<rss version="2.0"><channel><title>Münchner Wochenanzeiger TSV 1860 München News – Aktuelle Spiele, Transfers &amp; Insider | Wochenanzeiger</title><description>Alle News zum TSV 1860: Spiele, Ergebnisse, Transfers &amp; exklusive Insider-Storys. Jetzt reinklicken und keine Löwen-Highlights mehr verpassen!</description><link>https://www.wochenanzeiger.de/thema/weitere-themenseiten/1860</link><language></language><item><title>Heimsieg in Unterzahl als Schlüsselerlebnis?</title><description>&lt;p>Die Tatsache, dass die Mannschaft des TSV 1860 München die Partie gegen die SpVgg Bayreuth in Unterzahl noch in einen späten 2:1-Heimsieg umgebogen hat, kann ein psychologisch wirksames Schlüsselerlebnis sein.&lt;/p>&lt;p>Ein Kommentar von Alfons Seeler&lt;/p>&lt;p>Die Tatsache, dass der TSV 1860 München die Partie gegen die SpVgg Bayreuth trotz Unterzahl noch in einen 2:1-Heimsieg umgebogen hat, kann für Team und Zuschauer ein psychologisch wirksames Schlüsselerlebnis sein und den weiteren Saisonverlauf in der Regionalliga Bayern beeinflussen. Der vierte Heimsieg in Folge ist das Ergebnis der gemeinsamen Anstrengungen einer Mannschaft, die auf ihren verletzten Spielmacher Tunay Deniz verzichten muss und sich vielleicht gerade deshalb als kämpferische Einheit präsentierte.&lt;/p>&lt;p>Die Ekstase in Interaktion mit dem Publikum nach dem Siegtreffer stärkt den Zusammenhalt. Der Funke sprang auf das Publikum über. Sowohl die Mannschaft als auch die Zuschauer spürten, dass sie als Einheit über sich hinauswachsen und für eine Überraschung sorgen können. Dieses Gefühl ist weder trainierbar noch künstlich konstruierbar. Es kann nur durch gemeinsame Erlebnisse hervorgerufen werden. Die Münchner Löwen haben diesen Moment im Spiel gegen die SpVgg Bayreuth hervorgebracht.&lt;/p>&lt;p>Zu den zentralen psychologischen Voraussetzungen für sportlichen Erfolg zählen Selbstvertrauen, Widerstandsfähigkeit und Optimismus. Ein positives Schlüsselerlebnis ändert zwar nicht über Nacht die physischen Fähigkeiten eines Spielers, schaltet aber das mentale Potenzial frei, sein Können unter Druck abzurufen. Zudem fördert es die Motivation, sich durch intensiveres Training immer weiter zu verbessern. Es hilft dabei, Rückschläge zu überwinden, trotz äußerer Widrigkeiten weiterzumachen und auch in schwierigen Situationen an die eigenen Fähigkeiten zu glauben. Möglicherweise hat der TSV 1860 München dafür am Dienstagabend einen Grundstein gelegt. (&lt;i>Kommentar Alfons Seeler)&lt;/i>&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WWpVMU5UbGhZVEV0WlRWbDHkdd3aZp1lrYhZp852JHL0ViW9HgckgP79LsAgS1O9N6sM0LzNtSzbX2Ot4eTVch--Qzr5s-z4dLfyCvy0_IuonlgZ5GcpAZldwyjad88Ut0jwCU65U2FLa9_vIcbv4FiwBJ1UTXzRow8WvXg0J60=?preset=fullhd" length="282519"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/heimsieg-in-unterzahl-als-schluesselerlebnis/cnt-id-ps-26330d33-ea6b-492f-8999-dd1e5e06368a</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-26330d33-ea6b-492f-8999-dd1e5e06368a</guid><pubDate>Wed, 14 Oct 2026 11:45:17 +0200</pubDate></item><item><title>Tunay Deniz fällt langfristig aus</title><description>&lt;p>Tunay Deniz hat sich beim Auswärtsspiel des TSV 1860 in Illertissen verletzt. „Nach einer eingehenden Untersuchung im ZFOS München steht fest, dass Tunay langfristig ausfallen wird“, teilen die Giesinger mit.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 vermisst kreativen Ideengeber&lt;/p>&lt;p>Tunay Deniz hat sich beim Auswärtsspiel des TSV 1860 München in Illertissen erneut verletzt. „Nach einer eingehenden Untersuchung im ZFOS München steht fest, dass sich Tunay eine schwere Knieverletzung zugezogen hat und langfristig ausfallen wird“, teilen die Giesinger auf ihrer Website mit. Eine bittere Nachricht für den Verein und seinen Spieler. Nach langer Verletzungspause hatte sich der gebürtige Berliner erst in dieser Saison wieder auf den Platz zurückgekämpft und gleich wieder eine zentrale Rolle als kreativer Ideengeber im Spiel der Löwen eingenommen.&lt;/p>&lt;p>Mit vier Toren und vier Torvorbereitungen in zwölf Spielen gehörte der 32-Jährige in der laufenden Spielzeit zu den Leistungsträgern. Im Herbst 2025 zog sich Deniz in der 3. Liga im Heimspiel des TSV 1860 gegen den FC Energie Cottbus einen Kreuzbandriss zu und musste danach neun Monate lang pausieren. Nun ist wohl erneut das rechte Knie betroffen. Eine genaue Diagnose und prognostizierte Ausfallzeit teilte der Klub aus Gründen des Datenschutzes nicht mit.&lt;/p>&lt;p>Trainer Alper Kayabunar wird jedenfalls lange auf seinen Spielmacher verzichten müssen. In der sogenannten Löwenrunde vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth erklärte er, dass ein Spieler wie Deniz „für uns schwer zu ersetzen ist.“ Nun werden andere Akteure aus dem Kader das Spiel des TSV 1860 im Mittelfeld ankurbeln müssen. Dabei gerät Michael Eberwein ins Blickfeld. Der Offensivakteur – bislang fünf Saisontreffer – gilt als die wahrscheinlichste Option, um die Lücke im zentralen Mittelfeld zu schließen und für die nötige Torgefahr zu sorgen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WWpKaU9UWTFNV1V0TXpRM0SLtV2KrZfmZpptKsMkEufYUxvpO_xeifNgNaAprmpw8MJVVEKQPWu3afoQFM8InhdkuumnymkGCo9eO1AYOi3NdxaFaTjMGE_6xiysq_bxgLxJgnt6uNoAub_0wS2HnU3LMfoq_elBoRPX3y4wMk8=?preset=fullhd" length="276527"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/tunay-deniz-faellt-langfristig-aus/cnt-id-ps-b049b099-f4f3-4ba4-aca5-ca49c33bc36a</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-b049b099-f4f3-4ba4-aca5-ca49c33bc36a</guid><pubDate>Tue, 13 Oct 2026 08:55:38 +0200</pubDate></item><item><title>1860-Frauen bleiben auf Kurs</title><description>&lt;p>Gegen die Frauen des TSV 1860 München musste die Spielgemeinschaft aus ESV München-Freimann und SC Bogenhausen in einer intensiven Begegnung ihre erste Saisonniederlage einstecken.&lt;/p>&lt;p>Löwinnen überzeugen in der Bezirksliga&lt;/p>&lt;p>Gegen die Frauen des TSV 1860 München musste die Spielgemeinschaft aus ESV München-Freimann und SC Bogenhausen in einer intensiven Begegnung ihre erste Saisonniederlage einstecken. Beide Teams boten vor knapp 100 Zuschauern am Samstagabend bei nasskalter Witterung auf der Sportanlage an der St.-Martin-Straße in Obergiesing ein sehenswertes Spiel. Die Gäste untermauerten trotz der Niederlage eindrucksvoll, weshalb sie in der Frauen-Bezirksliga Gruppe 2 zu den Favoritinnen gezählt werden dürfen. Bei den Löwinnen mussten sie aber ohne ihre erfahrene Top-Torjägerin Lucia Quiatkowsky (129 Spiele, 121 Tore verzeichnet das FuPa-System) antreten. Trainer Maximilian Halemba standen nur zwei Ersatzspielerinnen zur Verfügung.&lt;/p>&lt;p>Energisch angetrieben von Kapitänin Sabine Schönberger versuchten die Frauen der Spielgemeinschaft, die Sechzgerinnen von Beginn an mit intensivem körperlichem Einsatz unter Druck zu setzen. Doch die hielten dagegen. Schiedsrichterin Johanna Prestel vom FC Kempten im Allgäu zeigte eine starke Leistung. Mit viel Übersicht und Fingerspitzengefühl sorgte sie dafür, dass die von zahlreichen Zweikämpfen begleitete Partie regeltechnisch sauber blieb, ohne dadurch den Spielfluss zu verlieren. Vor allem vor 1860-Stürmerin Kira Winter hatten die Gäste sichtlich Respekt. Sobald sie an den Ball kam, wurde sie sofort von zwei Gegnerinnen attackiert. Das schuf allerdings auch Räume für andere Spielerinnen, die diese zu nutzen wussten.&lt;/p>&lt;p>Ihre Heimspielpremiere für den TSV 1860 München gab Neuzugang Madeleine Maliha. Die 20-jährige Österreicherin war vom Bayernligisten FC Forstern nach Giesing gewechselt und bot eine ansprechende Vorstellung. Die Löwinnen beeindruckten vor allem mit ihrer Geschlossenheit im Team. Nach Ballverlusten in Angriffssituationen wurde sofort kollektiv nachgesetzt und das Leder zurückerobert. Dieses laufintensive Spiel bereitete den Gästen mit zunehmender Spieldauer Probleme. Kaum war ein Angriff der Giesingerinnen abgewehrt, rollte schon die nächste Welle heran. Torhüterin Mona Heidl erwies sich als starker Rückhalt ihres Teams – sie verhinderte mehrfach einen möglichen Treffer für die Sechzgerinnen.&lt;/p>&lt;p>In der 31. Minute war aber auch Heidl machtlos. Lea Lugscheider traf mit einem harten Flachschuss aus 20 Metern zum 1:0 ins Netz. Vorangegangen war der Szene wieder ein rückeroberter Ball, der eigentlich schon geklärt schien. Torannäherungen der Spielgemeinschaft aus Freimann und Bogenhausen passierten meist über Standards. Mit einem knappen Vorsprung für die Sechzgerinnen wurden die Seiten gewechselt. Nach Wiederanpfiff stellten die Gäste ihr kräfteraubendes Angriffspressing aus der ersten Halbzeit ein, das meist wirkungslos verpufft war, weil die abgeklärt agierende Defensive der Löwinnen sich immer wieder spielerisch befreien konnte.&lt;/p>&lt;p>Tief in der eigenen Hälfte stehend, versuchte die Spielgemeinschaft nun die Räume für die Giesingerinnen eng zu machen und setzte auf Umschaltspiel. Doch mit zunehmender Spieldauer wurden die Gegenstöße der Gäste immer seltener. Die Frauen des TSV 1860 München hatten sich in der Hälfte ihrer Gegnerinnen festgespielt. In der 68. Minute wechselte Trainer Simon Hüller seine Kapitänin Carla Ritz ein, die nach einer erst überstandenen Krankheitspause zunächst auf der Bank Platz genommen hatte. Dadurch konnte Edeltechnikerin Julia Keller, die Ritzs Rolle in der Defensivkette übernommen hatte, in die Offensive vorrücken. Eine Maßnahme, die sofort für Zählbares sorgte.&lt;/p>&lt;p>Keller setzte sich im Dribbling durch, spielte Torjägerin Winter auf der halblinken Seite an, die noch ein paar Schritte in den Strafraum lief und mit einem platzierten Schuss zum 2:0 Heidl keine Abwehrmöglichkeit ließ (70. Min.). In der Schlussviertelstunde versuchten die Gäste sich aus ihrer defensiven Rolle zu befreien und noch einmal selbst vor das Tor zu kommen. Doch die Löwinnen ließen nichts mehr anbrennen und waren einem dritten Treffer näher als die Spielgemeinschaft dem möglichen Anschlusstor.&lt;/p>&lt;p>Sollten die Frauen des TSV 1860 München eine konzentrierte sportliche Leistung wie gegen die SG ESV München-Freimann/SC Bogenhausen regelmäßig abrufen können, zählen in dieser Saison auch sie zu den Titelanwärterinnen in der Bezirksliga. Am kommenden Sonntag, den 18. Oktober, sind die Weiß-Blauen um 11 Uhr beim FSV Höhenrain in Berg am Starnberger See gefordert (Bussardweg 3, 82335 Berg).&lt;/p>&lt;p>Im Vorspiel besiegte in der Kreisliga der TSV 1860 München II die Frauen des FC Stern München III in einer abwechslungsreichen Partie mit 4:3 (2:2) – der erste Saisonsieg für die frisch aufgestiegenen U23-Löwinnen, die in den ersten Spielen noch Anpassungsprobleme hatten. Die Gäste gingen durch Tatjana Mester (2. Min.) früh in Führung, die Maja Milojkovic mit zwei Toren (5. und 11. Min.) drehte, ehe Emma Witzel (22. Min.) für die Sterne egalisierte. In einer spektakulären Schlussphase traf zunächst Anika Hochreiter zum 3:2 (75. Min.), ehe erneut Witzel der Ausgleich gelang (83. Min.). Als bereits alles auf eine Punkteteilung hindeutete, legte Hochreiter das umjubelte 4:3 nach (87. Min.). (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WVdZek5HSTBNRGt0T1RJeLPIE-etmrApWc78lzJD-wvr6mTCx3eXYcNZY8vVWQrcwQepcmt2hZdALyA5hEtllWLxcjXrs9pgCkbDs6TomVXePNnYqoWy1XvGIoxMF5_AXx4RKG1PmNOgbQPPGiPw3q90d825cMTlvQbj4KJ3BE4=?preset=fullhd" length="199958"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-frauen-bleiben-auf-kurs/cnt-id-ps-d3000e1f-c3a0-406d-a17d-ed06402f1c83</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-d3000e1f-c3a0-406d-a17d-ed06402f1c83</guid><pubDate>Sun, 11 Oct 2026 10:27:34 +0200</pubDate></item><item><title>„Wieder unnötig Punkte liegen gelassen“</title><description>&lt;p>Zu Gast beim FV Illertissen 1921 im bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm, kam der TSV 1860 nicht über ein 1:1 (0:0)-Unentschieden hinaus. Zwei verlorene Punkte für die Giesinger, die die Begegnung spielerisch lange dominierten.&lt;/p>&lt;p>1860 München vertändelt Führung in Illertissen&lt;/p>&lt;p>Zu Gast beim FV Illertissen 1921 im bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm, kam der TSV 1860 München vor 4.119 Zuschauern nicht über ein 1:1 (0:0)-Unentschieden hinaus. Zwei verlorene Punkte in der Regionalliga Bayern für die Giesinger, die die Begegnung, vor allem in der zweiten Halbzeit, spielerisch lange dominierten. Löwen-Trainer Alper Kayabunar musste krankheitsbedingt auf die etatmäßigen Außenverteidiger Lance Fiedler und Mark Gevorgyan sowie auf Eric Uhlmann verzichten.&lt;/p>&lt;p>Auf tiefem Boden und bei Dauerregen brauchten die Gäste im weitläufigen Rund etwas Anlaufzeit, dann setzte sich Fabian Wagner auf der rechten Seite durch. Seine Flanke köpfte Emre Erdoğan aus acht Metern per Flugkopfball ans Außennetz (8. Min.). Die Schwaben standen in der Defensive gut, überließen den Löwen über weite Strecken den Ball und verlegten sich auf Konterattacken. Bei einem ihrer Ausflüge in Richtung des gegnerischen Strafraums lief nach einem Pass in die Tiefe plötzlich Torjäger Denis Milic frei auf Löwen-Schlussmann Vitus Eicher zu, schoss aber am Tor vorbei (28. Min.). Zwingende Torraumszenen für die Gäste blieben Mangelware. Das Team um Kapitän Dennis Dressel vermochte aus seinem spielerischen Übergewicht kein Kapital zu schlagen.&lt;/p>&lt;p>Im zweiten Durchgang drückten die Münchner energischer auf den Führungstreffer. Wieder war Erdoğan beteiligt, der sich im Dribbling über die linke Seite durchsetzte, aber aus spitzem Winkel an FVI-Torhüter Daniel Adamczyk scheiterte (54. Min.). Einen gefährlichen Abschluss von Florian Niederlechner klärte Illertissens Verteidigung mit vereinten Kräften zur Ecke (64. Min.). Auf der Gegenseite verpasste der agile Milic eine scharfe Hereingabe des liechtensteinischen Nationalspielers Alessio Hasler nur um Haaresbreite (67. Min.). Stattdessen trafen die Gäste. Eine Ecke von links durch Tunay Deniz landete auf Umwegen bei Felix Weber, der den Ball per Kopf auf den am Fünfmeterraum lauernden Niederlechner ablegte, der mit einem Schuss aus der Drehung Adamczyk zum 0:1 überwand (70. Min.). Tor Nummer fünf im zwölften Spiel für den ehemaligen Bundesligastürmer.&lt;/p>&lt;p>Doch statt mit der Führung im Rücken weiter auf dem Gaspedal zu bleiben, ließen die Münchner nach – und wurden prompt bestraft. Es reichte eine Flanke aus dem linken Halbfeld. Der Ball segelte von Shaban Veselajs Fuß über 30 Meter zu Milic, der im Zentrum weitgehend unbedrängt zum 1:1 einköpfen konnte (83. Min.). Danach rannten die Löwen bis zum Schlusspfiff wild an. Der eingewechselte Cristian Leone wurde vom ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Michael Eberwein per Hacke in Szene gesetzt, doch der 21-Jährige jagte den Ball freistehend aus 15 Metern hektisch über den Querbalken (88. Min.).&lt;/p>&lt;p>In der Nachspielzeit ergab sich für Erdoğan noch einmal eine Großchance. Julian Bell hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und mit viel Gefühl auf den zweiten Pfosten geflankt, wo der freistehende Außenstürmer zum Kopfball kam. Doch er setzte das Leder aus sechs Metern zum Entsetzen der mitgereisten Fans neben das Tor. Mit dem Ergebnis können die bayerischen Schwaben besser leben als die Münchner. Dennis Dressel, der Kapitän der Giesinger, monierte im TV-Interview mit DF1 nach dem Spiel, dass man wieder einmal unnötig Punkte liegengelassen habe.&lt;/p>&lt;p&gt;Immerhin reicht dem TSV 1860 München das Remis in Illertissen, um in der Tabelle auf den dritten Platz zu klettern.. Der Spitzenreiter TSV Buchbach hat weiterhin sieben Punkte Vorsprung auf die Löwen, aber bereits eine Partie mehr absolviert. Trainer Kayabunar befürchtete, das Spiel könnte seiner Mannschaft viel Kraft gekostet haben, und hofft für das kommende Heimspiel am Dienstagabend gegen die SpVgg Bayreuth um 19 Uhr im Grünwalder Stadion auf eine Rückkehr der Erkrankten. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WlRoak5ESTVNekl0WW1NMA8Ikx0HTp1yyO1gK2G_QcPiibyUb2E1DI0sefVu7g1oPV8ojqzBSX_ELhgTwKnk7GXeaESqwjNHANoCH4XLQNE8xrzbZjIw8vXwuNGDixiUehfn8JInChA6vULxTftp2ELKC0wwv5C0S-hWTg8y92M=?preset=fullhd" length="559363"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/wieder-unnoetig-punkte-liegen-gelassen/cnt-id-ps-5052d5f0-e1b5-4dcb-8a45-9083fca05146</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-5052d5f0-e1b5-4dcb-8a45-9083fca05146</guid><pubDate>Sat, 10 Oct 2026 17:33:28 +0200</pubDate></item><item><title>Winterspiele in Gilching-Argelsried</title><description>&lt;p>Zum Schreckgespenst der Frauen des TSV Gilching-Angelsried wurde 1860-Stürmerin Kira Winter, die beim 5:2-Sieg der Löwinnen alle fünf Treffer erzielte.&lt;/p>&lt;p>Löwinnen mit zweitem Saisonsieg in der Bezirksliga&lt;/p>&lt;p>Die Frauen des TSV Gilching-Argelsried aus dem Landkreis Starnberg nehmen mit respektablen drei Teams am Wettspielbetrieb des Bayerischen Fußball-Verbands teil. Bei den Rot-Weißen genießt der Frauenfußball seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert. Die erste Mannschaft spielt in der Bezirksoberliga, die zweite eine Klasse darunter in der Bezirksliga.&lt;/p>&lt;p>Am Wochenende gastierte der Aufsteiger TSV 1860 München II beim TSV Gilching-Argelsried II. Vor 80 Zuschauern bewiesen die Löwinnen, dass auch in der Bezirksliga sportlich mit ihnen zu rechnen ist. Zum Schreckgespenst der Gilchingerinnen wurde 1860-Stürmerin Kira Winter, die beim 5:2-Sieg alle fünf Treffer erzielte. Die 27-Jährige versenkte den Ball in der 5., 18., 34., 57. und 90. Minute im Tor.&lt;/p>&lt;p>Dabei wehrten sich die Gastgeberinnen tapfer. Im Blickpunkt stand vor allem Gilching-Argelsrieds Torfrau Jessica Bremora, die mit starken Paraden nicht nur eine höhere Niederlage verhinderte, sondern in der zweiten Halbzeit, als Trainer Bozhidar Bozhkof sie in den Sturm beorderte, sogar selbst einen Treffer erzielte (60. Min.). Carina Gilg gelang das zwischenzeitliche Anschlusstor zum 1:2, als sie den Ball in der 25. Minute aus über 20 Metern unhaltbar in den Winkel zimmerte. Doch gegen Winter war an diesem Tag kein Kraut gewachsen. Die Tormaschine des TSV 1860 München arbeitete hocheffektiv. Gemeinsam mit Serena Klug von der Spielgemeinschaft TSV Haar/TSV Grasbrunn führt Winter die Torjägerinnenliste der Bezirksliga Gruppe 2 an.&lt;/p>&lt;p>Am kommenden Samstagabend, den 10. Oktober, sind die Frauen des TSV 1860 München um 19:30 Uhr auf der heimischen Sportanlage an der St.-Martin-Straße 35 in einem Spitzenspiel gegen die starke Spielgemeinschaft ESV München-Freimann/SC Bogenhausen gefordert. Vor Winter dürfte die Spielgemeinschaft schon mal gewarnt sein. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TW1FelpEazFNalF0WXpJeaAdtMwQTgZsrJvuDo--ss3v0VpipnpMFXmUA75AwUZd2sRZLTEiugTsRR8rKGB-lyf3g7ybP1H0ez2aaItgEJmRQtiTGy6J0jhAHCNM0KWyBuRWt0-9UNoP-ON-6tuFwvq_9-xSqnogwOT7PYRAgT8=?preset=fullhd" length="374633"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/winterspiele-in-gilching-argelsried/cnt-id-ps-db01d188-15a7-4474-b099-f53e3f853bf8</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-db01d188-15a7-4474-b099-f53e3f853bf8</guid><pubDate>Mon, 5 Oct 2026 10:33:13 +0200</pubDate></item><item><title>Satter Heimsieg zum Wiesn-Ausklang</title><description>&lt;p>Offensichtlich war das letzte Wiesn-Wochenende auch für zahlreiche Fans der SpVgg Ansbach 09 ein Anlass, nach München zu fahren. Mehrere Hundert von ihnen hatten sich aus Mittelfranken auf den Weg gemacht.&lt;/p>&lt;p>1860 München gewinnt 4:0 gegen SpVgg Ansbach&lt;/p>&lt;p>Offensichtlich war das letzte Wiesn-Wochenende auch für zahlreiche Fans der SpVgg Ansbach 09 ein Anlass, nach München zu fahren. Mehrere Hundert von ihnen hatten sich aus Mittelfranken auf den Weg gemacht. Der Zuschauerschnitt der Spielvereinigung im heimischen Xaver-Bertsch-Sportpark liegt in der aktuellen Regionalliga-Bayern-Saison bei 989 Zuschauern pro Heimspiel. Nicht viel weniger Grün-Weiße dürften sich am Samstag im Grünwalder Stadion zum ersten Pflichtspiel in der Geschichte beider Vereine eingefunden haben.&lt;/p>&lt;p>Sportlich war der Ausflug für die Ansbacher nur eine Halbzeit lang erfreulich. Bis zum Pausenpfiff war es ihnen gelungen, vor 15.000 Zuschauern die Null zu halten. Der Trainer der Spielvereinigung, Niklas Reutelhuber, sah, wie er nach Spielschluss erklärte, „eine sehr gute erste Halbzeit von uns. Wir waren sehr aggressiv, gut in den Zweikämpfen. Sechzig hatte relativ wenig Ballbesitz.” Hüben wie drüben hätte durchaus ein Treffer fallen können. Weil Florian Niederlechner den Ball aber nach fünf Minuten, als er von Emre Erdogan mit einem Pass in die Tiefe bedient wurde, am Pfosten vorbeisetzte und Mark Gevorgyan, der agile Rechtsverteidiger der Löwen, auf der Gegenseite in höchster Not einen Schuss von Riko Manz zur Ecke blockte (8. Min.), blieb die Anfangsphase torlos.&lt;/p>&lt;p>Gegen Ende des ersten Durchgangs wurde die zweikampfintensive Partie noch einmal lebendig. Sechzigs Schlussmann Vitus Eicher spielte einen Ball direkt in die Füße von Dino Nuhanović, doch der zurückgeeilte Lasse Fassmann klärte den anschließenden Torschuss von Mirko Puscher auf der Linie (36. Min.). Im direkten Gegenzug eröffneten sich den Hausherren die bis dahin größte Chance im Spiel. Erdogan setzte sich über die linke Seite mit einem Dribbling durch und legte von der Grundlinie zurück für Raphael Ott auf, der vollkommen frei zum Abschluss kam. Doch Lucas Beetz konnte dessen Schuss mit einer beherzten Grätsche noch am Tor vorbeilenken (37. Min.). Kurz vor der Pause verletzte sich Ott und musste gegen Fabio Wagner ausgetauscht werden.&lt;/p>&lt;p>Im zweiten Durchgang entschied der TSV 1860 München die Partie dann binnen weniger Minuten. Nach einem Ballgewinn von Felix Weber im Mittelfeld konterten die Giesinger mit Wagner über die rechte Seite. Dieser zündete den Turbo, drang in den Strafraum ein und bediente den mitgesprinteten Innenverteidiger Weber, der den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Netz lenkte (50. Min.). Die Gäste wirkten nun angeschlagen, und die Weiß-Blauen legten nach. Tunay Deniz schlug einen Eckball von links direkt auf Niederlechner, der am zweiten Pfosten per Kopfball aus fünf Metern das 2:0 erzielte (58. Min.). Nur fünf Minuten später musste Ansbachs Torhüter Nils Leidenberger erneut den Ball aus dem Netz holen. Nach einer Kombination zwischen Erdogan und Gevorgyan am Strafraum kam Wagner nach einem Doppelpass zum Abschluss und traf mit einem wuchtigen Schuss unter die Latte zum 3:0 (63. Min.). Den Schlusspunkt setzte Deniz mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 25 Metern, der an der schlecht postierten Mauer vorbei neben dem linken Pfosten zum 4:0-Endstand einschlug (79. Min.).&lt;/p>&lt;p>Mit ihrem Heimsieg halten die Löwen in der Tabelle wieder Anschluss an das Spitzentrio. Dabei hat das Team von Trainer Alper Kayabunar ein Spiel weniger als die Wettbewerber absolviert. Am kommenden Samstag ist der TSV 1860 München um 14 Uhr beim Tabellensechsten FV Illertissen im bayerisch-schwäbischen Landkreis Neu-Ulm zu Gast. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TVRGa09HWmlabVV0TkdSa4AbmaoxpIg3d2-4IVe0peBD1tDShy6OwRtRJvhGRtH3pRi4z5M3Ejg7VD5AJ3AEyQNv4G2TTG-F5gdJAStBG9q-kskv8IeszyV0z1uHq7JYdv_8m82OvD63_KGtj5qOw-Vp4L2BehYdvBThfWVBrks=?preset=fullhd" length="425323"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/satter-heimsieg-zum-wiesn-ausklang/cnt-id-ps-012e176e-6ea4-4990-a546-4834438e37cf</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-012e176e-6ea4-4990-a546-4834438e37cf</guid><pubDate>Mon, 5 Oct 2026 09:33:30 +0200</pubDate></item><item><title>Zweistellig: Amateur-Löwen im Torrausch</title><description>&lt;p>Am 6. Spieltag der Kreisliga München fügten die Amateur-Löwen vom TSV 1860 München III den Gastgebern vom TSV 54-DJK München auf der Bezirkssportanlage Hasenbergl eine zweistellige Niederlage zu.&lt;/p>&lt;p>Höchste Niederlage für TSV 54-DJK München&lt;/p>&lt;p>Am 6. Spieltag der Kreisliga München fügten die Amateur-Löwen vom TSV 1860 München III den Gastgebern vom TSV 54-DJK München auf der Bezirkssportanlage Hasenbergl eine zweistellige Niederlage zu. Bereits zur Halbzeitpause stand es 0:6. Das Endergebnis von 0:11 ist die höchste Punktspielniederlage in der Historie des Vereins aus dem Münchner Norden.&lt;/p>&lt;p>Der TSV 54-DJK München e. V. entstand 2011 aus einem Zusammenschluss des TSV 1954 mit der DJK Nord. Als Mehrspartenverein mit rund 400 Mitgliedern ist er tief im Stadtteil Hasenbergl verwurzelt. Auf der Bezirkssportanlage an der Grohmannstraße spielte die erste Herrenmannschaft in der vergangenen Spielzeit 2025/2026 noch in der Fußball-Bezirksliga Oberbayern Nord. Doch nach dem Abstieg hatten die 54er einen personellen Aderlass der besonderen Art zu verkraften. 20 Spieler sowie der Physiotherapeut verließen den Verein oder beendeten ihre aktive Karriere.&lt;/p>&lt;p>Mit einem kleinen Kader und einigen reaktivierten Spielern der Alten Herren stürzten sich die Hasenbergler in das Abenteuer Kreisliga, die in diesem Jahr als Qualifikationssaison im Champions-League-Modus ausgetragen wird. Der 43-jährige Michael „Rubi“ Rubenbauer krempelte die Ärmel hoch und packte als Trainer und Manager in Personalunion den Neuaufbau des Teams an. Das sportliche Ziel ist der Klassenerhalt. Ein schwieriges Unterfangen. Die Bezirkssportanlage Hasenbergl, die 2025 nach einer kräftigen Modernisierung wiedereröffnet wurde, teilen sich die Rot-Schwarzen u. a. mit Rot-Weiß Tunesien München 1979 und dem SV Italia 1965, wobei vor allem die Münchner Italiener im Sommer zahlreiche Aktive des TSV 54-DJK München abgeworben haben.&lt;/p>&lt;p>Für die dritte Herrenmannschaft des TSV 1860 München trafen viermal Mario Krischel (1., 26., 71. und 85. Min.), zweimal Nicolas Barth (31. und 52. Min.) und je einmal Joel Deiga (28. Min.), Debütant Rafael Peinado Garcia (33. Min.), Cornelius Fichtner (45. Min.), Peter Lettenbauer (46. Min.) und Jusef Tohmaz (89. Min.). Mit dem Kantersieg schoben sich die in der aktuellen Saison noch ungeschlagenen Giesinger im 40 Vereine umfassenden Gesamtklassement auf Rang drei vor.&lt;/p>&lt;p>Am kommenden Samstag, den 3. Oktober, empfangen die Giesinger auf der heimischen Sportanlage an der St.-Martin-Straße 35 um 15:30 Uhr den SV Lohhof, der ebenfalls Aufstiegsambitionen hegt. In den Jahren zwischen 1990 und 1993 spielten die Lohhofer noch gegen die erste Mannschaft des TSV 1860 München in der damals drittklassigen Bayernliga. Drei Siege für die Löwen und ein Unentschieden stehen aus dieser Zeit zu Buche. Damals sorgten die Unterschleißheimer Leitl-Brüder Wolfgang, Reiner und Christian unter der Regie ihres Onkels Toni Plattner für Furore im gehobenen Amateurfußball im Münchner Umland. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/Tm1NMFlUVmhZVFl0WkRJMxMF7_W5I-XSahd0yxaprqK4NMcV0__eAr0zT3iJVDyO2O96s_exWbaJBCkI8KElobxGc8eCQNytr7YlrwSNha2UTEd5yAf2penT0GI55mqHrXrVAwFxqKJlzOrkC-iCE2EKHZUYC4CwIkSLNQG4qpo=?preset=fullhd" length="252493"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/zweistellig-amateur-loewen-im-torrausch/cnt-id-ps-65573186-c085-4723-b60b-c4a0d585aac9</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-65573186-c085-4723-b60b-c4a0d585aac9</guid><pubDate>Mon, 28 Sep 2026 07:56:39 +0200</pubDate></item><item><title>Löwinnen siegen bei Heimspiel-Debüt</title><description>&lt;p>Die Frauen des TSV 1860 München gewannen ihr erstes Heimspiel als Aufsteigerinnen in der Bezirksliga souverän mit 4:1 (2:0) gegen den SV 1925 München-Untermenzing. Torjägerin Kira Winter schnürte einen Dreierpack.