Veröffentlicht am 09.07.2013 10:01

„Verantwortung übernehmen“

Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Mitte) zusammen mit Hermann Aulinger, Schulleiter des Adolf-Weber-Gymnasiums und Projektleiterin Susanne Eder. (Foto: sb)
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Mitte) zusammen mit Hermann Aulinger, Schulleiter des Adolf-Weber-Gymnasiums und Projektleiterin Susanne Eder. (Foto: sb)
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Mitte) zusammen mit Hermann Aulinger, Schulleiter des Adolf-Weber-Gymnasiums und Projektleiterin Susanne Eder. (Foto: sb)
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Mitte) zusammen mit Hermann Aulinger, Schulleiter des Adolf-Weber-Gymnasiums und Projektleiterin Susanne Eder. (Foto: sb)
Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (Mitte) zusammen mit Hermann Aulinger, Schulleiter des Adolf-Weber-Gymnasiums und Projektleiterin Susanne Eder. (Foto: sb)

Das städtische Adolf-Weber-Gymnasium (AWG) ist mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet worden. „Es freut mich besonders, dass ich zu diesem tollen Anlass hier sein kann“, betonte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die im Rahmen des Projekts für das AWG als Patin fungiert. Zum Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gehöre unter anderem Bekennermut, Wille und die Bereitschaft, sich einzusetzen. „Es ist mir eine ganz große Freude, wenn ich sehe, wie sich das Adolf-Weber-Gymnasium in dieses Projekt einbringt. Das beeindruckt mich sehr.“

Und Schulleiter Hermann Aulinger betonte anlässlich der Titelverleihung: „Ich danke der Justizministerin, dass sie unsere Bestrebungen unterstützt. Unsere Schule tritt verstärkt gegen Rassismus, Gewalt und Diskriminierung jedweder Art ein.“ Zudem dankte er den Schülern des P-Seminars, die zusammen mit Projektleiterin Susanne Eder die Aufmerksamkeit aller auf das Projekt gelenkt haben. „Wir haben uns im P-Seminar hauptsächlich mit dem Thema Randgruppen beschäftigt“, erzählte Schülerin Simona Kunze. Es sei dabei um die Themen Homosexualität, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung und Menschen mit Migrationshintergrund gegangen.

Größtes Schülernetzwerk Deutschlands

Das AWG trete nun dem größten Schülernetzwerk Deutschlands bei“, sagte Gaye Irmak vom Pädagogischen Institut, die das Projekt für die Schulen in Oberbayern betreut. „Uns geht es darum, Rassismus und Diskriminierung zu bekämpfen.“ Rassismus werde oft auf Rechtsradikalismus reduziert. „Es geht aber viel weiter, denn es gibt verschiedene Gründe, warum Menschen diskriminiert werden.“ Das Projekt „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beschäftigt sich deshalb gleichermaßen mit Diskriminierung aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung und der sexuellen Orientierung.

„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist ein Projekt von und für Schüler. Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, in dem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Mit über 1270 Schulen, davon 193 in Bayern, ist es das größte Schülernetzwerk in Deutschland.

Den Titel zu bekommen, ist jedoch gar nicht so einfach. Das AWG hat die Voraussetzungen erfüllt, denn mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und lehren, also Schüler, Lehrer und technische Personal, haben sich mit ihrer Unterschrift verpflichtet, künftig gegen jede Form von Diskriminierung an der Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

Selbstverpflichtung

Der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist nach Angaben des Trägervereins „Aktion Courage e.V.“ kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: „Wir übernehmen Verantwortung für das Klima an unserer Schule und unser Umfeld.“

Weitere Informationen zum Projekt gibt es unter www.schule-ohne-rassismus.org im Internet.

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