Das Pilotprojekt „BayernWLAN“ hat den flächendeckenden Aufbau von freiem WLAN im Freistaat Bayern zum Ziel. Neben stationärem „BayernWLAN“ in und an Gebäuden soll es nun auch im öffentlichen Personennahverkehr erprobt werden. Anlässlich der Oberlandausstellung am vergangenen Wochenende in Weilheim nahmen Staatsminister Dr. Markus Söder und Landrätin Andrea Jochner-Weiß „BayernWLAN“ offiziell in Betrieb.
Im Rahmen dieses Pilotprojektes hat sich der Freistaat Bayern bereit erklärt, zwanzig Busse des öffentlichen Nahverkehrs mit „BayernWLAN“ auszustatten. Der Freistaat, vertreten durch das Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, trägt dabei die Kosten für die sowie für den Einbau der Hardware und die Betriebskosten für 24 Monate. Die Unternehmen und das Landratsamt sorgen für den Betrieb während dieser 24 Monate.
Mit dem Pilotprojekt wurden 18 Busse der OB Regio Bus, Regionalverkehr Oberbayern GmbH (RVO) und zwei Busse der Firma Enzian Bustouristik GmbH & Co. KG aus Schongau ausgestattet.
Die mit BayernWLAN ausgestatteten Busse verkehren auf folgenden Linien:
9651 Weilheim - Peißenberg - Rottenbuch - Steingaden – Füssen, 9652 Weilheim - Wessobrunn - Rott – Landsberg
9656 Weilheim - Peißenberg - Hohenpeißenberg - Peiting – Schongau
9657 Schongau - Altenstadt - Schwabsoien - Sachsenried – Ingenried
9659 Schongau - Altenstadt - Hohenfurch –Schongau
9821 Schongau - Lechbruck - Prem –Steingaden
9822 Schongau - Peiting - Rottenbuch - Echelsbacher Brücke – Steingaden
9824 Landsberg - Schongau und die Linie Schongau - Herzogsägmühle - Peiting – Schongau.
Damit wird bei den oben angeführten Linien im Allgemeinen eine Ausstattungsquote von etwa 80 bis 85 Prozent, an Ferientagen von mindestens 90 Prozent, erreicht.
Mit dem Projekt, das es außer im Landkreis Weilheim-Schongau noch in zwei anderen Landkreisen in Bayern gibt, sollen folgende Fragen geklärt werden: Lässt sich die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs durch das Angebot von steigern? Ist ein Zuwachs von Fahrgästen zu verzeichnen? Inwieweit lässt sich dieser Zuwachs auf das Angebot zurückführen? Wie nehmen die Fahrgäste das Angebot von „BayernWLAN“ an? Und schließlich auch: Vermindern sich Vandalismusschäden? Lässt sich dies auf „BayernWLAN“ zurückführen?
Soweit die Unternehmer nach der Pilotphase von 24 Monaten „BayernWLAN“ in den Bussen weiter betreiben, überlässt der Freistaat den beiden Verkehrsunternehmen die Hardware kostenlos und wird den weiteren Bezug von Betrieb und Datenverkehr zu den dann geltenden Vertragsbedingungen ermöglichen. Die Kosten für Betrieb des „BayernWLAN“ und des Datenverkehrs tragen dann ab diesem Zeitpunkt die betreffenden Verkehrsunternehmen, was auch grundsätzlich zugesagt wurde.