Veröffentlicht am 25.11.2019 11:38

„Gut Ding will Weile haben”

Es ist vollbracht. Gut lachen haben v.l.: Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, Pfarrvikar Paul Nwandu, Pfarrer Rainer Hess, Bürgermeister Manfred Walter, Ministerialdirigent  Wolfgang Wüst, Vize-Landrat Georg Scheitz und Starnbergs Verkehrsmanagerin Susanne Münster. (Foto: pst)
Es ist vollbracht. Gut lachen haben v.l.: Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, Pfarrvikar Paul Nwandu, Pfarrer Rainer Hess, Bürgermeister Manfred Walter, Ministerialdirigent Wolfgang Wüst, Vize-Landrat Georg Scheitz und Starnbergs Verkehrsmanagerin Susanne Münster. (Foto: pst)
Es ist vollbracht. Gut lachen haben v.l.: Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, Pfarrvikar Paul Nwandu, Pfarrer Rainer Hess, Bürgermeister Manfred Walter, Ministerialdirigent Wolfgang Wüst, Vize-Landrat Georg Scheitz und Starnbergs Verkehrsmanagerin Susanne Münster. (Foto: pst)
Es ist vollbracht. Gut lachen haben v.l.: Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, Pfarrvikar Paul Nwandu, Pfarrer Rainer Hess, Bürgermeister Manfred Walter, Ministerialdirigent Wolfgang Wüst, Vize-Landrat Georg Scheitz und Starnbergs Verkehrsmanagerin Susanne Münster. (Foto: pst)
Es ist vollbracht. Gut lachen haben v.l.: Uwe Fritsch, Leiter des Staatlichen Bauamts Weilheim, Pfarrvikar Paul Nwandu, Pfarrer Rainer Hess, Bürgermeister Manfred Walter, Ministerialdirigent Wolfgang Wüst, Vize-Landrat Georg Scheitz und Starnbergs Verkehrsmanagerin Susanne Münster. (Foto: pst)

Es war eine „Sight-Seeing-Tour“ der besonderen Art. In zwei Bussen fuhren die Ehrengäste entlang der kompletten fünf Kilometer langen Westumfahrung bei Gilching. Bei der Einweihung waren sie die ersten, die in einem Fahrzeug entlang der neuen Straßenverbindung rollen durften. Wenige Tage zuvor hatten die Inline-Skater, Roller- und Radlfahrer die Trasse ohne Autoverkehr befahren dürfen.

Vier Bürgermeister waren an dem Mammutprojekt beteiligt gewesen, berichtete Bürgermeister Manfred Walter bei der feierlichen Eröffnung. „Heute ist ein guter Tag für Gilching“, jubelte er. Drei Bürgerentscheide, langwierige Grundstücksverhandlungen und Planungsverfahren mit vielen Einwendungen, Proteste und unzählige Gespräche hatte es gegeben, bis das Projekt in die Bauphase treten konnte. Jetzt hofft Walter, dass der „erhebliche Durchgangsverkehr (…) durch die Verkehrsentlastung des Ortes deutlich verringert wird“. Immerhin hätten die Planer Entlastungen zwischen 20 und 50 Prozent prognostiziert.

In seiner Ansprache betonte Ministerialdirigent im Bayerischen Verkehrsministerium, Wolfgang Wüst: „30 Jahre Planung und nur eineinhalb Jahre Bauzeit – das ist fast ein wenig deprimierend, ist aber in Deutschland so üblich“. Nach den jahrzehntelangen Planungen ging es nämlich schnell. Spatenstich war im April 2018 und die Einweihung jetzt im November 2019. Die Staatsstraße wurde in kommunaler Sonderbaulast realisiert und wurde vom Freistaat Bayern mitfinanziert. Insgesamt hat sie 21 Millionen Euro gekostet. 15 Millionen hat der Freistaat übernommen, für die Gemeinde Gilching blieb ein Eigenanteil in Höhe von sechs Millionen Euro. „Investitionen in unser Straßennetz rechnen sich“, freute sich Wüst. Um ein modernes und leistungsfähiges Straßennetz zu bekommen, wird das Ministerium in den nächsten Jahren „viel in den Radverkehr investieren“, versprach Wüst.

„Heute linksrum, morgen rechtsrum“

Stellvertretender Landrat Georg Scheitz erinnerte an die schwierige Bauphase mit den unzähligen Umleitungen und Sperrungen beispielsweise am Röchnerknoten. „Heute ging's noch linksrum, morgen rechtsrum“, lachte er. Den Grundeigentümern, die Flächen abgetreten hatten, dankte er dafür, dass sie „ein Herz für die Erweiterung der Gemeinde hatten“.

Die beiden Vertreter der Kirche segneten die Straße. Pfarrvikar Paul Nwandu erinnerte an die Wegeskreuze entlang vieler Straßen, die an Unfalltote erinnern und wünschte unfallfreie Fahrten auf der neuen Trasse.

Nachdem die Umgehungsstraße fertig ist, soll die Gilchinger Römerstraße umgestaltet werden, „das wird zu einer erheblichen Aufwertung der Ortsmitte, des Altdorfs und des Ortsteils Argelsried führen“, freute sich Walter.

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