regionalliga Nordost. Ganz anders die Münchner Löwen. Für sie endet der Landespokal wie die Drittligasaison: glücklos und mit einer sportlichen Enttäuschung. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WWpnNVpXUTFZV1l0TkdKacJowN3APhIGR_R4B-WvkIAEZfED3yeMAkbi5yA_Lutkwr4K8nB_U4gZhQ-3h9UD2V54hFlz1_p2VT-kfKpDbv5GbKEv7nkaJ8gR6r5EMCIFj_L3BLCPszHGB67igaR0Bc3w_r0u3HEKmaf2-nG_SSA=?preset=fullhd" length="506967"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/landespokalsieger-fc-wuerzburger-kickers/cnt-id-ps-8fbbc20d-7026-4686-805a-80ffc8f5d31b</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-8fbbc20d-7026-4686-805a-80ffc8f5d31b</guid><pubDate>Sun, 24 May 2026 09:37:17 +0200</pubDate></item><item><title>Große Ligenreform im Münchner Lokalfußball</title><description>&lt;p>Ab der Saison 2027/2028 soll es in München nur noch zwei statt bisher drei Kreisligen geben. Zur Spielzeit 2026/2027 findet ein Ausscheidungswettbewerb statt, bei dem die 42 Münchner Kreisligisten auf 30 Mannschaften reduziert werden.&lt;/p>&lt;p>Reduzierung der Kreisliga-Staffeln steht bevor&lt;/p>&lt;p>Ab der Saison 2027/2028 soll es in München nur noch zwei statt bisher drei Kreisligen geben. Zur Spielzeit 2026/2027 findet ein Ausscheidungswettbewerb statt, bei dem die 42 Münchner Kreisligisten auf 30 Mannschaften reduziert werden. Die Verringerung der Kreisligen in München von drei auf zwei Staffeln zieht eine Strukturreform der nachfolgenden Kreisklasse, A-Klasse und B-Klasse nach sich.&lt;/p>&lt;p>Bereits 2021 hatte der zuständige Bezirksspielausschuss des Bayerischen Fußballverbandes einen entsprechenden Reformbeschluss gefasst, dessen Umsetzung jedoch bislang ausblieb. Jetzt drückt der Verband aufs Tempo. Um den Hintergrund zu verstehen, muss man sich zunächst die Organisation und geografische Gliederung des Amateurfußballs in Oberbayern vor Augen führen. Der Bezirk Oberbayern ist in vier Fußballkreise unterteilt: den Kreis München (umfasst die Stadt München und angrenzende Bereiche des Landkreises München), den Kreis Zugspitze (Regionen rund um den Starnberger See, Weilheim, Bad Tölz, Dachau und Fürstenfeldbruck), den Kreis Inn/Salzach (erstreckt sich über den südöstlichen Raum, darunter die Landkreise Rosenheim, Miesbach, Traunstein, Berchtesgadener Land und Mühldorf) und den Kreis Donau/Isar (liegt im Norden und umfasst unter anderem Ingolstadt, Pfaffenhofen, Freising, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt).&lt;/p>&lt;p>Laut BFV-Angaben sind in allen vier Kreisen eine mehr oder weniger ähnlich hohe Anzahl an Vereinen und Mannschaften im Herrenbereich aktiv: München (197 Vereine, 368 Mannschaften), Zugspitze (202 Vereine, 341 Mannschaften), Inn/Salzach (182 Vereine, 316 Mannschaften) und Donau/Isar (171 Vereine, 297 Mannschaften). Nur in München existieren drei Kreisligen. In den drei anderen Kreisen sind es jeweils zwei. Das hat historische Gründe, denn in München spielten in der Vergangenheit deutlich mehr Mannschaften. Heute ist das jedoch nicht mehr der Fall. Die anderen oberbayerischen Kreise monieren deshalb seit Jahren eine Ungleichbehandlung. In keinem anderen Kreis in Bayern gibt es mehr als zwei Kreisligen. München stellt eine Ausnahme dar, durfte einen Direktaufsteiger mehr in die Bezirksligen entsenden und hatte 14 Mannschaften mehr, die auf Kreisebene in der höchsten Liga spielen. Damit soll nun Schluss sein.