Das gab es noch nie: Mit den „Brauhaus Musikanten“, dem „Orchestre Roger Halm“ und den „Raaber Blechbuam“ haben sich drei Orchester fürs Finale des „Grand Prix der Blasmusik“ im Münchner Circus Krone qualifiziert. Am Sonntag, 29. Oktober, ab 17 Uhr spielen die drei Gruppen dort um den Sieg. Tickets für das Finale im Circus Krone sind über MünchenTicket (Tel. 089/54818181, www.muenchenticket.de) erhältlich. Wir haben die drei Finalisten vorab befragt:
Tradition heißt nicht, die Asche zu verwahren, sondern die Flamme weiterzugeben: Welche neuen Impulse sind Ihnen bei Ihrer Musik wichtig?
Roger Halm, Orchestre Roger Halm:
Bei uns gibt es sechs „Haus- Komponisten”, junge und weniger Junge, aber mit neuen Ideen und frischem Blut! Sie haben schon zahlreiche Blasmusik-Stücke komponiert. So haben wie immer neue Kompositionen und ein ungewöhnliches, aber originales Repertoire. Neben den Böhmischen und Egerländer-Stücke, die unsere Spezialität sind, fördern wir auch die elsässische Musik.
Natürlich spielen wir die Haus-Komponisten, aber auch die „klassischen“ elsässischen Komponisten. Zur Abwechslung spielen wir moderne Bearbeitungen von Jazz, Pop oder klassischen Melodien. Diese Bearbeitungen, die oft von unseren Haus-Komponisten für unseres Orchester zugeschnitten wurden, ermöglichen uns, immer wieder jüngere und neue Blasmusikfans anlocken. In den letzten Jahren wurden mehrere neue Blasmusikgruppen gegründet im Elsass.
Johannes Stadler, Brauhaus Musikanten:
Blasmusik lebt wie viele andere Musikrichtungen von neuen Impulsen, zehrt aber auch von Altbewährtem. Diese Mischung macht Blasmusik so spannend und es macht großen Spaß, Titel von jungen Komponisten (wie z.B. Sebastian Höglauer) zu spielen. Diese entwickeln ihren ganz eigenen Stil für die „neue” Blasmusik und setzen dabei auf neue Klänge, welche sie mit alten Stilen und Klangfarben vereinen. Das macht die Blasmusik so reizvoll.
Sebastian Schraml, Raaber Blechbuam:
Wir wollen Neues mit Altbewährtem verbinden – neue Kompositionen aus den eigenen Reihen oder anderen jungen innovativen Komponisten und altbewährte Stücke, die das Publikum schon lange kennt und gern hört.
Impulse holt man sich auf Blasmusikveranstaltungen wie Woodstock, Festen, Konzerten, Aufnahmen von anderen Gruppen und aus dem Internet.
Für die Egerländer Musikanten ist der Circus Krone ein „magischer Ort” für einen Auftritt. Was bedeutet Ihnen der Finalauftritt im Circus Krone? Und wie bereiten Sie sich darauf vor?
Roger Halm, Orchestre Roger Halm:
Im Circus Krone zu musizieren ist für uns eine sehr große Ehre. Den Circus Krone kenne ich durch die Egerländer, es ist das große und mytische Konzerthaus für ein Blasmusik-Ensemble. Am selben Platz zu musizieren wie die Egerländer Musikanten ist für uns der Gipfel!
Um in einem derartigen Saal zu musizieren und noch dazu bei einem Wettbewerb mit zwei anderen Supergruppen, machen wir selbstverständlich die angebrachte Vorbereitungen.
Wir haben zuerst drei Konzerte vor dem Auftritt in München, in denen wir die Stücke einspielen und das Publikum beobachten werden.
In den Proben haben wir auch Blasmusik-Spezialisten, deutsche und elsässische, die uns Tipps und Ratschläge geben. Ich denke, dass wir das erste elsässische Orchester sind, das ein Konzert im Circus Crone geben wird. Wir werden alles in Bewegung setzen, um junge und schwungvolle Blasmusik mit unserer „Elsass Touch” dem Publikum und der Jury anzubieten.
Johannes Stadler, Brauhaus Musikanten:
An so einem „magischen Ort” auftreten zu dürfen ist eine große Ehre für uns! Dieser Auftritt ist für jeden von uns etwas ganz Besonderes. Große Künstler aus aller Welt haben dort gespielt und jetzt dürfen wir im Circus Krone auftreten: das ist einmalig und wird für jeden ein unglaubliches Erlebnis, das wir nie vergessen werden. Dazu proben wir alle viel gemeinsam, um bestens vorbereitet auf die Bühne zu gehen und dem Publikum das gewisse Etwas bieten zu können. Neben den Gesamtproben gibt es auch Registerproben und jeder einzelne Musikant wurde von unserem musikalischen Leiter Martin Ehlich gebeten viel zuhause zu üben, um auf der Bühne den optimalen Ansatz zu haben.
Sebastian Schraml, Raaber Blechbuam:
Das ist für uns bis jetzt die größte Bühne, die Bühne, wo schon so viele Größen und Stars gestanden sind. Es ist, wie schon gesagt, der größte Auftritt in unserer Laufbahn und eine ganz große Ehre, hier dabei zu sein. Wir proben das Programm regelmäßig, arbeiten mit verschiedenen Leuten zusammen die uns noch Tips und Verbesserungsvorschläge machen.