Es dürfte ein spannender und hochkarätiger Abend werden am Sonntag, 29. Oktober im Circus Krone. Beim Grandprix der Blasmusik gehen drei richtig gute Finalisten top vorbereitet und bis in die Haarspitzen motiviert auf die Bühne - das verspricht einen Blasmusikgenuss der Extraklasse. Tickets für das Finale im Circus Krone (Beginn: 17 Uhr) gibt’s bei allen MünchenTicket-Vorverkaufsstellen sowie per Telefon unter 089/54818181.
Mit den „Brauhaus Musikanten“, dem „Orchestre Roger Halm“ und den „Raaber Blechbuam“ haben sich drei großartige Orchester qualifiziert. Die Juroren Roland Kohler, Dr. Peter Kostner, Norbert Rabanser, Dr. Marcel Huber und Ernst Hutter als Juryvorsitzender freuen sich ebenso wie Moderator und Mit-Initiator Georg Ried auf die Endausscheidung um den „Grand Prix der Blasmusik“.
Musik verbindet Jung und Alt - diese Leidenschaft verbindet die Generationen und legt ein Fundament für viele andere Fähigkeiten. Wir fragten daher die drei Finalisten: Fähigkeiten. Sollten alle Kinder ein Instrument lernen? Kann jedes Kind ein Instrument lernen? Wie sollen Eltern das richtige finden?
Johannes Stadler, Brauhaus Musikanten: Für die Zukunft der Musik ist es natürlich schön, wenn jedes Kind ein Instrument erlernt, denn mit ein bisschen Fleiß ist dies jedem möglich. Musik fordert Kinder bereits sehr früh und musikalische Kinder sollen in der Schule sogar die besseren Noten schreiben als Nichtmusiker. Das richtige zu finden ist für die Eltern vielleicht schwer, der Vorstand der örtlichen Musikkapelle kann hier aber bestimmt die nötige Hilfe und Richtung geben. Schön ist es, wenn die Kinder selbst von einem Musikinstrument begeistert sind und dieses erlernen wollen. Da hat es der spätere Musiklehrer deutlich leichter als wenn ein Kind zu einem Musikinstrument „gedrängt“ wurde.
Roger Halm, Orchestre Roger Halm: Alle Kinder sind eigentlich nicht für die Musik geeignet, das ist klar. Als ehemaliger Musikschuleleiter musste ich dies leider feststellen. Jedoch kann man ihr Ohr aufmerksam machen für „gute”, „kommerzielle” und „Krach”- Musik.
Für mich kann jeder ein Instrument lernen, aber nur manche können damit „Musik” machen. Um zu musizieren, muss man viel Gefühl und Geduld haben, denn bevor man ein Instrument kontrolliert, braucht man sehr viele Probestunden. Nur dann macht es viel Spaß zu musizieren.
Für die Wahl des Instrumentes muss man den Kindern die verschiedenen Instrumentenfamilien vorstellen und sie wählen lassen. Manche wollen allein spielen - Klavier, Gitarre, Harfe - und andere wollen gleich in einer Gruppe mitmachen - Blasmusik, Musikverein, Rockgruppe.
Sebastian Schraml, Raaber Blechbuam:
Wenn der Wille und eine gewisse Portion Ehrgeiz und Durchhaltevermögen da sind: Wieso nicht? Musik fördert viele Fähigkeiten wie Motorik, Erkennen von Zusammenhängen, Lesen und soziale Kompetenzen.
Kann jedes Kind ein Instrument lernen? Ja - wenn gewisse körperliche Grundvoraussetzungen da sind.
Wie sollen Eltern das richtige finden? Auf das Kind hören, welche Vorstellungen es hat – Instrumente in den Musikschulen oder Musikvereinen ausprobieren und das, was dem Kind am meisten gefällt, wählen. Nur was dem Kind aus eigener Überzeugung gefällt, wird es auch gut erlernen. Jeder Zwang ist hier falsch.