&lt;/p>&lt;p>Aufsteigerinnen in der Bezirksliga angekommen&lt;/p>&lt;p>Die Frauen des TSV 1860 München gewannen ihr erstes Heimspiel als Aufsteigerinnen in der Bezirksliga souverän mit 4:1 (2:0) gegen den SV 1925 München-Untermenzing. Seit über 20 Jahren sind die erfahrenen Untermenzingerinnen ein fester Bestandteil der Frauen-Bezirksliga Oberbayern. Die vergangene Spielzeit beendete das Team auf dem vierten Platz. Nach einem 1:1-Unentschieden zum Saisonauftakt gegen den SC Huglfing fegten die Blau-Roten ihre Gegnerinnen von der Spielgemeinschaft FC Puchheim/1. SC Gröbenzell im zweiten Spiel mit 7:0 vom Platz. Entsprechend selbstbewusst fuhren die Frauen aus dem Nordwesten nach Obergiesing.&lt;/p>&lt;p>Doch die Gastgeberinnen, die ihr Auftaktspiel beim MTV Dießen am Ammersee unglücklich mit 1:2 verloren hatten, ließen vor heimischem Publikum vom Anpfiff weg keinen Zweifel daran, wer hier den Platz als Sieger verlassen würde. Die Untermenzingerinnen versuchten hoch zu stehen und ihre Gegnerinnen früh zu attackieren. Sie kamen mit dieser Spielweise aber den kombinationssicheren Löwinnen entgegen, die ein ums andere Mal die Defensivkette überspielten und zu hochkarätigen Torgelegenheiten kamen.&lt;/p>&lt;p>Nach zwei Minuten tauchte erstmals die schnelle Stefanie Stepberger frei vor dem Untermenzinger Tor auf, setzte den Ball aber über die Querlatte. Auf der Gegenseite klärte die stark spielende Innenverteidigerin Michelle Raabe einen Torschuss der Untermenzingerinnen – es sollte ihr einziger in der ersten Halbzeit bleiben – kurz vor der Linie (8. Min.). Danach spielten nur noch die Weiß-Blauen. Bereits im direkten Gegenzug rannte erneut Stepberger über rechts alleine aufs Tor zu, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Bettina Horvath.&lt;/p>&lt;p>Nach gut zehn Minuten fiel die verdiente Führung für den TSV 1860 München. Torjägerin Kira Winter wurde an der linken Strafraumgrenze angespielt, schüttelte ihre Gegenspielerin ab und traf mit einem platzierten Flachschuss in die lange Ecke zum 1:0 (13. Min.). Kurz darauf fand Michelle Le Nguyen mit einem Distanzschuss aus 20 Metern ihre Meisterin in Horvath, die sich in dieser Phase zur besten Spielerin ihres Teams entwickelte (17. Min.). Nur wenige Minuten später scheiterte Winter nach einem Zuspiel von Stepberger am Pfosten (21. Min.). Nach einer guten halben Stunde war das Glück der Untermenzingerinnen aufgebraucht. Im Anschluss an eine schnell gespielte Kombination über Le Nguyen und Winter passte die Stürmerin den Ball an den zweiten Pfosten, wo die mitgelaufene Julia Ennen aus sechs Metern zum 2:0 traf (31. Min.).&lt;/p>&lt;p>Kurz nach dem Wiederanpfiff legten die Löwinnen einen dritten Treffer nach. Dabei half die Defensive der Gäste kräftig mit: Sie versuchten sich spielerisch aus dem eigenen Strafraum zu befreien, verloren dabei jedoch den Ball an Winter. Diese zögerte nicht lange und jagte das Leder mit einem strammen Schuss zum 3:0 ins Netz (47. Min.). Der Ehrentreffer für den SV 1925 München-Untermenzing resultierte aus einem direkten Freistoß von Diana Anic, die den Ball aus über 30 Metern direkt aufs Tor zirkelte. Die bis dahin nahezu beschäftigungslos gebliebene Löwen-Torhüterin Mona Dauwalter ließ den Schuss zum 3:1 passieren (49. Min.).&lt;/p>&lt;p>Der Gegentreffer führte zu keinem Bruch im Spiel des TSV 1860 München. Die Giesingerinnen ließen sich die Partie nicht mehr aus der Hand nehmen und spielten weiter nach vorn. Ennen eroberte einen Ball im Mittelfeld, passte in die Tiefe auf Winter, die alleine auf die Schlussfrau zulief und sie mit ihrem dritten Treffer an diesem Tag zum 4:1-Endstand überwand (72. Min.). Am kommenden Sonntag, den 4. Oktober, sind die Löwinnen beim TSV Gilching-Argelsried im Landkreis Starnberg gefordert. Anpfiff auf der Sportanlage Gilching in der Talhofstraße 13 ist um 17 Uhr. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WVRBek5qQTJOV1l0TldJMVIZ8u8KZWdf2uen7RI0qSkuplSEjrx588SZDERIauA9TE2p61Q_BlUxjilF9i9w5OBPLimbHMQpCSEBc82GxJtVfYUArvC2bpr9bY3iTLFCd_vlmEkjQItrVEkxJnEsQ_9KeUzmvYnRyD2iRRGhzqg=?preset=fullhd" length="470939"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/loewinnen-siegen-bei-heimspiel-debuet/cnt-id-ps-1f23d567-8d26-47a8-948b-471c4f04a6ae</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-1f23d567-8d26-47a8-948b-471c4f04a6ae</guid><pubDate>Sun, 27 Sep 2026 18:42:10 +0200</pubDate></item><item><title>„Haben aus viel sehr wenig gemacht“</title><description>&lt;p>Im zehnten Spiel hat es die Münchner Löwen trotz drückender Überlegenheit erstmals erwischt. Das Team von Trainer Alper Kayabunar musste beim SV Wacker Burghausen eine Niederlage einstecken.&lt;/p>&lt;p>Erste Saisonniederlage für TSV 1860 München&lt;/p>&lt;p>Im zehnten Saisonspiel mussten die Münchner Löwen erstmals eine Niederlage einstecken. „Das Ergebnis ist sehr enttäuschend, weil ich als Trainer sage, dass wir eigentlich über eine lange Phase hinweg ein richtig gutes Spiel gemacht, uns dabei sehr viele Torchancen erarbeitet haben und wir definitiv selbst an der Niederlage schuld sind“, kommentierte 1860-Trainer Alper Kayabunar nach Abpfiff die Partie zwischen dem SV Wacker Burghausen und dem TSV 1860 München. „Das war am Ende der Unterschied: Burghausen hat aus wenig viel gemacht und wir haben aus viel sehr wenig gemacht.“&lt;/p>&lt;p>Kayabunar musste bei den Salzstädtern verletzungsbedingt auf Vitus Eicher, Michael Eberwein, Noah Klose, Moritz Seiffert und Lasse Faßmann verzichten. Zudem war Innenverteidiger Benedikt Hoppe gesperrt. Für Torhüter Eicher kam Paul Bachmann (20) zu seinem Debüt in der Regionalliga. Der Führungstreffer für die engagiert beginnenden Schwarz-Weißen fiel vor Vor 8.821 Zuschauern nach gut einer Viertelstunde. Wackers Linksverteidiger Louis Stegmiller hinterlief geschickt Mark Gevorgyan, kam dadurch auf der linken Seite frei zum Flanken und fand im Zentrum sein mitgelaufenes Pendant, Rechtsverteidiger Jannis Turtschan, der den Ball aus kurzer Distanz zum 1:0 ins Netz lenkte (17. Min.). Auf der Gegenseite scheiterten im Strafraum Tunay Deniz mit einem Schuss aus der Drehung und Florian Niederlechner im Nachschuss am glänzend reagierten Burghauser Schlussmann Markus Schöller. Der erfahrene Österreicher bewahrte seine Farben auch in der Folge mehrfach vor dem möglichen Ausgleich.&lt;/p>&lt;p>Die Gäste schnürten in dieser Phase den SV Wacker regelrecht in seiner Hälfte ein. Der dem Spielverlauf nach verdiente Ausgleich resultierte aus einem Konterangriff. Löwen-Kapitän Dennis Dressel schickte Emre Erdogan auf die Reise, der über die linke Seite Tempo aufnahm, den zurücklaufenden Benedikt Schwarzensteiner stehen ließ und mit einem harten Flachschuss durch die Beine von Schöller den 1:1-Ausgleich markierte (39. Min.). Nur zwei Minute ließ Raphael Ott eine sogenannte „Hunderprozentige“ liegen. Wieder war Erdogan der Ausgangspunkt, der Ball landete beim 20-Jährigen, dessen Schuss aus sieben Metern aber weit über das Tor flog.&lt;/p>&lt;p>Kurz vor dem Pausenpfiff konnte Wackers erfolgreichster Stürmer und Ex-Löwe, Felix Bachschmid, der angeschlagen in die Partie gegangen war, verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen. Weil die Münchner das Leder nicht ins Aus spielten, als Bachschmid sich, weit entfernt vom Ball auf den Boden setzte, sondern ihren Angriff zu Ende spielten, gerieten Wacker-Trainer Matthias Ostrzolek und die Löwen-Bank verbal heftig aneinander. Der Österreicher wurde vom Schiedsrichter auf Nachfrage beim Vierten Offiziellen mit der Gelben Karte bedacht. Angesichts der Möglichkeiten der Gäste war der 1:1-Pausenstand glücklich für den SV Wacker Burghausen.&lt;/p>&lt;p>Nach Wiederanpfiff setzte sich das Bild zunächst fort. Die Gäste aus München dominierten die Partie und erspielten sich eine Torgelegenheit nach der anderen. Doch die Abschlussbemühungen von Deniz (48. Min.), Erdogan (53. Min.) und Ott (60. Min.) blieben ohne Erfolg. Weil auch Niederlechner zwei erstklassige Gelegenheiten liegen ließ (63. und 65. Min.), kam es wie es kommen musste. In der Schlussviertelstunde drehten die Gastgeber die bis dahin einseitige Partie. Zwei verletzungsbedingte defensive Wechsel brachten etwas die Ordnung bei den Löwen durcheinander. Das wusste der SV Wacker zu nutzen. 1860-Innenverteidiger Felix Weber (73. Min.) humpelte mit einer Muskelverletzung vom Feld. Auch Damian Dordan, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder in der Startelf stand, war am Ende seiner Kräfte (73. Min.).&lt;/p>&lt;p>In der 76. Minute stellte der eingewechselte Ex-FC-Bayern-Spieler Maximilian Schuhbauer das Spiel auf den Kopf. Nach einem Pass in die Tiefe des ebenfalls neu ins Spiel gekommenen Moritz Leitner lief er frei auf Bachmann zu und spitzelte den Ball am zögerlichen Torhüter vorbei zum 2:1 über die Linie. Die geschockten Löwen versuchten nun mit der Brechstange gegen die sich weit zurückziehenden Hausherren zum Ausgleich zu kommen. Doch ein weiterer Treffer fiel auf der Gegenseite. Eine Flanke von rechts durch Noa-Gabriel Šimić legte Marc Sodji für Benedikt Schwarzensteiner ab, der mit einem technisch perfekten Scherenschlag aus acht Metern den 3:1-Endstand herstellte (89. Min.).&lt;/p>&lt;p>Die Gelegenheit zur Wiedergutmachung haben die Münchner Löwen am letzten Wiesn-Wochenende, am Samstag, den 3. Oktober, um 14 Uhr gegen die Mittelfranken von der SpVgg Ansbach. Man werde die Trainingswoche intensiv nutzen, um an der eklatanten Abschlussschwäche zu arbeiten, versprach Trainer Kayabunar. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WlRBMU5XVmpaR010TjJFNNWMEcO7ZD3YCjZ-4esg8YZgwIhMxWzEl3rkuhTE0wX7Ov7nSj60jOjkNNvxNSVPcxQsNuP0d9h3dn-y870pl6k2qDo2lcPI78WUBfr7vj3WNA_Ma6pJtL9dJi2xcXlgmotXN7VR9eQuKWBBhyGsdms=?preset=fullhd" length="655614"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/haben-aus-viel-sehr-wenig-gemacht/cnt-id-ps-de721dc3-d146-4793-a1a3-bfc8d1950b45</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-de721dc3-d146-4793-a1a3-bfc8d1950b45</guid><pubDate>Sun, 27 Sep 2026 11:10:58 +0200</pubDate></item><item><title>DOSB kürt München als deutsche Bewerberstadt</title><description>&lt;p>München ist der Kandidat für eine deutsche Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044.&lt;/p>&lt;p>Große Mehrheit stimmt für bayerische Landeshauptstadt&lt;/p>&lt;p>München ist der Kandidat für eine deutsche Bewerbung um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) in Baden-Baden setzte sich die bayerische Landeshauptstadt im Vergleich mit „KölnRheinRuhr“ durch. Das verkündete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an der Seite von DOSB-Chef Thomas Weikert auf der Bühne des Kurhauses.&lt;/p>&lt;p>Steinmeier beschrieb die Bewerbung als „Riesenchance für ganz Deutschland“. München galt vor der geheimen Abstimmung bereits als Favorit und siegte am Ende deutlich mit 91:50 Stimmen. Prüfer des DOSB hielten das Münchner Konzept bereits vor dem Votum für das geeignetste, wie aus einer Bewertung der Evaluierungskommission hervorging. Die Bewerbung Münchens schnitt bei der Fachprüfung etwas besser ab als die des Kontrahenten „KölnRheinRuhr“. Nachdem die DOSB-Evaluierungskommission Berlin weit hinter den beiden Mitbewerbern einordnete, zog die Hauptstadt am Donnerstag ihre Kandidatur noch vor der Abstimmung offiziell zurück.&lt;/p>&lt;p>Damit hat die bayerische Landeshauptstadt die Chance, erstmals seit 1972 Olympische Spiele wieder nach Deutschland zu holen. Seitdem gab es mehrere gescheiterte deutsche Bewerbungen um Sommer- und Winterspiele. Nun hofft der DOSB auf eine Rückkehr dieses weltweiten sportlichen Großereignisses nach Deutschland. Auf nationaler Ebene konnte München mit der Unterstützung der Stadt- und Landespolitik sowie einem Votum der Bevölkerung punkten, die sich in einer Befragung mit großer Mehrheit für eine Bewerbung ausgesprochen hatte.&lt;/p>&lt;p>Der DOSB und München müssen sich jetzt im internationalen Vergleich mit anderen Bewerbern in Stellung zu bringen und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Detailpläne und finanzielle Garantien vorlegen. Mit seinen ikonischen Wettkampfstätten wie dem Olympiapark und der weltweiten touristischen und wirtschaftlichen Strahlkraft Münchens will der DOSB überzeugen. Die erste Vorauswahl an Bewerberstädten für die Vergabe der Sommerspiele 2036 soll in einer sogenannten ersten Dialogphase bereits im März 2027 erfolgen. Eine zweite Phase der strategischen Verhandlungen mit den verbliebenen Kandidaten wird anschließend bis Ende 2028 laufen. Die finale Entscheidung des IOC soll schließlich Mitte 2029 getroffen werden.&lt;/p>&lt;p>Für die Stadt München ist nun Eile geboten, was die nächsten Schritte der Bewerbung anbelangt. Das vom IOC gewünschte „One Village Concept“ (Ein-Dorf-Konzept) beschreibt den planerischen Ansatz, das gemeinschaftliche Erlebnis der Olympischen Spiele durch kurze Wege zu den Sportstätten und die zentrale Unterbringung der Athletinnen und Athleten in einem einzigen, großen olympischen Dorf zu stärken. In München soll dieses zentrale Quartier im Nordosten der Stadt im Bereich Daglfing und Englschalking entstehen. Die Münchner Bewerbung legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und die Nutzung bestehender oder temporärer Sportstätten. Darunter ist auch das Grünwalder Stadion, das für Rugbyspiele vorgesehen ist. Fast die Hälfte aller sportlichen Wettbewerbe sollen direkt im historischen Olympiapark von 1972 stattfinden. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TURZMU1HVmxaVFF0WWpnMTQXffusxKlBcPtegL2IPbe4WDYqcvlqsf_3Zn4DlzCgLgVtNS1ayGohNMaPDmPEt67SyGzqWdJyYNjpZG4scf1jVkXiLXRnyMooHJ359iWAw0vSt2mxpE4fGRyyYM6BqrHdf2Q3FJ05EzpRJH878rg=?preset=fullhd" length="604592"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/dosb-kuert-muenchen-als-deutsche-bewerberstadt/cnt-id-ps-c70655d0-f3c1-4d7f-b3f9-db612bf4b46b</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-c70655d0-f3c1-4d7f-b3f9-db612bf4b46b</guid><pubDate>Sat, 26 Sep 2026 17:30:51 +0200</pubDate></item><item><title>Die Löwen im Oktober im TV</title><description>&lt;p>Für die Fans des TSV 1860 München ist der Oktober ein Monat mit jeder Menge Live-Übertragungen der Spiele ihrer Lieblingsmannschaft. Hier eine Übersicht über alle Partien.&lt;/p>&lt;p>Live-Übertragungen aller 1860-Spiele&lt;/p>&lt;p>Für die Fans des TSV 1860 München ist der Oktober ein Monat mit jeder Menge Live-Übertragungen der Spiele ihrer Lieblingsmannschaft. Die kommende Auswärtsbegegnung beim SV Wacker Burghausen steht ebenso auf dem Programm wie das zweite Wiesn-Heimspiel der Löwen gegen die Mittelfranken von der SpVgg Ansbach. Hier ist eine Übersicht über alle Spiele unter Beteiligung des TSV 1860 München, die im Oktober als Stream im Internet oder im linearen TV zu sehen sind.11. Spieltag, Samstag, 26. September 2026, 14:45 Uhr &lt;b>SV Wacker Burghausen – TSV 1860 München&lt;/b> (BR Fernsehen, BR24Sport, BR24-App, ARD Mediathek)12. Spieltag, Samstag, 3. Oktober 2026, 14 Uhr &lt;b>TSV 1860 München – SpVgg Ansbach&lt;/b> (BR Fernsehen, BR24Sport, BR24-App, ARD Mediathek)13. Spieltag, Samstag, 10. Oktober 2026, 14 Uhr&lt;b>FV Illertissen – TSV 1860 München&lt;/b> (DF1, DFB.TV) 14. Spieltag, Dienstag, 13. Oktober 2026, 19 Uhr&lt;b>TSV 1860 München – SpVgg Bayreuth&lt;/b> (BR24Sport, BR24-App, ARD Mediathek, YouTube)15. Spieltag, Sonntag, 18. Oktober 2026, 14 Uhr&lt;b>TSV 1860 München – FC Bayern München II&lt;/b> (BR Fernsehen, BR24Sport, BR24-App, ARD Mediathek)16. Spieltag, Sonntag, 25. Oktober 2026, 14 Uhr&lt;b>VfB Eichstätt – TSV 1860 München&lt;/b> (BR24Sport, BR24-App, ARD Mediathek, YouTube)17. Spieltag, Freitag, 30. Oktober 2026, 19 Uhr&lt;b>TSV 1860 München – TSV Buchbach&lt;/b> (BR24Sport, BR24-App, ARD Mediathek, YouTube) Das Bayerische Fernsehen hat in dieser Spielzeit sein Engagement bei Live-Übertragungen aus der Regionalliga Bayern ausgeweitet und zeigt an jedem Spieltag eine Spitzenpartie live. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/Tmprek1HWTROamN0TW1Zd9P2M4Niz7RGa0QclHOpMyib1XQRlSPkmb-ARQcgxYh-hTTRIcgSMsYjaJRsdX169px8tZUSTdVqDRYTnKg0xe3roSRno-usLFJ3zf0rYCAuNCR-6neVH7wwaxQxn8vgaFJetG6EN4G_jBQ6W3YxLhU=?preset=fullhd" length="239031"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/die-loewen-im-oktober-im-tv/cnt-id-ps-10c5aa0f-86b3-4b08-9501-a6a169623121</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-10c5aa0f-86b3-4b08-9501-a6a169623121</guid><pubDate>Tue, 22 Sep 2026 10:06:13 +0200</pubDate></item><item><title>Sechzger-Musikanten beim Wiesn-Umzug</title><description>&lt;p>Ein fast sieben Kilometer langer Festzug mit Trachten-, Musik und Historiengruppen zog am Sonntag zur Eröffnung des Münchner Oktoberfests zur Theresienwiese. Mit dabei waren die Sechzger-Musikanten, die vereinseigene Musiksparte des TSV 1860 München.&lt;/p>&lt;p>Löwen-Vereinslied hallt durch Münchens Straßen&lt;/p>&lt;p>Ein an die sieben Kilometer langer Festzug mit Trachten-, Musik und Historiengruppen zog am Samstag zur Eröffnung des Münchner Oktoberfests zur Theresienwiese. Mit dabei waren die Sechzger-Musikanten, die vereinseigene Musiksparte des TSV 1860 München. Die „Blosmusi” in Grün-Gold und Weiß-Blau nimmt den „historischen Faden der ehemaligen Vereinsgruppierungen Sängerkreis und Hausmusik auf, die in den ersten Jahrzehnten der 1860-Historie für die musikalische Umrahmung des Vereinslebens sorgten”, schrieben die Löwen 2021 zur Gründung der Sparte. Musikalisch geleitet wird die Löwenkapelle von Anton Hörger aus Schöngeising im Landkreis Fürstenfeldbruck.&lt;/p>&lt;p>Um 10 Uhr machten sich die mehr als 9.000 Teilnehmer des Trachtenumzugs, einer der größten weltweit, von der Maximilianstraße aus auf den Weg zur Theresienwiese. Prachtgespanne der Münchner Brauereien, Kutschen und Motivwagen begleiteten die Parade. Vorneweg ritt das neue Münchner Kindl, Sina Hochreiter, hoch zu Ross. Mitten unter den Löwen-Musikanten auch das gesamte Präsidium des TSV 1860 um Gernot Mang. Der Sechzger-Marsch hallte durch die Straßen, die bei sonnigem Wetter von 180.000 Menschen gesäumt wurden.&lt;/p>&lt;p>Die Sechzger-Musikanten spielen am Dienstagabend, den 22. September 2026, von 17 bis 20 Uhr im Zelt der „Boandlkramerei” auf der Oidn Wiesn. Auf dem Südteil der Theresienwiese ist die Oide Wiesn seit 2011 fester Bestandteil des Oktoberfests. Nostalgische Volksfestattraktionen, historische Fahrgeschäfte, ein Museumszelt mit Kinderprogramm sowie Festzelte, in denen Gemütlichkeit und bayerisches Brauchtum im Mittelpunkt stehen, prägen diese Veranstaltung. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WkRVNU5qSm1ObUl0TkRFevnvGrRZUy_L_mSSAAc8Bg7VMWaupHzfF0U5klN40x72i-QlWRa-JPTvaOA3_WybyKrCw_xO6N-3V0zE9Biyro4uU6-zB6d7MQb3KQyR8QQcIQTZwqMbiq8M5GoSDlTWvi9WTQgK1u9x_hy85a5xa8I=?preset=fullhd" length="314973"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/sechzger-musikanten-beim-wiesn-umzug/cnt-id-ps-a7d03e8c-8942-4992-8d7a-8c9c34f73cb9</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-a7d03e8c-8942-4992-8d7a-8c9c34f73cb9</guid><pubDate>Tue, 22 Sep 2026 09:56:46 +0200</pubDate></item><item><title>„Spieler haben sich einen Wiesnbesuch verdient”</title><description>&lt;p>Am Wochenende schloss der 10. Spieltag eine Englische Woche in der Regionalliga Bayern ab. Erst zum neunten Mal in dieser Saison war der TSV 1860 München im Einsatz und behielt mit 2:0 (0:0) gegen den 1. FC Nürnberg II die Oberhand.&lt;/p>&lt;p>Erfolgreiche Englische Woche für den TSV 1860&lt;/p>&lt;p>Am Wochenende schloss der 10. Spieltag eine Englische Woche in der Regionalliga Bayern ab. Erst zum neunten Mal in dieser Saison war der TSV 1860 München im Einsatz und behielt mit 2:0 (0:0) gegen den amtierenden Regionalliga-Meister 1. FC Nürnberg II die Oberhand. Damit bleiben die Löwen in der laufenden Spielzeit weiter unbesiegt und schieben sich in der Tabelle auf den dritten Platz.&lt;/p>&lt;p>Die Mannschaft und die Fans der „Clubberer” wurden auf Giesings Höhen wie Freunde begrüßt. Vor dem Anpfiff im Grünwalder Stadion lief ihr Vereinslied „Die Legende lebt” vom Band. Eine Ehre, die nicht jedem Gast bei den Löwen zuteilwird. Fans beider Lager sangen lauthals mit. Passend zum Beginn des Oktoberfests waren viele Zuschauer in bayerischer Tracht erschienen.&lt;/p>&lt;p>Nach dem torlosen ersten Durchgang, in dem die spielstarken jungen Gäste mehr Ballbesitz hatten, die tief stehenden Münchner nach Umschaltaktionen aber die besseren Torgelegenheiten verzeichneten, brachte Tunay Deniz das Team von Trainer Alper Kayabunar kurz nach Wiederanpfiff per Strafstoß mit 1:0 in Führung. Dem Treffer vorausgegangen war ein Foul an Emre Erdogan (47. Min.). Der schnelle Außenbahnspieler hatte in einem Laufduell geschickt den Weg gekreuzt, woraufhin Noel Kaiser ihm in die Hacken trat.&lt;/p>&lt;p>Deniz war auch am zweiten Treffer der Löwen beteiligt: Felix Weber sprintete in einen von ihm getretenen Eckball und lenkte das Leder aus fünf Metern mit dem Fuß zum 2:0 ins Netz. (66. Min.). Es ist der erste Treffer Webers nach seiner Rückkehr nach Giesing. Nach dem Zwei-Tore-Rückstand erhöhten die Nürnberger, die mit etlichen Profis aus dem Zweitliga-Kader antraten, die Schlagzahl, kombinierten sich auch immer wieder bis ins letzte Drittel, kamen dabei aber nicht zu wirklich gefährlichen Torraumszenen. Die Defensive der Weiß-Blauen verteidigte konzentriert.&lt;/p>&lt;p>Auf der Gegenseite ergaben sich immer wieder Kontermöglichkeiten für die Giesinger. Weber wäre nach einer Freistoßflanke von Lance Fiedler aus dem linken Halbfeld in der Nachspielzeit beinahe per Kopfball ein weiterer Treffer gelungen, doch Club-Schlussmann Robin Lisewski klärte mit einer Glanzparade zur Ecke. Am Ende blieb es beim verdienten 2:0-Heimerfolg für die Weiß-Blauen.&lt;/p>&lt;p>Löwen-Trainer Alper Kayabunar befand: „Die Spieler haben sich einen Wiesnbesuch verdient nach sieben Punkten aus der Englischen Woche – auch wenn sogar noch mehr drin gewesen wäre.” Die nächste Trainingseinheit seiner Mannschaft ist erst für Mittwoch terminiert. Am kommenden Samstag spielt der TSV 1860 München dann um 14:45 Uhr beim SV Wacker Burghausen. Die Salzachstädter zählen wie die Münchner zum erweiterten Favoritenkreis auf die Meisterschaft. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WXpkak16QmhNakF0TVdRMhifMzuv9JyQDhsKAm9pE_aMnMbWCW0O_BXsaAvATXtBb9io4cl2D37WKuJRbTHSZXnzudDoE-URwlZHmy8RPa1OgkRkA7c4WGAoAM7TRwV5t5K2VLJWCF3RVJFikLD8JXZQV8Zs8vfygrXSs2R3FSs=?preset=fullhd" length="429370"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/spieler-haben-sich-einen-wiesnbesuch-verdient/cnt-id-ps-b03dd8ac-c083-4662-89f0-fa590504d7ac</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-b03dd8ac-c083-4662-89f0-fa590504d7ac</guid><pubDate>Mon, 21 Sep 2026 08:20:50 +0200</pubDate></item><item><title>„Die vielen Unentschieden ärgern mich“</title><description>&lt;p>n der Regionalliga Bayern bleibt der TSV 1860 München neben dem Tabellenführer TSV Buchbach als einziges Team ungeschlagen. Bei der SpVgg Greuther Fürth II (1:1) spielten die Löwen allerdings schon das fünfte Unentschieden im achten Saisonspiel.&lt;/p>&lt;p>Alper Kayabunar hadert mit Chancenverwertung&lt;/p>&lt;p>In der Regionalliga Bayern bleibt der TSV 1860 München neben dem Tabellenführer TSV Buchbach als einziges Team ungeschlagen. Bei der SpVgg Greuther Fürth II spielten die Löwen allerdings schon das fünfte Unentschieden im achten Saisonspiel. 4 825 Zuschauer – die meisten von ihnen Anhänger der Gäste – sorgten am Dienstagabend im Sportpark Ronhof für eine würdige Kulisse. „Wir wollten heute natürlich unbedingt gewinnen“, gab Löwen-Trainer Alper Kayabunar nach dem Schlusspfiff zu und machte damit seine Enttäuschung über den verpassten Sieg deutlich.&lt;/p>&lt;p>Dabei begann seine Mannschaft stark gegen das Kleeblatt und ging auch früh in Führung. Einen Freistoß aus 35 Metern jagte Tunay Deniz direkt aufs Tor. Schlussmann Silas Prüfrock konnte den flatternden Ball nicht festhalten und ließ ihn nach vorne abprallen, wo Michael Eberwein zur Stelle war und aus kurzer Distanz das 0:1 markierte (7. Min.). Die Gäste aus München bestimmten weiter das Spiel, versäumten es aber bis zum Halbzeitpfiff, einen möglichen zweiten Treffer nachzulegen.&lt;/p>&lt;p>Nach dem Seitenwechsel attackierten die Weiß-Grünen deutlich höher und dominierten rund 20 Minuten lang die Begegnung. Olgherto Balliu wurde im Strafraum von 1860-Kapitän Dennis Dressel am Fuß getroffen. Den berechtigten Strafstoß schickte Jakob Engel unhaltbar zum 1:1 ins Netz (65. Min.). In der Schlussviertelstunde drängte der TSV 1860 auf den Siegtreffer, scheiterte aber gleich mehrfach an Prüfrock, der seinen Patzer aus der ersten Halbzeit mit starken Paraden wiedergutmachen konnte.&lt;/p>&lt;p>„Die Jungs haben am Ende richtig gefightet, alles reingehauen und viele Möglichkeiten erspielt. Wir waren ein paar Mal in der Box, wo wir ein Tor hätten erzielen können. Leider hat es nicht funktioniert. So geht das Spiel eben 1:1 aus“, kommentierte Kayabunar den Spielverlauf und fügte hinzu: „Die Unentschieden ärgern mich, es sind einfach zu viele.“ Am kommenden Sonntag, den 20. September, ist seine Mannschaft um 15 Uhr im heimischen Grünwalder Stadion gegen den 1. FC Nürnberg II gefordert. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WW1JNU1tSTFOekV0TjJOaWaXvI_M-hIwq5YklOKVaEn5Y5k78n_g8a3d1KtR6FTUoczP8RMbOSoeG5dM7x9RERina_543dcRSyFUGuzoLLJSz5tgEvscPERuyZwC4qVg4VVKK95SbaVOjoiH-Tc2cfR7zDGkAu6oLiL2g_2eOv4=?preset=fullhd" length="403675"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/die-vielen-unentschieden-aergern-mich/cnt-id-ps-7068e084-cb4f-4e9f-bc89-4b579c562163</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7068e084-cb4f-4e9f-bc89-4b579c562163</guid><pubDate>Wed, 16 Sep 2026 08:20:29 +0200</pubDate></item><item><title>Löwen feiern sich und ersten Heimsieg</title><description>&lt;p>Am Freitagabend durfte der TSV 1860 München mit einem 3:0 (2:0) über den TSV Schwaben Augsburg seinen ersten Heimsieg in der laufenden Saison feiern. Auf den ausverkauften Rängen herrschte eine euphorische Stimmung.&lt;/p>&lt;p>„Freiheit für Sechzig“ löst Euphorie aus&lt;/p>&lt;p>Am Freitagabend durfte der TSV 1860 München mit einem 3:0 (2:0) über den TSV Schwaben Augsburg seinen ersten Heimsieg in der laufenden Saison feiern. Auf den ausverkauften Rängen herrschte eine euphorische Stimmung. Wer nicht um die jüngste Geschichte des Vereins wusste, hätte als zufälliger Zeuge im Stadion glauben können, die Weiß-Blauen stünden kurz vor dem Gewinn eines prestigeträchtigen Titels. Von den Sitzen der Gegengerade ertönte es lautstark: „Der TSV ist wieder da!“ Vor der Westkurve enthüllten die Anhänger in der zweiten Halbzeit ein riesiges Transparent in den traditionsreichen Vereinsfarben Grün-Gold mit der Aufschrift „Mitglied werden – jetzt!