Drei Wochen lang radelten die Würmtal-Gemeinden im Stadtradel-Modus, sammelten eifrig Kilometer und sparten rekordverdächtig CO2 für eine gesunde Umwelt ein. „Ich bin selbst überrascht, wie viel wieder zusammengekommen ist“, meinte Roman Brugger, Stadtradel-Organisator für die Gemeinde Planegg. Die 1.038 Planegger und Martinsrieder Teilnehmer konnten am Schluss 147.000 Kilometer vorweisen. „Ich bin begeistert!“, so Brugger.
Den Löwenanteil trug das Feodor-Lynen-Gymnasium mit 47.000 Kilometern: „Das Gymnasium ist immer unser heimlicher Star und bringt uns sehr, sehr viel Kilometer ein. Aber auch ohne die Schule kann sich unser Ergebnis sehen lassen.“ Im letzten Jahr hatte die Gemeinde einen Ehrenpreis für die meisten Rad-Kilometer pro Teilnehmer bekommen. „Die 5.000 Euro Preisgeld werden wir demnächst für zwei Reparatur-Stelen ausgeben, die mit allem gängigen Werkzeug, Luftpumpe und Flickwerkzeug ausgestattet sind“, so Brugger. Und auch eine zünftige Feier mit Siegerehrung versprach er. „Dies aber erst nach der Sommerpause.“
Für die Gautinger „Stadtradel-Profis“ stand die Siegerehrung schon an. „Gewonnen hat jeder!“, begrüßte Organisator und Umweltbeauftragter Wilhelm Rodrian die Stadtradel-Teilnehmer im Gautinger Rathaus. Er freue sich, dass die allgemeinen Preiskategorien so angelegt seien, dass nicht nur die schnellsten und eifrigsten Radler geehrt würden, sondern dass auch Sportlichkeit, Teamfähigkeit und Zusammenhalt zum Zuge kämen.
Insgesamt seien die Gautinger mit insgesamt 110.507 Kilometern mehrmals um den Äquator gefahren, so Rodrian. Allen voran radelten auch hier die Gymnasiasten. Ein herzliches Dankeschön an alle, die für Gesundheit, gute Luft und gutes Klima auf den Straßen bei Wind und Wetter unterwegs gewesen und auch zur Siegerehrung ins Rathaus trotz Starkregens mit dem Rad gekommen seien, so Bürgermeisterin Brigitte Kössinger. „Respekt dafür! Es motiviert jeden, der das gesehen hat, selbst aufs Rad zu steigen und das Auto stehen zu lassen.“ Jetzt heiße es: dabei bleiben und den Autoverkehr in Gauting dauerhaft minimieren.
Die Gräfelfinger Stadtradler waren in diesem Jahr zum vierten Mal dabei. „Wir steigern uns“, meinte dazu Umweltbeauftragte Sabrina Schröpfer. Zwar könne Gräfelfing mit den Nachbargemeinden noch nicht mithalten, „aber immerhin sind wir auf 38.258 Kilometer gekommen, auch dank der Schulen und der Unternehmen am Ort.“ Sie konnte den Gräfelfinger Stadtradel-Star Andreas Reim mit 1.502 gefahrenen Kilometern in den drei Wochen ehren.
„Das ist mein Sport. Ich radle, wo immer es geht, auch mal zwischendurch in der Mittagspause“, erklärte er. Gräfelfinger Preise gab es auch für die besten Geschichten rund ums Stadtradeln, wie zum Beispiel die Geschichte des Ehepaars Rita und Werner Pilsinger, die in 15 Tagen nach Norderney und zurück radelten.
Ähnlich gut mit 32.858 Kilometern hat die Gemeinde Krailling abgeschlossen. „Wir sind eine Rad begeisterte Gemeinde“, so Organisatorin Susanne Brittinger aus dem Rathaus mit Blick auf die 157 aktiven Radler in zwölf Teams. Sie dankte allen für die Teilnahme. „Es ist toll, welchen Zulauf das Stadtradeln hat. Wir würden uns freuen, wenn der Schwung anhält und möglichst viele öfter mal das Auto stehen lassen und lieber mit dem Fahrrad zum Einkaufen und ins Büro fahren.”