Das Kino Breitwand schließt in einigen Monat endgültig. „Wir sind sehr traurig. Seit ich 1960 hier in die erste Klasse kam, gab es immer ein Kino in Herrsching”, erinnert sich Elisabeth Kreuz von der Indienhilfe, die sich stark bei den Agenda-Filmen engagiert. Das Kino in der Luitpoldstraße gegenüber dem Gasthaus zur Post sei „ein Ort der Kultur, des Lernens, ein Ort, der neue Horizonte eröffnet und der nicht zuletzt vielfältige Begegnungen ermöglicht”.
Seit kurzem hat sich das „Breitwand” durch das ins Kino integrierte Café Blabla, auch der interkulturellen Begegnung verschrieben. Neben den Gelegenheiten zum zwanglosen Treffen wurden auch interkulturelle Kleinkunstabende veranstaltet.
Doch die Tage des Kinos sind gezählt, der Mietvertrag zwischen dem Hauseigentümer und dem Kino-Betreiber Matthias Helwig endet in einigen Wochen. „Vielleicht geschieht ja noch ein Wunder und ein alternativer Standort für Matthias Helwig wird gefunden?”, hofft Kreuz und mit ihre viele Herrschinger Kinofans, die im Breitwand neben dem Programmkino mit seinen anspruchsvollen Filmangeboten auch die „Agenda-21-Kino”-Vorführungen besucht haben, das Kirchenkino „kreuz und quer”, die Indien-Filmtage und weitere Kooperationen mit örtlichen Partnern. Gerade für ältere Menschen, Menschen ohne Auto und Schulklassen wäre dies eine preisgünstige Möglichkeit gewesen ins Kino zu gehen.