&lt;/p>&lt;p>Im Frühjahr konnten sich die Münchener Kreisligisten per Abstimmung für eines von zwei Modellen entscheiden, wie die Ligenreduzierung durchgeführt werden soll. Entweder gestreckt über drei Jahre, in denen es jeweils mehr Absteiger als bislang geben sollte, oder binnen einer einzigen Spielzeit, die in einer Art „Champions-League-Modus“ durchgeführt würde. Nach Informationen des Münchner Wochenanzeigers hat sich die Mehrheit der Vereine für die zweite Variante entschieden, die vom Bezirksspielausschuss auch als „schneller Tod“ beschrieben wird – ein spannender, interessanter Modus.&lt;/p>&lt;p>Um die Chancengleichheit zu wahren, werden die Münchner Kreisligisten in der Spielzeit 2026/2027 basierend auf den Tabellenplatzierungen der letzten drei Spielzeiten in drei „Leistungstöpfe“ eingeteilt. Dadurch treffen viele Mannschaften auf neue Gegner anderer Staffeln. Ausgetragen werden 24 Einfachspieltage mit jeweils zwölf Heim- und zwölf Auswärtsspielen für jedes Team. Die bisherige Hin- und Rückspielregelung entfällt. Nach 24 Spieltagen wird eine Abschlusstabelle aller 42 teilnehmenden Mannschaften erstellt. Die ersten drei Mannschaften im Gesamtklassement steigen direkt in die Bezirksliga auf. Die Tabellenplätze vier bis sieben spielen einen Relegationsplatz für die Bezirksliga aus, während die Mannschaften auf den Rängen acht bis einundzwanzig in der Kreisliga verbleiben. Die neun Mannschaften auf den Tabellenplätzen 34 bis 42 steigen direkt in die Kreisklasse ab.&lt;/p>&lt;p>Weitere Abbauplätze werden in Relegationsrunden ausgespielt. Dabei spielen die Tabellenplätze 22 bis 33 der Kreisliga gegeneinander. Die sechs Verlierer dieser Duelle steigen direkt ab, die sechs Sieger kommen eine Runde weiter und messen sich dort mit den Zweitplatzierten aus den Kreisklassen. Die sechs Verlierer dieser Duelle scheiden aus, steigen ab oder verbleiben in der Kreisklasse. In einer letzten Relegationsrunde spielen die Sieger gegeneinander: Die drei Verlierer müssen in die Kreisklasse, die Gewinner verbleiben in der Kreisliga. Dieses Modell verspricht für die Spielzeit 2026/2027 interessante sportliche Vergleiche und eine Vielzahl an Hopp-oder-Top-Spielen. In der darauffolgenden Saison 2027/2028 werden die Ligen wieder im gewohnten Modus ausgetragen, dann mit zwei Kreisliga-Staffeln und dreißig Mannschaften.&lt;/p>&lt;p>Es ist davon auszugehen, dass unter den Münchner Vereinen ein starkes sportliches Wettrüsten um den Sprung in die Bezirksliga oder den Ligaerhalt einsetzt. Vorboten davon sind bereits erkennbar. So vermeldete der FC Alte Haide-DSC München kürzlich die Verpflichtung des 27-jährigen Emre Tunc. Der ehemalige Türkgücü-Spieler zählte über Jahre hinweg zu den Leistungsträgern in der Regionalliga Bayern und war zuletzt für ein halbes Jahr beim FC Fürstenried am Ball. Ebenfalls mit reichlich Regionalliga-Erfahrung ausgestattet ist der 28-jährige Mario Crnicki (FC Energie Cottbus und Türkgücü München), der ebenfalls den Schwarz-Weiß-Grünen den Aufstieg sichern soll. Mit Elias Beckenbauer (24) wechselt ein weiterer bekannter Name vom Bezirksligisten MTV München zu den Schwabingern. Der Enkel von Fußballlegende Franz Beckenbauer erlernte das Fußballspielen in der Jugend des FC Bayern. In dieser Konstellation ist der FC Alte Haide-DSC München kommende Saison der Top-Favorit auf den Aufstieg und durchaus so etwas wie der FC Bayern der Kreisliga. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TlRrd09EY3paVEV0WW1Obf0y54O5W-LukswT7GDOV7aWScBFFKfBg-rgR_DuiVrRx3K8DsJ606IcvC5RNBb23JJmuzb8c2lxb2FFWdP2tx1sYq3YVL7Zg2MgQHEdpdKsStDJMIwbybxxvmosASixkI90mVvomdDx0VtSiPHP5Jw=?preset=fullhd" length="820573"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/grosse-ligenreform-im-muenchner-lokalfussball/cnt-id-ps-51f51e36-0939-46bd-a419-1952852b6ed8</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-51f51e36-0939-46bd-a419-1952852b6ed8</guid><pubDate>Sat, 23 May 2026 13:02:40 +0200</pubDate></item><item><title>„Extrem stolz auf den ganzen Verein“</title><description>&lt;p>Die U21-Mannschaft des TSV 1860 München hat sich am letzten Spieltag der Bayernliga Süd vor 186 Zuschauern mit einem 5:1 (3:1)-Sieg über den FC Ismaning die Meisterschaft gesichert.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München II ist Meister in der Bayernliga Süd&lt;/p>&lt;p>Die U21-Mannschaft des TSV 1860 München hat sich am letzten Spieltag der Bayernliga Süd vor 186 Zuschauern mit einem 5:1 (3:1)-Sieg über den FC Ismaning die Meisterschaft gesichert. Weil zeitgleich die Profis spielten, war den „kleinen Löwen“ beim Saisonfinale nur eine vergleichsweise bescheidene Kulisse vergönnt. Die Ausgangslage für das Team von Trainer Alper Kayabunar war klar: Mit einem Sieg über den FCI war ihnen die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen. Der Verfolger TSV 1882 Landsberg musste sein Spiel gewinnen und zugleich auf einen Ausrutscher der Giesinger hoffen.&lt;/p>&lt;p>Doch die Weiß-Blauen ließen vom Anpfiff weg keinen Zweifel daran, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Cristian Leone (13. Min.) und Emre Erdogan (14. Min.) besorgten schon in der Anfangsviertelstunde einen Zwei-Tore-Vorsprung für die Hausherren. Danach konnten die Gäste aus Ismaning durch einen Treffer von Ilkan Atak (39. Min.) verkürzen, doch nach einem Foul an Leone stellte der Gefoulte selbst noch vor dem Pausenpfiff per Elfmeter den alten Abstand wieder her. Ein Eigentor von Ismanings Dimitrios Vourtsis (67. Min.) nach einer scharfen Hereingabe von Leone und ein Treffer des eingewechselten Arian Ortivero Calderon (87. Min.) besiegelten den 5:1-Endstand.&lt;/p>&lt;p>Den sportlichen Aufstieg in die Regionalliga Bayern dürfen die Giesinger aber nicht antreten, weil die Profis des TSV 1860 München auch in der kommenden Spielzeit in der 3. Liga vertreten sein werden und die BFV-Regularien zwei Spielklassen Unterschied verlangen. Kayabunar befand nach Spielschluss: „Wir sind verdient Meister geworden, haben fast die ganze Saison über auf dem ersten Tabellenplatz gestanden, auch wenn wir Landsberg noch mal herankommen haben lassen. Aber am Ende hat man gemerkt, dass die Jungs unbedingt wollten.“&lt;/p>&lt;p>Nicht nur wegen der Meisterschaft ist die Spielzeit für Kayabunar eine erfolgreiche: „Wir haben viele Spieler weiterentwickelt, die heute bei den Profis spielen und jetzt am Ende haben ein paar U19-Spieler mitgeholfen, den Titel zu holen. Ich bin extrem stolz auf die Mannschaft und auf den ganzen Verein.