“. Was die Fans so euphorisch feierten, war nicht nur der erste Heimsieg in der noch jungen Saison, sondern vor allem die neu gewonnene „Freiheit für Sechzig“: die Rückkehr des Profifußballs in die Hand der Vereinsmitglieder und die Loslösung vom undurchsichtigen Finanzkonstrukt des erratischen Kreditgebers Hasan Ismaik.&lt;/p>&lt;p>In den vorangegangenen Heimspielen kam das in der Liga noch unbesiegte Team von Trainer Alper Kayabunar sowohl gegen den FC Augsburg II (2:2) als auch gegen den TSV Landsberg (1:1) nicht über eine Punkteteilung hinaus. Mit zwei Änderungen in der Startelf – Mark Gevorgyan und Raphael Ott für Julian Bell und Emre Erdoğan – gingen die Löwen vor 15.000 Zuschauern im Grünwalder Stadion in den sportlichen Vergleich mit den Schwabenrittern, die von rund 400 Anhängern begleitet wurden. Die Personaländerungen sollten sich schon nach zehn Minuten auszahlen. 1860-Innenverteidiger Lasse Faßmann geriet bei einem Rückpassversuch auf Schlussmann Vitus Eicher außer Tritt und verlor das Leder – Gevorgyan klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Lukas Ramser (2. Min.). Auf der Gegenseite verzeichneten auch die Gäste einen individuellen Fehler. Elias Herzig vertändelte den Ball vor dem eigenen Strafraum an Ott, der sofort auf den gestarteten Lance Fiedler durchsteckte. Der 19-Jährige ließ mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0 Torhüter Maximilian Reil keine Abwehrchance (10. Min.).&lt;/p>&lt;p>Die Anfangsphase geriet zu einem turbulenten Schlagabtausch beider Mannschaften. Doch den Lila-Weißen fehlte häufig das Glück in der letzten Aktion. Anders die Löwen, die nach einer guten halben Stunde einen zweiten Treffer nachlegten. Tunay Deniz setzte mit einer gelungenen Seitenverlagerung Fiedler in Szene, der nicht lange fackelte und mit einem technisch perfekten Schlenzer in den Winkel das 2:0 markierte (34. Min.). Bis zum Halbzeitpfiff hätte die Führung noch höher ausfallen können, denn die Augsburger agierten nach dem zweiten Gegentor immer konfuser. Anders als im ersten Heimspiel, als die Löwen gegen den Lokalrivalen der Schwabenritter, den FC Augsburg II, einen Zwei-Tore-Vorsprung noch aus der Hand gaben, ließen die Hausherren diesmal nicht mehr anbrennen. Stattdessen sorgten sie kurz nach Wiederanpfiff für die Vorentscheidung. Nach einem abgewehrten Einwurf landete der Ball im rechten Halbfeld bei Deniz, der erkannte, dass der für den verletzten Reil ins Spiel gekommene Schlussmann Elias Rock auf eine Flanke spekulierte – der Routinier setzte das Leder aus 20 Metern zum 3:0 in die kurze Ecke (48. Min.).&lt;/p>&lt;p>Die Löwen zogen sich nun in die eigene Hälfte zurück und verlegten sich auf Konterattacken. Doch den weiterhin eifrig bemühten Gästen gelang kein Treffer mehr. Der TSV 1860 München brachte seinen ersten Heimsieg unter Dach und Fach. Entsprechend erleichtert zeigte sich Trainer Kayabunar nach Schlusspfiff: „Wir sind sehr froh über das Ergebnis und die Art und Weise, wie es zustande kam.“ Seine Mannschaft habe über viel Spielkontrolle mit Ball verfügt. „Heute hat vieles funktioniert“, befand der 40-Jährige. Bereits am Dienstagabend ist der TSV 1860 München zu Gast bei der SpVgg Greuther Fürth erneut gefordert. Anpfiff der Begegnung ist um 19 Uhr im Sportpark Ronhof. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WkRVeFpURTNZakF0WVdJMosW_ys2msNCi99P_VI94ZlH3F7n3VgH8Sf1UG8kl7zTEK7wIDvz-X5jyDrp1QXCTREMuH-6zt6xLMLIXrtRStrcxfsg5w8Oa35mwjs0gRxIokzg9ASRCP6WzRqM2Jh5f98QucXUSWI8Yc-96Y2pfiQ=?preset=fullhd" length="446894"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/loewen-feiern-sich-und-ersten-heimsieg/cnt-id-ps-132be04b-42c5-4497-a0aa-1491227c7333</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-132be04b-42c5-4497-a0aa-1491227c7333</guid><pubDate>Sun, 13 Sep 2026 14:56:30 +0200</pubDate></item><item><title>1860-Trikotverkäufe gehen durch die Decke</title><description>&lt;p>Kaum hatte der TSV 1860 München am Mittwochabend seinen neuen Online-Shop für den Vertrieb seines Merchandises im Bereich Profifußball eröffnet, waren knapp 90 Minuten später 8.000 Heimtrikots verkauft.&lt;/p>&lt;p>Neuer Löwen-Merchandise-Shop startet durch&lt;/p>&lt;p>Kaum hatte der TSV 1860 München am Mittwochabend seinen neuen Online-Shop für den Vertrieb seines Merchandises im Bereich Profifußball eröffnet, waren knapp 90 Minuten später 8.000 Heimtrikots verkauft. Die erste Charge – als Pre-Sale annonciert – ist damit bereits ausverkauft. Nur noch Kindergrößen sind vereinzelt erhältlich. Damit hatten selbst die kühnsten Optimisten nicht gerechnet. „Dass wir die verkaufen würden schon, aber nicht in der Geschwindigkeit – das ist Wahnsinn“, berichtet ein damit befasster Mitarbeiter den Münchner Wochenanzeigern.&lt;/p>&lt;p>Eine zweite Charge ist in der Produktion. Gefertigt wird das Textil des Münchner Herstellers Societas in der Türkei. Die Textilproduktion ist eine der wichtigsten Säulen der türkischen Wirtschaft und zählt, nicht zuletzt durch die seit 1995 bestehende EU-Zollunion, zu den großen Exportsektoren des Landes. Viele große internationale Markenhersteller lassen in Vietnam, Kambodscha, China und Pakistan produzieren.&lt;/p>&lt;p>„Das Heimtrikot des TSV München von 1860 für die Saison 26/27 steht für Tradition, Aufbruch und Freiheit“, schreiben die Giesinger. Mit dem historischen Wappen der Fußballabteilung (FA) aus dem Jahr 1919 als gesticktem Patch auf der Brust „verbindet es die Wurzeln der Löwen mit dem Beginn eines neuen Kapitels“. Strickbündchen an Kragen und Ärmeln und ein strukturiertes Jacquard-Gewebe mit atmungsaktiven Mesh-Einsätzen, verspricht die Produktbeschreibung. Die Erwachsenen-Größen kosten 79 Euro, Kindergrößen 55 Euro. Hinzu kommen noch 7 Euro Versandkosten.&lt;/p>&lt;p>Zwei Botschaften auf dem Hemdchen stehen für den neu eingeschlagenen Weg des Klubs. Auf der Vorderseite steht über dem Signet des Hauptsponsors „Dialog“ der Slogan „Freiheit für Sechzig“. Auf dem Rücken ist „Football for the People“ zu lesen, ein Sponsoring, das durch eine außergewöhnliche Crowdfunding-Aktion von Löwinnen und Löwen sowie Fangruppierungen und Fußballfans anderer Klubs ermöglicht wurde. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpOaVpqWTROREV0Wm1ZMkmlakZZeb9wLeQy4Vbheu0LTBV42vdWKXsknuVBuz4LaElND-rp7SLigD2sFyBxRZGiuOY0PWAuXKC4A8pe2-VcDsW9N9xm26eboQbnispvZt2Ht06488IupjjXIE1qb82oT34VQAR0up70g6CGdLI=?preset=fullhd" length="244279"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-trikotverkaeufe-gehen-durch-die-decke/cnt-id-ps-9db46c8f-8dfd-405f-9352-897605c468fd</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-9db46c8f-8dfd-405f-9352-897605c468fd</guid><pubDate>Thu, 10 Sep 2026 07:51:43 +0200</pubDate></item><item><title>Tunay Deniz gelingt Sensationstor</title><description>&lt;p>Am Freitagabend gastierten die Münchner Löwen in der Oberpfalz bei der DJK Vilzing – Endstand 2:2 (0:1). Sechzigs Mittelfeldlenker Tunay Deniz sorgte mit einem Treffer aus der eigenen Hälfte für Aufsehen.&lt;/p>&lt;p>Löwen-Routinier trifft aus über 60 Metern&lt;/p>&lt;p>Am Freitagabend gastierten die Münchner Löwen in der Oberpfalz, vor ausverkauftem Haus, bei der DJK Vilzing – Endstand 2:2 (0:1). Sechzigs Mittelfeldlenker Tunay Deniz sorgte vor 2.500 Zuschauern mit einem Treffer aus der eigenen Hälfte für Aufsehen. Lange sah es im Manfred-Zollner.Stadion nach einem Auswärtssieg der Gäste aus, ehe mit der allerletzten Aktion im Spiel Vilzings Edeljoker Markus Ziereis mit einem Kopfballtor der 2:2-Endstand gelang (90. Min.+3). Der 34-jährige Ex-Löwe verzichtete auf einen ausgiebigen Freudentanz.&lt;/p>&lt;p>Früh im Spiel hatte Florian Niederlechner den Anhang der Weiß-Blauen jubeln lassen, als er ein Solo nach Zuspiel von Tunay Deniz mit einem präzisen Flachschuss von der Strafraumgrenze zum 0:1 abschloss (9. Min.). Danach verpassten die Giesinger es, trotz bester Gelegenheiten, ihre Führung auszubauen. Nach Wiederanpfiff nutzte Nik Leipold gleich die erste Chance zum 1:1-Ausgleich für die DJK. Jakob Zitzelsberger war ungehindert durchs Mittelfeld marschiert und konnte Leipold in Abschlussposition bringen. Der bisherige Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.&lt;/p>&lt;p>Doch nur wenig später sorgte Tunay Deniz für die erneute Führung der Sechzger. Ihm gelang ein Tor der besonderen Art. Nach einem Fehlpass der Vilzinger in der Hälfte der Löwen erkannte Deniz, dass Schlussmann Fabian Eutinger weit vor seinem Tor stand, und jagte den Ball aus geschätzten 65 Metern über den 22-Jährigen hinweg ins Netz – ein Treffer der Sorte „Tor des Monats“. Doch am Ende sollte es dennoch nicht reichen für den dritten Saisonsieg der noch ungeschlagenen Löwen, weil der eingewechselte Ziereis zum Partycrasher wurde. Alexis Fambo hatte – nur halbherzig attackiert von seinem Gegenspieler Julian Bell – aus dem Halbfeld in den Strafraum geflankt.&lt;/p>&lt;p>1860-Trainer Alper Kayabunar stand nach Spielschluss die Enttäuschung über das späte Gegentor ins Gesicht geschrieben. „Das tut unfassbar weh, wenn du wirklich mit der allerletzten Aktion das Tor kassierst. Aber wir müssen uns an die eigene Nase fassen. Wir haben so viele Möglichkeiten, um das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Viele Torchancen, wo wir einfach den Ball nicht reinbringen, und dann zitterst du halt bis zum Schluss.“ Die nächste Gelegenheit auf den ersten Heimsieg in dieser Saison bietet sich dem TSV 1860 München am kommenden Freitag um 19 Uhr im heimischen Grünwalder Stadion gegen den TSV Schwaben Augsburg. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TWpFNVpHSTJPV1F0TURNNDyPbeKJVan55iiJ_8EC_9oD2kvW5YfiNjzfkeXBW5quCMG8VvWEECxqB-6Ez-0fRfxU8dZHWvoJDlx2e-SlQTfv484KJHIZPHHpyn8ktuAo308ktw4fC-qbIBPzwVn0PrKGBwhkqd14aunEVuSCHkQ=?preset=fullhd" length="596226"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/tunay-deniz-gelingt-sensationstor/cnt-id-ps-0187b4cf-3554-4e29-9d81-8ce79d318181</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-0187b4cf-3554-4e29-9d81-8ce79d318181</guid><pubDate>Mon, 7 Sep 2026 07:58:07 +0200</pubDate></item><item><title>Insolvenzverfahren: 1860-KGaA wird abgewickelt</title><description>&lt;p>Das Ende der 2002 gegründeten TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, der Profifußball-Gesellschaft, an der Hasan Ismaik mit seinem Beteiligungsunternehmen HAM International 60 Prozent der Anteile hält, ist besiegelt.&lt;/p>&lt;p>Anteilseigner Hasan Ismaik erhebt schwere Vorwürfe&lt;/p>&lt;p>Das Ende der im Jahr 2002 gegründeten TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, der Profifußball-Gesellschaft, an der Hasan Ismaik mit seinem Beteiligungsunternehmen HAM International 60 Prozent der Anteile hält, sowie der TSV München von 1860 Geschäftsführungs-GmbH ist besiegelt. Mit einem Beschluss des Amtsgerichts München wurde am 1. September 2026 das Insolvenzverfahren über die Gesellschaften eröffnet. Zum Insolvenzverwalter bestimmte das Gericht Dr. Max Liebig, der bereits im Insolvenzantragsverfahren als vorläufiger Insolvenzverwalter tätig war.&lt;/p>&lt;p>Dies geht aus einer Pressemitteilung von Liebig vom Dienstag dieser Woche hervor. Die Gläubiger der KGaA – darunter Tausende Käufer von Dauerkarten für die nicht stattgefundene Drittligaspielzeit 2026/2027 – werden in Kürze Post erhalten und können ihre finanziellen Forderungen anmelden. Eine Gläubigerversammlung, wie sie bei Unternehmensinsolvenzen üblich ist, kündigte der Verwalter für den 1. Dezember dieses Jahres in der Kleinen Olympiahalle an.&lt;/p>&lt;p>Als erste Maßnahme nach der Verfahrenseröffnung setzte das Gericht einen vorläufigen Gläubigerausschuss ein. Dieser stimmte einem Angebot der neuen Spielbetriebs-GmbH sowie des Muttervereins zu, verschiedene Vermögenswerte aus dem Bestand der insolventen KGaA zu erwerben. Darunter die Rechte an verschiedenen, beim Deutschen Patent- und Markenamt registrierten Marken des TSV 1860 München, wie etwa dem berühmten Löwen-Wappen, die an den TSV München von 1860 e. V. gingen. Wesentliche Betriebs- und Arbeitsmittel der KGaA kaufte die neue 1860-Spielbetriebs-GmbH, die zu 100 Prozent dem Mutterverein gehört und das Spielrecht für die Regionalliga Bayern besitzt. Damit verbunden ist die Übernahme einzelner Beschäftigter, wie etwa Spieler, die noch bei der KGaA unter Vertrag standen.&lt;/p>&lt;p>„Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart“, heißt es in der Erklärung Liebigs. Weiter führt der Insolvenzverwalter aus: „Wir freuen uns, nach langen und umfangreichen Verhandlungen eine Einigung erzielt zu haben. Vor dem Hintergrund der bekannten, sehr herausfordernden Ausgangslage im Verfahren ist dies für alle Beteiligten ein bedeutender Erfolg.“ Während des gesamten Insolvenzantragsverfahrens seien intensive Gespräche mit mehreren Interessenten an der KGaA geführt worden, „wobei sich am Ende nur eine Lösungsmöglichkeit als umsetzbar erwiesen hat.“ Diese sei das nunmehr angenommene, verbindliche Angebot des Muttervereins und der neuen Spielbetriebs-GmbH gewesen.&lt;/p>&lt;p>„Wir sind dankbar für ein reges Interesse am Investorenprozess und viele sehr ernsthafte Gespräche, aus denen wir letztlich die Überzeugung gewinnen konnten, dass der nun gewählte Weg für die Gläubiger der KGaA das beste Ergebnis darstellt“, führt Liebig aus. Abschließend zu regeln seien noch offene Punkte bezüglich der Nutzung des Trainingsgeländes an der Grünwalder Straße 114. „Das macht die Einbindung Dritter notwendig, weswegen wir hier noch keine endgültige Lösung verkünden können.“ Damit dürfte die Stadt München gemeint sein, der das Gelände in Untergiesing-Harlaching gehört.&lt;/p>&lt;p>In einer eigenen Erklärung teilen der TSV München von 1860 e. V. und die TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH mit: „Der Löwe ist zurückgekehrt!“ Bis zur vollständigen Lösung aller Rechtsverhältnisse könne die kommerzielle Nutzung der 1860-Marken allerdings noch eingeschränkt sein. Abschließend stellt der Insolvenzverwalter fest: „Mit der erfolgreichen Übertragung des operativen Geschäftsbetriebs wird sich die weitere Verfahrensbearbeitung auf die Abwicklung der KGaA konzentrieren.“&lt;/p>&lt;p>Außer sich vor Wut über den Verlauf der Ereignisse ist Anteilseigner Hasan Ismaik. Er erhebt in verschiedenen Medien schwere Vorwürfe. „Meiner Ansicht nach wurde die Insolvenz von den Verantwortlichen von 1860 pflichtwidrig herbeigeführt“, behauptet der jordanische Unternehmer gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Dies sei „die Fortsetzung einer langjährigen und sorgfältig geplanten Strategie, die meinen Interessen geschadet hat und die, meiner Ansicht nach, Verstöße gegen das Gesellschaftsrecht beinhaltet.“ Ismaik ist überzeugt, es handele sich dabei um ein „sittenwidriges Vorgehen“ und stellt fest: „All diese Ungerechtigkeiten werden nicht unbeantwortet bleiben.“ Er droht: „Jeder, der daran beteiligt war, wird zivilrechtlich und strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden.“&lt;/p>&lt;p>In den Medien macht der Investor in einem Rundumschlag neben dem Insolvenzverwalter die neun Mitglieder des Verwaltungsrats des TSV München von 1860 e. V., Löwen-Präsident Gernot Mang und dessen drei Vizepräsidenten, außerdem KGaA-Aufsichtsrat Herbert Bergmaier und den KGaA-Geschäftsführer Manfred Paula persönlich für die Entwicklung verantwortlich. Sollte Ismaik mit seinem Beteiligungsunternehmen HAM International Klage erheben, müsste ein Gericht klären, ob ein Anspruch auf Schadenersatz besteht. Sachverständige räumen ihm dabei nur geringe Chancen ein. Schließlich war er es selbst, der die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA durch seine Entscheidung, laufende Darlehen zu kündigen, in die Zahlungsunfähigkeit rutschen ließ. (as)&lt;/p>&lt;p>Quellen:Mitteilung des TSV München von 1860 e. V.Mitteilung der Kanzlei Liebig Insolvenzverwaltung Restrukturierung&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TVdVMU1qSmhZemt0T1dZMJKI5BQI6P1uglabEzqiXdVroVuQzZrQ2-BLVcnN3hzHIESUJ0l75naSLH_aXOCNP3OSaTCWldmFMNCljcCyoM4XE_zG2bYG64PnPCpr9551FkVPc4CNAGWVlKfz4atZxPncjYTeiutPTIkQDI9F2cY=?preset=fullhd" length="263630"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/insolvenzverfahren-1860-kgaa-wird-abgewickelt/cnt-id-ps-bba08bd3-b979-4dab-86b5-de54ce2d7028</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-bba08bd3-b979-4dab-86b5-de54ce2d7028</guid><pubDate>Sun, 6 Sep 2026 10:21:02 +0200</pubDate></item><item><title>Regionalliga-Reform: DFB will Hängepartie beenden</title><description>&lt;p>Die geplante Regionalliga-Reform schien nach der Intervention einiger Regional- und Landesfürsten sowie einer gescheiterten Abstimmung, zu einer endlosen Geschichte zu werden. Nun soll DFB-Präsident Bernd Neuendorf die Sache an sich gezogen haben.&lt;/p>&lt;p>„Kompass-Modell“ auf Tagesordnung eines DFB-Bundestags?&lt;/p>&lt;p>Die geplante Regionalliga-Reform im Männerfußball, die eine Reduzierung der bestehenden fünf Regionalligen auf vier vorsieht, um künftig allen Regionalliga-Meistern ein Aufstiegsrecht in die 3. Liga zu ermöglichen, drohte nach der Intervention einiger Regional- und Landesfürsten innerhalb des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie einer gescheiterten Abstimmung zu einer endlosen Geschichte zu werden. Nun soll jedoch laut Medienberichten der Bild-Zeitung und des Kicker-Magazins DFB-Präsident Bernd Neuendorf die Sache an sich gezogen haben und auf eine rasche Entscheidung drängen.&lt;/p>&lt;p>Nach der bisherigen Regelung haben nur die Meister aus den Regionalligen West und Südwest ein direktes Aufstiegsrecht. Die Titelträger aus dem Norden, Nordosten und Bayern stellen in einem jährlich wechselnden Turnus einen dritten Aufsteiger, die beiden verbliebenen Staffelmeister spielen in Playoffs mit Hin- und Rückspiel den vierten Aufsteiger aus. Einer bleibt dabei auf der Strecke. Das empfinden nicht wenige als ungerecht und fordern: alle Meister müssen aufsteigen. Bundesweit favorisiert wird von Vereinen und Fans das sogenannte Kompass-Modell, das über einen Zeitraum von vier Monaten in einer Arbeitsgruppe des DFB entwickelt wurde.&lt;/p>&lt;p>Bei diesem sollen die teilnehmenden Vereine auf vier Regionalligen – die Staffeln Süd, West, Nord und Ost – nach geografischen Gesichtspunkten von Saison zu Saison neu aufgeteilt werden. Entgegen der bisherigen Praxis, würde sich das Teilnehmerfeld dann nicht mehr nach starren Verbandsgrenzen richten, sondern anhand der kürzesten Fahrstrecken ermittelt werden. In der Folge könnte ein Verein in Grenznähe also mal in der einen, mal in der anderen Staffel spielen. Vereine aus den Landesverbänden im Norden, Westen und Nordosten haben sich mehrheitlich für das Kompass-Modell ausgesprochen. Anders stellt sich die Situation im Südwesten und in Bayern dar. Hier fand das Modell unter den Vereinsvertretern (aus 3. Liga, Regionalliga, 5. Liga) keine Mehrheit.&lt;/p>&lt;p>Als Alternative zum Kompass-Modell wurde in der DFB-Arbeitsgruppe über das sogenannte Regionen-Modell diskutiert. Dieses sah vor, dass die Regionalliga Nordost aufgelöst wird und ihr Teilnehmerfeld auf die Regionen Nord (mit Brandenburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern) und Bayern (mit Thüringen und Sachsen) verteilt wird. Unangetastet geblieben wären dabei der Westen und Südwesten. Die Folge wären deutlich weitere Fahrtstrecken.&lt;/p>&lt;p>Ende Juli stimmten die Vereine der 3. Liga sowie der Regional- und Oberligen in ganz Deutschland ab: Im Westen (60,9 Prozent), Norden (61,5 Prozent) und Nordosten (76,3 Prozent) favorisierten die Vertreter das Kompass-Modell. Im Südwesten erreichte das Regionen-Modell die Mehrheit (93,1 Prozent), in Bayern sprachen sich die Vereine (52,4 Prozent) für die Ausarbeitung völlig neuer Modelle aus. Mit diesem uneinheitlichen Votum scheiterte die Regional-Reform vorerst, da sich die Vereine aller fünf Regionen nach dem Wunsch des DFB einstimmig auf ein Modell hätten einigen müssen.&lt;/p>&lt;p>Kritiker monieren, dass den Vereinsvertretern beim Kompass-Modell plötzlich etwas anderes zur Abstimmung vorgelegt worden sei, als in der ursprünglichen Version vereinbart und womöglich deshalb keine Mehrheit zustande kam So wäre innerhalb der Arbeitsgruppe stets von 20 Klubs in jeder der vier Staffeln die Rede gewesen – in der Abstimmung standen aber plötzlich nur noch 18 Vereine verzeichnet. Sie vermuten einen „Taschenspielertrick“, um eine Reform zu verhindern, die für einzelne Regional- und Landesverbände mit einem Autonomieverlust verbunden wäre. Die Regionalliga Bayern wäre dann beispielsweise Geschichte und würde in einer Regionalliga Süd aufgehen.&lt;/p>&lt;p>DFB-Präsident Neuendorf will dem Vernehmen nach noch in diesem Jahr einen entsprechenden Beschluss auf einem DFB-Bundestag herbeiführen. Er soll ebenfalls das Kompass-Modell präferieren. In zahlreichen Stadien war es während der vergangenen Wochen zu Fanprotesten gekommen. In den Kurven der Republik ist die Meinung zur Reform einhellig: Das Kompass-Modell muss kommen. Treffen die DFB-Delegierten mehrheitlich eine Entscheidung dafür, könnte die Umsetzung frühestens zur Saison 2028/2029 erfolgen. Die Spielzeit 2027/2028 wäre dann die Qualifikationssaison. (as)&lt;/p>&lt;p>Quellen: https://www.kicker.de/streit-um-regionalliga-reform-dfb-will-kompass-modell-durchsetzen-1249042/artikel&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TURBeVpXRXhPRFV0TXpNeYmGYqsZcKlLc_QRdWcLnaLNepIAQWatXrJimxc3za0cjbLNeQK1cwam652fCToWmxnVQWaO8iXe6FQMWfBsAYL9VU5yREijSsGS74vf4A_JwsmdsHHF6Z-wyUN8WlLhqipVLHR8qPxnDGaZ5h31wG4=?preset=fullhd" length="467062"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/regionalliga-reform-dfb-will-haengepartie-beenden/cnt-id-ps-51358a58-2b05-4635-970f-d1bf333c2601</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-51358a58-2b05-4635-970f-d1bf333c2601</guid><pubDate>Fri, 4 Sep 2026 16:59:09 +0200</pubDate></item><item><title>Geglückter Start in Kreisliga „Champions League“</title><description>&lt;p>Die Amateur-Löwen des TSV 1860 München haben auch ihr zweites Saisonspiel in der Kreisliga gewonnen. Vor rund 100 Zuschauern auf der heimischen Sportanlage in Obergiesing setzten sie sich mit 3:1 (1:0) gegen den TSV Ottobrunn durch.&lt;/p>&lt;p>Mauro Geismann bei 1860 offiziell verabschiedet&lt;/p>&lt;p>Die Amateur-Löwen des TSV 1860 München haben auch ihr zweites Saisonspiel in der Kreisliga gewonnen, die heuer in einem veränderten Modus ausgetragen wird. Vor rund 100 Zuschauern auf der heimischen Sportanlage in Obergiesing setzten sie sich mit 3:1 (1:0) gegen den kampfstarken TSV Ottobrunn durch. Beide Vereine standen sich erstmals in einem Pflichtspiel gegenüber.&lt;/p>&lt;p>Das vergleichsweise junge Ottobrunn ist in Anlehnung an den bayerischen Prinzen Otto von Wittelsbach benannt, der im Jahr 1832 zum ersten König von Griechenland gekrönt wurde. Als eigenständige Verwaltungseinheit existiert die Gemeinde allerdings erst seit 1955, als sich die Siedlungskolonie Ottobrunn von Unterhaching löste. Passend zu den Landesfarben Bayerns sind die Klubfarben des TSV Ottobrunn, wie beim TSV 1860 München, Weiß und Blau.&lt;/p>&lt;p>Die Gäste präsentierten sich an der St.-Martin-Straße als schwerer Gegner, der mit hoher Körperlichkeit und Intensität gegen den Ball arbeitete. Keinesfalls wollten die Vorstädter die für ihre Spielstärke bekannten Amateur-Löwen ins Rollen kommen lassen. Dabei übertrieb es der frisch eingewechselte Anton Hofer kurz vor Ende der ersten Halbzeit, als er – gerade einmal 12 Minuten auf dem Feld –, deutlich zu spät kommend, um den Ball zu erreichen, übermotiviert seinen Gegenspieler an der Seitenauslinie mit einer „Monstergrätsche“ abräumte. Schiedsrichter Aurel Hoxha zückte Rot. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Ottobrunner mit einem Tor in Rückstand, Nicolas Barth hatte zur 1:0-Führung für die Gastgeber getroffen (29. Min.).&lt;/p>&lt;p>In Unterzahl wehrten sich die Gäste in der zweiten Halbzeit tapfer und kamen mutig spielend immer wieder auch zu eigenen Gelegenheiten. Doch zunächst jubelten erneut die Giesinger. Nach einer schnell und direkt gespielten Kombination kam Linksfuß Felix Rothe zum Abschluss und traf mit einem Flachschuss ins lange Eck zum 2:0 (54. Min.). Lukas Schuderer konnte kurz darauf für den TSV Ottobrunn auf 2:1 verkürzen (59. Min.). Löwen-Schlussmann Marius Koskowski war danach noch mehrfach gefordert, den Ausgleich zu verhindern. Eine Viertelstunde vor Schluss löste bei den Amateur-Löwen Linus Appel Jannis Schlosser ab. Appel traf von der Strafraumgrenze mit einem strammen Flachschuss zum 3:1-Endstand (81. Min.).&lt;/p>&lt;p>Nach vier Jahren im Trikot der Amateure des TSV 1860 München wurde Mauro Geismann (30) vor dem Spiel gegen Ottobrunn mit einem von seinen Mitspielern und Weggefährten signierten Trikot und Glückwünschen offiziell verabschiedet. Der 30-Jährige bricht beruflich seine Zelte in München ab. In der Kreisklasse unterlag die Amateur-Löwen-Reserve bei der FT Gern mit 2:4 (1:4). Innerhalb von vier Minuten stellten die Freien Turner kurz vor den Halbzeit die Weichen auf Sieg. Doppeltorschütze für die Giesinger war Manase Mbimbu.&lt;/p>&lt;p>Am kommenden Sonntag, den 6. September, ist der TSV 1860 München III beim starken SV Akgüney Spor in Neuperlach gefordert. Anpfiff ist um 13:30 Uhr auf der Bezirkssportanlage Max-Reinhardt-Weg 28. Öffentlich erreichbar ist der Sportplatz über die U-Bahnstation Therese-Giehse-Allee (U5) und den U &amp;amp; S-Bahnhof Neuperlach Süd (U5 / S7). (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TVdaak1tWTNObVl0TkRka07Z7JOsgDiVVUJuUwf5OSmczmilkx7cloi_KBU5-a-Bu103fJyKrsIYKyOuYon4izJ-7rpu5rxhXL9o1rlT_35gnQlQrT-1oqnkj1-BjPz0jK685nSGYTJ82AC4shGKBDpMBq7cNHJbel6XQ2D-xVw=?preset=fullhd" length="223622"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/geglueckter-start-in-kreisliga-champions-league/cnt-id-ps-242471b8-f3d0-4789-b783-9da102a1c0a9</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-242471b8-f3d0-4789-b783-9da102a1c0a9</guid><pubDate>Tue, 1 Sep 2026 08:22:52 +0200</pubDate></item><item><title>Sechzig komplettiert seinen Profikader</title><description>&lt;p>Einen Tag vor Schließung des Sommer-Transferfensters hat der TSV 1860 München nach eigenen Angaben seinen Profikader komplettiert. Als letztes Puzzleteil stößt Defensivmann Eric Uhlmann zu den Löwen.&lt;/p>&lt;p>Stärkung des Defensivverbundes&lt;/p>&lt;p>Einen Tag vor Schließung des Sommer-Transferfensters hat der TSV 1860 München nach eigenen Angaben seinen Profikader komplettiert. Als letztes Puzzleteil stößt Defensivspezialist Eric Uhlmann zu den Löwen. Vergangene Saison stand der 23-Jährige in Diensten des FC Erzgebirge Aue. Bei den Veilchen lief er in 33 Partien in der 3. Liga auf und erzielte zwei Tore. In der gleichen Klasse bestritt er während der Spielzeit 2024/2025 30 Partien für Hannover 96 II, in denen ihm acht Treffer gelangen. 1860-Trainer Alper Kayabunar eröffnet der Transfer zusätzliche Möglichkeiten zur Stabilisierung der noch recht wackeligen Defensive.&lt;/p>&lt;p>Seine fußballerische Ausbildung erhielt der gebürtige Leipziger Uhlmann beim FC Sachsen Leipzig und anschließend bei RB Leipzig. In Giesing soll der Neuzugang entweder im defensiven Mittelfeld auf der Sechs oder in der Innenverteidigung zum Einsatz kommen. Thomas Probst, Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, lobt seine Neuerwerbung: „Hohe Einsatzbereitschaft, Kopfballstärke und eine sehr gute technische und taktische Ausbildung sind Punkte, die uns bei ihm sehr gefallen.