Veröffentlicht am 13.12.2016 09:46

„Haben nach bestem Wissen gehandelt“

Die Anwohner wollen, dass in der Naglerstraße weiterhin so geparkt werden darf wie bisher. (Foto: sb)
Die Anwohner wollen, dass in der Naglerstraße weiterhin so geparkt werden darf wie bisher. (Foto: sb)
Die Anwohner wollen, dass in der Naglerstraße weiterhin so geparkt werden darf wie bisher. (Foto: sb)
Die Anwohner wollen, dass in der Naglerstraße weiterhin so geparkt werden darf wie bisher. (Foto: sb)
Die Anwohner wollen, dass in der Naglerstraße weiterhin so geparkt werden darf wie bisher. (Foto: sb)

Die Anwohner der Naglerstraße wehren sich gegen das einseitige Parkverbot, das der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing (BA 23) beantragt hatte. Die Lokalpolitiker hatten in ihrer Oktober-Sitzung beschlossen, dass auf der Ostseite der Naglerstraße ein Halteverbot eingerichtet werden soll. Momentan parken die Autos auf dieser Seite, meist ist keine Parklücke frei, um bei Gegenverkehr eine Ausweichmöglichkeit zu haben. Auf der Westseite der Straße hingegen sind Grundstückseinfahrten vorhanden, die automatisch zum Ausscheren genutzt werden könnten, so der Plan der BA-Mitglieder.

„Unsere Vorschläge einbringen”

Die Anwohner sind damit allerdings gar nicht einverstanden, haben sogar Unterschriften gegen das Parkverbot gesammelt. „Wir haben uns alle dagegen ausgesprochen“, erklärte ein Anrainer kürzlich in einer Sitzung des BA 23. „Gerne erarbeiten wir zusammen mit dem Unterausschuss Verkehr Vorschläge, wie sich die Situation in der Naglerstraße entspannen lässt. Wir haben einige Ideen und wollen unsere Vorschläge einbringen.“

„Lange und gründlich überlegt”

Den Beschluss habe man aus guten Gründen gefasst „und nicht aus Jux und Dollerei. Es sollte nicht zur Übung werden, alle Beschlüsse wieder aufzuheben“, betonte Heike Kainz, die Vorsitzende des Gremiums, in diesem Zusammenhang. „Wir haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt“, sagte auch Josef Feig (CSU). „Wenn die Anwohner eine Lösung haben, die besser ist als unsere, was ich mir nicht vorstellen kann, können wir es angehen.“ Und Falk Lamkewitz ergänzte: „Wir haben uns das lange und gründlich überlegt“, so der Grünen-Fraktionssprecher. „Die Vorschläge der Bürger können wir prüfen, sollten das Ganze aber erstmal laufen lassen und schauen, was dabei rauskommt.“

Antwort abwarten

Der BA 23 wird daher die Antwort des Kreisverwaltungsreferats (KVR) abwarten. „Wenn die Bürger Vorschläge haben, können sie sie gerne einbringen. Damit wird sich der Unterausschuss Verkehr beschäftigen“, erklärte Heike Kainz. Man werde sich dann in einer der nächsten Vollversammlungen noch einmal damit beschäftigen und das Ganze inhaltlich prüfen. „Wir haben in unserem Stadtviertel sehr viel zu tun. Wenn wir uns mit jeder kleinen Straße mehrmals beschäftigen müssen, machen wir nichts anderes mehr.“

north