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WVRkbVpEUTVOakF0TUdNMqn4sYWvElvfOavnlu_1DloueTZZL7HIs-CAV2LR9xTglyv09QlHv8-uFYgM3LJT3jOjYrvhSuE6pOE4aUH5f0ZAPttaAv8-kznzb6cmUqwdZU_5sNKzNXzjZaI8NsDHrIZ4TOiL4Oq5uDXct3RdV-s=?preset=fullhd" length="194811"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/extrem-stolz-auf-den-ganzen-verein/cnt-id-ps-5e2cad3f-efff-4899-97aa-31d52c40e0b7</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-5e2cad3f-efff-4899-97aa-31d52c40e0b7</guid><pubDate>Tue, 19 May 2026 00:01:00 +0200</pubDate></item><item><title>Bayernfans auf Meisterfeier böse gefoppt</title><description>&lt;p>Ein Coup der besonderen Art gelang mutmaßlichen Fans des TSV 1860 München am Sonntag auf der Meisterfeier des Stadtrivalen FC Bayern.&lt;/p>&lt;p>Riesiges Schmähplakat auf dem Marienplatz&lt;/p>&lt;p>Ein Coup der besonderen Art gelang mutmaßlich Fans des TSV 1860 München am Sonntag auf der Meisterfeier des Stadtrivalen FC Bayern. Auf dem proppenvollen Münchner Marienplatz hatten sich vor dem Rathaus Tausende Anhänger der Rot-Weißen versammelt, um standesgemäß den 35. Meistertitel ihres Vereins zu feiern. Dabei wurde ihnen durch Saboteure ein riesiges vermeintliches Klubwappen des Rekordmeisters und -pokalsiegers untergeschoben, das die euphorisierte Menge als Blockfahne über ihre Köpfe wandern ließ. Doch darauf befand sich nicht etwa das bekannte kreisrunde Signet, sondern ein Schmähmotiv, bei dem das „y“ im Vereinsnamen durch ein „u“ ersetzt worden war und anstelle von „München“ ein vulgäres sexistisches Schimpfwort zu lesen war.&lt;/p>&lt;p>Mit fast 450.000 Mitgliedern ist der Fußball-Club Bayern der mitgliederstärkste Sportverein der Welt. Entsprechend groß ist national und international das Interesse an seinen Spielen, Titeln und Feierlichkeiten. Der Klub streamte seine Meisterfeier über den klubeigenen YouTube-Kanal vom Rathausbalkon aus live in alle Welt. Lokal übertrug der Bayerische Rundfunk die Zeremonie. Aus der Vogelperspektive der TV-Kameras war das Fake-Emblem auf der versammelten Menschenmenge minutenlang zu sehen. In eine der Rauten hatten die Urheber ein „1860“ gekritzelt.&lt;/p>&lt;p>Nach einiger Zeit bemerkten Vertreter des FC Bayern auf dem Balkon des Rathauses, dass mit dem Wappen ihres Klubs etwas nicht stimmte. Wie die TV-Bilder vermuten lassen, wurde Moderator und Stadionsprecher Stephan Lehmann von Kapitän Manuel Neuer darauf aufmerksam gemacht. Daraufhin versuchte Lehmann, das Malheur diskret aus dem Bild zu schaffen. „Könntet ihr bitte die Plane da draußen einholen? Ihr seht ja nichts darunter. Macht die doch bitte zusammen – nicht weiterreichen“, wurden die Fans aufgefordert. Doch da waren die Luftaufnahmen bereits weltweit gesendet. Das internationale Pressecho auf den Prank ist groß: Selbst die „New York Times“ berichtet. In den sozialen Netzwerken werden Videos und Bilder des Vorfalls millionenfach geklickt. (as) (Quellen: Bayerischer Rundfunk, New York Times)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T0RkbFltUmtabU10TlRBeIt5ibter_sfP0pYZmhfvJM6mkDS_4PQ9YKP2Hr4OSQeUOuarbwccB2rUBWtSLcqNknTYu4LAcyFDO7-sEyK79hb4qV2mLfb2-3PGVcW0-YSCp3weo6fvZU1KCaKn18dqCQie3nkxDtVfkA7OM6EVzY=?preset=fullhd" length="326867"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/bayernfans-auf-meisterfeier-boese-gefoppt/cnt-id-ps-21dfaf80-6a33-4803-9a38-48b9c0c8d3a3</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-21dfaf80-6a33-4803-9a38-48b9c0c8d3a3</guid><pubDate>Mon, 18 May 2026 09:56:24 +0200</pubDate></item><item><title>Löwinnen schaffen Triple-Aufstieg</title><description>&lt;p>Nicht nur die Kreisliga- Löwinnen sowie das als U23 in der Kreisklasse spielende zweite Team, sondern auch die U15-Juniorinnen des TSV 1860 München sind in der Bezirksliga Meisterinnen geworden. Ein Triple in Weiß-Blau.