“&lt;/p>&lt;p>Uhlmann selbst erklärt in der Mitteilung des Vereins zu seinem Wechsel in die bayerische Landeshauptstadt: „Ich habe sowohl mit Hannover 96 als auch mit Erzgebirge Aue schon im Grünwalder Stadion gespielt. Die Atmosphäre bei diesen Spielen war überragend und ich freue mich sehr darauf, künftig dort als Löwen-Spieler auflaufen zu dürfen.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TURZeU9HSTBaRGN0TkRVNHH-Gt4du0PkntX_o-mdw4NaKk2SIUshYFHSlIWiTq6AnMmvJgKbk-tQwMokn4M73eVFKGND6lkCmnaTIcealQBbkijqOBIcAt29E5rO738MQmedTbeFmq9WEGDqEaG_0g4EQtg5iw0mm_DpmsgRfYI=?preset=fullhd" length="328321"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/sechzig-komplettiert-seinen-profikader/cnt-id-ps-ed93ed34-3b92-4254-82ef-e9421d5bb5d4</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-ed93ed34-3b92-4254-82ef-e9421d5bb5d4</guid><pubDate>Mon, 31 Aug 2026 17:22:06 +0200</pubDate></item><item><title>Löwen verpassen ersten Heimsieg</title><description>&lt;p>Im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV 1882 Landsberg kam der TSV 1860 München zum Abschluss des sechsten Spieltags in der Regionalliga Bayern nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München bleibt ungeschlagen&lt;/p>&lt;p>Im Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV 1882 Landsberg kam der TSV 1860 München am sechsten Spieltag der Regionalliga Bayern nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Grünwalder Stadion bot sich Raphael Wach schon nach vier Minuten eine erste Großchance, als er nach einer Körpertäuschung im Strafraum zum Abschluss kam. Doch sein Schuss wurde von Benito Alisanovic mit einer beherzten Grätsche von der Linie gekratzt. Zehn Minuten später schickte Benedikt Hoppe mit einem Pass in die Tiefe den gestarteten Florian Niederlechner auf die Reise. Dieser tauchte frei vor Schlussmann Leopold Leimeister auf und wurde von diesem beim Klärungsversuch von den Beinen geholt. Schiedsrichter Christian Dietz entschied auf Strafstoß. Michael Eberwein lief an und traf zum 1:0 (15. Min.). Es war bereits das vierte Saisontor im fünften Spiel für den Neuzugang von Borussia Dortmund II.&lt;/p>&lt;p>Bis zum Halbzeitpfiff versäumten es die Sechzger, ihren Vorsprung auszubauen – trotz einiger guter Gelegenheiten für Emre Erdogan und Tunay Deniz. Eine Fahrlässigkeit, die sich im zweiten Durchgang bei hochsommerlichen Temperaturen rächen sollte. Denn die von 650 Anhängern begleiteten Lechstädter wurden nun immer mutiger und trugen mehrere gefährliche Angriffe vor. Nach einem Dribbling im Strafraum gegen Löwen-Kapitän Dennis Dressel ging der erfahrene Ünal Tosun zu Boden. Auch in dieser Situation pfiff der Unparteiische Elfmeter. Furkan Kircicek ließ Vitus Eicher keine Abwehrmöglichkeit und markierte das 1:1 (53. Minute). Im Anschluss wäre für beide Mannschaften ein weiterer Treffer möglich gewesen. Bei den Löwen sorgte der eingewechselte Fabio Wagner im Sturm für Belebung, doch Lance Fiedler (56. Min.), Erdogan (58. Min.) und Eberwein (68. Min.) verpassten jeweils knapp.&lt;/p>&lt;p>Doch auch die ganz in Schwarz spielenden Gäste blieben gefährlich. Eicher parierte stark gegen den neu ins Spiel gekommenen Fynn Heinze (78. Min.). Kurz darauf gab Rückkehrer Raphael Ott sein Debüt für den TSV 1860 München. Am Ende blieb es beim leistungsgerechten Remis. „Wir haben uns viel vorgenommen, wollten unbedingt gewinnen und den ersten Heimsieg einfahren. Aber nach der Führung haben wir es nicht geschafft, Kontrolle reinzubringen”, befand Löwen-Trainer Alper Kayabunar nach Spielschluss und nannte das Ergebnis „enttäuschend”. Dennoch ist der TSV 1860 München nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen. Bereits am Dienstagabend ist seine Mannschaft erneut gefordert. Dann ist im Totopokal-Achtelfinale um 19 Uhr der aktuelle Tabellenführer der Regionalliga Bayern, der TSV Buchbach, zu Gast im Grünwalder Stadion. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WmpWbE4yRmtZakl0T0RSbS-oDK2cCs-yB2rz56fPQWFWE05gOLFlBEEWFpLPVgRRT49_ORZ7b7FFWwOSGirkNCMlM9lHCp6UoSNWB3RiC6rDxLhvvVp4S32eH5upIZ7HPi0-sOVVETXpAa9vmOTCwJEN1PUXBs7fQ9IYieM4NRs=?preset=fullhd" length="483532"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/loewen-verpassen-ersten-heimsieg/cnt-id-ps-35e205e0-fae1-4c0c-8f7b-a003758e9aea</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-35e205e0-fae1-4c0c-8f7b-a003758e9aea</guid><pubDate>Mon, 31 Aug 2026 09:54:26 +0200</pubDate></item><item><title>Raphael Ott kehrt heim nach Giesing</title><description>&lt;p>Die Sommer-Transferperiode neigt sich langsam dem Ende zu und der Regionalligist TSV 1860 München vermeldet einen Neuzugang und einen Abgang.&lt;/p>&lt;p>“Sehr glücklich, wieder das 1860-Trikot tragen zu dürfen“&lt;/p>&lt;p>Die Sommer-Transferperiode neigt sich langsam dem Ende zu und der Regionalligist TSV 1860 München vermeldet einen Neuzugang und einen Abgang. Nach Zwischenstationen im Westen bei Viktoria Köln 1904 und beim FC Schalke 04 II ist Raphael Ott (20) zum TSV 1860 München zurückgekehrt. Der Offensivspieler unterschrieb einen Vertrag bei der neuen Spielbetriebsgesellschaft der Löwen.&lt;/p>&lt;p>Im Sommer 2016 war der gebürtige Weilheimer als Bub vom TSV Murnau ins Nachwuchsleistungszentrum des TSV 1860 München gewechselt. In Giesing durchlief er sämtliche Juniorenmannschaften, ehe er in den Profikader aufgenommen wurde. Dort war er vor allen Dingen als erfolgreicher Torschütze im Bayerischen Landespokal auffällig, wo ihm acht Tore in vier Partien gelangen. Während 14 Drittliga-Partien durfte er sich ebenfalls mit Kurzeinsätzen beweisen. Eindruck machte Ott bei den Verantwortlichen von Viktoria, als er im August 2024 gegen die Kölner sehenswert per Fallrückzieher traf. Ein Jahr später wechselte er ligaintern zusammen mit Mitspieler Tim Kloss von der Isar an den Rhein.&lt;/p>&lt;p>Doch zu mehr als vier Partien in der 3. Liga kam er dort nicht. Um ihm Spielpraxis zu verschaffen, organisierten die Kölner für die Rückrunde eine Leihe in die Regionalliga West zum FC Schalke 04 II. Bei den Knappen lief es besser für Ott. Er kam regelmäßig zum Einsatz, erzielte in 15 Spielen zwei Treffer und bereitete sieben weitere vor. Nachdem auf der die Schäl Sick weiterhin sportlich nicht mit dem jungen Offensivspieler geplant wurde, ist er nun dem Ruf aus der Heimat gefolgt.&lt;/p>&lt;p>„Ich bin sehr glücklich, wieder an der Grünwalder Straße zu sein und das Trikot des TSV 1860 München tragen zu dürfen. Als mein Vertrag zum Ende der Saison 2024/25 nicht verlängert wurde, habe ich die Chance genutzt, mir in einer neuen Stadt andere Eindrücke zu holen. Auch auf Schalke habe ich bei einem großen Traditionsverein einiges dazugelernt. Nun kehre ich mit mehr Erfahrung zurück und werde diese für meine persönliche Entwicklung nutzen”, verspricht der Oberbayer in einer Mitteilung des Vereins.&lt;/p>&lt;p>Seine Zelte abgebrochen in Giesing hat dagegen der Österreicher Loris Husic. Den 18-jährigen Tiroler zieht es zum Bundesligisten FC Augsburg, wo er einen bis 2030 laufenden Vertrag erhielt. In der Fuggerstadt soll er zunächst für die zweite Mannschaft in der Regionalliga Bayern auflaufen. Es wird also mit großer Wahrscheinlichkeit zu einem Wiedersehen mit den Löwen auf dem Spielfeld kommen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WW1RM01EQmpNakl0TVdJMZW-YDX6ADeKxPX0BIH1aMASiW08rSRTAT_odHUYwb_MQ_Nrnf4B-iRP-1JJODnHlrSr3XL-b7GvYogEJs2XBStFZXzhm-8XjK7DMANkwXFXrZNaMdopAzL9-BF17RtGHuUn7mfAmGMFbDCEnaqx-c4=?preset=fullhd" length="457137"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/raphael-ott-kehrt-heim-nach-giesing/cnt-id-ps-4162a65e-63d3-4fed-8710-31abc16e2b9e</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-4162a65e-63d3-4fed-8710-31abc16e2b9e</guid><pubDate>Thu, 27 Aug 2026 14:46:05 +0200</pubDate></item><item><title>„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“</title><description>&lt;p>Eine Jugendmannschaft des TSV 1860 München reiste mit der Deutschen Bahn zu einem Turnier nach Essen. Schon die Hinfahrt wurde wegen Hitze, technischen Problemen und stundenlanger Verspätung zur Geduldsprobe.&lt;/p>&lt;p>U13-Junioren des TSV 1860 erleben Bahn-Odyssee&lt;/p>&lt;p>Eine Jugendmannschaft des TSV 1860 München reiste mit der Deutschen Bahn zu einem Turnier nach Essen. Schon die Hinfahrt wurde wegen Hitze, technischen Problemen und stundenlanger Verspätung zur Geduldsprobe. Doch was sich nach Darstellung eines Trainers auf der Rückfahrt ereignete, wirft deutlich ernstere Fragen auf. „Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen“, heißt es in Matthias „Asmus“ Claudius’ Gedicht „Urians Reise um die Welt“ aus dem 18. Jahrhundert. Die Zeile ist längst zum geflügelten Wort geworden und wird gerne verwendet, wenn eine Reise anders verläuft als geplant und von Pannen, Umwegen oder unerwarteten Erlebnissen geprägt ist. Zu Lebzeiten des norddeutschen Dichters war die moderne Eisenbahn mit Dampflokomotive noch nicht erfunden. Hätte Claudius allerdings die heutige Deutsche Bahn gekannt, es hätte ihm sicher nicht an Stoff für kuriose Reisegeschichten gefehlt.&lt;/p>&lt;p>Einst galt die Deutsche Bahn als Sinnbild deutscher Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Heute steht sie exemplarisch für die Folgen jahrzehntelanger Versäumnisse bei der Infrastruktur und Modernisierung. Verspätungen, technische Störungen und Zugausfälle gehören für viele Reisende inzwischen zum Alltag. Um das unmittelbare Reiseerlebnis zumindest zu verbessern, kündigte der Konzern im Herbst 2025 unter dem Schlagwort „Neustart der Bahn“ verschiedene Sofortprogramme an. Sauberkeit, Sicherheit, Komfort und insbesondere die Information der Fahrgäste sollten demnach verbessert werden.&lt;/p>&lt;p>Der damalige Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) bezeichnete das Reformpaket als eine „Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene“. Im Zuge einer späteren Kabinettsumbildung wurde Schnieder vor vier Wochen – nach nur 14 Monaten Dienstzeit – durch seinen Parteikollegen Steffen Bilger ersetzt. Mit der Zufriedenheit der Fahrgäste bleibt es indes schwierig. Im ersten Halbjahr 2026 erreichten lediglich 58,7 Prozent der Fernzüge der Deutschen Bahn ihr Ziel pünktlich. Vollständige Zugausfälle sind dabei noch nicht berücksichtigt. Die Zahlen gehen aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor.&lt;/p>&lt;p>Wie weit Sofortprogramme und das konkrete Reiseerlebnis im Einzelfall auseinanderliegen können, erfuhr vor einigen Wochen eine U13-Jugendmannschaft des TSV 1860 München auf dem Weg zu einem Nachwuchsturnier im Ruhrgebiet. 18 Kinder und zwei Trainer machten sich am 19. Juni 2026 mit der Deutschen Bahn von München nach Essen auf den Weg. Bereits die Hinfahrt entwickelte sich zu einer mehrstündigen Odyssee. Die Ereignisse auf der Rückfahrt zwei Tage später beschäftigen die Beteiligten jedoch bis heute.&lt;/p>&lt;h2>Hitze, Warten und mehr als vier Stunden Verspätung&lt;/h2>&lt;p>Trainer Michael Ott schildert die Reise so: Am 19. Juni startete die Mannschaft planmäßig um 14.45 Uhr mit dem ICE 622 in München. Bei Außentemperaturen zwischen 30 und 35 Grad funktionierte nach seiner Darstellung die Klimaanlage im Zug nicht. Zudem konnte der ICE auf dem Weg Richtung Aschaffenburg zeitweise nur mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit fahren. In Aschaffenburg mussten die Fahrgäste den Zug auf Anweisung des Personals wegen der hohen Temperaturen vorübergehend verlassen. Nach Otts Erinnerung verbrachte die Mannschaft etwa 60 bis 90 Minuten auf dem Bahnsteig. Anschließend wurde die Fahrt zunächst mit demselben Zug bis Frankfurt fortgesetzt. Dort mussten die Reisenden aufgrund der technischen Probleme erneut aussteigen. Nach einer weiteren Wartezeit von ungefähr einer Stunde und zusätzlichen organisatorischen Verzögerungen gelang es der Gruppe schließlich, mit einer anderen Verbindung Richtung Essen weiterzufahren.&lt;/p>&lt;p>Statt der ursprünglich vorgesehenen Ankunft um 20.02 Uhr erreichten die jungen Fußballer ihr Ziel erst gegen 0.30 bis 1 Uhr. Nach den geltenden Fahrgastrechten haben Reisende bei einer Verspätung von mindestens 120 Minuten am Zielbahnhof grundsätzlich Anspruch auf die Erstattung von 50 Prozent des Fahrpreises. Ärgerlich, mühsam – aber vermutlich eine Geschichte, wie sie viele Bahnreisende inzwischen in ähnlicher Form erzählen können. Wer in der Münchner Reisegruppe allerdings glaubte, damit bereits den Höhepunkt der Schwierigkeiten erlebt zu haben, sollte sich täuschen.&lt;/p>&lt;h2>Rückfahrt mit überraschendem Ende in Augsburg&lt;/h2>&lt;p>Am 21. Juni trat die Mannschaft um 18.36 Uhr mit dem ICE 1015 die Rückreise nach München an. Schon kurz nach der Abfahrt habe sich abgezeichnet, dass auch dieser Zug sein Ziel nicht pünktlich erreichen würde, berichtet Ott. Die Gruppe verfügte über reservierte Sitzplätze und saß nach seiner Schilderung in einem Bereich, in dem sich nur wenige weitere Reisende aufhielten. Bei der Fahrkartenkontrolle kam es dann zu einer ersten angespannten Situation. Einige der 12- und 13-Jährigen saßen auf dem Boden und beschäftigten sich dort mit ihren Panini-Sammelkarten der Weltmeisterschaft. Ein Mitarbeiter des Zuges habe die Trainer daraufhin mit den Worten angesprochen: „Wenn ihr das hier nicht hinbekommt, könnt ihr auch einen anderen Zug nehmen.“&lt;/p>&lt;p>Ott empfand den Ton als unverhältnismäßig scharf und fragte nach, ob es einen konkreten Anlass für die Reaktion gebe. Gleichzeitig habe er deutlich gemacht, dass die Trainer selbstverständlich sofort eingreifen würden, falls sich andere Reisende durch die Kinder gestört fühlten. Zu einer weiteren Erklärung sei es nicht gekommen. Der Mitarbeiter habe das Gespräch beendet und sei weitergegangen. Anschließend habe es bis kurz vor Augsburg keinen direkten Kontakt mehr zwischen den Trainern und dem Zugpersonal gegeben. Dann, so Ott, hätten ihm einige Spieler berichtet, der Zugchef habe sich an die Kinder gewandt und ihnen gegenüber erklärt: „Ihr müsst jetzt dann sowieso in Augsburg aussteigen.“ Da für die Trainer zu diesem Zeitpunkt kein Grund für ein vorzeitiges Ende der Fahrt erkennbar gewesen sei, hätten sie die Aussagen der Kinder zunächst nicht einordnen können.&lt;/p>&lt;h2>Polizei fordert Mannschaft zum Aussteigen auf&lt;/h2>&lt;p>Bei der Ankunft des ICE in Augsburg betraten nach Otts Darstellung drei Polizeibeamte den Wagen und forderten die gesamte Mannschaft auf, den Zug zu verlassen. Auf Nachfrage hätten die Beamten auf eine entsprechende Entscheidung des Zugchefs verwiesen. Ott zufolge versuchte er daraufhin mehrfach, vom verantwortlichen Bahnmitarbeiter den konkreten Grund für den Ausschluss zu erfahren. Eine nachvollziehbare Begründung habe er jedoch nicht erhalten. Der Zugchef habe sinngemäß erklärt, zu einer solchen Auskunft nicht verpflichtet zu sein.&lt;/p>&lt;p>Grundsätzlich können Verkehrsunternehmen ihr Hausrecht auch gegenüber Fahrgästen mit gültigem Ticket ausüben. Ein Ausschluss von der Beförderung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich – beispielsweise bei erheblichen Verstößen gegen Beförderungsbedingungen, Sicherheitsvorschriften oder die Hausordnung. Welche konkrete Grundlage im Fall der Münchner Jugendmannschaft für den Ausschluss angenommen wurde, ist für die Betroffenen bis heute eine der zentralen offenen Fragen. Gegen Mitternacht musste jedenfalls die komplette Mannschaft den ICE in Augsburg verlassen. Planmäßig hätte die Gruppe München bereits um 23.41 Uhr erreichen sollen.&lt;/p>&lt;p>Besonders irritierend war für Ott eine weitere Aussage, die der Zugchef zuvor gegenüber den jungen Spielern getätigt haben soll. Demnach sei behauptet worden, die beiden Trainer seien alkoholisiert. Ott weist dies entschieden zurück. Um den Vorwurf unmittelbar auszuräumen, hätten sich beide Trainer vor Ort in Augsburg freiwillig zu einem Atemalkoholtest bereit erklärt. Dieser sei von den Beamten durchgeführt worden und das Ergebnis habe bei beiden 0,0 Promille betragen.&lt;/p>&lt;p>Für die beiden Trainer entstand nun eine zusätzliche Verantwortung: Mitten in der Nacht musste die sichere Weiterreise von 18 Kindern im Alter von zwölf und dreizehn Jahren organisiert werden. Einer der in Augsburg eingesetzten Polizeibeamten habe sein Bedauern über die Situation geäußert und darauf hingewiesen, dass die Deutsche Bahn in ihren Zügen das Hausrecht ausübe, berichtet Ott. Zugleich habe der Beamte den Trainern empfohlen, den Vorgang öffentlich zu machen. Die Mannschaft setzte ihre Reise schließlich mit einer anderen Verbindung fort.&lt;/p>&lt;h2>Aus der Jugendmannschaft werden „randalierende Fußballfans“&lt;/h2>&lt;p>Doch damit war die Geschichte noch nicht beendet. Auch das weitere Geschehen wirft aus Sicht der Beteiligten Fragen auf. Als die Gruppe später in München ankam, warteten dort nach Otts Angaben vier Polizeibeamte und vier Mitarbeitende der DB-Sicherheit am Bahnsteig. Auf Nachfrage sei ihm erklärt worden, es sei die Information übermittelt worden, mit dem Zug würden „randalierende Fußballfans“ eintreffen.&lt;/p>&lt;p>Ein Bild, das nach Darstellung Otts mit der Situation vor Ort nicht das Geringste zu tun hatte. Statt einer randalierenden Fangruppe seien den Einsatzkräften 18 übermüdete Kinder und ihre beiden Trainer entgegengekommen. Auch die Münchner Beamten hätten die Situation nach kurzer Zeit entsprechend eingeordnet. Laut Ott wurde der Gruppe erneut nahegelegt, den Vorgang öffentlich zu machen und sich gegebenenfalls auch an die zuständige Bundespolizeidienststelle in Augsburg zu wenden.&lt;/p>&lt;h2>Zwei Mitreisende bieten sich als Zeugen an&lt;/h2>&lt;p>Bemerkenswert ist ein weiteres Detail: Zwei unbeteiligte Fahrgäste warteten nach Angaben Otts in München am Gleis extra auf die verspätete Ankunft der Mannschaft. Sie hätten den Trainern ausdrücklich angeboten, sich als Zeugen für die aus ihrer Sicht völlig unverständlichen Ereignisse zur Verfügung zu stellen. Ott wandte sich anschließend telefonisch mit einer Beschwerde an die Deutsche Bahn. Dort sei ihm mitgeteilt worden, dass der Vorgang intern geprüft werde. Mittlerweile hat der Verein einen Gutschein der Deutschen Bahn zur finanziellen Kompensation erhalten.&lt;/p>&lt;p>Auf Anfrage der &lt;i>Münchner Wochenanzeiger&lt;/i> erklärte eine Sprecherin der Bahn schriftlich: „Wir bedauern ausdrücklich, dass es für die Kinder und ihre Begleiter zu Einschränkungen gekommen ist.“ Personalbeschwerden nehme man „äußerst ernst“ und arbeite daran, „unsere Mitarbeitenden zu den Themen zu sensibilisieren“. Zum Sachverhalt selbst gebe es „erfahrungsgemäß oft voneinander abweichende Aussagen, da jeder der Beteiligten die Ereignisse aus seiner Perspektive wahrnimmt und in Erinnerung hat – so auch im vorliegenden Fall“. Deshalb lasse sich aus Sicht der Bahn keine abschließende Bewertung vornehmen.&lt;/p>&lt;p>Für die Mannschaft und ihre Trainer bleiben dennoch mehrere entscheidende Fragen offen: Auf welcher konkreten Grundlage wurde einer Gruppe von 18 Kindern und zwei Begleitpersonen mitten in der Nacht, kurz vor Erreichen ihres Ziels, die Weiterfahrt mit gültigen Fahrkarten verweigert? Wie kam der Vorwurf zustande, die Trainer seien alkoholisiert? Und weshalb wurde offenbar die Information weitergegeben, bei der Gruppe handele es sich um „randalierende Fußballfans“? Vor allem aber stellt sich die Frage, wie eine zunächst alltäglich klingende Auseinandersetzung über das Verhalten einiger Kinder in einem Zug innerhalb weniger Stunden derart eskalieren konnte?&lt;/p>&lt;p>Die Deutsche Bahn hat sich mit ihrem „Neustart“ ausdrücklich vorgenommen, nicht nur pünktlicher und zuverlässiger zu werden, sondern auch Sicherheit, Service und Kommunikation gegenüber ihren Fahrgästen zu verbessern. Vorfälle wie dieser zeigen, dass sich die Qualität einer Bahnreise nicht allein in Verspätungsminuten messen lässt. Entscheidend ist ebenso, wie Menschen behandelt werden, wenn etwas nicht nach Plan läuft – und ob in einem solchen Fall Entscheidungen transparent, nachvollziehbar und verhältnismäßig getroffen werden. Matthias Claudius hatte also recht: Wenn jemand eine Reise tut, kann er etwas erzählen. Nur dürfte der Dichter kaum geahnt haben, dass zweieinhalb Jahrhunderte später eine wirklich gelungene Bahnfahrt vielleicht gerade daran zu erkennen wäre, dass sie hinterher keine Geschichte wert ist. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WW1FM1kyWTNNell0TlRWbUXNlmSThHf9YcH8IOs70aOYYg-SK5nLKXVaMmQPuLDGjmmKGBgDJxGqrjAupqqzQ50Z0qVYtejOUa-st5kuvs1PG5PCe3SUoPO6OYo4cBMLftDJpZxu7sxDaeZD5k3Qj7i0zE-JQMnIf-aV2eAlZ9w=?preset=fullhd" length="475925"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/wenn-jemand-eine-reise-tut-so-kann-er-was-erzaehlen/cnt-id-ps-cc6058d8-a8c2-4fc9-88b3-5b6382788143</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-cc6058d8-a8c2-4fc9-88b3-5b6382788143</guid><pubDate>Tue, 25 Aug 2026 19:27:45 +0200</pubDate></item><item><title>Irres Torspektakel in der Kreisliga</title><description>&lt;p>Die dritte Herrenmannschaft des TSV 1860 München ist mit einem 6:4-Auswärtserfolg beim TSV Poing erfolgreich und torreich in die neue Kreisliga-Saison 2026/2027 gestartet.&lt;/p>&lt;p>Lokalfußball im Champions-League-Modus&lt;/p>&lt;p>Die dritte Herrenmannschaft des TSV 1860 München ist mit einem 6:4-Auswärtserfolg beim TSV Poing erfolgreich und torreich in die neue Kreisliga-Saison 2026/2027 gestartet, die heuer ausnahmsweise im Champions-League-Modus ausgetragen wird. Vor 250 Zuschauern im Sportzentrum Poing bewiesen die Löwen trotz mehrerer Rückschläge mentale Widerstandskraft und Offensivstärke.&lt;/p>&lt;p>Nach einem frühen Eigentor der Gastgeber (3. Min.), bei dem Torhüter Krystian Antelmann sich den Ball nach einer scharfen Flanke beim Abwehrversuch selbst ins Netz befördert hatte, glich Poing kurz darauf aus. Spielertrainer Stefan de Prato, der mit dem VfR Garching in der Saison 2017/2018 noch gegen die erste Mannschaft der Löwen in der Regionalliga Bayern gespielt hatte, kam nach einer abgewehrten Ecke zum Abschluss und setzte den Ball zum 1:1 ins Tor der Giesinger (6. Min.). Am Ende einer schnell gespielten Kombination über mehrere Stationen brachten die Gäste Jusef Tohmaz in Abschlussposition, der routiniert zum 1:2 vollstreckte (34. Min.). Felix Rothe erhöhte mit einem wuchtigen Schuss im Strafraum auf 1:3 (45. Min.+2) – doch wieder schlugen die Blau-Gelben aus dem Landkreis Poing postwendend zurück. Denis Marevci nutzte einen Ballverlust der Gäste im eigenen Schlussdrittel und verkürzte auf 2:3 (45. Min.+3).&lt;/p>&lt;p>Nach dem Seitenwechsel blieben die Löwen spielbestimmend, doch der Torjubel war zunächst erneut bei den Poingern zu hören. Sandro Siebert packte einen Hammer aus 35 Metern zum 3:3 aus, bei dem es für keinen Torwart der Welt etwas zu halten gegeben hätte (71. Min.). Diesmal folgte die Antwort der Amateur-Löwen auf dem Fuß. Nach einem Eckball von Tohmaz traf der aufgerückte Innenverteidiger Jens Förtsch zum 3:4 (73. Min.). Vier Minuten später schien die Vorentscheidung gefallen, als nach einem schnell vorgetragenen Konter der eingewechselte Joel Deiga das 3:5 markierte (77. Min.).&lt;/p>&lt;p>Doch die Hausherren bewiesen Comeback-Qualität. Eine mit dem Vollspann getretene Ecke von Ivan Sadric krachte an die Unterkante der Latte und von dort zum 4:5 über die Linie (86. Min.). Der TSV Poing witterte nun die Chance, doch noch zu einem Punktgewinn zu kommen und blies zur Schlussoffensive. In der Nachspielzeit stellte nach einem weiteren Konterangriff, Nicolas Barth, der alleine auf Torhüter Antelmann zulief, den 4:6 Endstand her (90. Min.+3). Sechzigs Trainer Perica Anusic beschrieb die Begegnung mit den Worten: „„Da war viel Schocktherapie dabei.“&lt;/p>&lt;p>Die Reserve der Amateur-Löwen blamierte sich im Platzderby gegen die SpVgg 1906 Haidhausen II in der Kreisklasse mit 1:4 (1:3) und war dabei noch gut bedient. Bedient war auch Trainer Sinisa Zurovac, der auf der vereinseigenen Website stocksauer kommentierte: „Die Mannschaft hat mich verraten und ich schäme mich dafür!“ Gelegenheit zur Wiedergutmachung hat die Amateur-Reserve der Weiß-Blauen am kommenden Sonntag um 15 Uhr bei der FT München-Gern.&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München III empfängt bereits am Samstag in der Kreisliga um 17:30 Uhr auf dem heimischen Sportplatz an der St.-Martin-Straße 35 in Obergiesing den TSV Ottobrunn. Die Männer aus dem Südosten von München sind mit einem Sieg über den TSV 54-DJK München (2:0) in die Saison gestartet. Die Beggenung wurde am grünen Tisch gewertet, der Gegner aus dem Hasenbergl war nicht angetreten. Vergangene Saison beendete die erste Herrenmannschaft des TSV Ottobrunn in der Kreisliga München (Gruppe 3) auf dem vierten Platz. Sie gilt als starkes und ambitioniertes Team. Vor allem das Offensivtrio Anton Hofer (22 Spiele/15 Tore), Philipp Möbius (25 Spiele/13 Tore) und Jetmir Murati (21 Spiele/12 Tore) gilt als ausgesprochen gefährlich. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WkRCbE5qSXdNVE10WXpabY125XWWbplMJDu4MrveNi0g7azFNVx8H5rrlSXEb4o6igBxv2eNryGoOfIdS4Xzi1oawCl8BxmORJWIRfAlhbym0ce7Bp32ham_l2zpqIZdSArpX09otJYlqoWRT5DiUQqFOz_tjWDBlGAgwnexRtQ=?preset=fullhd" length="702771"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/irres-torspektakel-in-der-kreisliga/cnt-id-ps-8ed01c9f-4cd3-49d7-be64-4335fd88d049</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-8ed01c9f-4cd3-49d7-be64-4335fd88d049</guid><pubDate>Mon, 24 Aug 2026 15:51:34 +0200</pubDate></item><item><title>„Wir haben das Herz auf dem Platz gelassen”</title><description>&lt;p>Im Duell der ungleichen Gegner in der ersten DFB-Pokal-Runde setzte sich Favorit Holstein Kiel, der 2025 noch in der Bundesliga spielte und inzwischen Zweitligist ist, nach einer intensiven Partie gegen den Regionalligisten TSV 1860 München durch.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München unterliegt Holstein Kiel im DFB-Pokal&lt;/p>&lt;p>Im Duell der ungleichen Gegner in der ersten Runde im DFB-Pokal setzte sich Holstein Kiel, das 2025 noch in der Bundesliga spielte und inzwischen wieder Zweitligist ist, nach einer intensiven Partie gegen den Regionalligisten TSV 1860 München knapp durch. Von einem leichten Spiel für den Favoriten aus dem Norden konnte jedoch keine Rede sein. Die Löwen boten beim 0:2 (0:1) vor ausverkauftem Haus (15.000 Zuschauer) einen großen Kampf. Erst in der Nachspielzeit kamen die Gäste nach einem Konterangriff auf das leere Tor zu ihrem zweiten Treffer.&lt;/p>&lt;p>Schon vor dem Anpfiff bescherten die Heimfans mit einer berührenden Choreografie einen Gänsehautmoment. Die Tribünen verwandelten sich in ein weiß-blaues Fahnenmeer, ein riesiges Banner auf der Gegentribüne erinnerte an die einzige Deutsche Meisterschaft der Löwen, die sich heuer zum sechzigsten Mal jährte. Es zeigte mehrere Bilder der damaligen Mannschaft. Über drei Tribünen hinweg waren die Namen der Spieler auf Spruchbändern zu lesen.&lt;/p>&lt;p>Im Kieler Auswärtsblock präsentierten die Anhänger Holsteins eine Solidaritätsadresse an die Giesinger, die sich über die gesamte Breite der Tribüne zog: „Football for the People – ob in Kiel oder Giesing – Mitglied werden! Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist der e.V.” Gleichzeitig stimmten die Blau-Weiß-Roten ein „Freiheit für Sechzig” an. Nach der Trennung von Hasan Ismaik hatten Fans des TSV 1860 München die international beachtete Kampagne „Football for the People” ins Leben gerufen.&lt;/p>&lt;p>Als der Ball rollte, hallten die Anfeuerungsrufe für den Außenseiter aus der Regionalliga in brachialer Lautstärke von den Rängen. Die Aussicht auf ein stimmungsvolles Spiel hatte auch auf Seiten des Kieler SV Holstein von 1900 mehr als doppelt so viele Anhänger nach München gelockt, wie die „Störche” normalerweise im Durchschnitt bei Ligaspielen auswärts begleiten. „Hier zu spielen, hat so viel Spaß gemacht – geile Atmosphäre, unfassbare Stimmung. Wir mussten sehr hart für den Erfolg kämpfen”, bekannte Störche-Kapitän Jonas Meffert vor TV-Kameras nach Spielschluss.&lt;/p>&lt;p>Die Hausherren versuchten mutig den Gegner früh im Aufbauspiel zu stören und zwangen damit das Team von Ex-Bayern-Trainer Tim Walter in einige wackelige Situationen, aus denen die Löwen aber kein Kapital schlagen konnten. Auf der Gegenseite verpassten Faride Alidou (18. Min.) und Jonas Therkelsen (23. Min.) zwei sogenannte „Hundertprozentige”. Bei strengerer Regelauslegung durch den Unparteiischen Felix Weller hätte der Norweger zu diesem Zeitpunkt allerdings gar nicht mehr auf dem Platz stehen dürfen. Sein Foul im Mittelfeld mit gestrecktem Bein an Julian Bell hätte nach Ansicht der TV-Bilder durchaus einen Platzverweis gerechtfertigt. Weller beließ es zum Glück für die Kieler bei Gelb.&lt;/p>&lt;p>Um ein Haar hätte sich nach einer knappen halben Stunde der Chancenwucher der Gäste gerächt. Der junge Schlussmann Lio Rothenhagen hatte beim Versuch des Aufbauspiels den Ball direkt in den Fuß von Tunay Deniz gespielt, der schnell reagierte und aus fast 60 Metern aufs Tor schoss. Der Ball segelte über den Keeper hinweg und knapp am linken Pfosten vorbei. Der Treffer fiel stattdessen kurz darauf auf der Gegenseite. Nach einem weiten Einwurf und einem abgewehrten Schuss des des Argentiniers Guillermo Balzi flankte Adrian Kapralik noch einmal vor das Tor, wo Torjäger Phil Harres aus kurzer Distanz per Kopf die 1:0-Führung für die Gäste erzielte (34. Min.). Vier Minuten später versuchte Deniz bei einem Freistoß den Torhüter zu überlisten, als er eine Flanke antäuschte, den Ball aber direkt aufs Tor zog – Rothenhagen konnte gerade noch zur Ecke klären.&lt;/p>&lt;p>Nach Wiederanpfiff habe sein Team „ein noch besseres Spiel gemacht” als ohnehin schon in der ersten, zeigte sich Löwentrainer Alper Kayabunar nach Spielschluss angetan. Tatsächlich wankten die Gäste mehrfach. In Folge einer scharf getretenen Ecke von Lance Fiedler rauschte der Ball durch den Strafraum und Hiroki Sekine musste auf der Linie klären, um den Ausgleich zu verhindern (68. Min.). Unverdient wäre er nicht gewesen. Fünf Minuten später konterten die Löwen in Überzahl, am Ende trat John Tolkin dem eingewechselten Mark Gevorgyan in die Hacken, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Mit der letzten Aktion im Spiel kamen die Gäste zum 0:2 durch Balzi (90. Min. +4) – der Anstoß wurde nicht mehr ausgeführt.&lt;/p>&lt;p>Die Zuschauer feierten ihre Löwen nach dem Schlusspfiff frenetisch für die gezeigte Leistung. „Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen. Deswegen ist es bitter, dass wir ausscheiden. Wir können aber stolz auf das sein, was wir geleistet haben”, sagte Torwart Vitus Eicher nach Spielschluss. „Der Support war überragend. Die Mannschaft hat sich über 90 Minuten als Einheit präsentiert. Wir haben das trotz schwieriger Wochen hinbekommen und nehmen viele positive Sachen aus dem Spiel mit”, erläuterte Kayabunar. Weiter geht für den TSV 1860 München in der Regionalliga am Sonntag, den 30. August um 15 Uhr mit einem Heimspiel gegen den TSV 1882 Landsberg. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WVdVeFlUUXdOVGd0TWpnMhlPhKzV5YcACZArGLA2yd3IXNguci_53gxcSTNtFxdtqUU9hkvklrGWJVFebr7rvLOOTf3CDm9HhcrJHJd43dkX6s_6NEbibIB415w2meRFpVAFi6rR1PL6Zm7EYettyEwKVlWq8Ex788wRiU-q-hE=?preset=fullhd" length="326398"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/wir-haben-das-herz-auf-dem-platz-gelassen/cnt-id-ps-369c22b9-053e-452f-9b0a-0fb074e5dba0</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-369c22b9-053e-452f-9b0a-0fb074e5dba0</guid><pubDate>Sun, 23 Aug 2026 18:21:53 +0200</pubDate></item><item><title>„War ein sehr schweres Auswärtsspiel“</title><description>&lt;p>In einer vorgezogenen Begegnung des fünften Spieltags in der Regionalliga Bayern unterlag der bis dahin noch ungeschlagene TSV Aubstadt (Selbstbeschreibung „Die Macht im Grabfeld“) dem TSV 1860 München mit 2:3 (0:2).&lt;/p>&lt;p>Zweiter Sieg in Folge für TSV 1860 München&lt;/p>&lt;p>In einer vorgezogenen Begegnung des fünften Spieltags in der Regionalliga Bayern unterlag der bis dahin noch ungeschlagene TSV Aubstadt (Selbstbeschreibung „Die Macht im Grabfeld“) dem TSV 1860 München mit 2:3 (0:2). Die Partie war um einige Tage vorverlegt worden, da die Löwen am Wochenende im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten Holstein Kiel antreten. Bereits am Vortag hatten sich die Münchner auf die vierstündige Busreise nach Unterfranken begeben und brachten die mit 302 Kilometern Entfernung weiteste Auswärtsfahrt in der Liga mit etwas Glück auch sportlich erfolgreich hinter sich.&lt;/p>&lt;p>Vor ausverkauftem Haus (3.000 Zuschauer!) erwiesen sich die kampfstarken Gastgeber, wie erwartet, als unangenehmer Gegner, dessen Spielweise mit schnellen Umschaltaktionen perfekt auf den kleinen und unebenen Platz abgestimmt schien. Mit einer starken Schiedsrichterleistung sorgte Angelika Söder dafür, dass die von beiden Seiten intensiv geführten Zweikämpfe nicht aus dem Ruder liefen. 1860-Schlussmann Vitus Eicher bewahrte seine Farben mit einer starken Parade gegen Joshua Endres vor einem möglichen Rückstand (14. Min.). Auf der Gegenseite erwiesen sich die Giesinger vor dem Tor als äußerst effektiv und gingen mit ihrer ersten Gelegenheit direkt in Führung.&lt;/p>&lt;p>Michael Eberwein legte an der Strafraumkante den Ball mit der Brust auf Florian Niederlechner ab, dessen harten Dropkick der ukrainischer Torhüter Vladyslav Vertiei noch abwehren konnte, doch gegen den Kopfball des nachsetzenden Emre Erdogan war er machtlos. Der Ball segelte als Bogenlampe zum 0:1 ins Netz (23. Min.). Kurz vor dem Pausenpfiff hatten die 1.200 Löwenfans, die aus allen Teilen Bayerns angereist waren, ein zweites Mal Grund zum Jubel. Kapitän Dennis Dressel leitete nach einem Ballverlust der Aubstädter im Aufbauspiel das Leder zu Niederlechner weiter, der geschickt für den auf links gestarteten Fabio Wagner durchsteckte. Frei vor Vertiei behielt der 19-Jährige die Nerven und traf mit einem Flachschuss zum 0:2 (45. Min.).&lt;/p>&lt;p>In der zweiten Halbzeit waren der Unterfranken aktiver und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer durch Franz Helmer, der eine scharfe Hereingabe von Jacob Engel zum 1:2 über die Linie grätschte (78. Min.). Doch die Freude währte nur kurz, denn fünf Minuten später gelang dem eingewechselten Arian Ortivero Calderon, nach einer starken Balleroberung von Dressel, mit einem Schuss aus 18 Metern das 1:3 (83. Min.) – Schlussmann Vertiei sah dabei nicht gut aus. Doch die Hausherren schlugen noch einmal zurück. Eine fast identische Situation wie vor dem 1:2 nutzte Marco Nickel zum 2:3 (89. Min.). Die fünfminütige Nachspielzeit überstanden die Giesinger schadlos. „Es war ein sehr schweres Auswärtsspiel, deshalb sind wir froh über die drei Punkte“, erklärte Löwen-Trainer Alper Kayabunar nach Schlusspfiff. Seine Mannschaft klettert damit in der Tabelle in das vordere Drittel. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T1dVMlltWTFOR1F0WXpJMCnm0sMrVFClkpwJ7IjOcx7dp6AlWvLXN3JsEUVLw3fdHndqNCHAR9Rn--ezHt0sYj-CwTvrIyC5c3skaf-SmWeeShd5QbMVDW-jCqHIBr83iWAHpYLjmsF7fu-mHKtxTL29TpJkq_wGyOkf2kJpYCg=?preset=fullhd" length="394756"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/war-ein-sehr-schweres-auswaertsspiel/cnt-id-ps-0a9edf75-de17-4d6c-ad0f-a8db5a1e1015</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-0a9edf75-de17-4d6c-ad0f-a8db5a1e1015</guid><pubDate>Wed, 19 Aug 2026 09:50:35 +0200</pubDate></item><item><title>Sommerneuzugänge bei den Amateur-Löwen</title><description>&lt;p>Mit Perica Anušić als neuem Trainer und einigen Verstärkungen im Kader starten die Amateurkicker des TSV 1860 München III in die neue Spielzeit der Kreisliga, die heuer im Champions-League-Modus ausgetragen wird.&lt;/p>&lt;p>Champions-League-Modus in der Münchner Kreisliga&lt;/p>&lt;p>Mit Perica Anušić als neuem Trainer und einigen Verstärkungen im Kader starten die Amateurkicker des TSV 1860 München III in die neue Spielzeit der Kreisliga, die heuer in einem anderen Modus als gewöhnlich ausgetragen wird. Anušić ist als Trainer ein noch weitgehend unbeschriebenes Blatt im Lokalfußball. Der größte sportliche Erfolg des heute 41-jährigen Kroaten war 2024 der überraschende Aufstieg mit den Futsalspielern der Münchner „Beton Boys“ von der Regionalliga in die DFB-Futsal-Bundesliga. Ansonsten betreute Anušić lediglich die Zweitvertretungen des FC Wacker München und des FC Phönix München in der Kreisklasse. Beim SK Srbija München war der DFB-B-Lizenz-Inhaber in der Bezirksliga als Co-Trainer tätig. Der TSV 1860 München III ist Anušićs erste größere Station als Fußballtrainer im Herrenbereich.&lt;/p>&lt;p>Auch einige Neuzugänge haben den Weg nach Giesing gefunden. Auf der Torhüterposition ergänzt der 19-jährige Justus Heinemann vom TSV Hohenbrunn den Kader. In der Abwehr ist Alejandro Nicolas Serban Cordos (24) ein Löwe geworden. Er hat zuvor in der Landesliga Württemberg für Türkspor Neu-Ulm und in der Bezirksliga für den TSV Blaustein gespielt. Ebenfalls für die Verteidigung wurde der Linksfuß Maximilian Hänle (22) vom niederbayerischen Bezirksligisten SV Neufraunhofen verpflichtet.&lt;/p>&lt;p>Im Mittelfeld will sich Tobias Jost (26) beweisen. Er war zuvor in Rheinland-Pfalz beim TuS Koblenz aktiv. Der gleichaltrige Cornelius Fichtner, der seine Ausbildung im Nachwuchs des VfR Aalen erhalten hat, war zuletzt in der Verbandsliga Württemberg bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach aktiv. Neu im Mittelfeld der Sechzger ist auch der 30-jährige Ihor Yarovoi, der nach einer längeren Pause wieder mit dem Fußball begonnen hat und zuletzt für Türkspor Augsburg in der Bayernliga gespielt hat.&lt;/p>&lt;p>Ab der Spielzeit 2027/2028 soll es in München nur noch zwei statt bisher drei Kreisligen geben. Heuer findet deshalb ein Ausscheidungswettbewerb im Champions-League-Modus statt, bei dem die 42 Münchner Kreisligisten auf 30 Mannschaften reduziert werden sollen. Um die Chancengleichheit zu wahren, werden die Teams in der Saison 2026/2027 basierend auf den Tabellenplatzierungen der letzten drei Spielzeiten in drei „Leistungstöpfe“ eingeteilt. Dadurch treffen viele Mannschaften auf neue Gegner anderer Staffeln.&lt;/p>&lt;p>Ausgetragen werden 24 Einfachspieltage mit jeweils zwölf Heim- und zwölf Auswärtsspielen für jeden Verein. Die bisherige Hin- und Rückspielregelung entfällt. Nach 24 Spieltagen wird eine Abschlusstabelle aller teilnehmenden Mannschaften erstellt. Die ersten drei Mannschaften im Gesamtklassement steigen direkt in die Bezirksliga auf. Die Tabellenplätze vier bis sieben spielen einen Relegationsplatz für die Bezirksliga aus, während die Mannschaften auf den Rängen acht bis einundzwanzig in der Kreisliga verbleiben. Die neun Mannschaften auf den Tabellenplätzen 34 bis 42 steigen direkt in die Kreisklasse ab.&lt;/p>&lt;p>Für den TSV 1860 München III beginnt die Saison am Sonntag, dem 23. August, um 14 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim TSV Poing im Sportzentrum Poing (Am Hanselbrunn 1). Die Gemeinde im Landkreis Ebersberg verfügt über ein beeindruckendes Kleinstadion mit Tribüne. Die zugehörige Gaststätte am Sportzentrum ist das „Wirtshaus zur Poinger Einkehr” mit bayerischer Küche und Biergarten. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WkRWbFpEVTFaR1F0TldKa2Am2q219G8Yzn5naJClsnTwDPsSTPaN_ga7xVjFexmHBlEcop4tT-X5WMyjO-QDlIOPTXE7zwqobNLtgZR6ZnDVhUqWzleyJO2c3g1r0tPv4s8wlE7nsbouUn9mtNLPzSHEhBtuIn5S43174bH7KCI=?preset=fullhd" length="452955"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/sommerneuzugaenge-bei-den-amateur-loewen/cnt-id-ps-eddb2d7d-49f1-4294-ae68-369429f335e6</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-eddb2d7d-49f1-4294-ae68-369429f335e6</guid><pubDate>Tue, 18 Aug 2026 06:44:57 +0200</pubDate></item><item><title>Keine Untersagung der 50+1-Regel beabsichtigt</title><description>&lt;p>Das Bundeskartellamt hat keine grundsätzlichen kartellrechtlichen Bedenken gegen die 50+1-Regel im deutschen Profifußball. In seiner finalen Einschätzung hält das Bundeskartellamt die Bestimmung für zulässig.&lt;/p>&lt;p>Bundeskartellamt liefert abschließende Bewertung&lt;/p>&lt;p>Das Bundeskartellamt hat keine grundsätzlichen kartellrechtlichen Bedenken gegen die 50+1-Regel im deutschen Profifußball. In seiner finalen Einschätzung hält das Bundeskartellamt die Bestimmung, nach der Investoren keine Stimmenmehrheit an Kapitalgesellschaften von Vereinen übernehmen können, für zulässig. Nach Abschluss des mehr als acht Jahre dauernden Verfahrens gab die Behörde jedoch einige Hinweise an die Bundesliga-Dachorganisation – früher DFL (Deutsche Fußball Liga) –, damit die Regel auch zukünftig rechtssicher angewendet werden kann. Die DFL hat sich heuer in „Bundesliga“ umbenannt.&lt;/p>&lt;p>Im 50+1-Verfahren des Bundeskartellamts waren neben der DFL insbesondere die sogenannten „Förderklubs”, die Werksvereine Bayer 04 Leverkusen und VfL Wolfsburg, sowie deren Konzernmütter Bayer AG und Volkswagen AG beigeladen. Ebenfalls zu den Beigeladenen zählten Investoren und Sonderfälle wie Hannover 96 und RB Leipzig. Darunter befand sich auch das von Hasan Ismaik kontrollierte Unternehmen HAM International Limited, das Anteile an der sich mittlerweile in einem vorläufigen Insolvenzverfahren befindlichen TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA besitzt. HAM International fiel durch Befangenheitsvorwürfe gegen einzelne Bearbeiter des Falls auf. Eine interne Prüfung habe jedoch ergeben, dass diese unbegründet waren, stellte die Behörde im Jahr 2024 fest. Auch der TSV München von 1860 e. V. hatte sich zum Verfahren beiladen lassen und von seinen praktischen Erfahrungen mit dem ersten arabischen Investor in der Geschichte des deutschen Profifußballs berichtet. Mittlerweile trennen sich die Wege von Ismaik und den Münchner Löwen, die den Kooperationsvertrag mit HAM International gekündigt haben.&lt;/p>&lt;p>Leverkusen ist eng mit dem Chemiekonzern Bayer verflochten. Aufgrund der langjährigen Förderung durch das Unternehmen wurde 1999 eine Ausnahme von der 50+1-Regel gewährt, die gemäß den Verbandsstatuten gestattet ist, wenn ein Investor einen Verein mindestens 20 Jahre lang erheblich finanziert hat. 2001 erhielt Volkswagen eine Ausnahme für den VfL Wolfsburg. Auch 2015 gab es eine solche Ausnahme für die TSG 1899 Hoffenheim, als Mäzen Dietmar Hopp die Mehrheit in der Fußball-Spielbetriebs-GmbH übernahm. Ende 2023 kehrte der Verein jedoch zur regulären 50+1-Struktur zurück. Im Fall von Hannover 96 lehnte der Ligaverband 2018 den Ausnahmeantrag des Unternehmers Martin Kind ab, weil er die Voraussetzungen einer zwanzigjährigen kontinuierlichen Förderung als nicht erfüllt ansah. Zudem gab es massiven Widerstand von Fans und im Mutterverein gegen Kind.&lt;/p>&lt;p>Die Red Bull GmbH, ein österreichischer Getränkehersteller und Unterhaltungskonzern, gründete im Jahr 2009 RB Leipzig und kontrolliert den Verein als zentralen Teil ihres globalen Fußballnetzwerks. Das Unternehmen kaufte damals das Startrecht des SSV Markranstädt in der fünftklassigen Oberliga Nordost. Weil reine Firmennamen im deutschen Fußball verboten sind, heißt der Klub offiziell „RasenBallsport“. Eine Besonderheit des Vereins ist die strenge Trennung zwischen Fördermitgliedern und den stimmberechtigten Mitgliedern, von denen es laut öffentlichen Angaben lediglich 23 gibt, die alle dem Konzernumfeld entstammen.&lt;/p>&lt;p>Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, wird in einer Mitteilung des Bundeskartellamts zitiert: „„Wir haben uns eingehend mit den Argumenten aller Verfahrensbeteiligten befasst. Unsere kartellrechtliche Bewertung bleibt im Kern unverändert: Die 50+1-Regel kann weiterhin mit dem Ziel der Vereinsprägung und der Mitgliederpartizipation gerechtfertigt werden. Voraussetzung dafür ist aber, dass sie konsequent und ohne sachlich nicht gerechtfertigte Unterschiede angewendet wird. Unsere Bewertung zeigt Gesichtspunkte auf, die die DFL berücksichtigen sollte, wenn sie die Regel künftig möglichst rechtssicher anwenden möchte. Dazu gehört erstens, dass die DFL bei allen Vereinen der Bundesliga und 2. Bundesliga gleichermaßen für einen offenen Zugang zur Mitgliedschaft und damit für die Mitbestimmung der Fans sorgt. Zweitens sollte sie sicherstellen, dass die Wertungen der 50+1-Regel auch bei ihren eigenen Abstimmungen konsequent beachtet werden. Drittens sehen wir bei der vorgesehenen Neuregelung des Bestandsschutzes für die bisherigen Förderklubs Nachbesserungsbedarf.“&lt;/p>&lt;p>Bei einer internen DFL-Abstimmung im Dezember 2023 über den möglichen Einstieg eines Finanzinvestors in den Ligaverband soll Martin Kind, Geschäftsführer der Profi-Spielbetriebs-GmbH von Hannover 96, mutmaßlich mit „Ja“ gestimmt haben. Damit handelte er entgegen der ausdrücklichen Weisung seines Muttervereins Hannover 96 e. V., der ein „Nein“ angeordnet hatte. Kinds Verhalten sorgte für einen Eklat und Kritik an der DFL, die die geheime Abstimmung ermöglicht hatte und dadurch erst die erforderliche knappe Mehrheit für entsprechende Verhandlungen erhielt. Es folgten wochenlange massive Fanproteste in allen Stadien der Republik. Im Februar 2024 stoppte das DFL-Präsidium schließlich den Bieterwettbewerb. Nun hat auch das Bundeskartellamt das Abstimmungsprozedere gerügt. (as)&lt;/p>&lt;p>Quelle: Mitteilung des Bundeskartellamts https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2026/08_11_2026_50Plus1.html?nn=49120&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T0ROa1lUWXhOVFV0TWpReG7Znwo2I5OD7GM_ymc1k8Jfx4Q1-3CdzwDHakOTeeOi1ecrBML--KPenNadiFuF-XJ1wFZ4E92MOSWEtUpD9hKd1eGcDIwbYSyNXBdpajacwObgXzABo69X1HsDwbtkGafbopVSxkWVJylwRyhuffk=?preset=fullhd" length="583556"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/keine-untersagung-der-501-regel-beabsichtigt/cnt-id-ps-30e08b3b-be45-4746-b32d-2ce881cf2e07</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-30e08b3b-be45-4746-b32d-2ce881cf2e07</guid><pubDate>Mon, 17 Aug 2026 18:51:54 +0200</pubDate></item><item><title>Auswärtsspiel wie ein Besuch bei Freunden</title><description>&lt;p>Im dritten Anlauf hat es geklappt. Die Münchner Löwen fuhren nach zwei Remis ihren ersten Sieg in der Regionalliga Bayern ein.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München stürzt Tabellenführer FC Memmingen&lt;/p>&lt;p>Im dritten Anlauf hat es geklappt. Die Münchner Löwen durften beim Tabellenführer FC Memmingen ihren ersten Sieg in der Regionalliga Bayern bejubeln. Das örtliche Fußballstadion, die Heimat des Fußball-Clubs Memmingen 1907, Verein für Leibesübungen e. V., fasst 5.000 Zuschauer und war beim Gastspiel des TSV 1860 München am Freitagabend restlos ausverkauft. Die kurze Reise nach Bayerisch-Schwaben geriet für die Sechzger zu einem Besuch bei Freunden. Auf den Rängen verzichtete man gleich ganz auf die obligatorische Fantrennung. Sinnbildlich für den warmherzigen Empfang der Münchner war ein selbstgeschneidertes Trikot eines Anhängers, das zur einen Hälfte aus einem Hemd des TSV 1860 und zur anderen Hälfte aus einem des FC Memmingen bestand.&lt;/p>&lt;p>Während der historischen „Revolution des gemeinen Mannes“, auch Bauernkriege genannt, solidarisierte sich die Bevölkerung Memmingens mit den Aufständischen. Ihre im Jahr 1525 in einer Niederschrift verfassten „Zwölf Artikel” gelten als eine der frühesten Forderungen nach Freiheits- und Menschenrechten in Europa. Dieses historische Erbe prägt das Selbstverständnis Memmingens bis heute und findet im Slogan des Tourismusmarketings „Stadt der Freiheitsrechte“ seinen Ausdruck. Einige Historiker interpretieren die „Zwölf Artikel” sogar als die erste verfassungsgebende Versammlung auf deutschem Boden.&lt;/p>&lt;p>Ein zarter Hauch von Freiheit wehte auch über die Tribünen, als die Fans der Weiß-Blauen ein ebenso inbrünstiges wie vielstimmiges „Der TSV ist wieder da“ anstimmten. Dabei wurde die Paradoxie spürbar, dass ausgerechnet der sportliche Tiefpunkt einen neuen Anfang ermöglichte. In einigen Jahren werden diejenigen, die dabei waren, erzählen, wie es war, als der TSV 1860 München abstürzte, seinen Investor verlor – und dabei sich selbst zurückgewann.&lt;/p>&lt;p>Nach gut zehn Minuten lösten sich die Gesänge in kollektiven Jubel auf. Emre Erdoğan hatte sich mit einem beherzten Dribbling über die linke Seite durchgesetzt – seine scharfe, flache Hereingabe grätschte der heranstürmende Routinier Florian Niederlechner aus sechs Metern zum 0:1 ins Netz (12. Min.). Die Gastgeber, die aus den ersten drei Spielen die volle Punktzahl geholt hatten, stellten mit schnellem Umschaltspiel und langen Bällen danach die Defensive der Löwen ein ums andere Mal vor Probleme. Zur Halbzeit stand eine etwas glückliche Führung für die Gäste zu Buche.&lt;/p>&lt;p>„Nach dem Wiederanpfiff haben wir mehr Druck auf die Kette von Memmingen gebracht, wodurch wir viele lange Bälle verhindert haben“, erläuterte Löwen-Trainer Alper Kayabunar. Das gelang zwar meist, aber nicht immer. Die größte Chance zum Ausgleich ließ Luis Pfaumann liegen, der den Ball nach einem gewonnenen Laufduell gegen Julian Bell aus zwölf Metern knapp am kurzen Pfosten vorbeischob (53. Min.). Kurz darauf erhöhten die Gäste. Kapitän Dennis Dressel schickte mit einem starken Pass in die Tiefe den gestarteten Lance Fiedler auf die Reise, der aus dreizehn Metern mit einem Flachschuss das 0:2 erzielte (56. Min.). Es war das erste Tor des 19-jährigen gebürtigen Berliners in der Regionalliga Bayern. Im Gegenzug parierte Löwen-Schlussmann Vitus Eicher mit einer starken Parade einen gefährlichen Abschluss von Constantin Kresin (61. Min.).&lt;/p>&lt;p>Der FC Memmingen drängte nun vehement auf den Anschlusstreffer. Kayabunar reagierte und brachte Tunay Deniz und Arian Ortivero Calderón neu ins Spiel (63. Min.). Eine Maßnahme, die sich auszahlen sollte, denn die Giesinger bekamen nun wieder etwas mehr Kontrolle über das Spiel. Ein Distanzschuss von Deniz landete auf dem Tornetz. Nach einem Ballverlust der Memminger im Mittelfeld lief Ortivero Calderón auf und davon, schüttelte seine Verfolger ab, doch Schlussmann Dominik Dewein konnte seinen Schuss aus spitzem Winkel parieren (72. Min.). Kurz darauf rauschte eine Direktabnahme von Dressel nach einem abgewehrten Eckball nur knapp am Tor vorbei (73. Min.).&lt;/p>&lt;p>In der Schlussviertelstunde warfen die Memminger noch einmal alles nach vorne. Doch den Schlusspunkt setzten die Gäste. Wieder war Dressel der Ausgangspunkt. Sein Zuspiel auf Michael Eberwein verwertete der 30-Jährige im Strafraum mit einem starken Effetschuss unhaltbar zum 0:3-Endstand (89. Min.). Nach dem zweiten Treffer habe seine Mannschaft „das Spiel clever zu Ende gespielt. Es war eine schwere Aufgabe. Aber wir haben uns heute fest vorgenommen, uns zu belohnen und stabil zu stehen. Das ist uns gelungen. Für uns war es wichtig, zu null zu spielen“, erläuterte Kayabunar nach dem Schlusspfiff.&lt;/p>&lt;p>Schon am Dienstagabend sind seine Spieler erneut in der Liga gefordert. In einer vorgezogenen Begegnung des fünften Spieltags treten die Löwen um 19 Uhr beim TSV Aubstadt 1921 im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld an. Die Partie ist ausverkauft. Für Daheimgebliebene überträgt BR24 das Spiel im Live-Stream. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpsaFlqY3pNMll0WkdWaxq0icqd2zBgAHLP2fc_aE8COY32bMeC3ArIrrqz2JgEcQlNwJ4rNeM9ejw-xga1lWdRRPijppCbmgnvdGaavFkd1_5r94Fuqz65F2Ah4Nb7DnbQA0wGFYcr9pOr04GraqTn9F1QBInEUHn_q9Q4uR4=?preset=fullhd" length="158617"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/auswaertsspiel-wie-ein-besuch-bei-freunden/cnt-id-ps-05701ce8-7b03-4efa-b9fb-fbb026dc6e4e</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-05701ce8-7b03-4efa-b9fb-fbb026dc6e4e</guid><pubDate>Sun, 16 Aug 2026 13:20:09 +0200</pubDate></item><item><title>„Das größte Spiel in unserer Vereinsgeschichte“</title><description>&lt;p>Zu Gast beim letzten verbliebenen Kreispokalsieger, dem Landesligisten FC Wendelstein (Neumarkt/Jura), setzte sich der zwei Klassen höher spielende Regionalligist TSV 1860 München mit 5:1 (3:0) souverän durch.&lt;/p>&lt;p>Landesligist aus Mittelfranken unterliegt Münchner Löwen&lt;/p>&lt;p>Zu Gast beim letzten verbliebenen Kreispokalsieger, dem Landesligisten FC Wendelstein (Neumarkt/Jura), setzte sich der zwei Klassen höher spielende Regionalligist TSV 1860 München mit 5:1 (3:1) souverän durch und steht im Achtelfinale des Totopokals. Bei den Sechzgern gab nach langer Verletzungspause Tunay Deniz sein Comeback auf dem Rasen. Zum vierfachen Torschützen wurde das 18-jährige Nachwuchstalent Arian Ortivero Calderon (41., 45.+3, 86. und 90. Min.). Nach einer guten halben Stunde hatte Loris Husic die Löwen in Führung gebracht (33. Min.). Marcel Will gelang für die Hausherren in der 67. Minute der Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 1:3.&lt;/p>&lt;p>Die Mittelfranken freuten sich über ein volles Haus, 1750 Zuschauerinnen und Zuschauer waren an den örtlichen Sportplatz gekommen, auf dem Ehrenamtliche provisorisch mit Paletten eine kleine Stehtribüne errichtet hatten. „Es war eine rundum gelungene Sache und wir haben die Partie sehr genossen – es war ohne Zweifel das größte Spiel in unserer Vereinsgeschichte. Besonders freut mich, dass wir sogar ein Tor erzielt haben!“, erklärte Wendelsteins Präsident Thomas Peuntinger gegenüber dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV). Auf wen der TSV 1860 München im Achtelfinale trifft, wird am Donnerstag, 13. August 2026, ausgelost. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) überträgt die Ziehung aus dem Münchner „Haus des Fußballs“ ab 12.30 Uhr live auf seinem Instagram-Kanal.&lt;/p>&lt;p>Löwen-Trainer Alper Kayabunar erklärte, die Pokalpartie beim FC Wendelstein sei wichtig gewesen, um Akteuren, die lange nicht gespielt hatten, Spielzeit zu geben. „Es war erfreulich, dass Tunay Deniz 60 Minuten gespielt hat. Er macht im Training schon einen richtig guten Eindruck. Heute im Spiel hat man seine Ideen gesehen, wie er Kontrolle in unser Spiel reinbringt und gerade die Jungen lenkt, was für uns ganz wichtig ist.“ Sein Fazit: „Wir haben fünf Tore geschossen, sind jetzt eine Runde weiter und können uns nun gezielt auf Memmingen vorbereiten.