Am Donnerstag, 12. März, wurde eine über 80-jährige gegen 14.50 Uhr von einem ihr unbekannten Mann angerufen. Dieser stellte sich als Professor im Klinikum Großhadern vor. Er teilte der Seniorin mit, dass ihr Enkel im Krankenhaus liegen und sich wegen einer Infektion in einem kritischen Zustand befinden würde. Für die Behandlung würde ein Medikament benötigt, welches 70.000 Euro koste.
Letztlich übergab die Frau einem weiteren unbekannten Täter vor ihrer Haustür mehrere tausend Euro Bargeld. Unmittelbar nach der Übergabe rief sie ihre Tochter an, welche den Betrug erkannte und die Polizei verständigte. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen im Nahbereich brachten keine neuen Erkenntnisse über den Täter.
Der Abholer wurde wie folgt beschrieben:
Männlich, circa 30 Jahre alt, 175 cm groß, schlank, südeuropäische Erscheinung, leicht gelocktes Haar
Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich Bad-Soden-Straße, Griegstraße, Eduard-Schenk-Straße und Torquato-Tasso-Straße (Milbertshofen) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten? Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 61, Telefon 089 2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.
Die Vorgehensweise der Täterinnen und Täter ist immer ähnlich. Sie geben sich am Telefon als Polizeibeamte, Amtsträger (zum Beispiel Staatsanwalt) oder, wie zuletzt, auch als Ärzte aus und versuchen ihre Opfer unter verschiedenen Vorwänden dazu zu bringen, die vorhandenen Vermögenswerte zu übergeben. Die Strategien der Täter, an Vermögenswerte zu gelangen, sind mindestens genauso vielfältig wie deren erfundene Geschichten. Ein gesundes Misstrauen ist deshalb die beste Prävention.
Ob falsche Ärzte, falsche Polizeibeamte, falsche Staatsanwälte… Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, legen Sie einfach auf!