&lt;/p>&lt;p>Frauen- und Juniorinnen feiern Meistertitel&lt;/p>&lt;p>Nicht nur die Kreisliga-Löwinnen sowie das als U23 in der Kreisklasse spielende zweite Team, sondern auch die U15-Juniorinnen des TSV 1860 München sind in der Bezirksliga Meisterinnen geworden. Ein Triple in Weiß-Blau.&lt;/p>&lt;p>In der Bezirksliga siegten die U15-Junglöwinnen gegen den FC Ottobrunn mit 3:0 (2:0) und setzten sich damit die Krone auf. Im ersten Durchgang traf Lucy Schubert mit einem Doppelpack (18. und 27. Min.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Melanie Becker (51. Min.) für den Endstand. In der Tabelle stehen die kleinen Löwinnen mit der Maximalpunktzahl uneinholbar vor dem TSV Grünwald und dem SC Baldham-Vaterstetten.&lt;/p>&lt;p>Bereits vor der Spielrunde am Wochenende standen das erste und das zweite Frauen-Team als Meisterinnen ihrer Spielklassen fest. Nun wurden auch die Feierlichkeiten auf dem heimischen Platz an der St.-Martin-Straße 35 in Obergiesing zelebriert. Die Kreisliga-Löwinnen besiegten den TSV Eintracht Karlsfeld mit 5:0 (3:0). Kira Winter mit einem Doppelpack (13. und 31. Min.) und Julia Keller (38. Min.) besorgten den Halbzeitstand. Nach der Pause trafen Julia Ennen (76. Min.) und Janina Hartmann (86. Min.) zum Endstand gegen die sich tapfer bis zum Schluss wehrenden Frauen vom nordwestlichen Münchner Stadtrand. Die Eintrachtlerinnen bewiesen Sportsgeist und ließen sich zu keinem Zeitpunkt hängen.&lt;/p>&lt;p>Neues Saisonziel der Löwinnen I ist es, die Spielzeit 2025/2026 mit voller Punktzahl abzuschließen und die 100-Tore-Marke zu überschreiten. Mit ihrem aktuellen Torverhältnis von 97:6 scheint dieses Vorhaben realisierbar. Am kommenden Wochenende spielen sie um 17:30 Uhr zuhause gegen die starke drittplatzierte Spielgemeinschaft FC Aschheim/Kirchheimer SC. Im letzten Saisonspiel geht es dann zum SV Dornach.&lt;/p>&lt;p>Auch die Frauen des TSV 1860 München II feierten einen Heimsieg. Der SC Baldham-Vaterstetten unterlag mit 4:2 in Obergiesing. Zoe Raabe besorgte in der 18. Minute die Führung für die Löwinnen, die ihre Schwester Michelle zehn Minuten später auf 2:0 ausbaute (28. Min.). Nina Filardi konnte in der 31. Minute verkürzen, ehe Mira Müller in der 42. Minute den alten Abstand wieder herstellte. Unmittelbar nach Anpfiff der zweiten Halbzeit traf Julia Espertshuber zur Vorentscheidung (47. Min.). In der Schlussviertelstunde markierte Eleonora Cabras den 4:2-Endstand (77. Min.).