Wenn Eltern morgens ihre Kinder zur Schule fahren, sorgen sie damit nur zu oft für Chaos und gefährliche Situationen, so auch in Fürstenried: Im Bezirksausschuss Münchner Süden (BA 19) wurde die Situation vor der Walliser Schule geschildert. Weil es dort morgens kaum freie Parkplätze gibt, halten die Eltern auf der Straße oder im absoluten Halteverbot. Viele wenden zwischen den zur Schule kommenden Kindern vor dem Eingang zum Schulhof oder fahren sogar rückwärts auf den Schulhof, um dort zu wenden. „Diese Wendemanöver sind gefährlich“, warnte Monika Reim (SPD), Kinderbeauftragte des BA. Roland Wirthl (CSU) sieht das nicht anders: „Es geht nicht, dass Eltern sich keinen Deut um die Kinder kümmern!“ Solche Wendemanöver seien zudem völlig unnötig und nur der Bequemlichkeit der Fahrer geschuldet - die könnten nämlich auch einfach die kleine Schleife über Walliser und Schaffhauser Straße weiterfahren, um wieder aus dem Quartier herauszukommen. BA-Vorsitzender Ludwig Weidinger (CSU) ergänzte: „Es ist unsere Aufgabe, die Kinder, die zu Fuß zur Schule gehen, vor Eltern zu schützen, die ihre Kinder in die Schule fahren.“
Wie aber ist dieser Schutz durchsetzbar? Die Schule habe die Eltern angesprochen, aber ohne Erfolg: „Das funktioniert nicht“, meinte Anke Sponer (CSU) zu solchen Appellen. Sie schlug vor, die Schulhofeinfahrt mit versenkbaren Pollern vor den Wendemanövern der Eltern zu schützen.
Der Bezirksausschuss debattierte über diese Idee und entschied sich dann dafür, die Situation vor der Schule bei einem Ortstermin noch einmal in Augenschein zu nehmen.