Veröffentlicht am 18.05.2017 16:01

„Viele fahren auch im Winter mit dem Rad”

Wer bei Schnee und Eis nicht auf das Fahrrad verzichten möchte, ist auf funktionierenden Winterdienst auf den Radwegen angewiesen. (Foto: Katharina Wieland Müller/pixelio.de)
Wer bei Schnee und Eis nicht auf das Fahrrad verzichten möchte, ist auf funktionierenden Winterdienst auf den Radwegen angewiesen. (Foto: Katharina Wieland Müller/pixelio.de)
Wer bei Schnee und Eis nicht auf das Fahrrad verzichten möchte, ist auf funktionierenden Winterdienst auf den Radwegen angewiesen. (Foto: Katharina Wieland Müller/pixelio.de)
Wer bei Schnee und Eis nicht auf das Fahrrad verzichten möchte, ist auf funktionierenden Winterdienst auf den Radwegen angewiesen. (Foto: Katharina Wieland Müller/pixelio.de)
Wer bei Schnee und Eis nicht auf das Fahrrad verzichten möchte, ist auf funktionierenden Winterdienst auf den Radwegen angewiesen. (Foto: Katharina Wieland Müller/pixelio.de)

Im Januar und Februar hat sich der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) München vier Wochen lang zum Winterdienst auf Radwegen umgehört. Zu insgesamt 22 Punkten der Umfrage gab es mehr als 1.000 Rückmeldungen. Die Ergebnisse zeigen: Der Dienst muss besser werden. Im Vergleich zu den Vorjahren erkannten viele Radler nur wenige Verbesserungen. Noch immer sind Wege Stunden nach dem letzten Schneefall nicht befahrbar – es wird auf die besser geräumten Fahrbahnen ausgewichen, wo Konflikte mit Autofahrern programmiert sind. „Die Radfahrer verhalten sich in diesem Fall völlig korrekt, wenn sie auf die Straße wechseln”, erklärt Martin Glas, Erster Vorsitzender des ADFC München.

Schneller räumen

Mit Blick auf die Ergebnisse fordert der ADFC: München muss sich weiter anstrengen, die Radwege frei zu halten. Es muss schneller, sorgfältiger und regelmäßiger geräumt werden. Auch der Einsatz von Salz soll nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden. Polizei und Stadt müssen allen Verkehrsteilnehmern die Rechte von Radfahrern nahebringen. Vor allem Überholabstände müssen angemahnt werden. Streumaterial muss zügig eingesammelt werden – sonst besteht gerade am Ende der kalten Jahreszeit Unfallgefahr. Zuletzt muss die Landeshauptstadt ihre Informationspolitik deutlich verstärken – laut der Umfrage sind Informationsseiten zum Winterdienst fast völlig unbekannt.

Gesammelte Umfrageergebnisse sind unter http://www.adfc-muenchen.de/winterdienst/ zu finden. SPD-Stadträtin Bettina Messinger, Radverkehrsbeauftragte der Fraktion: „Viele Münchner fahren auch im Winter mit dem Rad zur Arbeit oder Freizeitstrecken. Das wollen wir fördern.” Bereits im Jahr 2013 hat der Stadtrat einen besseren Winterdienst auf Radwegen beschlossen. „Jetzt wollen wir wissen, ob die Maßnahmen funktionieren.” Deswegen hat die SPD eine Evaluierung des Winterdienstes gefordert. „Die Ergebnisse der ADFC-Umfrage sollen einfließen. Sie zeigen, dass der Winterdienst nötig ist, wir die Qualität aber noch erhöhen können.”

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