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/Wm1VeU0yRmhNMll0TldKa7CNCgnHkyzXTsYPWyABFn9KYYwPBgCaYjQtyWPLdSRo9GyfPsO_yyMeEfJ2mQDGT7Ul0hzODj8Kf2kGmaQNHjqriX74zZZrnCn6ItmVHS4c5jIMtg5J-thukqCIFqdXGppNhFBuagvTZOPDNL5ewfE=?preset=fullhd" length="515295"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/das-groesste-spiel-in-unserer-vereinsgeschichte/cnt-id-ps-bbe88b54-70c1-4efa-a98b-387b709188c2</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-bbe88b54-70c1-4efa-a98b-387b709188c2</guid><pubDate>Wed, 12 Aug 2026 15:09:38 +0200</pubDate></item><item><title>Auf diese Gegner treffen die Löwinnen</title><description>&lt;p>Die Frauen des TSV 1860 München spielen nach ihrem Aufstieg künftig in der Bezirksliga Gruppe 2 und treffen dort überwiegend auf Gegnerinnen aus dem Umland.&lt;/p>&lt;p>Einteilung der Frauen-Bezirksligen erfolgt&lt;/p>&lt;p>Die Frauen des TSV 1860 München spielen nach ihrem Aufstieg künftig in der Bezirksliga Gruppe 2 und treffen dort überwiegend auf Gegnerinnen aus dem Umland. Aus dem Münchner Stadtgebiets spielen neben den Löwinnen nur drei weitere Teams in der Bezirksliga: die Spielgemeinschaft ESV München-Freimann/SC Bogenhausen, der SV Untermenzing und der TSV Neuried. Weitere Teilnehmerinnen in der Gruppe 2 sind die Spielgemeinschaft FC Puchheim/1. SC Gröbenzell, die Spielgemeinschaft TSV Haar/TSV Grasbrunn, der FSV Höhenrain, der MTV Diessen/Ammersee, der SC Huglfing, der SC Pöcking, der TSV Gilching II und der TSV Rott/Lech.&lt;/p>&lt;p>Trainiert werden die Sechzgerinnen von Simon Hüller. Er war vergangene Saison Co-Trainer unter Lorenzo Tonello, der zu seinem Heimatverein SC Huglfing zurückgekehrt ist, und übernimmt nun die Hauptverantwortung. Mit seinem Team blieb Hüller vergangene Saison ohne Punktverlust – 22 Spiele, 22 Siege, bei einem Torverhältnis von 108:10, lautete seine stolze Bilanz. Bei ihren längeren Auswärtsfahrten in der Bezirksliga spielen die Weiß-Blauen künftig häufiger auf Naturrasenplätzen. Eine Umstellung, die von den Spielerinnen bewältigt werden will. Auf Kunstrasen ist im Gegensatz zum Naturrasen ein schnelleres flaches Passspiel möglich und das Sprung- und Abprallverhalten sowie das Tempo des Balls sind berechenbarer.&lt;/p>&lt;p>Das junge Reserveteam der Giesingerinnen, das de facto als U23-Mannschaft spielt, aber aufgrund von BFV-Regularien nicht so genannt werden darf, spielt als Aufsteiger in der neuen Saison in der Kreisliga und trifft dort auf exakt die Vereine, die zuletzt gegen die erste Mannschaft des TSV 1860 München antraten. Trainiert werden die jungen Löwinnen von Sina-Ann Mahler. Die Studentin für Sportwissenschaft an der TU München übernimmt ihre erste Station als Trainerin im Erwachsenenbereich. Der Saisonauftakt für die Löwinnen erfolgt am Samstag, den 12. September, um 17:30 Uhr zu Hause gegen den TSV Neuried. Heimspielstätte der Frauen des TSV 1860 München bleibt die Sportanlage an der St.-Martin-Straße 35 in Obergiesing. Das Vorspiel bestreiten an gleicher Stelle um 15 Uhr der TSV 1860 München II und der SV München Laim. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TjJFMVpHRTJaV1F0WXpVd6ChgSQs8zkTA8Ijkln5bnRI4DJZ9ww_gfjxNj5UfqGW7QdpBhXupRORTm0vN_rwV0tRAfziUNJNaSTgafLu9DqRGYLeX9M4yfTshDRahLuMvn8g4ikkxIH0Kk0Y16fJKDCuP397_zCvGGSy06l6p8M=?preset=fullhd" length="206834"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/auf-diese-gegner-treffen-die-loewinnen/cnt-id-ps-af97198b-4a21-4c8d-ad4e-68782db47e36</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-af97198b-4a21-4c8d-ad4e-68782db47e36</guid><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 08:45:41 +0200</pubDate></item><item><title>Plädoyer für eine andere Ausbildung</title><description>&lt;p>U-Teams und Reservemannschaften von Profifußballvereinen sollten nicht in den Regionalligen oder in der 3. Liga spielen, sondern in eigenen Ausbildungs-Ligen organisiert werden, fordern immer mehr Fachleute.&lt;/p>&lt;p>Englisches Modell als Vorbild für Deutschland?&lt;/p>&lt;p>U-Teams und Reservemannschaften von Bundesligavereinen sollten nicht in den Regionalligen oder in der 3. Liga spielen, sondern in eigenen Ausbildungs-Ligen organisiert werden, fordern immer mehr Fachleute. Während klassische Regionalligisten und Drittligisten um Aufstieg, Klassenerhalt, Zuschauer, Sponsoren und oft auch um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen, dienen U23- oder U21-Teams vor allem der sportlichen Entwicklung junger Spieler für die Bundesligisten. Diese unterschiedlichen Ziele passen oft nur schwer in denselben Wettbewerb.&lt;/p>&lt;p>Jürgen Klopp, seit Kurzem Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, hat diesen Punkt mit seinem Plädoyer für eine eigene U21-Liga aufgegriffen. Er argumentiert sinngemäß, dass Deutschland die Ausbildungszeit für seine Talente verlängern müsse und junge Spieler nicht schon mit 18 oder 19 Jahren daran gemessen werden sollten, ob sie sich gegen körperlich deutlich robustere, ältere Profis in der 3. Liga durchsetzen. Der Kern seines Appells: Wer junge Hochtalentierte zielgerichtet entwickeln will, braucht einen Wettbewerb, der auf Entwicklung ausgerichtet ist – nicht einen Ligabetrieb, in dem Fehler sofort existenzielle Folgen haben können.&lt;/p>&lt;p>Für die Regionalliga und die 3. Liga bedeutet die Teilnahme von Reservemannschaften auch eine strukturelle Schieflage. Zweitvertretungen von Bundesligisten verfügen in der Regel über andere finanzielle und sportliche Ressourcen als eigenständige Vereine. Sie können Spieler aus dem Profikader einsetzen, Talente kurzfristig hin- und herschieben und müssen nicht in gleicher Weise um Zuschauerinteresse oder wirtschaftliche Stabilität kämpfen. Dadurch entsteht für Kritiker der Eindruck einer Wettbewerbsverzerrung: Für Traditions- und Amateurvereine geht es um ihre sportliche Zukunft, für die U-Teams vor allem um Spielpraxis.&lt;/p>&lt;p>Eigene Ausbildungs-Ligen würden womöglich beide Seiten entlasten. Die Nachwuchsteams könnten unter vergleichbaren Bedingungen gegen andere Talente spielen, mit flexibleren Kaderregeln, gezielter Belastungssteuerung und einem verstärkten pädagogischen Fokus. Gleichzeitig blieben Regionalliga und 3. Liga echte Wettbewerbe für eigenständige Vereine mit ersten Mannschaften, deren Ziel Aufstieg, Professionalisierung und sportlicher Erfolg ist. Das könnte die Glaubwürdigkeit der unteren Ligen stärken.&lt;/p>&lt;p>Ein häufig gehörter Einwand gegen eigene Ligen für Profitalente lautet, junge Spieler müssten den „Herrenfußball“ kennenlernen. Auch der DFB verweist darauf, dass der Wettkampf gegen ältere Spieler im Übergangsbereich für die Entwicklung wichtig sei. Ein nachvollziehbares Argument, das aber nicht zwangsweise dazu führen muss, Reserveteams dauerhaft in die normale Ligapyramide einzubetten. Eine eigene U21- oder U23-Liga könnte gezielt durch Spiele gegen ältere Profis, Testspielformate, Pokalwettbewerbe oder begrenzte Einsätze von Ü-Spielern ergänzt werden. Das englische Modell mit einer eigenen U21-Liga außerhalb der normalen Ligenpyramide zeigt, dass Talentförderung und Integrität der unteren Spielklassen miteinander verbunden werden können.&lt;/p>&lt;p>Dass die Idee inzwischen auch in Deutschland konkret diskutiert und teilweise bereits umgesetzt wird, zeigt die neue Bundesliga Talent Series. Zur Saison 2026/27 haben sich 26 Vereine aus Bundesliga und 2. Bundesliga für diesen zusätzlichen U21-Wettbewerb gemeldet. Ziel ist zusätzliche Spiel- und Entwicklungszeit für Talente bei hoher Flexibilität für die Klubs. Allerdings reicht ein Zusatzwettbewerb mit wenigen Spielen pro Halbserie noch nicht aus, um die grundsätzliche Problematik zu lösen. Sinnvoll wäre eine echte, verlässliche Ausbildungs-Liga mit ausreichend vielen Pflichtspielen, klarer sportlicher Wertigkeit und Übergängen in den Profibereich. (as)&lt;/p>&lt;p>Quellen:https://www.bundesliga-gruppe.de/aktuelles/offizieller-start-der-bundesliga-talent-series-neuer-u21-wettbewerb-geht-mit-26-clubs-in-die-premieren-saisonhttps://www.premierleague.com/en/youth-competitions/u21/premier-league-2-explained&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpBNFpHTXhaREF0TWpJM-3Am1LUBaOJn0qifcooODI-iuPXWqbAyqKbZy5SnTnzEGtcKYfdJhRNZyr3wd0jcIup49NQoRTZssBKIEsQHhPU5AgcLkGH5aJSxKQOQfTriXmrzohhunQ1lzmzhulgcKAN-3U9ybfcnNWe7qHVwMg=?preset=fullhd" length="631788"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/plaedoyer-fuer-eine-andere-ausbildung/cnt-id-ps-816c2f85-a7fe-41f2-8242-5a1749238caf</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-816c2f85-a7fe-41f2-8242-5a1749238caf</guid><pubDate>Tue, 11 Aug 2026 07:13:58 +0200</pubDate></item><item><title>Szenen einer Wiedergeburt</title><description>&lt;p>Am vergangenen Freitagnachmittag kam es in Giesing zu einer fast schon prozessionsartigen Versammlung von Anhängern des TSV 1860 München, die eine Glückseligkeit ausstrahlten, als stünde ihr Team im Endspiel um einen großen Titel.&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München feiert sich selbst&lt;/p>&lt;p>Am vergangenen Freitagnachmittag kam es in und vor zahlreichen Giesinger Kneipen zu einer prozessionsartigen Versammlung von Anhängern des TSV 1860 München, die eine Glückseligkeit ausstrahlten, als stünde ihr Team im Endspiel um einen großen Titel. Der Tag schien ihnen ein Hochamt zu sein. Dabei erwartete sie am Abend lediglich ein Spiel in der viertklassigen Regionalliga Bayern gegen die zweite Mannschaft des FC Augsburg. Um die historischen und kulturellen Hintergründe dieses für Außenstehende rätselhaften Verhaltens zu verstehen, muss man etwas in der Zeit zurückgehen.&lt;/p>&lt;h2>Träume von einer goldenen Ära&lt;/h2>&lt;p>Im Jahr 2011 erwarb der jordanische Unternehmer Hasan Abdullah Mohamed Ismaik mit seinem nach ihm in Form eines Akronyms benannten Unternehmen HAM International quasi über Nacht 60 Prozent der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA. Die Boulevardmedien bezeichneten ihn als „Scheich“, der gekommen sei, um die damals insolvenzgefährdete Profifußballgesellschaft als „Retter“ in eine neue goldene Ära zu führen. Kaum ein Berichterstatter vermochte sich der Faszination für den vermuteten sagenhaften Reichtum des ersten arabischen Investors im deutschen Profifußball zu entziehen. Als Ismaik schließlich den britischen Luxus-Sportwagenhersteller Aston Martin als neuen Haupt- und Trikotsponsor vorstellte, war es um jede Form der Ratio bei den Löwen endgültig geschehen.&lt;/p>&lt;p>Fußball-Deutschland blickte gebannt auf die Vorgänge in München. Für Befürworter des internationalen Investorenfußballs schien eine neue Epoche bei 1860 anzubrechen, die die Rückkehr auf die großen Bühnen der Welt versprach. Für Traditionalisten hatten die Löwen dagegen ihre Seele verkauft. Gemeinsam mit dem früheren Investmentbanker Hamada Iraki und dem Geschäftsmann und Manager Mohamed Badawy Al-Husseiny gründete Ismaik das Unternehmen H.I. Squared International, das unter anderem die Vermarktung des TSV 1860 übernehmen und seine Merchandising-Aktivitäten vorantreiben sollte. Iraki legte bereits nach etwa einem Jahr seine Klubfunktionen überraschend wieder nieder. Einige Jahre später geriet Al-Husseiny im Zusammenhang mit einem gigantischen internationalen Wirtschaftsskandal außerhalb des Fußballs in den Fokus öffentlicher Berichterstattung.¹&lt;/p>&lt;h2>Symbol für ein gescheitertes Investorenmodell&lt;/h2>&lt;p>Die Beteiligung Ismaiks an der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA erwies sich während der vergangenen 15 Jahre für den Investor und dessen Umfeld als auch für den Mutterverein als unbefriedigend. Ein wesentlicher Konfliktpunkt lag in den unterschiedlichen Vorstellungen über Einfluss- und Entscheidungsmöglichkeiten. Während Ismaik als Mehrheitsgesellschafter die alleinige Entscheidungshoheit erwartete, setzt das deutsche Verbandsrecht – insbesondere durch die sogenannte 50+1-Regel – dem Einfluss externer Investoren Grenzen. In den folgenden Jahren kam es wiederholt zu öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Investorenseite, den Vereinsverantwortlichen sowie wechselnden Geschäftsführern und sportlichen Entscheidungsträgern. Zumal Ismaiks Investitionen in den Klub sich allein auf die Gewährung von Krediten beschränkten. Es wurde nie Substanz in Form von Infrastruktur geschaffen. Im Jahr 2017 versuchte HAM International vergeblich mit einer Eingabe beim Bundeskartellamt, die 50+1-Regel auf juristischem Weg zu Fall zu bringen. So wurde der TSV 1860 München zu einem Symbol für ein gescheitertes Investorenmodell im deutschen Profifußball.&lt;/p>&lt;p>In diesem Sommer ist der Klub nach 2017 zum zweiten Mal in der Ära Ismaik aus wirtschaftlichen Gründen in die Regionalliga Bayern abgestürzt. Die gemeinsame Kapitalgesellschaft erwies sich nicht nur als bilanziell überschuldet, sondern auch faktisch als zahlungsunfähig. H.I. Squared International hatte kurzfristig zwei laufende Kredite gekündigt, die sie im Auftrag von HAM Limited an die TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA zur Aufrechterhaltung der Liquidität gewährt hatte. Der Mutterverein und die Geschäftsführung der Kapitalgesellschaft erachten die Kündigung der Darlehen als vertragswidrig. Auf eine anderweitige Finanzierung konnten sich die Gesellschaften nicht einigen. Geschäftsführer Manfred Paula meldete daraufhin Insolvenz an. Die Vereinsverantwortlichen reagierten mit der Kündigung des Kooperationsvertrags. Seither kümmert sich ein gerichtlich bestellter Insolvenzverwalter um eine Bestandsaufnahme der wirtschaftlichen Lage der Kapitalgesellschaft.&lt;/p>&lt;h2>Euphorie und Bewährungsproben&lt;/h2>&lt;p>Die überraschende Loslösung von HAM International sorgte für eine riesige Euphoriewelle unter den Mitgliedern und Anhängern des Klubs. Die Mitgliederversammlung des Muttervereins beauftragte am 21. Juni per Beschluss das Präsidium mit der Gründung einer neuen Gesellschaft und der Schaffung geeigneter Strukturen für den Profifußball. Der Bayerische Fußball-Verband erteilte den Löwen die Spielgenehmigung für die Regionalliga Bayern. Am 2. Juli 2026 nahm die neu gegründete TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH offiziell ihre Arbeit auf. Sämtliche Geschäftsanteile liegen beim Mutterverein; zum Interimsgeschäftsführer wurde der für den Verein ehrenamtlich tätige Diplom-Kaufmann Thomas Probst bestellt.&lt;/p>&lt;p>Es folgte eine organisatorische Improvisation unter Hochdruck. Innerhalb weniger Wochen musste nahezu alles neu aufgebaut werden, was für einen professionellen Spielbetrieb erforderlich ist: Verträge, Personal, Vermarktung, Ticketing, Ausrüstung und nicht zuletzt eine konkurrenzfähige Mannschaft. Der Bruch mit der Vergangenheit setzte zugleich ungeahnte Kräfte frei. Schon wenige Tage nach der Mitgliederversammlung rief der Verein dazu auf, den eingeschlagenen Weg durch Mitgliedschaften und persönliche Unterstützung mitzutragen. Die Resonanz war enorm: Allein in den Wochen um den Neustart traten mehr als 1.000 Menschen neu in den TSV München von 1860 e. V. ein. Mittlerweile sind es über 2.000.&lt;/p>&lt;p>Eine der ersten großen Bewährungsproben wurde das Ticketing. Die alte KGaA hatte bereits Dauerkarten für die vermeintliche Drittliga-Saison 2026/27 verkauft. Diese Tickets konnten von der neuen Spielbetriebs-GmbH jedoch nicht einfach übernommen werden. Die Käufer/innen hatten ihre Verträge mit der alten Gesellschaft geschlossen. Mögliche Rückerstattungsansprüche müssen im Zuge des Insolvenzverfahrens geklärt werden. Wer die Löwen in der Regionalliga sehen wollte, musste deshalb in vielen Fällen ein zweites Mal in die Tasche greifen.&lt;/p>&lt;p>Binnen weniger Tage wurde durch einen Dienstleister ein komplett neuer Ticketshop aufgebaut. Aufgrund der getrennten Gesellschaften konnten die Kundendaten aus dem alten System aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht einfach übernommen werden. Tausende Dauerkartenbesitzer mussten aktiv der Übertragung ihrer Daten zustimmen, um ihr Vorkaufsrecht und ihren angestammten Platz im Grünwalder Stadion zu behalten.&lt;/p>&lt;h2>Eindrucksvoller Loyalitätsbeweis&lt;/h2>&lt;p>Was unter normalen Umständen vermutlich erheblichen Unmut ausgelöst hätte, entwickelte sich nun zu einem eindrucksvollen Loyalitätsbeweis. Als der neue Dauerkartenverkauf Ende Juli begann, wurden innerhalb der ersten vier Stunden rund 3.600 Karten verkauft, nach weniger als 24 Stunden waren es bereits mehr als 5.000 und am 31. Juli meldete die Spielbetriebs-GmbH schließlich weit über 8.000 verkaufte Dauerkarten. Viele dieser Anhänger hatten wenige Wochen zuvor bereits für eine nun wertlos gewordene Drittliga-Dauerkarte bezahlt.&lt;/p>&lt;p>Auch hier entwickelte sich aus einer Problemlage heraus eine bemerkenswerte Solidaritätsaktion. Ein anonymer Löwenfan aus dem Landkreis Landsberg stellte einen fünfstelligen Geldbetrag zur Verfügung, um diejenigen zu unterstützen, die sich nach dem Verlust ihrer ersten Dauerkarte finanziell keine zweite leisten konnten. Auf diese Weise wurden am Ende 107 Dauerkarten für 71 Löwenfamilien finanziert. Am Freitagabend wurde die Aktion beim ersten Heimspiel im ausverkauften Grünwalder Stadion öffentlich gewürdigt.&lt;/p>&lt;p>Ebenfalls spektakulär geriet eine Initiative aus der aktiven Fanszene. Die Westkurve startete Anfang Juli die Crowdfunding-Kampagne „Football for the People“. Ihr Ziel war ungewöhnlich: Die Fans wollten nicht lediglich Geld spenden, sondern selbst einen Platz auf dem Trikot ihrer Mannschaft finanzieren. Dafür sollten 250.000 Euro gesammelt werden. Der Schriftzug „Football for the People“ sollte sichtbar machen, wem der Fußball nach Auffassung der Initiatoren gehören sollte – den Menschen, die ihn leben und tragen.&lt;/p>&lt;h2>„Football for the People“&lt;/h2>&lt;p>Was zunächst beinahe vermessen erschien, entwickelte sich zu einer der eindrucksvollsten Fanaktionen in der Geschichte des Vereins. Nach nur vier Tagen waren bereits mehr als 4.000 Einzelspenden eingegangen und die Marke von 250.000 Euro überschritten. Doch die Aktion endete damit nicht. Fans und Fangruppen, Privatpersonen, Prominente und sogar Unterstützer außerhalb des unmittelbaren Löwen-Umfelds beteiligten sich weiter. Anfang August lag die Spendensumme bereits bei mehr als 350.000 Euro. Selbst beim ersten Regionalligaspiel in Schweinfurt beteiligte sich eine örtliche Brauerei an der Aktion und sammelte gemeinsam mit Fußballfans weiteres Geld.&lt;/p>&lt;p>Damit wurde das neue Trikot selbst zum Symbol des Umbruchs. Der Münchner Ausrüster Societas produziert das Heimtrikot für die Saison 2026/27. Anstelle des vertrauten Löwenwappens trägt die Mannschaft bis zur Klärung der insolvenzrechtlichen Situation zunächst das historische FA-Wappen der Fußballabteilung, das seit 1919 zur Vereinsgeschichte gehört. Der Verein erklärte es zum Sinnbild für Aufbruch und Eigenständigkeit. Auf der Brust wirbt der neue Hauptsponsor Dialog Versicherungen unter dem Leitgedanken „Freiheit für Sechzig“. Auf auf dem Rücken steht – finanziert durch tausende Fans – der Schriftzug „Football for the People“. So entstand innerhalb weniger Wochen etwas Einmaliges. Die Anhänger des TSV 1860 München waren nicht nur Zuschauer des Neustarts. Sie finanzierten ihn mit, kauften erneut Eintrittskarten, warben neue Mitglieder, halfen anderen Fans bei finanziellen Problemen und machten sich schließlich selbst zum Sponsor der Mannschaft.&lt;/p>&lt;h2>„Der TSV ist wieder da!“&lt;/h2>&lt;p>Auch sportlich begann das neue Kapitel unter außergewöhnlichen Umständen. Spieler mit enger persönlicher Verbindung zum Verein wie Florian Niederlechner, Vitus Eicher, Felix Weber und Dennis Dressel entschieden sich für den Neustart oder kehrten nach Giesing zurück. Zum Regionalliga-Auftakt erkämpfte die neu formierte Mannschaft beim 1. FC Schweinfurt ein 2:2. Wenige Tage später war das Grünwalder Stadion beim ersten Heimspiel gegen den FC Augsburg II mit 15.000 Zuschauern restlos ausverkauft. Wieder endete die Partie 2:2 – sportlich noch kein Befreiungsschlag, atmosphärisch aber ein unübersehbares Zeichen dafür, dass der Verlust der 3. Liga die Bindung zwischen Verein und Anhängerschaft keineswegs gebrochen hat. „Der TSV ist wieder da“, schallte es in ohrenbetäubender Lautstärke von den Rängen.&lt;/p>&lt;p>Innerhalb von kaum sechs Wochen hat 1860 München eine bemerkenswerte Wende vollzogen. Aus dem finanziellen Desaster der KGaA, dem Zwangsabstieg und dem Ende der fünfzehnjährigen Verbindung mit HAM International entstand bei Mitgliedern, Anhängern und Funktionären keine Resignation. Im Gegenteil: Gerade der Verlust dessen, was lange als Voraussetzung für professionellen Fußball gegolten hatte – das Kapital eines externen Investors –, mobilisierte Menschen, die zeigen wollen, dass ein anderer, wieder selbstbestimmter Weg möglich ist. Zumindest am Freitagabend wurde dieser in Giesing gefeiert, wie andernorts eine Deutsche Meisterschaft. (as)&lt;/p>&lt;p>Quellen:¹https://www.tagesanzeiger.ch/ein-hub-fuer-schmutzige-milliarden-722394935982&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WXpobVptVTFObVV0TlROa25Wp3feY6e1zcERr6OnHpUYZCRWWXZR_fFc2zfyoScFu_AauZPrHvGpjte8m8OV8GLq-gOxrzRyKypON_fGp2IG3dU2BMbC1Gngkg_KbXv45ZHlXHj1nzi9CHD7UASB9xwLTqNMBdUvT6ZS8eocnao=?preset=fullhd" length="393385"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/szenen-einer-wiedergeburt/cnt-id-ps-fb5f8b77-3109-467c-ada2-05b35cc15a50</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-fb5f8b77-3109-467c-ada2-05b35cc15a50</guid><pubDate>Mon, 10 Aug 2026 08:10:40 +0200</pubDate></item><item><title>Das vorläufige offizielle Mannschaftsfoto des TSV 1860</title><description>&lt;p>Das sind die Münchner Löwen vor ihrem ersten Heimspiel in der Regionalliga-Saison 2026/2027 am Freitagabend, 19 Uhr, gegen die Reserve des Bundesligisten FC Augsburg.&lt;/p>&lt;p>Mit diesen Akteuren gehen die Löwen in die Spielzeit&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München hat ein vorläufiges Mannschaftsfoto seines Kaders veröffentlicht. Das sind die Münchner Löwen vor ihrem ersten Heimspiel in der Regionalliga-Saison 2026/2027 am Freitagabend, 19 Uhr, gegen die Reserve des Bundesligisten FC Augsburg. Die Begegnung wird wohl vor ausverkauftem Haus stattfinden. Der Gegner aus der Fuggerstadt soll dem Vernehmen nach von rund 1.000 Anhängern begleitet werden.&lt;/p>&lt;p>Weitere personelle Änderungen am Kader des TSV 1860 München sind bis zum Ende der Transferphase am 1. September sehr wahrscheinlich.&lt;/p>&lt;p>Obere Reihe von links: Zeugwart Norbert Stegmann, 4 Felix Weber, 7 Florian Niederlechner, 39 Ludwig Estermann, 33 Lasse Faßmann, 12 Arian Ortivero Calderon, 13 Michael Eberwein, 44 Samuel Althaus, 25 Damjan Dordan, 22 Loris Husic, 14 Dennis Dressel, Co-Trainer Vincent Saller.Mittlere Reihe von links: Teammanager Rainer Kmeth, Physiotherapeut Nick Wurian, Torwart-Trainer Mark Lamberger, 2 Julian Bell, 19 Emre Erdogan, 8 Raphael Wach, 20 Noah Klose, 10 Tunay Deniz, Cheftrainer Alper Kayabunar, Athletik-Trainer Tobias Stefer, Geschäftsführer Manfred Paula.Untere Reihe von links: 9 Fabio Wagner, 34 Edon Krasniqi, 5 Matthew Collins, 23 Stefan Musa, 30 Vitus Eicher, 1 Paul Bachmann, 24 Mark Gevorgyan, 47 Lance Fiedler, 6 Benedikt Hoppe, 17 Cristian Leone.Nicht auf dem Foto: Teamärztin Dr. Monika Mrosek, 11 Brahim Moumou, 21 Moritz Seiffert.&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WkdGa016Wm1Nemt0T0RBNL1VcAdodaAkEMeBDVO1utLuxMZmPrBMDWSeLrqsiiEYDTok3mGyKMMUZJfZGidot58TVa6SSH2bu11If8eaifB3UcFywttj-rKzdWYgC4n9H36ftKJY4wCVXqjd2bhE0XOFCzEiw4Nx9PUFyuiJB-M=?preset=fullhd" length="628176"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/das-vorlaeufige-offizielle-mannschaftsfoto-des-tsv-1860/cnt-id-ps-d3c1bb69-4547-4d58-b036-1982c0cee141</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-d3c1bb69-4547-4d58-b036-1982c0cee141</guid><pubDate>Wed, 5 Aug 2026 13:09:16 +0200</pubDate></item><item><title>Ein Zähler und ein weiterer Neuzugang</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München ist mit einem Punktgewinn in Schweinfurt (2:2) in die Regionalliga-Saison gestartet und vermeldet einen weiteren Neuzugang für die linke Außenbahn.&lt;/p>&lt;p>Nachwuchstalent Arian Ortivero Calderon macht sich&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München ist mit einem Punktgewinn in Schweinfurt (2:2) in die Regionalliga-Spielzeit gestartet und vermeldet einen weiteren Neuzugang für die Außenbahn. Der gebürtige Bremer Moritz Seiffert (25) stand in der vergangenen Saison beim FC Erzgebirge Aue unter Vertrag. Zuvor spielte der Linksfuß in der 3. Liga auch schon in insgesamt 92 Partien für den FC Viktoria 1889 Berlin und den FC Ingolstadt 04. Hinzu kommen 48 Einsätze in den Regionalligen Nord und Nordost. Seiffert ist nach Julian Bell (BSG Chemie Leipzig), Felix Weber (DJK Vilzing), Vitus Eicher und Mathew Collins (beide vereinslos), Michael Eberwein (Borussia Dortmund II), Dennis Dressel (SSV Ulm 1846) und Mark Gevorgyan (Hannover 96 II) der achte externe Sommerzugang in Giesing. Ob es für ihn bereits am Freitagabend gegen die U23 des FC Augsburg zur Premiere im Löwen-Trikot kommt, wird die Trainingswoche zeigen.&lt;/p>&lt;p>Seifferts neue Mannschaftskollegen mussten am Wochenende vor 7.567 Zuschauern bei der Saisonpremiere in Unterfranken ein Blitztor der Gastgeber hinnehmen. Jason Prodanovic kam nach einer durch Innenverteidiger Felix Weber unglücklich abgefälschten Flanke von Lauris Bausenwein frei zum Kopfball und lenkte den Ball gegen die Laufrichtung von Schlussmann Vitus Eicher zum 1:0 ins Netz (2. Min.). „Da hat man gemerkt, dass wir in der Konstellation noch nie zusammengespielt haben, die Abstimmung gefehlt hat”, kommentierte Trainer Alper Kayabunar. Seine Mannschaft brauchte etwa 20 Minuten, um ins Spiel zu finden, dann schnürten sie unter Führung ihres Kapitäns Dennis Dressel die „Schnüdel” regelrecht in deren Hälfte ein. Schweinfurts Schlussmann Jan Mottl bekam alle Hände voll zu tun. Der verdiente Ausgleich fiel nach 34 Minuten. Rechtsverteidiger Julian Bell schlug eine Flanke in den Strafraum, die Michael Eberwein im Zentrum technisch gekonnt annahm und mit dem zweiten Kontakt zum 1:1 über die Linie schickte. Dem Neuzugang aus Dortmund gebührte die Ehre, den ersten Treffer für den TSV 1860 München in seiner neuen organisatorischen Konstellation zu erzielen.&lt;/p>&lt;p>In der zweiten Halbzeit zeigte sich der 1. FC Schweinfurt aktiver. Die Löwen waren um den Führungstreffer bemüht, doch wie schon im ersten Durchgang jubelten zunächst die Gastgeber. Sie profitierten von einem für sie glücklichen Elfmeterpfiff durch Schiedsrichter Felix Wagner. Lance Fiedler soll Mustafa Özden gefoult haben – eine Vermutung, die angesichts der TV-Bilder zweifelhaft erschien. Vitus Eicher im Tor der Löwen parierte den Strafstoß von Michael Dellinger, konnte den Nachschuss zum 2:1 aber nicht mehr abwehren (65. Min.). Kayabunar brachte den erst 18-jährigen Nachwuchsstürmer Arian Ortivero Calderon für den ausgelaugten Florian Niederlechner. Ein Wechsel, der sich rasch bezahlt machte. Eine Flanke aus dem Halbfeld von Emre Erdogan segelte an den zweiten Pfosten, wo sich Calderon in die Luft schraubte und per Kopfball den 2:2-Ausgleich erzielte (70. Min.). In der Schlussviertelstunde suchten beide Mannschaften den Weg zum Tor. Die Giesinger konterten über den pfeilschnellen Fabio Wagner, der für Erdogan gekommen war – seine flache Hereingabe landete bei Calderon, dessen Abschluss aus spitzem Winkel Motti aber parieren konnte (88. Min.). In der Nachspielzeit köpfte nach einem Schweinfurter Freistoß Pietro Besso den Ball ins Tor, stand dabei jedoch im Abseits. Es blieb bei der Punkteteilung. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TkRKbE9EUm1OV1F0TkRVec3XXYeAAUSqwPSwRan5zG49qZOlGlNjVgkPEqbuNbHhrLq5u_yiwC7vllSAld-862H6bfxQluNHS-TzIVj_5qmWpKRVuS0QWdyjL4sVr_UmZQ9kJmaL_pHcmmrbMaamMtoTZzjOnNOODo470tIBlQk=?preset=fullhd" length="349040"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/ein-zaehler-und-ein-weiterer-neuzugang/cnt-id-ps-e10cd3cd-cb0b-497a-92f3-70b9ddce2d43</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-e10cd3cd-cb0b-497a-92f3-70b9ddce2d43</guid><pubDate>Tue, 4 Aug 2026 09:10:00 +0200</pubDate></item><item><title>Ein Hemdchen schreibt Geschichte</title><description>&lt;p>Mit einem Trikot, das symbolhafter nicht hätte ausfallen können, startet der TSV 1860 München in das Abenteuer Regionalliga. Das Textil trägt den Slogan der Fans „Football for the People“ auf dem Rücken.&lt;/p>&lt;p>TSV 1860 München stellt neues Heimtrikot vor&lt;/p>&lt;p>Mit einem Trikot, das symbolhafter nicht hätte ausfallen können, startet der TSV 1860 München nach dem Lizenzverlust mit seinen Profifußballern in das Abenteuer Regionalliga. Das Textil trägt den Slogan der Fans „Football for the People“ auf dem Rücken. Als Botschaft, dass dieser Verein keinem einzelnen Investor mehr, sondern wieder selbstbestimmt seinen Mitgliedern und Fans gehört. Ermöglicht wurde dieser Aufdruck durch eine Crowdfunding-Kampagne, an der sich Tausende Löwinnen und Löwen, Fangruppierungen und auch nicht wenige Anhänger anderer Vereine beteiligt hatten.&lt;/p>&lt;p>Doch nicht nur unter den Anhängern der Weiß-Blauen könnte das Hemdchen zum Verkaufsrenner werden. Denn Fußballtrikots sind schon lange nicht mehr nur ein Bekenntnis zu einem Verein. Sie haben das Stadion verlassen. Ihre Vorgeschichte beginnt Mitte der 1970er-Jahre. In der Saison 1973/74 brachte die britische Marke Admiral Sportswear die ersten kommerziell vertriebenen Replikatrikots aus Nylon statt herkömmlicher Baumwolle auf den Markt. Pionier dieser Entwicklung war Leeds United. Damals trugen Fans in Deutschland im Stadion Schals und selbst gestaltete Jeansjacken mit Aufnähern oder Fahnen. In den 1980er- und insbesondere den 1990er-Jahren verbanden sich Fußball, britische Jugendkultur, Sportswear und Britpop zunehmend. Der Trend hielt auch hierzulande Einzug. Allmählich wanderte das Trikot vom Rasen in den Alltag.&lt;/p>&lt;p>Die aktuelle Modewelle in Sachen Fußballtrikots ist jedoch jünger: Ende 2021 entstand auf der Social-Media-Plattform TikTok der Begriff „Blokecore” für die modische Kombination aus Retro-Fußballtrikot, weiten Jeans, Turnschuhen und einem bewusst unkomplizierten Styling. Im Jahr 2022 verbreitete sich dieser Look rasant international. Trikots aus den 1990er- und frühen 2000er-Jahren sind besonders gefragt. Sie sind in der Regel weiter geschnitten, haben auffällige Kragen, ungewöhnliche Muster und Werbelogos, die heute einen nostalgischen Eindruck machen. Auf der Straße werden sie von Fashionistas auf der ganzen Welt wie Erinnerungsstücke getragen: ein wenig Sport, ein wenig Popkultur und viel Nostalgie. Mit ihren glänzenden Stoffen, kräftigen Farben, Wappen und Werbeschriftzügen wirken sie wie grafische Zeugnisse früherer Modeepochen.&lt;/p>&lt;p>Die großen Hersteller wie Adidas, Puma, Nike oder Joma reagierten rasch auf den Trend. Kaum ein Verein in Deutschland, der in den letzten Jahren keine neu gestaltete Retro- oder Lifestylekollektion auf den Markt gebracht hätte. Zu den kleinen Nischenanbietern in diesem Segment zählt das noch junge Münchner Unternehmen Societas, das der Designer Mirco Borsche vor zwei Jahren mitbegründete. Als Gestalter zeichnet Borsche verantwortlich für den kompletten Relaunch von Inter Mailand (2021) und für die Trikots des Venezia FC (2022), dessen internationale Verkäufe daraufhin durch die Decke gingen. Danach wandten sich auch erste deutsche Klubs an ihn.&lt;/p>&lt;p>Für den TSV 1860 München liefert der Münchner Anbieter Societas nun erstmals in seiner Unternehmensgeschichte wettkampftaugliche Trikots und weiteres Material. Eine ernste Herausforderung, die in kürzester Zeit zu realisieren war und deren erste Ergebnisse in Form des Heimtrikots nun vorliegen. Die Münchner Löwen sind dabei, sich grundlegend zu erneuern. Vom unbeliebten dubiosen Investorenkonstrukt zum wieder autonomen Verein, dessen Freiheitskampf eine fußballromantische Geschichte erzählt, die weltweit auf Interesse stößt. Für die Marketing-Disziplin des Storytelling könnte der Umstand kaum attraktiver sein. Ein Unternehmen, das das sofort begriffen hat, ist der neue Trikot- und Hauptsponsor, Dialog Versicherungen. Sie ließen es sich nicht nehmen, die Parole „Freiheit für Sechzig!“ auf dem Trikot oberhalb ihrer Logos platzieren zu lassen.&lt;/p>&lt;p>Dass das neue Trikot vorübergehend statt des bekannten Löwen ein historisches Signet der Fußballabteilung (FA) auf der Brust trägt, weil die Vermarktungsrechte noch bei einem Merchandising-Unternehmen liegen, das sich vollständig in der Hand des Investors befindet, dürfte dem Absatz nicht schaden. Im Gegenteil: Es wird das Stück vermutlich nur noch begehrter machen – als ein Unikat, das es in der Trikotgeschichte der Löwen danach nie mehr geben wird. Bis die Trikots für Fans käuflich erhältlich sind, könnte es allerdings noch etwas dauern. Kenner der Materie rechnen in nennenswerter Stückzahl kaum vor Oktober damit. (as)&lt;/p>&lt;p>Das sind die Rückennummern des TSV 1860 München: 1 Paul Bachmann (TW) 2 Julian Bell 4 Felix Weber 5 Mathew Collins 6 Benedikt Hoppe 7 Florian Niederlechner 8 Raphael Wach 9 Fabio Wagner 10 Tunay Deniz 11 Brahim Moumou 12 Arian Ortivero Calderon 13 Michael Eberwein 14 Dennis Dressel 17 Cristian Leone 19 Emre Erdogan 20 Noah Klose 21 Moritz Seiffert 22 Loris Husic 23 Stefan Musa (TW) 24 Mark Gevorgyan 25 Damjan Dordan 30 Vitus Eicher (TW) 33 Lasse Faßmann 34 Edon Krasniqi 39 Ludwig Estermann 44 Samuel Althaus 47 Lance Fiedler&lt;/p>&lt;p>Quellen:https://nationalfootballmuseum.com/news/admiral-50-years&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TXpCallUSmhOamd0TW1KbMRZ2qk9uXxA8q4oV0J2smMVCCBJtCftLSR_5qgDMzNdaMbzUqXAWEpTuaBchLwhYaTSBiP36bOpIqLll8jBa_7ubRMfJ4x5K12Upu_Y0rmjE0xVDWemCUZlObbiEc7pwA9hXuwHKpLlPf8D0si87ZE=?preset=fullhd" length="299190"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/ein-hemdchen-schreibt-geschichte/cnt-id-ps-a26025b3-52d1-4ff1-a80d-ca5edb6a4f70</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-a26025b3-52d1-4ff1-a80d-ca5edb6a4f70</guid><pubDate>Mon, 3 Aug 2026 09:19:36 +0200</pubDate></item><item><title>1860 wechselt den Versicherer</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München hat einen neuen Haupt- und Trikotsponsor: Dialog Versicherungen mit Sitz in München werben künftig auf den Jerseys der Löwen.&lt;/p>&lt;p>Dialog Versicherungen löst die Bayerische ab&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München hat einen neuen Haupt- und Trikotsponsor. Es ist erneut ein Versicherungsunternehmen. Die Dialog Versicherungen mit Sitz in München wirbt künftig auf den Jerseys der Löwen. Bei der Pressepräsentation erläuterte Tamara Pagel, die Vorstandsvorsitzende der Dialog Versicherungen: „Wir kommen nicht als Retter oder Entscheider in sportlichen Fragen, sondern wollen als verlässlicher Partner nachhaltig diesen Neuanfang, diesen Weg, den der Verein gerade nimmt, begleiten und unterstützen. Alles mit großem Respekt vor der Identität des Vereins und mit ganz klaren Rollen, aber auch mit einer Vision für eine starke Partnerschaft.“ Als ein Journalist die Farbe des Signets der Versicherung als Rot titulierte, wies ihn Pagel darauf hin, dass es sich dabei um Orange handle.&lt;/p>&lt;p>Das Unternehmen ist der Maklerversicherer der Generali Deutschland und vertreibt seine Produkte hauptsächlich über unabhängige Versicherungsmakler in den Bereichen Leben und Vorsorge sowie Schaden- und Unfallversicherung an. Die Schwerpunkte liegen nach Angaben des Konzerns auf der Absicherung biometrischer Risiken, beispielsweise durch Berufs- und Erwerbsunfähigkeits- oder Risikolebensversicherungen, sowie der betrieblichen Altersversorgung und auf Sach-, Haftpflicht- und Gewerbeversicherungen.&lt;/p>&lt;p>Die Marke Dialog im Versicherungswesen gibt es seit 1983, als die 1972 gegründete Erste Augsburger Leben in Dialog Lebensversicherungs-AG umbenannt wurde. Im Jahr 2019 führte die Generali Deutschland das Sachgeschäft ihrer eigenen Versicherungen mit der Dialog zusammen, um das gesamte Maklergeschäft unter der einheitlichen Marke Dialog Versicherungen zu bündeln. Der Generali-Versicherungskonzern engagiert sich stark im Sport-Sponsoring und unterstützt sowohl den Spitzen- als auch den Breitensport. Schwerpunkte liegen auf Laufveranstaltungen, Tennis, Wintersport und Segeln sowie auf verschiedenen Mannschaftssportarten und sozialen Sportprojekten für benachteiligte Kinder und Jugendliche.&lt;/p>&lt;p>Im Profifußball ist der Konzern seit der Saison 2025/26 bei den Männern und Frauen Partner von Eintracht Frankfurt. Zudem fördert die Generali-Tochter CosmosDirekt das Frauenteam des VfL Wolfsburg. International bestehen unter anderem Partnerschaften mit dem FK Austria Wien und der österreichischen Fußballnationalmannschaft. Die Marke Dialog Versicherungen taucht in Deutschland beim TSV 1860 München erstmals auf dem Trikot eines Profivereins auf. Doch nicht nur das Signet des Versicherers, sondern auch der Slogan „Freiheit für Sechzig“ begleitet überraschend den werblichen Auftritt des neuen Hauptsponsors in Giesing. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TmpNeU5tSXpORFF0Wm1ZNUsO5l77oYIFkXDeHpZKXG7opOQEBJSTS6yc_6cal-cHIblhfAL_0WwH8qSSacGJljZuvyPd3CglDYWh72MYMrlz7AXcnIdsC5b-5cTRC8wF0XU59Y-oLL0lcqlqOqW_DucmdFLOsWg0ySYkbqtfTIw=?preset=fullhd" length="538035"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-wechselt-den-versicherer/cnt-id-ps-7f6e141a-cb6c-41f5-9148-660fd55a983e</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7f6e141a-cb6c-41f5-9148-660fd55a983e</guid><pubDate>Fri, 31 Jul 2026 07:49:22 +0200</pubDate></item><item><title>Sechzig und die Möglichkeit des Wunders</title><description>&lt;p>Die besondere Nähe des TSV 1860 München zur Münchner Musik-, Kabarett- und Gegenkultur ist ein über Jahrzehnte gewachsenes Phänomen. Eine popkulturelle Betrachtung.&lt;/p>&lt;p>Warum die Münchner Popkultur häufiger blau als rot trägt&lt;/p>&lt;p>Die kulturelle Landkarte einer Stadt deckt sich nicht zwangsläufig mit ihrer sportlichen Tabelle. Im Münchner Fußball gehören die großen Titel, die Weltstars und die globale Sichtbarkeit seit Jahrzehnten unverrückbar dem FC Bayern. Doch der größere Vorrat an Geschichten, Liedern, Humor und melancholischer Selbstbeschreibung liegt beim weit kleineren Rivalen aus Giesing. Während der FC Bayern die Erfolge besitzt, verfügt der TSV 1860 München auf rätselhafte Weise über den Stoff, aus dem Fußball-Religionen entstehen.&lt;/p>&lt;p>Natürlich lässt sich die These, auf Seiten der Löwen seien immer schon die „cooleren“ Künstler/innen zu finden gewesen, statistisch kaum beweisen. Aber sie beschreibt eine auffällige kulturelle Neigung. Schon der Münchner „Ur-Punk“ Sigi Hümmer schrieb mit seiner Band Marionetz die Stadionhymne „Heya Heya TSV“ (1981). Hümmer war nach eigener Aussage einfach „von Haus aus“ ein Sechzger, wie er der Süddeutschen Zeitung in einem Gespräch 2017 verriet. Sein Lied überlebte nicht nur die Band, sondern auch zahlreiche sportliche und institutionelle Zusammenbrüche des Vereins. Die ebenfalls aus der Münchner Punkgeschichte hervorgegangenen Lustfinger besangen über Jahrzehnte ihre Liebe zum TSV 1860, unter anderem in „Löwenmut“ (1990). Ihr Sänger Tom Fock trat ebenso selbstverständlich als Musiker wie als öffentlich leidender Sechzger-Anhänger in Erscheinung.&lt;/p>&lt;h2>Verbindung in die Indie-Kultur&lt;/h2>&lt;p>In den Neunziger- und Nullerjahren setzte sich diese Verbindung in der Indie-Kultur fort. Auch die Deutschpunk- und Ska-Formation Missbrauch veröffentlichte unter dem Alias Vorstadtkönige Fußballhymnen über den TSV 1860 München, die sogar den Weg als Chant in die Fankurve fanden. Zu ihren Klassikern gehört der Titel „Mit Leib und Seele” aus dem Jahr 2006. Der Hip-Hop-Künstler Teecain, eine Münchner Rap-Legende, nahm mit seinem Künstlerkollektiv Echorausch und in typischem Münchner Dialekt immer wieder in seinen Texten Bezug auf Giesing und die Löwen („Wir Münchner“, 2007). Hinzu kommen Kabarettisten und Schauspieler wie Michael Altinger oder Simon Pearce, deren Verhältnis zu 1860 weniger nach VIP-Loge als nach biografischer Schicksalsgemeinschaft klingt. Der BR-Radiomoderator Achim Bogdahn (Zündfunk, Eins zu Eins – Der Talk) ließ sich 2014 „Sechzig” als Künstlernamen in seinen Personalausweis eintragen.&lt;/p>&lt;p>Mitunter sind sogar Konvertiten zu verzeichnen. So offenbarte etwa der vielfach preisgekrönte Romanautor Friedrich Ani in einem Interview mit der Münchner Abendzeitung, früher Fan und sogar Mitglied des FC Bayern gewesen zu sein. 2016 trat er aus und wurde schließlich 2022 Lebensmitglied beim TSV 1860 München. Auch in der ironisch gebrochenen Popwelt der jüngeren Generation funktioniert die Anziehungskraft weiter. Zanti von Roy Bianco &amp;amp; Die Abbrunzati Boys ist bekennender Löwenfan. Die Band unterstützte vor einigen Wochen demonstrativ die von der Giesinger Fanszene getragene Aktion „Football for the People“. So musikalisch und künstlerisch verschieden das Milieu auch ist, das von Punk über Indie-Rock, bayerisches Liedermachertum und Kabarett bis zu Hip-Hop und postmodernen Italo-Schlager reicht, es besitzt ein gemeinsames Interesse für das Unfertige, Widersprüchliche und leicht Beschädigte.&lt;/p>&lt;h2>Who’s Who der Münchner Kreativszene&lt;/h2>&lt;p>Von großer Leidenschaft für den Verein getragen, ist seit 2022 auch das Engagement der Vereinigung „Kreative für Sechzig“. Die Initiative versammelt Menschen aus den Bereichen Design, Kunst, Illustration und Fotografie, die den gemeinnützigen TSV 1860 München e. V. ideell, gestalterisch und finanziell unterstützen. Ihre Mitglieder lesen sich wie ein Who’s Who der Münchner Kreativszene. Für einen Sportverein ist eine Musikabteilung eher ungewöhnlich. Eine solche unterhält der TSV 1860 München seit 2021 wieder. Die „Sechzger Musikanten” unter Dirigent Anton Hörger knüpfen mit ihrer Tätigkeit an die Ursprünge des historischen Sängerkreises von 1861 an, dessen Chöre und Liederabende die gesellige Identität des Klubs stärkten.&lt;/p>&lt;p>Subkultur entsteht selten im Zentrum der Macht, sondern an den Rändern. Sie sucht die Brüche und jene Orte, an denen die offizielle Erzählung nicht alles erklärt. Der FC Bayern ist schon lange nicht mehr nur ein Münchner Fußballverein. Er ist ein international organisierter Spitzenklub mit Niederlassungen und Auslandsbüros in New York City (USA), Shanghai (China), Bangkok (Thailand) und Seoul (Südkorea). An der Säbener Straße verfolgt man eine an Reichweiten- und Umsatzwachstum ausgerichtete Strategie und generiert damit einen Jahresumsatz von zuletzt fast einer Milliarde Euro. Es ist das Ergebnis außergewöhnlich konsequenter Arbeit, sportlicher Kompetenz und jahrzehntelangen Erfolgs. Aber kulturell hat diese Perfektion einen Preis: Sie lässt wenig Leerstellen.&lt;/p>&lt;p>Der FC Bayern erzählt eine weitgehend geschlossene Geschichte. Eine Geschichte vom Aufstieg, von der Durchsetzungskraft, von Rekorden und dem immerwährenden Anspruch, auch im nächsten Jahr selbstverständlich wieder der Beste zu sein. Selbst seine Krisen sind meist Krisen auf höchstem Niveau. Ein unglücklich verlorenes Meisterschaftsrennen, ein entlassener Trainer, ein verpasstes Champions-League-Finale – das Drama besteht gewöhnlich darin, dass die unaufhaltsam mahlende und gut geölte Maschine für einige Wochen nicht so zuverlässig arbeitet wie vorgesehen.&lt;/p&gt;&lt;h2>Wo Wunder möglich sind&lt;/h2>&lt;p>1860 dagegen ist keine Maschine. Der Klub ist ein fortgesetztes Improvisationskunststück. Bei den Löwen kann am Montag der Aufstieg ausgerufen, am Mittwoch der Geschäftsführer entlassen und am Freitag die Existenzfrage gestellt werden. Sie produzieren keine geradlinige Erfolgserzählung, sondern Episoden mit überraschenden Wendungen und stets offenem Ende. Wer 1860 folgt, entscheidet sich nicht für die Wahrscheinlichkeit des Sieges, sondern für die Möglichkeit des Wunders. Und wo Wunder möglich sind, das wissen alle Gläubigen, ist auch die Katastrophe selten weit entfernt.&lt;/p>&lt;p>Darin liegt womöglich eine Verwandtschaft zu künstlerischen Existenzen. Musiker/innen, Autoren und Schauspieler/innen kennen das prekäre Verhältnis zwischen großer Hoffnung und bescheidener Wirklichkeit. Sie wissen, wie es sich anfühlt, einen Abend lang gefeiert zu werden und am nächsten Morgen wieder unbekannt und von Geldsorgen bedroht zu sein. Der Löwenfan ist deshalb nie bloß Zuschauer. Er ist ein Erzähler, Chronist, Satiriker und Seelsorger seines Vereins. Weil die sportliche Realität selten dauerhaft Trost spendet, muss er ihn selbst herstellen. Trost in Form von Liedern, Sprüchen, Zaunfahnen, Fanzines, Wandbildern und einem Humor, der immer schon die nächste Niederlage mit einkalkuliert.&lt;/p>&lt;p>Auch das Bild vom Arbeiterverein ist Teil dieser kulturellen Selbsterzählung. Historisch betrachtet war der TSV 1860 München keineswegs der proletarische Klub, als der er heute gelegentlich dargestellt wird. Die Vereinsführung rekrutierte sich bei der Gründung und lange danach aus höheren gesellschaftlichen Schichten der Stadt. Doch gesellschaftliche Identität entsteht nicht allein aus Gründungsakten. Sie entsteht aus Orten, Erinnerungen und späteren Erfahrungen. Giesing galt lange als Arbeiterviertel und das Grünwalder Stadion steht inmitten dieses gewachsenen Stadtteils. Der Spieltag des TSV 1860 beginnt heute nicht mehr wie noch zwischen 2004 und 2017 am Autobahnkreuz München-Nord, irgendwo neben dem Klärwerk Großlappen, sondern wieder zwischen Häuserzeilen, Imbissen, in Hinterhöfen und typischen Boazn. Dadurch wurde aus dem historisch ungenauen Etikett eine sozial wirksame Wahrheit. 1860 erscheint als Verein derer, die ihre Zugehörigkeit nicht durch ständigen Erfolg bestätigt bekommen.&lt;/p>&lt;h2>Liberale und kosmopolitische Tradition des FC Bayern&lt;/h2>&lt;p>Diese romantische Gegenüberstellung darf natürlich nicht zur Geschichtsklitterung führen. Der FC Bayern besitzt selbst eine bedeutende liberale und kosmopolitische Tradition, die untrennbar mit seinem langjährigen jüdischen Präsidenten Kurt Landauer und dem Stadtteil Schwabing mit seiner Bohème verbunden ist. Umgekehrt war auch 1860 niemals frei von Machtpolitik, Größenwahn, kommerziellen Verlockungen und einem dunklen historischen Kapitel während der Zeit des Nationalsozialismus. Die Trennlinie lautet also nicht: hier der moralisch gute Arbeiterverein, dort der seelenlose Konzern. Eine solche Darstellung wäre grundfalsch. Es geht vielmehr um unterschiedliche symbolische Rollen.&lt;/p>&lt;p>Seit Jahrzehnten versammelt sich in den Klubgremien und Ehrenlogen des FC Bayern die wirtschaftliche und politische Machtelite des Landes. Sie reicht von Repräsentanten großer Industrieunternehmen bis zu CSU-Granden. Dieses Verhältnis brachte Ministerpräsident Markus Söder 2025 in einer Fernsehsendung konsequent auf den Punkt, als er erklärte, er könne sich nicht vorstellen, dass politisch Linke Fans des FC Bayern seien, da dies kulturell einfach nicht zusammenpasse. Schließlich stünden die Bayern für „Erfolg, Reichtum, Klasse und Substanz“ – Eigenschaften, die nach Söders Ansicht Linken grundsätzlich fehlen würden. Ab und an darf sogar ein prominenter SPD-Politiker wie der aktuelle Vizekanzler Lars Klingbeil im Verwaltungsbeirat des FC Bayern mittun. Der würde sich selbst aber vermutlich auch nicht als links bezeichnen.&lt;/p>&lt;p>An die 432.500 Mitglieder zählt der FC Bayern nach eigenen Angaben und ist damit neben Benfica Lissabon der mitgliederstärkste Verein weltweit. In München verkörpert er das Prinzip der gelungenen kapitalistischen Moderne: Professionalisierung, Wachstum, Selbstbehauptung und internationale Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit. 1860 verkörpert deren Rückseite: Erinnerung, Verlust, lokale Bindung, verletzten Stolz und oft auch die Unfähigkeit, aus Niederlagen eine logische Konsequenz zu ziehen. Der eine Klub verspricht die einfache Teilhabe am großen Erfolg. Der andere verlangt Treue ohne Gegenleistung.&lt;/p>&lt;h2>Der popkulturell relevantere Verein&lt;/h2>&lt;p>Vielleicht sind die Löwen für Künstler/innen genau aus diesem Grund interessant. Kunst entsteht weniger aus Bewunderung als durch Reibung. Ein makelloses Produkt lässt sich konsumieren, ein widersprüchlicher Verein will interpretiert werden. Beim FC Bayern ist die große Erzählung längst vorhanden. Sie wurde nach allen Regeln des Marketings durchdekliniert und professionell ausgeleuchtet. Bei 1860 muss sie dagegen fast schon Woche für Woche neu erfunden werden. Vermutlich sind die Giesinger nicht trotz, sondern gerade wegen ihres häufigen Scheiterns der popkulturell relevantere Verein. Ihre Geschichte ähnelt jedenfalls weniger einer Heldensaga als einem alten Münchner Lied der legendären Volkssängerin Bally Prell: schrill, ein wenig wehmütig, gelegentlich im Ton daneben und dabei von einer Melodie getragen, die man einfach nicht mehr aus dem Kopf bekommt. (as)&lt;/p>&lt;p>Quellen:https://www.sueddeutsche.de/muenchen/tsv-1860-muenchen-wie-ein-muenchner-ur-punk-die-sechziger-hymne-erschuf-1.3644695https://www.sport1.de/news/fussball/bundesliga/2025/05/wirbel-um-bayern-meisterfeier-soder-ledert-gegen-die-linkehttps://www.faszination-fankurve.de/news/124031/football-for-the-people-im-interview-warum-dieser-moment-eine-historische-chance-isthttps://de.wikipedia.org/wiki/Bally_Prell&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WXpsa05EWXlaVGN0TkRWbIuZvRrXdzChcbDiprDpuaI5Ql5mJpz0xMtahDSd9EULy3wTMLAUTnkgvgP14jp-mSUq8cZ6FUs7x4uFTPitAXlRvzG5OrBJ3M9B-h68lo8gFYxa6wIYhzMawfktQJwfzry9Dfd_mTTTauENE6Veyc8=?preset=fullhd" length="490905"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/sechzig-und-die-moeglichkeit-des-wunders/cnt-id-ps-fe858bc5-33fa-42a9-9fce-26331b256acb</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-fe858bc5-33fa-42a9-9fce-26331b256acb</guid><pubDate>Tue, 28 Jul 2026 06:56:46 +0200</pubDate></item><item><title>Dennis Dressel kehrt zu Jugendliebe zurück</title><description>&lt;p>In immer kürzeren Abständen verkündet der TSV 1860 München Neuzugänge für seinen Kader in der Regionalliga Bayern. Nach vier Spielzeiten ist der verlorene Sohn Dennis Dressel nach Giesing zurückgekehrt.&lt;/p>&lt;p>Mittelfeldspieler unterschreibt für zwei Jahre&lt;/p>&lt;p>In immer kürzeren Abständen verkündet der TSV 1860 München Neuzugänge für seinen Kader in der Regionalliga Bayern. Nun ist nach vier Spielzeiten der verlorene Sohn Dennis Dressel nach Giesing zurückgekehrt. Der 27-Jährige war bereits von 2007 bis 2022 beim TSV 1860 München aktiv. Sein Profidebüt feierte der Linksfuß unter Trainer Daniel Bierofka in der 3. Liga. 2022 wechselte der gebürtige Dachauer zu Hansa Rostock, später folgten Stationen beim Grazer AK und beim SSV Ulm 1846, wo sein Vertrag im Sommer auslief.&lt;/p>&lt;p>In den kommenden beiden Jahren wird Dennis Dressel wieder für den TSV 1860 München spielen. „Nach Giesing zu fahren, fühlt sich für mich jedes Mal an, als würde ich nach Hause kommen“, sagt Dressel in einer Mitteilung des Vereins. „Ich bin mit acht Jahren zu den Löwen und habe 15 Jahre lang an der Grünwalder Straße meine Fußballschuhe geschnürt. Ich bin glücklich, jetzt wieder im gewohnten Umfeld zu sein, und werde alles dafür geben, dass der TSV 1860 München erfolgreich ist.“ In Dressels fußballerischer Vita stehen 145 Spiele in der 3. Liga (16 Tore/9 Vorlagen), 82 Partien in der 2. Bundesliga (5 Tore/6 Vorlagen) und 14 Begegnungen in der österreichischen Bundesliga. Mit seiner Erfahrung soll der lauf- und zweikampfstarke defensive Mittelfeldspieler seiner Jugendliebe zu einem gelungenen Neustart verhelfen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T0RJM05tSmxNR1l0TW1Rd0_Kb2L61qP31vpwLLtk_IOKp3ADMGQ1lVDMmCcSjJxixhM5FtoYuFRj3yJRj7ImJQiCWZCz_gbIKqqRgQuOBKy-W5val4qGN05DjpdEGgDTo7cZhn3AV8vSP_NrSa_Gq6czK6NmVnTUsbw3MUh_uAQ=?preset=fullhd" length="301134"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/dennis-dressel-kehrt-zu-jugendliebe-zurueck/cnt-id-ps-7db00e3e-6c71-464d-83a2-4a2b684a9040</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7db00e3e-6c71-464d-83a2-4a2b684a9040</guid><pubDate>Mon, 27 Jul 2026 14:07:22 +0200</pubDate></item><item><title>TSV 1860 München realisiert Top-Transfer</title><description>&lt;p>Für Regionalliga-Verhältnisse ist dem TSV 1860 München ein kleiner Transfercoup gelungen. Künftig läuft Michael Eberwein in Weiß-Blau auf. Der torgefährliche Mittelfeldspieler kommt von Borussia Dortmund II.&lt;/p>&lt;p>Kader für die Regionalliga Bayern nimmt Gestalt an&lt;/p>&lt;p>Für Regionalliga-Verhältnisse ist dem TSV 1860 München ein Transfercoup gelungen. Künftig läuft Michael Eberwein in Weiß-Blau auf. Der torgefährliche Mittelfeldspieler kommt von Borussia Dortmund II. In München ist Eberwein kein Unbekannter. Seine Jugend verbrachte der gebürtige Oberbayer beim SV Oberhaindlfing, SC Eintracht Freising und beim FC Bayern München. Als Erwachsener zog es ihn dann weg aus bayerischen Gefilden. In seiner Vita stehen 208 Spiele in der 3. Liga für Dortmund II, den Halleschen FC und Fortuna Köln (35 Tore/24 Vorlagen). Hinzu kommen 117 Partien in der Regionalliga West (36 Tore/17 Vorlagen). Eberwein wird in einer Presseaussendung der Löwen zitiert: „In den vergangenen elf Jahren habe ich ausschließlich bei Vereinen außerhalb Bayerns gespielt. Ich freue mich sehr, wieder in meine Heimat zurückzukehren und für den TSV 1860 München spielen zu können. Mit Köln, Halle und Dortmund hatte ich schon einige Spiele im ausverkauften Grünwalder Stadion und kenne die Stimmung.“&lt;/p>&lt;p>Für Holstein Kiel stand Eberwein auch zweimal in der 2. Bundesliga auf dem Platz. Der 1,93 Meter große beidfüßige Offensivspieler gilt Fachbeobachtern zufolge als spielintelligenter Zehner, der technische Qualität mit körperlicher Präsenz sowie einem für diese Spielklasse außergewöhnlich guten Raum- und Passverständnis verbindet. Hinzu kommen seine seit Jahren nachgewiesenen Qualitäten im Strafraum: Er verfügt über einen sicheren Abschluss, gute Bewegungen zwischen den gegnerischen Verteidigern und eine hohe Präsenz in torgefährlichen Situationen.&lt;/p>&lt;p>Ebenfalls einen Vertrag bei der neuen Spielbetriebs-GmbH der Löwen hat das Giesinger Eigengewächs Noah Klose (21) unterschrieben. Der Mittelstürmer, Sohn von DFB-Rekordtorschütze Miroslav Klose, steuerte vergangene Saison elf Tore und neun Vorlagen zur Meisterschaft der U21-Löwen in der Bayernliga Süd bei. Anfang Februar feierte Klose beim 5:0 beim TSV Havelse sein Profidebüt. Jetzt kehrt er aus einer Verletzung wieder zurück auf den Platz.