Am Ortseingang Martinsried an der Kreuzung Münchner-/ Röntgenstraße staute sich zu Stoßzeiten der Verkehr weit in Richtung Neuried zurück. Grund dafür war die fehlende Abbiegespur für Rechtsabbieger. Nun konnte die Gemeinde Planegg endlich eine eigene Rechtsabbiegespur in Betrieb nehmen. „Der Stau an der Ampel hat ein Ende“, meinte Bürgermeister Heinrich Hofmann erfreut. „Aus Richtung Neuried kommend wird der Verkehr jetzt besser fließen.“ Man habe quasi einen Bypass für die Ortseinfahrt gelegt.
„Die Kreuzung hatte schon lange ein Kapazitätsproblem“, so auch Stephan Gruber vom Staatlichen Bauamt Freising. „Wir freuen uns, dass wir dies in gemeinsamer Planung mit der Gemeinde Planegg beheben konnten.“ Gleichzeitig konnten der Bürgermeister und Vertreter des Freisinger Bauamts die neue Radunterführung genau unterhalb der Kreuzung in Betrieb nehmen.
Hier hatte die gemeindliche Initiative „Würmtal-das Radltal“ seit langem einen Unfallschwerpunkt bemängelt. „Gleich nach dem Tunnel kam die Kurve“, erklärte der Planegger Mobilitätsbeauftragter Roman Brugger dazu. „Die Stelle war immer schon unübersichtlich und verlangte ganze Konzentration. Vor allem wenn überschnelle Radler aus dem Tunnel geschossen kamen und kaum abbremsen konnten.“
Nun geht es nach dem Tunnel zunächst ein Stück geradeaus, bevor die Kurve nach Martinsried ansetzt. „Die Situation ist merkbar entzerrt“, dankte Brugger. „Das ist in sofern besonders erfreulich, weil hier der stark frequentierte Schulweg zwischen Planegg und Neuried entlang geht.“
Die gewonnene Sicherheit für Radfahrer und die Annehmlichkeit für die Autos haben ihren Preis. Insgesamt 140.000 Euro zahlte das Freisinger Amt für die Planung und Durchführung. Planegg legte noch einmal 70.000 Euro drauf. „Für den Radtunnel haben wir Wellblech verwendet“, so Hofmann. „Das ist noch ziemlich einheitsgrau und hässlich. Deswegen darf es bemalt werden. Wir würden dies ausdrücklich begrüßen!“