&lt;/p>&lt;p>Nach dem Abpfiff der Partien der Frauenteams wurden die obligatorischen Bier-Feierlichkeiten mit riesigen Gläsern und in den Meister-T-Shirts zelebriert. Trainer Lorenzo Tonello versuchte vergeblich, sich vor seinen Spielerinnen zu verstecken, um einer Bierdusche zu entgehen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpNd05HRTJOMk10TkdSayzJ5tgOlHm2ZrM3j0OOVN8Ueu4HvLD3Z3MzYnkZM17S3sJZ_PI0NkLd4SdUgKRcwfDtxJYgg6KH-j1mcE8HQ0NemPAW_EZLziiQTRVaZk3PVggAtGYbFOJX6DYeXOXZqnauv5h7ul0wxfVh8aJ2Vss=?preset=fullhd" length="394357"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/loewinnen-schaffen-triple-aufstieg/cnt-id-ps-3daade24-ec3a-4e70-8452-6cdf989a914d</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-3daade24-ec3a-4e70-8452-6cdf989a914d</guid><pubDate>Sun, 17 May 2026 11:44:19 +0200</pubDate></item><item><title>20 Jahre „Münchner Freiheit”</title><description>&lt;p>Zu Gast beim spielstarken SC Verl sah der TSV 1860 München am letzten Spieltag der 3. Liga kein Land und verlor 0:3. Am achten Platz in der Abschlusstabelle änderte die Niederlage der Löwen nichts mehr.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 beendet Saison auch Platz acht&lt;/p>&lt;p>Zu Gast beim spielstarken SC Verl sah der TSV 1860 München am letzten Spieltag der 3. Liga kein Land und verlor 0:3 (0:1). Am achten Platz in der Abschlusstabelle änderte die Niederlage der Löwen nichts mehr. Für die Ostwestfalen trafen vor 3.764 Zuschauern in der Sportclub-Arena – darunter gut 1.000 aus München – Berkan Taz per Handelfmeter (36. Min.) sowie Oualid Mhamdi (60. Min.) und Julian Stark (78. Min.).&lt;/p>&lt;p>Aus Sicht der Gästefans war der Höhepunkt des Ausflugs nach Verl eine große Kurvenchoreografie anlässlich des 20-jährigen Bestehens der 1860-Fangruppierung „Münchner Freiheit”. Die Anhänger, die das Konterfei des „Monaco Franze” bereits in nahezu jedes Stadion in Deutschland mitgenommen haben, sind seit zwei Jahrzehnten fester Bestandteil der Fanszene des TSV 1860 München.&lt;/p>&lt;p>„Die erste Halbzeit war in Ordnung. Wir haben gut angefangen unsere Möglichkeiten gehabt, die aber wieder mal nicht genutzt“, befand Löwen-Trainer Markus Kauczinski. Sigurd Haugen mühte sich im Sturm vergeblich. Die ereignisarme erste Halbzeit fand ihren Höhepunkt in einem Strafstoß. Lasse Faßmann hatte den Ball unglücklich an die Hand bekommen. Nach Wiederanpfiff „hatten wir keine Chance, konnten der Spielfreude von Verl nichts entgegensetzen, die Energie hat nachgelassen und am Ende war die Höhe der Niederlage verdient“, räumte Kauczinski ein. Verls Trainer Tobias Strobl feierte mit dem Sportclub die beste Abschlussplatzierung (Rang sechs) in der Vereinsgeschichte der Ostwestfalen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WTJSbE1tUTJaVEF0Wm1NMdzsvr_F2O0MVDV0oAbPzXgZTMB3KgAnQmchHU8YBCMNdc0vJNSF-7hmSwBT6WslCNe_qwYKu2hF565qP7Ka-dCktDJI2HzSaQFod4cdQYU0iU2dYSrJ6QPtezY6gGBSwMNLNNz4BnEBAzXnqUqyXVA=?preset=fullhd" length="583555"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/20-jahre-muenchner-freiheit/cnt-id-ps-52a160f8-9766-424d-a0b4-d732a16bbfa4</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-52a160f8-9766-424d-a0b4-d732a16bbfa4</guid><pubDate>Sun, 17 May 2026 11:31:46 +0200</pubDate></item><item><title>Hier sind die Löwen führend</title><description>&lt;p>Die sportlich enttäuschende Saison der Profis des TSV 1860 München, die mit Aufstiegsambitionen in die Spielzeit 2025/2026 der 3. Liga gestartet waren, hat rückblickend dennoch einige Lichtblicke zu bieten.