Veröffentlicht am 25.11.2019 13:02

Fast wunschlos glücklich

Veranstaltung mit Magnetwirkung: 350 Besucher kamen zur Pöckinger Bürgerversammlung. (Foto: Hauck)
Veranstaltung mit Magnetwirkung: 350 Besucher kamen zur Pöckinger Bürgerversammlung. (Foto: Hauck)
Veranstaltung mit Magnetwirkung: 350 Besucher kamen zur Pöckinger Bürgerversammlung. (Foto: Hauck)
Veranstaltung mit Magnetwirkung: 350 Besucher kamen zur Pöckinger Bürgerversammlung. (Foto: Hauck)
Veranstaltung mit Magnetwirkung: 350 Besucher kamen zur Pöckinger Bürgerversammlung. (Foto: Hauck)

Die Pöckinger Bürgerversammlungen sind immer gut besucht, das war schon in der alten Versammlungsstätte, der Turnhalle, der Fall. Aber der Riesenandrang im neuen „Beccult“ stellte mit fast 350 Besuchern alles bislang Dagewesene in den Schatten. Nach der Pause zur Fragestunde aber trotzdem das gewohnte Bild: viele leere Stuhlreihen. Offensichtlich sind die Pöckinger mit der Arbeit ihres Bürgermeisters zufrieden. Rainer Schnitzler musste sich nur vier Nachfragen stellen. Eine betraf das von Pöcking und Feldafing geplante gemeinsame Kommunalunternehmen zur Wasserversorgung. Eine Bürgerin bezweifelte hartnäckig dessen rechtliche Zulässigkeit, was Schnitzler zu entkräften wusste. „Wenn Sie Bedenken wegen einer Privatisierung haben – das kommt niemals in Frage“, antwortete er. „Das Wasser wird keinesfalls an Private verkauft, das ist Teufelszeug.“

Teures und knappes Wasser

Die Wassergebühr wird 2020 teurer. Der Kubikmeterpreis steigt von 1,65 auf 2,14 Euro. Angesichts der Teuerung und des knappen Wasservorrats hakte Museumsleiterin Rosemarie Mann-Stein wegen des in den Feldafinger Ortsteil Wieling ziehenden Starnberger Brauhauses nach. Durch deren hohen Verbrauch müsste die Gebühr ja billiger werden. Doch die Abfüllanlage, die den größten Wasserbedarf hat, befindet sich in Landshut, beruhigte der Bürgermeister. „Die Brauer brauchen nur ihr eigenes Trinkwasser, so viel hätten wir sonst gar nicht.“ Dann gab es noch ein Lob, und zwar für die Vielfalt der Blühwiesen am Hang bei der Bahnanlage, bevor sich ein Bürger über die in seinen Augen im Verhältnis zu den Erdgräbern viel zu teuren Urnengrabstätten beschwerte. Mit spottbilligen 150 Euro für zehn Jahre Nutzung hätten diese schon lange mehr kosten müssen, rechtfertigte sich Schnitzler, der zu bedenken gab, dass die Urnen trotz ihres geringeren Flächenverbrauchs auch an den allgemeinen Friedhofskosten beteiligt wären.

Finanziell steht die Gemeinde nach wie vor gut da. Trotzdem bildet sie eine neue Sonderrücklage von 20 Millionen Euro. Denn es stehen zahlreiche neue Bauvorhaben an, wie der Bau eines hochmodernen Trinkwasserspeichers, eines neuen Feuerwehrhauses in Maising und von Gemeindewohnungen. Darüber hinaus sollen weitere Vorzeigeprojekte wie der Schmalzhof und der Gasthof Schauer vorankommen.

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