&lt;/p>&lt;p>Die Münchner Löwen, deren ehemalige Profifußballgesellschaft keine Lizenz für die 3. Liga erhalten hatte, starten am Samstag, den 1. August, mit einem Spiel beim Mitabsteiger 1. FC Schweinfurt 05 in die Saison. Die Mannschaft tritt unter dem Dach des e. V. in einer neuen Gesellschaft an, losgelöst von der sich im Stadium der Vorinsolvenz befindlichen TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, die mehrheitlich ihrem Investor Hasan Ismaik zugerechnet wird. Sämtliche Spielerverträge mussten deshalb neu ausgehandelt werden. Noch vor Klose und Eberwein hatte beispielsweise der 35-jährige Stürmer Florian Niederlechner einen neuen Vertrag bei seinem Jugendverein unterschrieben. Durch den Abstieg des TSV 1860 München besteht die Regionalliga Bayern aus 19 Vereinen. An jedem Spieltag hat eine Mannschaft spielfrei. Zum Auftakt an diesem Wochenende sind das die Sechzger, die dadurch noch etwas Zeit für organisatorische Dinge gewinnen. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/T1RJek16Y3hPV1V0TkRRMjo39egGKOFhAfdh_nbXpWWoivE_2gqBq_NDAoq-N9TVS7dMUusZULktxVHilAx88YBS_x26f2LX52xM86b6Jtx48oTpdjw_-khIukoVcxU_4LGKY0dklQNsVwwyTUUkDKCVfjZbW3bXagu2CsGRR-8=?preset=fullhd" length="353429"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/tsv-1860-muenchen-realisiert-top-transfer/cnt-id-ps-d44bb350-0091-4fe0-8d29-6bc918b91edf</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-d44bb350-0091-4fe0-8d29-6bc918b91edf</guid><pubDate>Fri, 24 Jul 2026 19:33:17 +0200</pubDate></item><item><title>Identifikationsfigur: „I bin wieda do!“</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München treibt die Kaderplanung für den Neustart in der Regionalliga Bayern weiter voran. Ein früherer Aufstiegsheld und Kapitän der Löwen kehrt nach Giesing zurück.&lt;/p>&lt;p>Früherer Kapitän kehrt zu 1860 zurück&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München treibt die Kaderplanung für den Neustart in der Regionalliga Bayern weiter voran. Ein früherer Aufstiegsheld und Kapitän der Löwen kehrt zurück: Felix Weber. Der 31-Jährige wechselt vom Regionalliga-Konkurrenten DJK Vilzing nach Giesing. Einst hatte es der gebürtige Weilheimer aus der Jugend des TSV über die zweite Mannschaft bis zu den Profis geschafft. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im Jahr 2017 und dem anschließenden Neustart in der Regionalliga Bayern machte ihn der damalige Trainer Daniel Bierofka zum Kapitän. Mit dem kampfstarken Weber als Anführer gelang den Weiß-Blauen die Rückkehr in den Profifußball.&lt;/p>&lt;p>Nach zwei Spielzeiten in der 3. Liga heuerte Weber im Sommer 2020 bei Rot-Weiss Essen an. Über die SpVgg Bayreuth und den FC 08 Homburg führte sein Weg 2024 schließlich zur DJK Vilzing in die Oberpfalz. Dort verlängerte der Defensiv-Allrounder seinen Vertrag erst im April vorzeitig bis Sommer 2027. Nur wenige Monate später folgt nun die Rückkehr zu seinem erklärten Herzensverein nach Giesing. In einem Video, das der Verein im Internet veröffentlichte, nimmt Weber auf einem Stuhl platz, blickt in die Kamera und sagt nur vier Worte: „„I bin wieda do!“&lt;/p>&lt;p>In einer Presseaussendung des Vereins erklärt er: „Als die Verantwortlichen auf mich zugekommen sind, musste ich nicht lange überlegen.“ Er könne es kaum erwarten, „wieder das weiß-blaue Trikot zu tragen und im Grünwalder Stadion einzulaufen.” Thomas Probst, Geschäftsführer der 1860-Spielbetriebs-GmbH sagte, Weber sei mehr als nur ein Top-Zugang für die Defensive. „Er ist eine Identifikationsfigur für die Fans, ein gebürtiger Oberbayer, ein echter Löwe.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WW1FNFkyVXdORGt0TkRNeGaOOfm_RhXXTUEHIisL758e3CUnxtnpaoCpvtJfb4RoNG4RjEAXnLS-UCsnjjARrcjy2RTThRBKNPdmA0uCSsbN4kHwiHxYExbXCx08HmRHDTGvRhjBB4swgyz9ATyX7ESJtMnqTIYDtdA9My_M44Q=?preset=fullhd" length="328237"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/identifikationsfigur-i-bin-wieda-do/cnt-id-ps-4403ea31-d502-4f06-bf14-54c6593962a4</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-4403ea31-d502-4f06-bf14-54c6593962a4</guid><pubDate>Thu, 23 Jul 2026 08:38:40 +0200</pubDate></item><item><title>„Haben in den letzten Tagen viel gearbeitet“</title><description>&lt;p>Die 1. Hauptrunde im Bayerischen Toto-Pokalwettbewerb 2026/2027 ist gespielt. Darunter das von vielen Fans des TSV 1860 München mit Vorfreude erwartete erste Pflichtspiel der ersten Mannschaft nach dem Neustart.&lt;/p>&lt;p>Auftaktsieg des TSV 1860 München im Toto-Pokal&lt;/p>&lt;p>Die erste Hauptrunde im Bayerischen Toto-Pokalwettbewerb 2026/2027 ist gespielt. Dazu zählt auch das von vielen Fans des TSV 1860 München mit Spannung erwartete Debüt der ersten Mannschaft nach dem Zwangsabstieg in die Regionalliga Bayern und der Loslösung von Hasan Ismaik. Der Kreisligist SV Eintracht Berglern (Kreis-Pokalsieger Donau/Isar) meldete die Begegnung innerhalb von achtzehn Minuten nach Verfügbarkeit der Tickets als ausverkauft. 1384 Fußballfans strömten am Dienstagabend auf die Sportanlage. In einer gemeinschaftlichen Anstrengung zahlreicher ehrenamtlicher Helfer des Heimvereins wurde vom Parkplatz auf einem Stoppelfeld bis hin zur Versorgung der Zuschauer mit Speisen und Getränken alles perfekt organisiert.&lt;/p>&lt;p>Der erst tags zuvor verpflichtete Routinier Florian Niederlechner führte die Löwen als Kapitän aufs Feld. Ihm war es auch vorbehalten, den ersten Treffer für die neu formierten Sechzger zu erzielen. Raphael Wach wechselte mit einem Pass auf Emre Erdoğan die Seite. Seine scharfe Hereingabe von der Grundlinie grätschte der heraneilende Niederlechner aus kurzer Distanz zum 0:1 aus Sicht der Gastgeber über die Linie (9. Min.). Danach durfte sich Berglerns Schlussmann Florian Ganslmeier mehrfach auszeichnen, als er Abschlüsse von Mustafa Tekin (18. Min.) und Benedikt Hoppe (32. Min.) mit starken Reflexen vereitelte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit setzte Wach einen direkten Freistoß aus 22 Metern zum 2:0 ins Netz (45. Min.+1).&lt;/p>&lt;p>Im zweiten Durchgang ging bei hochsommerlichen Temperaturen den tapfer verteidigenden Gastgebern etwas die Luft aus und die Giesinger wurden ihrer Favoritenrolle stärker gerecht. Loris Husic erhöhte in der 67. Spielminute auf 3:0. Der eingewechselte Arian Orivero Calderon traf mit einem Abstauber zum 4:0, weil Ganslmeier einen Distanzschuss von Lance Fiedler abprallen ließ (78. Min.). Eine Minute später erzielte Orivero Calderon per Kopfball nach einer Flanke von Lucas Grancay den 5:0-Endstand (79. Min.). Löwen-Trainer Alper Kayabunar erläuterte nach Spielschluss: „Es war nicht unser bestes Spiel. Man hat gemerkt, dass wir in den letzten Tagen viel gearbeitet und in sechs Tagen drei Spiele absolviert haben. Das Weiterkommen war heute das Einzige, was zählte.“ (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WW1VeE5XRXhObVF0WVdRNLJ3t73avUFyjVgHyFU7GzMr0zAPH88OS26Y827-QXHsQKQEpFOFiNX2o0L2DqFBoP5cv0MlLLuYlTlO0tBZTVs97tPlmPx9bDyItBftMmk4jPvLYNCswwLey0QUKGBxoPYbzTw3znPmeA1B-OxB_Cw=?preset=fullhd" length="490843"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/haben-in-den-letzten-tagen-viel-gearbeitet/cnt-id-ps-53c61e96-739d-49b1-86ff-aa8603c13ac0</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-53c61e96-739d-49b1-86ff-aa8603c13ac0</guid><pubDate>Thu, 23 Jul 2026 07:48:47 +0200</pubDate></item><item><title>1860 reaktiviert Torhüter-Routinier</title><description>&lt;p>Auf der Torhüterposition haben die Löwen einen erfahrenen Mann zurück in den Dienst geholt. Vitus Eicher (35) soll dem TSV 1860 München in der Regionalliga Bayern Sicherheit verleihen.&lt;/p>&lt;p>Vitus Eicher kehrt zwischen die Pfosten zurück&lt;/p>&lt;p>Auf der Torhüterposition haben die Löwen einen erfahrenen Mann zurück in den Dienst geholt. Vitus Eicher (35) soll der Hintermannschaft des TSV 1860 München in der Regionalliga Bayern Sicherheit verleihen. Der 1,91 Meter große Schlussmann war während seiner Juniorenzeit und in den Anfängen seiner Profikarriere von 2000–2017 beim TSV 1860 München aktiv, ehe er zum damaligen Zweitligisten 1. FC Heidenheim 1846 wechselte. Im September letzten Jahres kehrte der gebürtige Erdinger nach achteinhalb Jahren im Osten Baden-Württembergs, wo er als Ersatztorhüter aktiv war, nach Giesing zurück und verstärkte seither das Team der Torwarttrainer bei den Junglöwen. Jetzt will er es noch einmal wissen und zieht die Handschuhe an. 35 Spiele absolvierte Eicher für den TSV 1860 München in der 2. Liga. In Heidenheim kam er sogar zu einem internationalen Einsatz in der UEFA Conference League.&lt;/p>&lt;p>Trainiert wird das Torhüter-Team um Vitus Eicher und Paul Bachmann künftig von Marc Lamberger. Auch er ist ein alter Bekannter bei den Löwen. Der Inhaber der UEFA-Torwart-A-Lizenz für den Profifußball trainierte zuletzt die Keeper beim SK Austria Klagenfurt. Von 2018 bis Mitte 2023 war Lamberger zudem als Torwart- und Co-Trainer für die deutsche Beachsoccer-Nationalmannschaft tätig. In dieser Funktion war er maßgeblich für die individuelle Ausbildung und das Training der Nationaltorhüter zuständig. „Als die Verantwortlichen im Verein auf mich zugekommen sind, ob ich für die Löwen im Tor stehen möchte, konnte ich mich für die Idee schnell begeistern. Für mich bedeutet es, dass ich meine Karriere da beenden kann, wo sie begonnen hat“, wird Eicher in einer Vereinsmitteilung zitiert. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TVRZM09EZGxOemt0TURBeECxaOXgwWZgQrAgSCI1AVwvG5OQP-UIfHB9vEk28RZeJVTE5ynuYKaGrqAetKZAbhER97dmiujJik6-halSmxrkyMQ48CQQrIJ9ovvdc2NQOzvwnUpWn75QhKIqzifZ0YkoEG0P_mqnRFp5iZEyUoE=?preset=fullhd" length="267046"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/1860-reaktiviert-torhueter-routinier/cnt-id-ps-479f69c5-3b24-4ca1-9607-aadcf4fcfe37</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-479f69c5-3b24-4ca1-9607-aadcf4fcfe37</guid><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 17:39:35 +0200</pubDate></item><item><title>Münchner Löwen klären Trainerfrage</title><description>&lt;p>Schritt für Schritt formiert sich der TSV 1860 München für den bevorstehenden Start in der Regionalliga Bayern. Jetzt ist klar mit welchen Trainerteam die Sechzger ins Rennen gehen.&lt;/p>&lt;p>Alper Kayabunar übernimmt TSV 1860&lt;/p>&lt;p>Schritt für Schritt formiert sich der TSV 1860 München für den bevorstehenden Start in der Regionalliga Bayern. Jetzt ist klar, mit welchem Trainerteam die Sechzger ins Rennen gehen. Die Entscheidung war am Ende keine Überraschung mehr. Die TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH hat Alper Kayabunar als Cheftrainer, sowie Vincent Saller als Co-Trainer bis Sommer 2028 unter Vertrag genommen. Das Duo führte vergangene Saison die U21-Mannschaft der Löwen überlegen zur Meisterschaft in der Bayernliga Süd.&lt;/p>&lt;p>Der 40-jährige Kayabunar kam im Sommer 2025 von Türkgücü München zu den Sechzgern. Sein junger Assistent ist der 27-jährige Vincent Saller, der seit der Saison 2024/25 als Co-Trainer der Löwen-Reserve aktiv ist. „Alper und Vincent haben in der vergangenen Saison in der Bayernliga Süd hervorragende Arbeit abgeliefert. Auch in der jetzigen Saisonvorbereitung konnten die beiden zeigen, dass sie die Richtigen für diese Aufgabe sind“, wird Thomas Probst, Geschäftsführer der TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH, in einer Presseaussendung des Klubs zitiert.&lt;/p>&lt;p>Der gebürtige Münchner Kayabunar zeigt sich glücklich über das Vertrauen: „Es erfüllt mich mit großem Stolz, in meiner Heimatstadt die erste Mannschaft dieses traditionsreichen Vereins trainieren zu dürfen. Am Dienstag steht unser erstes Pflichtspiel im Toto-Pokal auf dem Programm und danach geht unser Fokus auf den schwierigen Auftakt in Schweinfurt und das erste, sicherlich sehr emotionsgeladene Heimspiel gegen Augsburg.“ Mit den Personalien Kayabunar und Saller sind auch die Gerüchte über ein Engagement des kurzfristig bei der SpVgg Unterhaching abgesprungenen Ex-Löwen Sven Bender vom Tisch. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/WlRJeFl6bGpZemN0Tm1RMucxPYYKIWcn4mre844OVrlyXrpIFPC5EtSUN23f-9Ds3HUaBQSJOCPhh5Zg0k-6e-9ENhz5qAy3iyBpQvkhHnMNzXMTMW-5rasVnw2Gp09CpV-4Vx70j8eH-o9C1UHAC8D6d6UfP8baURvuv1THhP8=?preset=fullhd" length="423755"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/muenchner-loewen-klaeren-trainerfrage/cnt-id-ps-e92c9695-87b0-42ba-8de9-408989e18ad7</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-e92c9695-87b0-42ba-8de9-408989e18ad7</guid><pubDate>Mon, 20 Jul 2026 07:02:40 +0200</pubDate></item><item><title>Reorganisation des Profifußballs bei 1860</title><description>&lt;p>Die Reorganisation des Profifußballs beim TSV 1860 München schreitet voran. Inzwischen haben die ersten Spieler Verträge mit der neuen Spielbetriebs-GmbH unterzeichnet.&lt;/p>&lt;p>Tickets, Stadion, Ausrüster, Neuverpflichtungen&lt;/p>&lt;p>Die Reorganisation des Profifußballs beim TSV 1860 München schreitet weiter voran. Inzwischen haben die ersten Spieler Verträge mit der neuen Spielbetriebs-GmbH unterschrieben. Als „historischen Moment“ bezeichneten in einer Presseaussendung die Vereinsverantwortlichen die Unterzeichnung des ersten Kontrakts. Die Ehre gebührte dem gebürtigen Berliner Tunay Deniz (32), der mit seiner Familie mittlerweile München zu seinem Lebensmittelpunkt hat werden lassen. „Der Verein ist mir ans Herz gewachsen. Meine ersten Ansprechpartner waren daher ganz klar die Löwen, und ich freue mich sehr, dass es nun mit der Vertragsunterschrift geklappt hat.“&lt;/p>&lt;p>Deniz, der 114 Spiele in der 3. Liga sowie 208 Spiele in den Regionalligen Nordost und Südwest (71 Treffer und 68 Vorlagen) in seiner Vita stehen hat, fehlte den Giesingern in der vergangenen Spielzeit lange Zeit wegen einer Knieverletzung. Doch der Mittelfeldspieler soll erst der Anfang sein. „Mit diesem besonderen Moment fällt der Startschuss für die Zusammenstellung einer schlagkräftigen Mannschaft“, versprechen die Verantwortlichen. Deniz soll die junge Mannschaft mit seiner Erfahrung führen.&lt;/p>&lt;p>Kurz darauf wurde der nächste Neuzugang verkündet: ein Rückkehrer. Vom Regionalligisten BSG Chemie Leipzig wechselt der 23-jährige Außenverteidiger Julian Bell zurück nach München, wo er im Nachwuchsleistungszentrum der Löwen ausgebildet wurde. „Der Abschied aus Leipzig ist mir nicht leichtgefallen“, sagt Bell. „Ich war dort Stammspieler und konnte in der Rückrunde fast jedes Spiel von Anfang an bestreiten. Dennoch freue ich mich jetzt extrem, dass ich wieder da bin, wo meine Fußballkarriere begonnen hat. Ich möchte hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung gehen und dazu beitragen, dass die Löwen so erfolgreich wie möglich sind.“ Aus der letztjährigen U21-Mannschaft, die die Meisterschaft in der Bayernliga Süd errang, unterzeichneten zudem Brahim Moumou, Benedikt Hoppe, Top-Scorer Cristian Leone und Raphael Wach einen Vertrag für die kommende Saison.&lt;/p>&lt;p>Mit dem früheren Bundesliga-Profi Florian Niederlechner (35) hat sich ein weiterer prominenter Spieler zum Neustart beim TSV 1860 München bekannt. Der Stürmer war zuletzt beim österreichischen Zweitligisten SV Austria Salzburg im Gespräch gewesen. Wie die Salzburger mitteilten, sei man sich bereits weitgehend einig gewesen, ehe Niederlechner einen Rückzieher machte und nun doch für die Löwen auflaufen will. „Schon bei meiner letzten Verlängerung habe ich gesagt, dass meine Zeit noch nicht vorbei ist, und dass ich noch ein paar Tore für die Löwen schießen muss. Daran hat sich nichts geändert“, erklärt Niederlechner in einer Vereinsmitteilung der Löwen.&lt;/p>&lt;p>Indessen wurden in Giesing auch abseits des Platzes die Weichen für die Zukunft gestellt. So gab der TSV 1860 München am Montag bekannt, eine Vereinbarung über das Ticketing mit einem Dienstleister getroffen zu haben. Am darauffolgenden Tag vermeldeten die Giesinger, dass mit der Stadt München ein Abkommen über die Nutzung des Grünwalder Stadions für die kommende Saison erzielt wurde. Darüber hinaus wurde mit dem Münchner Unternehmen Societas, das in den vergangenen beiden Jahren bereits Textilien für den Mutterverein produziert hat, ein Ausrüstervertrag geschlossen.&lt;/p>&lt;p>Auch mit der sich in Vorinsolvenz befindlichen KGaA, die zu 60 Prozent Hasan Ismaik gehört, hat die neue Gesellschaft eine Übereinkunft getroffen. Sie „mietet” die vorhandene Infrastruktur an der Grünwalder Straße 114 an. Wie die Gesellschaft mitteilt, wurde mit dem Insolvenzverwalter Max Liebig ein befristeter „Vertrag über die temporäre und entgeltliche Bereitstellung von Dienstleistungen und Infrastruktur” geschlossen. „Mit dieser Vereinbarung werden die organisatorischen, operativen und infrastrukturellen Voraussetzungen für den bevorstehenden Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern geschaffen.” Das bedeutet in der Praxis, dass die Mannschaft wie gewohnt an der Grünwalder Straße 114 trainieren und die Räumlichkeiten nutzen kann. Zudem erhält die neue Spielbetriebs-GmbH logistische Unterstützung bei der Durchführung der ersten Spieltage. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TjJaaVkyVXlOemd0WlRObIqAOoHa41sv9_goVGCtHCX7OkSVZYo0HQMAzEvjLn9XqwpxdBgEaISUTIr0Na10gIvqm-CiL7W8UKrR4zM7dMEZ6oed-gwO-tHjjvgFeuCTDBHYu0R1nXSdaMGF7ruwzJYkCkc6mNISgwr0gnYlecs=?preset=fullhd" length="285907"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/reorganisation-des-profifussballs-bei-1860/cnt-id-ps-8a5398d1-de80-4c81-8fbc-8d448a451490</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-8a5398d1-de80-4c81-8fbc-8d448a451490</guid><pubDate>Fri, 17 Jul 2026 14:20:12 +0200</pubDate></item><item><title>Makellose Bilanz in den Testspielen</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München bereitet sich unter Trainer Alper Kayabunar auf die Regionalliga Bayern vor und zieht in Testspielen zahlreiche Zuschauer an.&lt;/p>&lt;p>Tausende Zuschauer wollen 1860 sehen&lt;/p>&lt;p>Der TSV 1860 München bereitet sich unter Trainer Alper Kayabunar auf die Regionalliga Bayern vor und weist dabei nach fünf Testspielen eine makellose Bilanz auf. Während im Hintergrund fieberhaft an der neuen Struktur gearbeitet wird, versuchen die Löwen mit einem Kader, der überwiegend aus Spielern des letztjährigen U21-Teams besteht, das Meister in der Bayernliga Süd wurde, so etwas wie sportliche Normalität zu leben. Für Erstaunen sorgt der Zuschauerzuspruch gegen unterklassige Gegner – die Fans strömen in Scharen zu den Spielen. Die bisherigen Ergebnisse: fünf Testspiele, fünf Siege, 29:2 Tore bei hochsommerlichen Temperaturen.&lt;/p>&lt;p>Zum Auftakt gab es vor 750 Fans einen 4:0-(3:0)-Sieg beim Landesliga-Aufsteiger VfB Forstinning aus dem Landkreis Ebersberg. Dem erst 18-jährigen Arian Ortivero Calderon, eigentlich nominell Innenverteidiger, gelang vor der Pause ein Hattrick (13., 32. und 39. Min.). Den Schlusspunkt setzte der kurz zuvor eingewechselte Mustafa Tekin (80. Min.).&lt;/p>&lt;p>Zu Gast beim Bayernligisten FC Sportfreunde Schwaig setzten sich die jungen Sechzger mit 5:1 (1:1) durch. 660 Zuschauer sahen einen Doppelpack von Emre Erdogan (33. und 49. Min.) sowie Treffer durch Arin Garza (51. Min.), Lucas Grancay (72. Min.) und Rron Gosalci (82. Min.). Das Tor zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich für die Rot-Grünen gelang Robert Rohrhirsch (39. Min.).&lt;/p>&lt;p>In Tittmoning, beim SV 1966 Kay, einem Kreisklassisten aus dem oberbayerischen Landkreis Traunstein, siegten die Weiß-Blauen mit 11:0 (8:0). Auf extra aufgebauten Stahlrohrtribünen rund um den Platz verfolgten 2.221 Fans das Spiel. Für die Gäste aus der Landeshauptstadt traf dreifach Loris Husic (6,. 18. und 35. Min.). Die weiteren Tore erzielten Luis Pereira de Azambuja (13. und 44. Min.), Lucio Saric (22. Min.), Mustafa Tekin (41. Min.), Samuel Althaus (51. und 84. Min.) sowie Emre Erdogan (77. Min.).&lt;/p>&lt;p>Nach einem fünftägigen Trainingslager in Bad Füssing gaben sich die Giesinger beim Bezirksligisten TSV Moorenweis im Landkreis Fürstenfeldbruck die Ehre. Anlass war das 80-jährige Bestehen der dortigen Fußballabteilung. 3.000 Zuschauer kamen zum Freundschaftsspiel gegen die Münchner Löwen, die sich auf dem Platz mit 7:1 (5:1) durchsetzten. Für die Löwen trafen jeweils mit einem Doppelpack Loris Husic (11. und 41. Min.) und Lance Fiedler (14. und 65. Min.) sowie Luis Pereira de Azambuja (16. Min.), Emre Erdogan (28. Min.) und Arian Ortivero Calderon (88. Min.).&lt;/p>&lt;p>Im Vergleich mit dem Bayernligisten FC Deisenhofen behielten die Löwen vor 700 Fans in Oberhaching mit 2:0 die Oberhand. In der Schlussviertelstunde sorgten bei drückender Hitze Rron Gosalci (81. Min.) und Arian Ortivero Calderon (86. Min.) für die Tore des TSV 1860 München. Zwei weitere Partien gegen unterklassige Gegner absolvieren die Löwen noch vor dem Ligastart in der Regionalliga Bayern. Am Sonntag, den 19. Juli, um 15 Uhr beim Landesligisten TSV Aindling 1946 im Landkreis Aichach-Friedberg, sowie am Dienstag, den 21. Juli, im Toto-Pokal beim Kreisklassisten SV Eintracht Berglern im Landkreis Erding. (as)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TnpKalpESTBNREV0WTJVMc-xcHkYEG1shaBEoDkB5c8HYu0cSg26I9MevT9tSLHT19AuauBhsIHWGGmv9BBow5o9XapdRZcbXWAWUCU6MBJJUckeFPbPTrzEGXtUz854tcM9-HSqv8LZEF0w3_FcBJuRgq9tzSQQtVaE4mRbO9k=?preset=fullhd" length="337233"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/makellose-bilanz-in-den-testspielen/cnt-id-ps-233ab064-6807-4c46-aea5-233fc844e412</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-233ab064-6807-4c46-aea5-233fc844e412</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 09:16:51 +0200</pubDate></item><item><title>Toto-Pokal: Eintracht Berglern zieht 1860</title><description>&lt;p>Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat in Bad Kötzting in der Oberpfalz die Paarungen für die erste Hauptrunde im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb 2026/27 ausgelost.&lt;/p>&lt;p>Große Freude bei Kreisklassist im Landkreis Erding&lt;/p>&lt;p>In Bad Kötzting in der Oberpfalz hat der Bayerische Fußball-Verband (BFV) die Paarungen für die erste Hauptrunde im bayerischen Toto-Pokal-Wettbewerb 2026/27 ausgelost. Seinen Traumgegner erwischte der Kreispokalsieger Donau/Isar, der SV Eintracht Berglern, mit dem TSV 1860 München. Der Kreisklassist wurde als Erstes aus der Lostrommel gezogen und durfte nach dem „Wunschlos-Prinzip“ wählen. Er schnappte sich die Münchner Löwen. Berglern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Erding.&lt;/p>&lt;p>Insgesamt nehmen 64 Mannschaften an der ersten Runde im Landespokal teil. Dazu zählen die 22 Kreispokalsieger, die Regionalligisten der vergangenen Spielzeit 2025/26 und 24 Teams aus dem Qualifikationsfeld der Bayern- und Landesligisten. Abgerundet wird der Teilnehmerkreis durch die letztjährigen Drittligisten TSV 1860 München, FC Ingolstadt 04, SSV Jahn Regensburg und 1. FC Schweinfurt 05.&lt;/p>&lt;p>Die Pokalrunde wird zwischen dem 17. und 19. Juli 2026 ausgetragen, die genauen Spieltermine werden noch mit den beteiligten Vereinen abgestimmt. Ausnahmen: Die Begegnungen mit Beteiligung des FC Ingolstadt 04 und des TSV 1860 München finden voraussichtlich am Dienstag, dem 21. Juli, statt, wie der BFV mitteilt. Der Gewinner des Toto-Pokals erhält einen Startplatz in der Hauptrunde des DFB-Pokals 2027/2028. (as)&lt;/p>&lt;p>Hier alle Begegnungen der ersten Runde im Überblick: https://www.bfv.de/news/toto-pokal/2026-27/07/auslosung-1.-hauptrunde-toto-pokal-wettbewerb-2026-27&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TW1Jd09XTmpPVE10TVRBeUA0UAroWU8d4D4uqKXAA18MGmgXCA6zMN4RWrdmxPUIP5MTBs6nfTuvwHdpRa50rr4qcChYvcNFiijs1o0C-2NVOfVSM9TyLRepXuBNEl7Y2gDwP6Nl966haCSzxQpD9DVpsZslP1FT5n5dp48RPBw=?preset=fullhd" length="600349"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/toto-pokal-eintracht-berglern-zieht-1860/cnt-id-ps-7afc145a-c550-49c5-b84c-bd8b26d52a0d</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7afc145a-c550-49c5-b84c-bd8b26d52a0d</guid><pubDate>Mon, 13 Jul 2026 06:00:10 +0200</pubDate></item><item><title>TSV 1860 München bekommt mehr Zeit</title><description>&lt;p>Der TSV 1860 München wird mit Verspätung den Spielbetrieb in der Regionalliga aufnehmen und startet erst am 2. Spieltag mit einer Partie beim 1. FC Schweinfurt 05.&lt;/p>&lt;p>Rahmenspielplan Regionalliga Bayern veröffentlicht&lt;/p>&lt;p>Mit Verspätung darf der TSV 1860 München den Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern aufnehmen und startet erst am zweiten Spieltag mit einer Auswärtspartie beim 1. FC Schweinfurt 05. Die bayerische Viertliga-Staffel zählt nach dem Zwangsabstieg der Löwen in der kommenden Saison 19 statt bislang 18 Vereine. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat mittlerweile den kompletten Rahmenspielplan veröffentlicht. Das offizielle Eröffnungsspiel der Regionalliga Bayern Spielzeit 2026/2027 bestreiten der TSV Aubstadt und Schweinfurt mit einem Unterfranken-Derby am Donnerstag, den 23. Juli.&lt;/p>&lt;p>In Giesing arbeiten nach dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der TSV München von 1860 GmbH &amp;amp; Co. KGaA, bei der aktuell ein Insolvenzverwalter die vorhandene Insolvenzmasse und etwaige Gläubigeransprüche ermittelt, die Verantwortlichen des Muttervereins an neuen Strukturen. Die dafür gegründete TSV München von 1860 Spielbetriebs-GmbH hat erst Anfang Juli ihren Betrieb aufgenommen. Der BFV hat dieser Lage bei der Gestaltung des Spielplans Rechnung getragen und gibt den Löwen eine Woche mehr Zeit. Sie haben zur Saisoneröffnung spielfrei. Dafür wartet dann am zweiten Spieltag mit dem Drittliga-Absteiger Schweinfurt gleich ein schwerer sportlicher Prüfstein auf die Giesinger. Anpfiff ist am Samstag, den 1. August um 14 Uhr im 16.500 Plätze fassenden Sachs-Stadion.&lt;/p>&lt;p>Sein erstes Heimspiel im Grünwalder Stadion trägt der TSV 1860 München am Freitagabend, den 7. August, unter Flutlicht um 19 Uhr gegen den FC Augsburg II aus. Eine attraktive Paarung hält auch das Saisonfinale am 38. Spieltag bereit. Dann müssen die Giesinger auswärts bei der SpVgg Unterhaching antreten. Das Bayerische Fernsehen überträgt an jedem Spieltag der Regionalliga Bayern das Top-Spiel live im Stream auf BR24Sport und in der ARD-Mediathek. (as).&lt;/p>&lt;p>Hier ist der komplette Rahmenspielplan der Regionalliga Bayern der Saison 2026/2027 abrufbar: Bayerischer Fußball-Verband (BFV)&lt;/p></description><enclosure type="image/jpeg" url="https://www.wochenanzeiger.de/api/asset/public/media/TTJReFptWmxNMll0WXpZM-8iDaiyLctafpWsK2LyUaT6ZvDCPAFK5W9TeMLCsicB5PaFLWrhBq7IdfPmskHMM9EWpD5Vwpx2MylURWhfU9SIgiL-98a6IodJ-siub4Po0y2mwJWv3Jx66Ex7EcfZsAtLJJK80YXy19OPZfV4StI=?preset=fullhd" length="344958"/><link>https://www.wochenanzeiger.de/tsv-1860-muenchen-bekommt-mehr-zeit/cnt-id-ps-7ddd7fc6-b055-43ef-adb4-90854d439583</link><guid>https://www.wochenanzeiger.de/article/id/ps-7ddd7fc6-b055-43ef-adb4-90854d439583</guid><pubDate>Sun, 12 Jul 2026 10:27:23 +0200</pubDate></item></channel></rss>