&lt;/p>&lt;p>Einsatzzeiten für U23-Nachwuchsspieler&lt;/p>&lt;p>Die sportlich enttäuschende Saison der Profis des TSV 1860 München, die mit Aufstiegsambitionen in die Spielzeit 2025/2026 der 3. Liga gestartet waren, hat rückblickend dennoch einige Lichtblicke zu bieten. Unter Markus Kauczinski, der im Oktober 2025 den Profikader als verantwortlicher Trainer übernahm, debütierten zahlreiche vielversprechende Nachwuchstalente.&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München dürfte heuer die meisten Einsatzzeiten aller Drittligisten für U23-Spieler verzeichnen. Zur Erinnerung: In der 3. Liga müssen pro Spieltag mindestens vier Spieler im 18-Mann-Kader stehen, die zu Saisonbeginn das 23. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Bürger eines EU-Mitgliedsstaates oder eines Landes mit Assoziierungsabkommen sind. Bei den Münchner Löwen standen entsprechende Akteure nicht nur im Spieltagskader, sondern kamen auch regelmäßig zum Einsatz.&lt;/p>&lt;p>Neben dem bereits etablierten 20-jährigen Sean Dulic (22 Spiele), schnupperten vor dem letzten Spieltag der 19-jährige Lasse Faßmann (7 Spiele), der 20-jährige Samuel Althaus (8 Spiele), der 21-jährige Noah Klose (1 Spiel), der 23-jährige Damjan Dordan (12 Spiele), der 19-jährige Clemens Lippmann (24 Spiele) und der 20-jährige Xaver Kiefersauer (2 Spiele) Profiluft. Letzerer kam allerdings zu spät zum Einsatz, um noch in die Berechnung einzufließen. Für der 18-jährige Loris Husic (5 Spiele) gibt es keine Förderung, denn der ist Österreicher. Dennoch dürfte diesmal die Ausschüttung aus dem sogenannten „Nachwuchsfördertopf 3. Liga“ für die Giesinger entsprechend hoch ausfallen.&lt;/p>&lt;p>Das Geld wird nach festen Kriterien an 18 der 20 Vereine ausgeschüttet. Keine Mittel erhalten der VfB Stuttgart II und die TSG Hoffenheim II, denn zweite Mannschaften sind von der Fördermaßnahme ausgeschlossen. In der Statistik der „Eigengewächse“ – dabei handelt es sich um Spieler, die in einer der klubeigenen Nachwuchsmannschaften (mindestens U17-Junioren) aktiv waren – steht der TSV 1860 München hinter den U23-Mannschaften der Bundesligisten TSG Hoffenheim und VfB Stuttgart auf Platz 3. Damit ist er unter den ersten Mannschaften der 3. Liga mit Abstand führend.&lt;/p>&lt;p>In der kommenden Spielzeit sollen die Nachwuchskräfte nach dem Willen der sportlich Verantwortlichen noch mehr Verantwortung übernehmen. Der international erfahrene Routinier Kevin Volland (33) brachte es im „Hacker-Pschorr-Fantalk“ nach der 1:2-Niederlage gegen den FC Ingolstadt auf den Punkt: „Ich würde mir wünschen, dass wir nächste Saison ein paar mehr Soldaten in der Mannschaft haben, die auf dem Platz marschieren und sich an Pläne des Trainers halten.“ Auch die Spielweise soll sich dann ändern: „Wir möchten erfrischenderen Fußball spielen. Diese Saison haben wir oft sehr passiv und abwartend gespielt.“ (as) (Quellen: transfermarkt.de, Hacker-Pschorr-Fantalk)&lt;/p&gt;</description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TlRrME1UZG1Zell0T1dZd6sUsIwrTGRyIhBlCMuP0MCSkuWaXqURUgSqVb1Qjss_eB-v28AqvdvtNzY7TQPy_vSM4LRzJzzMZNTywot68sRGiEtowdJxksbBJ9OZuX0XpA2259_OPCRadCRzdaWJmopKZD5xE3UVIUQtzuA-ZCM=?preset=fullhd" length="274470"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/hier-sind-die-loewen-fuehrend/cnt-id-ps-9d55fad7-6d75-403b-8257-da5c7834c8b3</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-9d55fad7-6d75-403b-8257-da5c7834c8b3</guid><pubDate>Fri, 15 May 2026 12:49:24 +0200</pubDate></item></channel></rss>